Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Handball-Bundesligist Füchse Berlin hat beim Debüt von Deutschlands EM-Schreck Dainis Kristopans ein Ausrufezeichen im Kampf um die Champions-League-Plätze gesetzt.

    Die Mannschaft von Velimir Petkovic gewann ihr Heimspiel gegen Tabellennachbar SC Magdeburg mit 25:24 (12:13), schloss bis auf zwei Punkte auf das Spitzenduo THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt auf und schob sich auf den dritten Platz vor.

    Rekordmeister THW Kiel festigte indes mit einer starken Vorstellung gegen den TVB Stuttgart die Tabellenführung. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha setzte sich gegen die abstiegsbedrohten Schwaben deutlich mit 35:23 (19:11) durch und liegt nun zwei Punkte vor Meister SG Flensburg-Handewitt.

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    2,15-m-Riese Kristopans, der nach der EM bis Saisonende vom mazedonischen Spitzenklub Vardar Skopje in die deutsche Hauptstadt gewechselt war, kam auf vier Treffer für die Gastgeber. Den entscheidenden 25. Treffer erzielte Hans Lindberg in der letzten Minute, Magdeburg konnte im folgenden Angriff nicht mehr ausgleichen.

    "Es war sehr aufregend, ich habe es sehr genossen. Es ist ein bisschen anderer Handball, er ist kraftvoller. Das Wichtigste ist, dass das Team gewinnt", sagte Kristopans bei Sky.

    Der 29-Jährige hatte bei der EM im Januar für Furore gesorgt und seine Mannschaft gegen Deutschland beinahe zu einer Überraschung geführt. Trotz seiner sieben Treffer verlor Lettland am Ende knapp mit 27:28 gegen Deutschland, das als Tabellenzweiter in die Hauptrunde einzog.

  2. Der deutsche Handballmeister SG Flensburg-Handewitt ist ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.

    Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla setzte sich beim norwegischen Meister Elverum Handball mit 34:28 (15:14) durch und ist damit in der Gruppe A nicht mehr von einem der ersten sechs Plätze zu verdrängen. Bester Werfer der Flensburger war Marius Steinhauser mit sieben Toren.

    Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hatte sich bereits am Mittwoch durch einen Erfolg gegen Verfolger MKB Veszprem KC (29:28) Platz eins in der Gruppe B gesichert und  dadurch bereits das Viertelfinale der Königsklasse erreicht.

    Ex-Meister Rhein-Neckar Löwen liegt im EHF-Cup nach einem 35:27 (16:12) beim dänischen Vertreter TTH Holstebro mit vier Punkten aus zwei Spielen in der Gruppe B auf Viertelfinal-Kurs.

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    Bundesligist MT Melsungen hat am zweiten Spieltag der Gruppenphase derweil einen Rückschlag erlitten. Melsungen unterlag bei Benfica Lissabon mit 26:29 (11:16) und verpasste damit in der Gruppe A den Sprung auf Rang eins.

  3. "Straßenhandballer" Christian Zeitz hat schon immer polarisiert, der 39-Jährige ist bis heute eine Reizfigur.

    Und weil der Weltmeister von 2007 die Konfrontation liebt, kann er seine Rückkehr mit dem TVB Stuttgart in die Halle an der Ostsee kaum erwarten. Für den langjährigen Nationalspieler ist das Gastspiel beim Tabellenführer THW Kiel am Sonntag der vielleicht letzte emotionale Höhepunkt seiner fast zwei Jahrzehnte währenden Karriere (Handball-Bundesliga: THW Kiel - TBV Stuttgart ab 16 Uhr im LIVETICKER).

    "Die Gefühle werden gemischt sein. Einige Zuschauer werden sich freuen, andere werden mich auspfeifen", sagte Zeitz nach seinem Blitzcomeback in der Bundesliga. In Windeseile vom insolventen Drittligisten SG Nussloch zu den Schwaben gewechselt, steuerte der Rückraumspieler drei Tore zum überraschenden 26:21-Sieg bei der MT Melsungen bei.

