Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Mit 20 Spielern treten die deutschen Handballer ihre Japan-Reise (7. bis 17. Juni) an. Der von Bundestrainer Christian Prokop nominierte Kader wird zuvor auch das Länderspiel gegen den Vize-Weltmeister Norwegen am 6. Juni in der Münchener Olympiahalle bestreiten. In Japan sind am 13. und 16. Juni dann zwei Duelle gegen den vom ehemaligen DHB-Coach Dagur Sigurdsson betreuten Olympia-Gastgeber von 2020 geplant.

    "Wir haben in den Länderspielen attraktive und starke Gegner, auf die wir uns freuen", sagte Prokop: "Vor allem gegen Norwegen bedarf es in München einer starken Leistung. Mit der Japan-Reise verfolgen wir verschiedene Ziele, die von Regeneration, Training und Testspielen über das Kennenlernen der Kultur bis hin zur weiteren Stärkung des Mannschaftsgeistes reichen."

    Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft sich am 4. Juni, einen Tag nach dem letzten Bundesliga-Spieltag, in München. Das Spiel gegen Norwegen (20 Uhr) ist Teil eines umfangreichen Handball-Pakets, denn unmittelbar vor der Partie treten die deutschen Handball-Frauen gegen Polen (17.30 Uhr) an. Der nächste Gegner Japan hatte erst vor einigen Tagen eine Wildcard für die WM 2019 in Deutschland und Dänemark erhalten.

    Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:

    Tor: Silvo Heinevetter (Füchse Berlin), Andreas Wolff (THW Kiel)
    Feld: Uwe Gensheimer (Paris St. Germain/FRA), Finn Lemke (MT Melsungen), Patrick Wiencek (THW Kiel), Tobias Reichmann (MT Melsungen), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Steffen Weinhold (THW Kiel), Tim Kneule (Frisch Auf Göppingen), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Evgeni Pevnov (TSV Hannover-Burgdorf), Julius Kühn (MT Melsungen), Matthias Musche (SC Magdeburg), Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Paul Drux (Füchse Berlin), Tim Suton (TBV Lemgo)

  2. Im Hexenkessel von Magdeburg haben sich die Füchse Berlin dank einer glänzenden Vorstellung beim Final Four den Sieg im EHF-Cup gesichert.

    Der Dritte der Handball-Bundesliga setzte sich im Endspiel gegen St. Raphael aus Frankreich mit 28:25 (14:13) durch und feierte nach 2015 den zweiten Triumph im "kleinen" Europacup. Dritter wurde der SC Magdeburg vor dem entthronten Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen.

    Füchse-Trainer Petkovic: Es war ein geiles Spiel"

    "Die Mannschaft ist zusammengerückt, die Mannschaft hat Charakter. Ich bin stolz, diese Mannschaft zu trainieren", sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic im rbb. "Es war ein geiles Spiel. Dass wir am Ende so einen Krimi gewinnen, ist super", sagte Nationalspieler Paul Drux.

    Vor 7000 Zuschauern in der ausverkauften Getec-Arena war das Team Petkovic in den packenden 60 Minuten die cleverere Mannschaft und hatte in Mattias Zachrisson (9), Hans Lindberg (6) und Drux (6) die besten Schützen. Bei St. Raphael war Raphael Caucheteux (8) erfolgreichster Werfer.

    Hanning kritisiert Magdeburg-Fans

    Die Berliner hatten einen schweren Stand in der Börde. Zum einen machten die mitgereisten Fans aus Frankreich einen Höllenlärm, zum anderen unterstützten auch die vielen Magdeburger Fans das Team von der Cote d'Azur. Jeder Fehlwurf der Berliner und jedes Tor der Franzosen wurden lautstark gefeiert.  

    "Die disqualifizieren sich selbst, wenn das Magdeburger Publikum im Europapokal eine deutsche Mannschaft auspfeift", sagte der Berliner Manager Bob Hanning.

    Für die Füchse war es bereits der vierte internationale Titel, nachdem die Hauptstädter 2015 und 2016 auch Klub-Weltmeister geworden waren. Für den deutschen Handball fiel die Europa-Cup-Bilanz allerdings nicht so gut aus. 2018 konnte sich keine Mannschaft für das Final Four der Champions League qualifizieren.

