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Sport1 News
  1. Die Vorbereitung auf das zweite WM-Vorrundenspiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde stellt Alfred Gislason vor eine besondere Herausforderung. "Wir wissen gar nicht, wer bei Kap Verde fehlt und wer alles dabei ist", sagte der Bundestrainer nach dem gelungenen WM-Start gegen Uruguay (43:14) in Gizeh (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER). 

    Beim WM-Debütanten Kap Verde waren am Donnerstag nach der Ankunft in Ägypten vier Spieler positiv auf Corona getestet worden. Eine weitere Testreihe am Freitag ergab jedoch ausschließlich negative Befunde, sodass Kap Verde wie geplant am Turnier teilnehmen darf. Deutschland trifft am Sonntag (18.00 Uhr im LIVETICKER) planmäßig auf den Underdog.

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    Gislason hat ein etwas mulmiges Gefühl. "Natürlich macht uns das Sorgen", sagte der Isländer: "Man muss hoffen, dass es wirklich so ist, dass keiner infektiös sein kann." Der Turnierneuling unterlag Ungarn am Freitag 27:34 (14:19) und hatte dabei nur elf Spieler zur Verfügung. 

    Mit der Leistung seiner eigenen Mannschaft war Gislason insgesamt zufrieden. "Ich fand es schon sehr gut, weil die Jungs die Konzentration von Anfang an oben gehalten haben", lobte er (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021).

  2. Es kam höchst überraschend und hatte mächtig Staub aufgewirbelt so kurz vor dem Turnierstart, als Bundestrainer Alfred Gislason nur Stunden vor dem erfolgreichen WM-Auftakt der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Uruguay auf Andreas Wolff verzichtete. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021)

    Der bisherigen Stammtorhüter gehörte beim historischen Kantersieg nicht zum 16-köpfigen Aufgebot im ersten Vorrundenspiel - darüber hatte der Deutsche Handballbund (DHB) erst am Mittag in Gizeh informiert.

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    Stattdessen bildeten Johannes Bitter und Silvio Heinevetter das Torwart-Gespann (So läuft die Handball-WM 2021).

    "Es ist kein Geheimnis, dass wir ein außergewöhnlich gutes Torwart-Trio mit nach Ägypten genommen haben", hatte Co-Trainer Erik Wudtke die Entscheidung zunächst kommentiert. Ausschlaggebend für die Nominierung sei keine Verletzung gewesen.

    Gislason begründet Wolff-Ausbootung

    Was aber dann? Nach Abpfiff brachte Gislason bei der ARD dann Licht ins Dunkel - und erklärte überraschend: "Ich habe Andi schon vor einer Woche gesagt, er soll sich auf Kap Verde konzentrieren." Deutschland trifft am Sonntag (18 Uhr im LIVETICKER) auf den Underdog

    Von wegen also kurzfristiger Entschluss - Gislason fügte dabei auch an, dass sich Wolff angesichts seiner bisweilen zu emotionalen Auftretens gewissermaßen selbst ausgebootet habe:

    "Ich kenne Andi ja nun gut genug (aus gemeinsamen Zeiten beim THW Kiel, Anm. d. Red.). Meine Erfahrungen mit ihm sind: Wenn er auf einen etwas unorthodoxen Gegner trifft, und dann kullert ein Ball irgendwie bei ihm rein, dann fängt er an, sich zu ärgern", so der Isländer weiter. "Und dann sollte man ihn besser schonen."

    Der Bundestrainer meinte jedoch auch: "Er hat es aber locker aufgenommen. Er ist ein Weltklassetorhüter, er wird beim nächsten Spiel dabei sein."

    Einen hierarchischen Hintergrund hat die Entscheidung demnach nicht. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER).

    Schwarzer: Luxusproblem für Gislason

    "Wir werden alle irgendwo im Turnier brauchen, jeder soll Erfahrung und Matchpraxis sammeln", meinte Wudtke. Gislason hatte Wolff vor dem Turnier als seine 1A im Tor bezeichnet, Bitter als 1B und Heinevetter als 1C (Handball-WM: Die wichtigsten Regeln).

    Christian Schwarzer wiederum erklärte in seiner SPORT1-Kolumne: "Im Tor hat Gislason ein Luxusproblem. Er hat sich auf Wolff als Nummer eins vor Bitter und Heinevetter festgelegt." (Handball: Die wichtigsten Regeln).

