Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat sich in der Champions League erneut einen überraschenden Punktverlust geleistet. Der THW kam vor eigenem Publikum nur zu einem 32:32 (16:17) gegen Schlusslicht HC Motor Zaporozhye, bleibt aber dennoch Tabellenführer der Gruppe B. 

    "Wir haben beschissen gespielt. Wenn du 32 Gegentore zu Hause bekommst, dann wird es schwer zu gewinnen", erklärte Patrik Wiencek nach der Partie bei Sky.

    Ekberg als bester Werfer

    "Die Ukrainer haben sich diesen Punkt verdient, Kiel hat seine Chancen vor allem in der ersten Halbzeit nicht genutzt", sagte der frühere Bundestrainer Heiner Brand als Sky-Experte. Bester Werfer des THW war der Schwede Niclas Ekberg, der neunmal zum Siebenmeter antrat und neunmal verwandelte. Je fünfmal trafen Nationalspieler Hendrik Pekeler vom Kreis und Ekbergs Landsmann Lukas Nilsson aus dem Rückraum.

    Löwen erreichen Gruppenphase im EHF-Pokal

    Schmerzlich vermisst wurde auf Kieler Seite Kapitän und Regisseur Domagoj Duvnjak, der nach seinem im Bundesliga-Topspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf erlittenen Muskelfaserriss in der linke Wade noch einige Wochen pausieren muss.

    Ein Erfolgserlebnis feierte derweil der zweimalige deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen, der nach einem 29:17 (15:6) im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen SKA Minsk die Gruppenphase im EHF-Pokal erreichte. Beste Werfer der Mannheimer waren mit je vier Toren Nationalspieler Patrick Groetzki sowie Niclas Kirkelökke und Gedeon Guardiola. Das Hinspiel hatten die Löwen mit 32:28 gewonnen.

  2. 2007-Weltmeister Michael Haaß (35) wechselt im Sommer die Seiten und wird zur kommenden Saison Trainer beim HC Erlangen. Der jetzige Kapitän der Franken wird seine Karriere zum Jahreswechsel beenden und ein halbes Jahr später Adalsteinn Eyjolfsson ablösen, der Erlangen nach dem Ende der laufenden Spielzeit verlässt.

    "Wir sehen in ihm die Ideallösung für den Cheftrainerposten beim HC Erlangen und sind absolut sicher, dass Michael alle Voraussetzungen mitbringt, um ein sehr guter Bundesligatrainer zu sein", sagte HC-Geschäftsführer Rene Selke. Durch die Übernahme der HCE-Drittligamannschaft ab Januar werde Haaß "genug Zeit bekommen, sich auf seinen Job in der Bundesliga vorzubereiten."

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    Ex-Nationalspieler Haaß, der insgesamt 120 Länderspiele und 514 Bundesligaspiele absolviert hat, spielt seit Sommer 2016 für Erlangen und ist seitdem auch Kapitän der Franken. In der laufenden Saison betreute er bereits als Co-Trainer die Bundesliga-A-Jugend des Klubs.

  3. Der abstiegsbedrohte Handball-Bundesligist TBV Lemgo hat für die kommende Saison Europameister Gedeon Guardiola verpflichtet.

    Der 35-Jährige kommt von den Rhein-Neckar Löwen, mit denen er seit 2012 als Abwehrchef an sämtlichen Titeln des Klubs beteiligt war. Der Spanier soll zusammen mit Marcel Timm, der vom Zweitligisten HSC 2000 Coburg ins Lipperland wechselt, das neue Kreisläufergespann in Lemgo bilden.

    Guardiola trifft auf seinen Bruder

    Guardiola trifft bei den Ostwestfalen auf seinen Zwillingsbruder Isaias. "Ich freue mich sehr, dass sich ein so gestandener Spieler wie Gedeon für uns entschieden hat", sagte Trainer Florian Kehrmann. Guardiola unterschrieb ebenso wie Timm einen Vertrag über zwei Jahre.

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    Die Löwen hatten erst am Montag verkündet, den auslaufenden Vertrag mit Guardiola nicht verlängern zu wollen. Der Spanier betonte, bewusst zu einem "familiären Verein" zu wechseln. Auch das Zusammenspiel mit seinem Bruder sei ihm "zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere sehr wichtig", sagte der Weltmeister von 2013.