    Zeitz und THW Kiel vor Gericht

    Klar ist: Die Erinnerungen an den hässlichen Streit und die schmutzige Trennung werden den Auftritt des Linkshänders an der Förde gegen den deutschen Rekordmeister begleiten, vielleicht sogar überlagern.

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    Denn das tiefe Zerwürfnis zwischen dem auch auf dem Parkett bisweilen unberechenbaren Profi und dem Traditionsklub war und ist beispiellos in der 116-jährigen Vereinsgeschichte.

    Zeitz zweifelte vor zwei Jahren die Wirksamkeit des vereinbarten Vertragsendes an, pochte auf juristischem Wege auf eine Entfristung und traf sich mit seinem Arbeitgeber vor Gericht wieder. Nach gegenseitigen Vorwürfen kam es letztlich zu einem Vergleich, der Kontrakt wurde aufgelöst.

    Zeitz aus Ahnengalerie entfernt

    Was jedoch die Kieler Handball-Community sogar ansatzweise spaltete und weit mehr bewegte als das langwierige Tauziehen vor Gericht, war die Entfernung von Zeitz aus der Ahnengalerie unter dem Dach der einstigen Ostseehalle. Neben Vereinslegenden wie Hein Dahlinger, Magnus Wislander und Thierry Omeyer war für den Verfemten nun kein Platz mehr mit Porträtfoto und Trikot (Rückennummer 20).

    "Christian Zeitz hat sich im Zusammenhang mit seinem Ausscheiden nicht mehr an Werten wie Loyalität und Respekt gegenüber dem THW Kiel orientiert", hieß es seinerzeit in einer offiziellen THW-Mitteilung zur Begründung kühl.

    Der damalige Coach und neue Bundestrainer Alfred Gislason wurde deutlicher: "Zeitz ist die größte menschliche Enttäuschung meiner Karriere."

  4. Die Füchse Berlin haben im EHF-Cup einen wichtigen Punkt auf dem Weg ins Viertelfinale geholt.

    Die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic trennte sich im zweiten Spiel der Gruppe D vom ungarischen Klub Grundfos Tatabanya 27:27 (15:17). Beide Klubs stehen nun bei drei Zählern.

    Bester Werfer der Berliner war in einer sehr ausgeglichenen Partie in der Max-Schmeling-Halle der Däne Jacob Holm mit sechs Toren. Das erste Spiel hatten die Füchse beim französischen Vertreter PAUC Handball noch mit 25:23 (11:10) für sich entschieden. Dritter Gruppengegner ist BM Logrono La Rioja aus Spanien.

    Der deutsche EM-Schreck Dainis Kristopans kam bei den Füchsen noch nicht zum Einsatz. Die Berliner hatten am Mittwoch den 2,15-m-Riesen vom Vorrundengegner Lettland unter Vertrag genommen, der 29-Jährige wird am Sonntag im Ligaspiel gegen den SC Magdeburg erstmals für seinen neuen Verein auflaufen.

  5. Meister SG Flensburg-Handewitt hat gegen das abgeschlagene Schlusslicht HSG Nordhorn-Lingen den fünften Erfolg in Serie gefeiert. Mit dem ungefährdeten 29:27 (16:13) gegen den Aufsteiger zog Flensburg an der Tabellenspitze nach Punkten mit Kiel gleich, allerdings hat der Rekordmeister ein Spiel weniger ausgetragen.

    Die Rhein-Neckar Löwen trennten sich ohne den erkrankten Nationalspieler Uwe Gensheimer (grippaler Infekt) bei der HSG Wetzlar mit 27:27 (18:17).

    Zeitz mit Comeback

    Christian Zeitz feierte derweil ein erfolgreiches Comeback in der HBL.

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    Der Weltmeister von 2007 gewann mit dem abstiegsgefährdeten TVB Stuttgart beim MT Melsungen klar mit 26:21 (13:9). Der 39 Jahre alte Rückraumspieler, der kurzfristig vom Drittligisten SG Nußloch gekommen war, zeigte eine starke Leistung und erzielte in seinem 400. Bundesliga-Spiel drei Tore.

    "Es lief gut und wird nach und nach besser", sagte ein zufriedener Zeitz bei Sky: "Wie Jogi (Bitter, Anm.) schon gemeint hat: Wenn wir heute gewinnen, dann darf ich bleiben."