    Für den Weltmeister von 2007 "sind alle drei Torhüter Nummer-1-Torhüter. Er kann morgens aufstehen und sagen, heute darf dieser Keeper ran und kann da eigentlich nicht viel falsch machen."

    Erst vor einer Woche war Wolff nach Verbal-Attacken gegen seine ehemaligen Teamkollegen vom THW Kiel in die Schlagzeilen geraten, hatte den coronabedingt freiwilligen WM-Verzicht von Patrick Wiencek, Hendrik Pekeler und Steffen Weinhold kritisiert.

    Der Keeper hatte sich dafür im Anschluss einen Rüffel eingehandelt. "Es stört uns nur in unserer Vorbereitung hier", so Gislason.

    Klein: Das steckt hinter der Wolff-Entscheidung

    Dominik Klein wollte in der jetzigen Ausbootung von Wolff einem "ganz klare Taktik und Strategie" des Bundestrainers erkannt haben: 

    "In der EM-Qualifikation (gegen Österreich, Anm. d. Red.) kürzlich hat Andi Wolff an Position 1 gespielt, Alfred Gislason will nun sicherlich auch Silvio Heinevetter und Johannes Bitter mal sehen wollen",  sagte der Ex-Nationalspieler in der ARD. "Alfred Gislason wird am Ende sicherlich mit allen dreien gesprochen, zudem wohl auch Torwarttrainer Mattias Andersson Keeper miteinbezogen haben. Alle drei Torhüter sollen bei diese WM Spielanteile bekommen."

    Klein fügte kurz vor dem Anwurf an: "Wer aber Andi Wolff kennt: Da jetzt auf der Tribüne zu sitzen, das ist nicht einfach für ihn." 

    DHB-Sportvorstand Axel Kromer hatte zum Torwartthema auf SPORT1-Nachfrage erklärt: "Mit diesem Torhüter-Trio müssen wir uns vor niemandem verstecken. Man sieht auch, dass das Miteinander hervorragend funktioniert mit der Routine, die alle haben. Ich erwarte, dass das Torhüter-Duell nicht allzu häufig an den Gegner geht."

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    Mit Sport-Informations-Dienst

  3. Torhüter Johannes Bitter will aufgrund der angespannten Corona-Situation bei der Handball-Nationalmannschaft Kap Verdes das direkte WM-Duell mit dem Außenseiter möglichst vermeiden.

    "Ich wünsche mir natürlich, dass wir nicht spielen", sagte Bitter nach dem souveränen WM-Start der deutschen Handballer gegen Uruguay (43:14) am Freitag.

    Bitter über Kap-Verde-Spiel: "Das ist fahrlässig"

    Beim WM-Neuling waren am Donnerstag nach der Ankunft in Ägypten vier Spieler positiv auf Corona getestet worden.

    Eine weitere Testreihe am Freitag ergab jedoch ausschließlich negative Befunde, sodass Kap Verde wie geplant am Turnier teilnehmen darf. Zum Auftakt unterlag der Turnierneuling gegen Ungarn erwartungsgemäß mit 27:34.

    Deutschland trifft planmäßig am Sonntag (ab 18 Uhr im LIVETICKER) auf den Underdog. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER).

    "Ich finde es schwierig. Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist das fahrlässig, dass sie spielen", sagte Bitter und bezeichnete die Partien mit kapverdischer Beteiligung als "verantwortungslos": "Das ist ein zu großes Risiko für das Turnier." (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021)

    Auch Bitter steckte sich schon mit Corona an

    Im Anschluss an zwei EM-Qualifikationsspiele im November waren vier DHB-Spieler, darunter Bitter, an COVID-19 erkrankt. Gegner Bosnien-Herzegowina hatte vor dem Duell mit Deutschland mehrere Coronafälle zu beklagen. "Wir haben diese schlechte Erfahrung gemacht, deswegen versuchen wir das Risiko zu minimieren", sagte Bitter, als Vorstand einer Spielergewerkschaft so etwas wie der "Außenminister" des deutschen Teams.

    Wie genau das deutsche Team bis zum geplanten Spieltermin nun vorgehen will, steht noch nicht fest. Die Tatsache, dass Kap Verde nach anfänglicher Isolation in das deutsche Hotel einzieht, bewertet Bitter als nicht "so schlimm. Schlimm ist am Ende, wenn man spielt", ergänzte der 38-Jährige. 