    Derzeit belegt Lemgo in der Tabelle mit 6:20 Punkten nur den 16. Platz.

  4. Der Wechsel des dänischen Handball-Weltmeisters und -Olympiasiegers Mads Mensah (28) von den Rhein-Neckar Löwen zur SG Flensburg-Handewitt ist perfekt.

    Der Rückraumspieler spielt ab der kommenden Saison beim deutschen Meister, er unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag bis 2022.

    "Er ist ein kompletter Spieler und wird uns mit seiner Vielseitigkeit im Rückraum sehr helfen können. Mit seiner Dynamik und Explosivität passt er perfekt zu unserer Spielweise", sagte SG-Trainer Maik Machulla: "Er hat eine tolle Entwicklung genommen und kann mit seiner internationalen Erfahrung auf höchstem Niveau Verantwortung übernehmen."

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    Mensah, der mit der dänischen Nationalmannschaft 2016 Olympia-Gold  und im Januar dieses Jahres den WM-Titel gewann, spielt seit 2014 bei den Löwen.

    Mit den Mannheimern holte er 2016 und 2017 die deutsche Meisterschaft sowie 2018 den DHB-Pokal. "Als die Anfrage kam, war für mich schnell klar, dass ich mich der SG anschließen möchte. Hier haben dänische Handballlegenden ihr Können unter Beweis gestellt. Für mich ist es eine große Ehre, diese Geschichte weiterzuführen", sagte Mensah.

  5. Handball-Rekordmeister THW Kiel muss bis zu vier Wochen auf seinen Kapitän Domagoj Duvnjak verzichten.

    Der 31 Jahre alte kroatische Spielmacher zog sich beim 32:23-Sieg der Zebras im Bundesliga-Topspiel am Sonntag gegen die TSV Hannover-Burgdorf einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu. Dies teilte der THW nach einer MRT-Untersuchung am Montag mit.

    "Keine Mannschaft der Welt kann einen Spieler wie Domagoj Duvnjak eins-zu-eins ersetzen. Wir müssen jetzt alle noch enger zusammenrücken und hoffen, Dule bald wieder dabeizuhaben", sagte Kiels Trainer Filip Jicha.

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    Duvnjak hatte im Spitzenspiel gegen Hannover in der 24. Minute zunächst sein 1000. Bundesliga-Tor erzielt. Kurz vor der Pause hatte er sich dann beim Versuch, einen Tempogegenstoß der Gäste zu verhindern, an der Wade verletzt.

    Bei optimalem Heilungsverlauf könnte Duvnjak Mitte Dezember wieder zur Mannschaft stoßen.

  6. Der Transfer-Hammer in der Handball-Bundesliga könnte näher rücken.

    Am Montagvormittag bestätigten die Rhein-Neckar Löwen den Abschied von Weltmeister Mads Mensah zum Saisonende. Der Vertrag des Dänen läuft am Saisonende aus. Daneben verlässt auch Abwehrspezialist Gedeon Guardiola die Löwen. 

    "Wir haben beide Spieler frühzeitig über unsere Planung informiert und hatten gute und offene Gespräche. Mit Mads und Gedeon verlieren wir im Sommer zwei Stammkräfte, die die Erfolgsgeschichte der Rhein-Neckar Löwen in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt haben", wird Geschäftsführerin Jennifer Kettemann in der Vereinsmitteilung zitiert.

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    Nach übereinstimmenden Informationen von Flensborg Avis und Rheinpfalz steht Mensah vor einem Wechsel zu Ligarivale SG Flensburg-Handewitt.

    Der Klub bestätigte SPORT1, dass man sich mit Mensah beschäftige, wie bereits auch in der Vergangenheit. Noch sei allerdings nichts entschieden.

    Flensburgs-Trainer Maik Machulla hatte am vergangenen Donnerstag bei Sky schon das Interesse am Spieler bekundet.

    Durch die Verkündung der Löwen scheint nun der Weg für Mensahs Wechsel frei zu sein.