    In der vierten Minute traf Zeitz zum ersten Mal für die Schwaben, bei denen Nationaltorhüter Johannes Bitter eine überragende Vorstellung ablieferte. Die Stuttgarter feierten den vierten Sieg in Folge gegen Melsungen und den ersten seit dem 12. Dezember (31:28 gegen Melsungen).

    Zeitz: "Gemischte Gefühle"

    Am Sonntag (16.00 Uhr) wird Zeitz, der den zurzeit verletzten Nationalspieler David Schmidt ersetzt, bei seinem langjährigen Klub THW Kiel aufspielen. Kiel hatte ihn nach Vertragsstreitigkeiten erst suspendiert und dann vor eineinhalb Jahren aus seiner Ahnengalerie entfernt.

    Von den Fans erwartet sich Zeitz "gemischte Gefühle" bei seiner Rückkehr: "Einige werden sich freuen, andere werden pfeifen. Ich freue mich, meine ehemaligen Mitspieler zu sehen."

    Der Linkshänder wurde neunmal Meister sowie dreimal Champions-League-Sieger und absolvierte 166 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft (458 Tore).

     

  6. Die SG Flensburg-Handewitt steht am 23. Spieltag der Handball-Bundesliga vor einer Pflichtaufgabe.

    Der Deutsche Meister empfängt am Donnerstag die HSG Nordhorn-Lingen, die mit einem einzigen Sieg bislang mit großem Abstand auf den Rest der Liga das Tabellenende zieren. (HBL: SG Flensburg-Handewitt - HSG Nordhorn-Lingen, ab 19 Uhr im LIVETICKER)

    Bleibt Flensburg Kiel auf den Fersen?

    Sollte den Flensburgern der sicherlich eingeplante Sieg gelingen, würden sie zumindest nach Pluspunkten mit Tabellenführer THW Kiel gleichziehen.

    Die Rhein-Neckar Löwen haben im Vergleich zur SG eine deutlich schwerere Aufgabe vor der Brust. Der Meister von 2016 und 2017 muss bei der HSG Wetzlar antreten und dort gewinnen, wenn er sich nicht frühzeitig aus dem Titelrennen verabschieden will. (HBL: HSG Wetzlar - Rhein-Neckar Löwen, ab 19 Uhr im LIVETICKER)

    Die Löwen stehen derzeit auf Rang sechs und weisen schon sechs Minuspunkte mehr auf als Spitzenreiter THW Kiel.

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    Spannende Duelle im Keller

    Im Abstiegskampf muss der TVB Stuttgart bei der MT Melsungen bestehen. (HBL: MT Melsungen - TVB Stuttgart, ab 19 Uhr im LIVETICKER)

    Die HBW Balingen-Weilstetten, die nur aufgrund einer bislang mehr absolvierten Partie vor den Stuttgartern steht, tritt beim HC Erlangen an. Auch die Franken stecken noch mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. (HBL: HC Erlangen - HBW Balingen-Weilstetten, ab 19 Uhr im LIVETICKER)

    Frisch Auf Göppingen, ebenfalls noch nicht aller Abstiegssorgen ledig, empfängt den Bergischen HC. (HBL: Frisch Auf Göppingen - Bergischer HC, ab 19 Uhr im LIVETICKER)

    So können Sie den 23. Spieltag der HBL LIVE verfolgen:

    TV: Sky
    Stream: Skygo
    Liveticker: Sport1.de und SPORT1 App

  7. Der langjährige Nationalspieler Christian Zeitz kehrt in die Handball-Bundesliga zurück.

    Der Weltmeister von 2007 wechselt mit sofortiger Wirkung vom Drittligisten SG Nußloch zum abstiegsgefährdeten TVB Stuttgart.

    Damit läuft der 39 Jahre alte Rückraumspieler am Sonntag (16.00 Uhr) bei seinem langjährigen Klub THW Kiel auf, der ihn nach Vertragsstreitigkeiten erst suspendiert und dann vor eineinhalb Jahren aus seiner Ahnengalerie entfernt hatte.