    Der Torwart-Oldie hofft, dass die DHB-Auswahl "nicht zu irgendetwas gezwungen" wird: "Im Moment würde keiner von uns gerne gegen sie spielen."

  4. So schnellt wirft Sebastian Firnhaber nichts aus der Bahn:

    Wenn der Abwehrspezialist vom HC Erlangen hinlangt, müssen die Gegenspieler oftmals einstecken und kurz innehalten. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER).

    Beim erfolgreichen WM-Auftakt der deutschen Handball-Nationalmannschaft mit einem historischen Kantersieg über Uruguay (43:14) war es zumindest kurzzeitig dann allerdings doch Firnhaber, den es gehörig durchschüttelte.

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    Es war kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts, als David Schmidt gerade das 13:4 erzielt hatte (26.) und der südamerikanische Turnier-Debütanten unmittelbar danach eine schnelle Mitte spielen wollte. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021).

    Kopftreffer: Firnhaber-Knockout gegen Uruguay

    Doch Bruno Valentin Mendez donnerte den Ball dabei unabsichtlich an den Kopf des 26-Jährigen, für den es die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft ist.

    Folge: Firnhaber ging zu Boden - kleiner Knockout mit dem Ergebnis einer blutigen Lippe, die das medizinische Personal des Deutschen Handball-Bundes (DHB) umgehend versorgen musste. (So läuft die Handball-WM 2021)

    Die bange Situation währte aber nur kurz, dafür loderte es in dem 1,98 Meter großen Spieler mit dem Spitznamen "Flamme" danach schnell wieder. (Handball-WM: Die wichtigsten Regeln)

    Und zusammen mit Johannes Golla im deutschen Innenblock als Vertreter für Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler, die ihre Turnier-Teilnahme coronabedingt abgesagt hatten, ließ Firnhaber hinten dann auch kaum noch etwas anbrennen beim 43:14...

  5. Zwei Unentschieden für zwei Top-Teams: Bei der Handball-WM in Ägypten haben die Mitfavoriten Kroatien und Spanien zum Auftakt in die Vorrunde überraschend Punkte liegen gelassen.

    Europameister Spanien spielte lediglich 29:29 (16:13) gegen Brasilien, Kroatien rettete gegen Japan mit Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson erst in der Schlussphase ein 29:29 (14:17). (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021)

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    Sigurdsson, der Deutschland bei der EM 2016 zum Titel geführt hatte, durfte mit den Japanern lange auf einen Sieg hoffen. (Die Tabellen der Handball-WM)

    Cupic rettet Kroatien Remis

    Erst Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Ivan Cupic mit einem Siebenmeter den Ausgleich für das kroatische Team um den ehemaligen Welthandballer Domagoj Duvnjak. In der Gruppe C trifft Kroatien am Sonntag auf Angola, das zum Auftakt Katar mit 25:30 (13:14) unterlag.

    EM-Champion Spanien lag bis in die Schlussphase noch mit drei Treffern vorn, schenkte seinen Vorsprung gegen die wacker kämpfenden Südamerikaner in der Schlussphase aber noch her. 

    Kap Verde unterliegt Ungarn

    Brasilien zählt zu jenen Teams, die im Vorfeld des Mega-Turniers in Ägypten Coronafälle zu beklagen hatten. (die wichtigsten Handball-Regeln zur WM 2021)

    Der von mehreren Coronafällen betroffene deutsche Vorrundengegner Kap Verde verlor sein Auftaktspiel gegen Ungarn erwartungsgemäß.

    Der Turnierneuling, der am Freitagabend in Gizeh mit lediglich elf Spielern antrat, unterlag dem EM-Neunten in Gruppe A 27:34 (14:19). Eigentlich hätten 16 Namen im Spieltagsaufgebot des Außenseiters stehen dürfen. (Kader des DHB-Teams bei der Handball-WM 2021)

    Beim WM-Debütanten waren am Donnerstag nach der Ankunft in Ägypten vier Spieler positiv auf Corona getestet worden. Eine weitere Testreihe am Freitag ergab jedoch ausschließlich negative Befunde, sodass Kap Verde wie geplant am Turnier teilnehmen darf.

    Deutschland trifft nach seinem  erfolgreichen WM-Auftakt gegen Uruguay am Sonntag (ab 18 Uhr im LIVETICKER) planmäßig auf den Underdog.

    Titelverteidiger Dänemark feierte beim 34:20 (19:10) gegen Bahrain derweil einen gelungenen WM-Start. 