    Mensah, der mit der dänischen Nationalmannschaft 2016 Olympia-Gold gewann, spielt seit 2014 bei den Löwen. Mit den Mannheimern holte er 2016 und 2017 die deutsche Meisterschaft, 2018 den DHB-Pokal.

    Wo die Zukunft von Guardiola liegt, ist aktuell noch offen. 

  7. Nicht nur im Fußball sorgt der umstrittene Salut-Jubel für Aufregung: Der griechische Handball-Klub AEK Athen hat seinen türkischen Torwart Yunus Özmusul (30) am Sonntag entlassen, nachdem dieser sich beim Länderspiel gegen Belgien Ende Oktober zusammen mit Teamkollegen zu dem Militärgruß hatte hinreißen lassen.

    "Das Management von AEK, das die Werte und Ideale des Vereins bewacht und die Einhaltung der Regeln und Vorschriften durch das Team verfolgt, hat Yunus Özmusul für sein Handeln sofort aus der Mannschaft ausgeschlossen", schrieb AEK in einer Mitteilung. Zunächst hatte der Klub den Spieler trotz dessen Entschuldigung für den Vorfall für drei Monate suspendiert.

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    Vor allem im Fußball hatte die umstrittene Geste für Diskussionen gesorgt, während der EM-Qualifikation im Oktober hatten türkische Nationalspieler mehrfach öffentlichkeitswirksam salutiert und sollen damit die Offensive türkischer Streitkräfte in Nordsyrien unterstützt haben. Die Europäische Fußball-Union UEFA veranlasste anschließend Ermittlungen, Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte dies als "diskriminierenden" Akt.

  8. In der Bundesliga obenauf, in der Champions League mit großen Problemen: Der deutsche Handballmeister SG Flensburg-Handewitt hat in der Königsklasse die vierte Niederlage in Folge kassiert.

    Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla verlor am 8. Spieltag der Gruppenphase trotz einer guten kämpferischen Leistung bei Paris Saint-Germain 30:32 (16:17). Bereits in der Vorwoche hatte sich Flensburg im Heimspiel dem französischen Spitzenklub geschlagen geben müssen (29:30).

    PSG verteidigte mit nun 14 Punkten in der Gruppe A erfolgreich Rang zwei hinter dem punktgleichen FC Barcelona, Flensburg liegt auf Rang fünf bereits sieben Punkte dahinter. In der Bundesliga hatte die SG durch die 23:32-Niederlage des bisherigen Spitzenreiters TSV Hannover-Burgdorf im Topspiel bei Rekordmeister THW Kiel die Tabellenführung übernommen (DATENCENTER: Die Tabelle). 

    Flensburg hält lange gut mit

    Anders als noch im Hinspiel gegen Paris gestaltete Flensburg die Partie im Stade Pierre de Coubertin von Beginn an ausgeglichen. Nach knapp zwölf Minuten lagen die Norddeutschen in einem intensiv geführten Spiel erstmals in Führung (8:7), mit einem Tor Rückstand ging es in die Pause. Zwar blieb die SG bis zum Schluss dran, ab dem 28:27 gab Paris die Führung aber nicht mehr ab.

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    Der zukünftige Kieler Sander Sagosen (Norwegen) und der dänische Weltmeister Mikkel Hansen glänzten bei PSG mit jeweils sieben Treffern, bei der SG waren Nationalspieler Johannes Golla, Goeran Soegaard Johannessen und Marius Steinhauser mit je fünf Treffern die besten Werfer. Weiter geht es für Flensburg in der Champions League mit dem schweren Auswärtsspiel in Barcelona (23. November).

    Das Spiel im Stenogramm: 

    PSG Handball - SG Flensburg-Handewitt 32:30 (17:16)
    Tore: Hansen (7), Sagosen (7), Ekdahl du Rietz (6), Nikola Karabatic (4), Luka Karabatic (3), Nahi (2), Syprzak (2), Kounkoud (1) für Paris. - Steinhauser (5), Golla (5), Johannessen (5), Jurecki (4), Jeppsson (3), Joendal (3), Gottfridsson (3), Zachariassen (1), Buric (1) für Flensburg