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    "Ich weiß, in welch einer schwierigen Situation sich der Verein befindet. Gemeinsam geht es jetzt darum, den TVB Stuttgart im Oberhaus des deutschen Handballs zu halten", sagte Zeitz, der den zurzeit verletzten Nationalspieler David Schmidt ersetzen soll.

    Sein bisheriger Arbeitgeber Nußloch hatte sich am Mittwoch nach einem Insolvenzeröffnungsantrag vom Spielbetrieb abgemeldet.

    Von 2003 bis 2014 und von 2016 bis 2018 hatte Zeitz für Kiel gespielt. In 399 Bundesliga-Einsätzen erzielte der Linkshänder 1161 Tore.

    Zwischenzeitlich war der gebürtige Heidelberger für den ungarischen Rekordmeister MKB Veszprem aktiv. Zeitz, neunmal Meister und dreimal Champions-League-Sieger, absolvierte 166 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft (458 Tore).

  8. Rekordmeister THW Kiel hat vorzeitig das Viertelfinale in der Champions League erreicht.

    Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha besiegte im Spitzenspiel der Gruppe B den direkten Verfolger Telekom Veszprém aus Ungarn mit 29:28 (15:15) und kann zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase nicht mehr vom ersten Tabellenplatz verdrängt werden. Damit überspringt der THW als erste deutsche Mannschaft das Achtelfinale. (DATENCENTER: Die Tabelle)

    Aber trotz des Erfolgs war THW-Torhüter Niklas Landin alles andere als zufrieden mit der eigenen Performance an diesem Tag. "Wir haben gut gekämpft, aber haben eigentlich kein gutes Spiel geliefert. Wir haben noch viel Luft nach oben", äußerte er sich nach dem Spiel kritisch bei Sky, um auf Nachfrage noch deutlicher zu werden: "Abwehr, Torhüterleistung, Gegenstoß – ich fand eigentlich, dass wir in vielen Sachen besser hätten spielen können."

    Für Teamkollege und Nationalspieler Hendrik Pekeler hingegen zählte heute nur das Ergebnis. "Es ist heute alles scheißegal. Wir haben Veszprém mit einem Tor geschlagen und das mit unserer engen Personaldecke. Ich bin mit unserem Auftreten und unserer Emotionalität in der Halle absolut zufrieden", leiß er seinen Gefühlen freien Lauf.

    Beste Torschützen der Hausherren, die trotz zwischenzeitlicher Vier-Tore-Führung bis zur Schlusssirene bangen mussten, waren der schwedische Rechtsaußen Niclas Ekberg (acht Tore) und Pekeler (sieben).

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    Damit verlieren die ausstehenden Gruppenspiele bei Meschkow Brest (22. Februar) und beim polnischen Vertreter KS Kielce (29. Februar) für den Bundesliga-Tabellenführer an Bedeutung. In der Königsklasse ernst wird es für die Zebras erst wieder Ende April, wenn die Viertelfinal-Hinspiele stattfinden.

    Kiel will in das Final Four

    Das große Ziel des dreimaligen Champions-League-Siegers ist das Final Four in Köln (30./31. Mai), das in den vergangenen drei Jahren ohne deutschen Teilnehmer über die Bühne ging.

    Zuletzt hatten die Spitzenmannschaften der Bundesliga international den Anschluss an die absolute Spitze verloren, 2014 gelang der SG Flensburg-Handewitt im Finale gegen den THW der letzte große Coup.

    Das Spiel im Stenogramm: 

    THW Kiel - MKB Veszprém KC/Ungarn 29:28 (15:15)
    Tore: Ekberg (8), Pekeler (7), Zarabec (4), Lukas Nilsson (3), Weinhold (2), Duvnjak (2), Reinkind (1), Landin Jacobsen (1), Dahmke (1) für Kiel. - Borozan (5), Andreas Nilsson (5), Omar (4), Manaskow (3), Moraes Ferreira (2), Mackovsek (2), Nenadic (2), Strlek (2), Lauge Schmidt (1), Marguc (1), Gajic (1) für Veszprem
    Zuschauer: 10.285