  6. Der 43:14-Erfolg über die Nationalmannschaft Uruguays ist einer höchsten Siege der deutschen Handball-Auswahl bei einer WM. (Deutschland vs. Uruguay, das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

    Aber zum deutlichsten Auftakterfolg bei einer Weltmeisterschaft reichte es nicht.  In dieser Rangliste reiht sich der Sieg auf Platz zwei ein.

    Deutschland: Höchster Sieg bei WM-Auftakt gegen Luxemburg

    Der höchste Auftakterfolg gelang 1958 beim 46:4 gegen Luxemburg - das ist gleichzeitig der deutlichste deutsche Sieg bei einer Handball-WM überhaupt.

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    Es folgen der aktuelle Triumph über Uruguay, das 40:12 gegen die USA 2001, das 40:17 zwei Jahre später gegen Katar und - man mag es heute kaum glauben - ein 27:4 gegen Frankreich. Die Grande Nation ist in den letzten 25 Jahren sechsmal Weltmeister und zweimal Olympiasieger geworden.

    Gensheimer verdrängt Kehrmann

    In der ewigen Torschützliste der deutschen Handballer hat Uwe Gensheimer mit den drei Toren gegen Uruguay Florian Kehrmann von Platz eins verdrängt.

    Er hat nun 174 Treffer auf seinem Konto und damit einen mehr als Kehrmann (173).Dahinter reihen sich im "Klub der Hunderter" Christian Schwarzer (159), Stefan Kretzschmar (151), Markus Baur (147), Holger Glandorf (138), Pascal Hens (134), Torsten Jansen (123), Volker Zerbe (107) und Patrick Groetzki (102) ein.

  7. Die deutschen Handballer haben ihr Auftaktspiel bei der WM in Ägypten gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason besiegte Außenseiter Uruguay mit 43:14 (16:4) und feierte damit einen perfekten Turnierstart. Es war zudem der höchste Auftaktsieg bei einer WM seit 63 Jahren. 

    Bester Torschütze in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Freitagabend in Gizeh war Timo Kastening mit neun Treffern. Schon am Sonntag (18.00 Uhr/ARD) gegen Kap Verde kann das deutsche Team den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde perfekt machen. Dritter Gegner in der Vorrundengruppe A ist am Dienstag Ungarn. 

  8. Das war schon mal ein ordentlicher Auftakt - und zudem der höchste deutsche Auftaktsieg bei einer WM seit 63 Jahren: Die Handball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in Ägypten mit dem erwarteten Kantersieg ins Turnier gestartet. (Deutschland vs. Uruguay, das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

    Die Auswahl des Deutschen Handballbunds (DHB) kam gegen WM-Neuling Uruguay zu einem völlig ungefährdeten 43:14 (16:4) und warf sich damit schon einmal warm für die weiteren Aufgaben in der Gruppe A. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021).

    Der Auftritt gegen überforderte Uruguayer erwies sich damit als bessere Trainingseinheit - ausbaufähig war indes die deutsche Torausbeute in der ersten Halbzeit. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER).

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    Rechtsaußen Timo Kastening war beim Geisterspiel in der Hassan-Moustafa-Halle in Gizeh mit neun Toren der beste Werfer für das neu formierte Team von Bundestrainer Alfred Gislason, das beim umstrittenen Mega-Turnier in Ägypten bereits einen großen Schritt in Richtung Hauptrunde ging.

    Deutschland deklassiert Uruguay

    "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Es war sehr gut, dass die Jungs bis zum Ende durchgezogen haben", lobte der Coach nach Abpfiff.

    Eine Überraschung hatte es wenige Stunden vor der Partie gegeben: Gislason verzichtete auf seinen bisherigen Stammkeeper Andreas Wolff - für ihn hütete Johannes Bitter zunächst das Tor. Nach der Pause kam dann auch Silvio Heinevetter zum Einsatz. (So läuft die Handball-WM 2021).

    "Wir sind superglücklich. Wir haben uns genauso vorbereitet wie auf jeden starken Gegner", sagte Bitter im ARD-Interview: "Das Ergebnis ist dann natürlich völlig okay." In Sachen Corona sei "nicht alles perfekt, aber es wurde nachjustiert. Es wird alles funktionieren."

    Im zweiten Spiel am Sonntag (ab 18.00 Uhr im LIVETICKER) gegen Kap Verde kann Deutschland den Einzug in die nächste Turnierphase perfektmachen. Beim WM-Neuling waren nach der Ankunft am Donnerstag vier Spieler positiv auf Corona getestet worden.

    Eine weitere Testreihe am Freitag ergab jedoch ausschließlich negative Befunde, sodass Kap Verde wie geplant am Turnier teilnehmen darf. Der dritte DHB-Vorrundengegner am Dienstag ist Ungarn. (Handball-WM: Die wichtigsten Regeln).

    Der Sieg der umgebauten deutschen Auswahl geriet gegen Uruguay wie erwartet nie in Gefahr. Allerdings ließ die Chancenverwertung vor allem im ersten Abschnitt zu wünschen übrig, Rückraumspieler Julius Kühn überzeugte dennoch.

    Defensiv machte die Deckung um Johannes Golla und Sebastian Firnhaber einen sicheren Eindruck, Bitter glänzte im Tor. Nach der Pause sammelte dann Heinevetter im Tor Spielpraxis. 

    Kühn eröffnet Torreigen für DHB-Team

    Der Europameister von 2016 startete ordentlich, nach 33 Sekunden drosch Rückraum-Waffe Kühn den Ball zum 1:0 ins Netz. Das DHB-Team spielte sich schnell einen komfortablen Vorsprung heraus. Fehlpässe des Außenseiters resultierten praktisch immer aus deutschen Kontersituationen.

    So war es ein Höhepunkt aus Sicht Uruguays, als DHB-Kapitän Uwe Gensheimer in der 6. Minute bei einem Siebenmeter an Schlussmann Felipe Gonzalez scheiterte. Zwar wurde das deutsche Tore-Polster in der Folge größer und größer, das Ergebnis hätte aber früher deutlicher ausfallen müssen. (Handball: Die wichtigsten Regeln).

    Denn offensiv unterliefen dem Gislason-Team gegen eine aggressiv agierende Deckung einige Fehler im Abschluss, allein Gensheimer vergab im ersten Abschnitt mehrere freie Würfe fahrlässig. "Wir haben elf Tore, aber acht Fehlwürfe gegen den Torhüter", monierte Gislason beim Stand von 11:3 (22.) in der ersten Auszeit des Außenseiters. 

    Der Isländer tigerte an der Seite mit verschränkten Armen viel auf und ab, hundertprozentig zufrieden wirkte er mit dem Offensivspiel nicht. Bei seiner umgebauten Abwehr beobachtete Gislason hingegen weitaus weniger Schwierigkeiten, sie wurde aber auch kaum gefordert. 

    Gislason rotiert auf allen Positionen

    "Die Uruguayer haben Probleme mit dem Arbeitsgerät, der ein oder andere auf der Mittelposition scheint auch übergewichtig zu sein", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning in der Halbzeit am ARD-Mikrofon: "Es fehlt der absolute Wettkampfcharakter."

    Gislason konnte daher auf allen Positionen fleißig Personal tauschen, auch Juri Knorr kam wie sechs weitere Spieler zu seinem WM-Debüt und trug sich gleich in die Torschützenliste ein.

    In der zweiten Hälfte, in der die DHB-Auswahl eine andere Deckungsvariante spielte, reduzierte Deutschland die Fehlerquote deutlich. Dem Außenseiter gingen die Kräfte aus. Der Vorsprung wuchs und wuchs - und wurde standesgemäß.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Deutschland - Uruguay 43:14 (16:4)
    Deutschland: Bitter (Stuttgart), Heinevetter (Melsungen) - Kastening (Melsungen/9), Schmidt (Bergischer HC/5), Schiller (Göppingen/5/1), Kühn (Melsungen/4), Knorr (Minden/4), Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen/3), Firnhaber (Erlangen/3), Reichmann (Melsungen/3), Golla (Flensburg/2), Böhm (Hannover/2), Michalzcik (Berlin(2), Weber (Leipzig/1), Drux (Berlin), Häfner (Melsungen) - Uruguay: Gonzalez, Navarrete - Morandeira (4), Cancio (2), Goyoaga (2), Rostagno (2/1), Chaparro (1), Liston (1), Mendez (1), Rubbo (1).
    Schiedsrichter: Lopez/Lenci (Argentinien)
    Zeitstrafen: 4:2
    Siebenmeter: 1/2:1/3
    Zuschauer in Gizeh: keine

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