    Die Franzosen erwischten den besseren Start und lagen nach acht Minuten mit 3:1 in Front. Vor allem aber der dynamische Nationalspieler Drux hielt sein Berliner Team mit klugen Pässen und wichtigen Toren im Rennen. Auch der Schwede Zachrisson war von den Franzosen kaum zu halten.

    Gastgeber holt Rang drei

    Mitte der ersten Halbzeit schienen die Berliner die Partie im Griff zu haben, als Rechtsaußen Lindberg das 10:6 erzielte. Bis zur Halbzeit kamen die Südfranzosen aber wieder heran und verkürzten auf ein Tor. Im zweiten Durchgang hielten die Hauptstädter konstant die Führung und brachten den Sieg über die Zeit.

    Im Spiel um Platz drei hatte sich zuvor Gastgeber Magdeburg im deutschen Duell gegen Frisch Auf Göppingen mit 35:25 (16:15) klar durchgesetzt. "Der Sieg war sehr wichtig für unser Selbstvertrauen. Dass wir in eigener Halle im Halbfinale gescheitert sind, tut aber noch einige Zeit weh", sagte Magdeburgs Keeper Jannick Green.

    Den Magdeburgern war nach ihrer Halbfinal-Pleite der unbedingte Siegeswille anzumerken. Schnell ging die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert im ersten Durchgang in Führung, zog auf 11:7 und 13:9 davon. Lediglich zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Göppingen kurz in Führung, ehe Magdeburg das Kommando wieder übernahm.

    "Wir haben alles versucht. Es war nicht einfach, sich für das Spiel um Platz drei zu motivieren", sagte Göppingens Rückraumspieler Tim Kneule. Göppingen, EFH-Cup-Sieger in den vergangenen zwei Jahren, hatte den Titel-Hattrick durch eine 24:27-Niederlage im Halbfinale gegen die Füchse Berlin verpasst.

    Die Partie im Stenogramm: 

    St. Raphael Handball - Füchse Berlin 25:28 (13:14)

    Tore: Caucheteux (8), Karalek (4), Sarmiento Melian (4), Barachet (3), Vigneron (3), Dipanda (1), Krantz (1), Lynggaard 81) für St. Raphael - Zachrisson (9), Drux (6), Lindberg (6), Wiede (3), Elisson (1), Schmidt (1), Struck (1), Vukovic (1) für Berlin

    Zuschauer: 6209

  3. Die Rhein-Neckar Löwen haben auf der Jagd nach ihrem Titel-Hattrick in der Handball Bundesliga (HBL) einen Rückschlag einstecken müssen.

    Der Titelverteidiger kam beim HC Erlangen nicht über ein 25:25 hinaus und rutschte mit 51:11 Punkten auf Rang zwei ab.

    "Wir sind sehr enttäuscht", sagte der sportliche Leiter Oliver Roggisch bei Sky: "Als Mannschaft müssen wir schleunigst wieder komplett anders auftreten."

    Flensburg übernimmt Rang eins

    Die Tabellenführung übernahm unterdessen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt (52:12), der sich trotz eines mäßigen Auftritts gegen den TSV GWD Minden mit 24:23 durchsetzte. Allerdings haben die Löwen ein Spiel weniger absolviert.

    Dritter sind die Füchse Berlin mit 49:13 Punkten (Alle Ergebnisse im Überblick).

    Die Löwen taten sich von Beginn an schwer gegen den Tabellen-13. Vor 7189 Zuschauern führten die Gäste zwar die gesamte erste Hälfte über, kamen aber nie über eine Zwei-Tore-Führung hinaus.

    Sieben Minuten vor dem Ende lag der Underdog dann sogar mit 23:20 in Front, verspielte diese Führung aber und geriet nach einem Treffer von Andy Schmid mit 24:25 ins Hintertreffen.

    Ausgleich zwei Sekunden vor Abpfiff

    In einer heißen Schlussphase sicherte Maximilian Lux Erlangen jedoch zwei Sekunden vor Abpfiff das Unentschieden, nachdem zuvor Kim Ekdahl du Rietz eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten hatte.(LIVETICKER zum Nachlesen)

    Während der Jubel bei den Gastgebern groß war, wütete Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen. Zunächst meckerte er mit den Schiedsrichtern, dann trat er eine auf dem Boden liegende Pappe weg. "Wir haben zu viel Angst, etwas zu verlieren", meinte Jacobsen.

    Auch Schmid war angefressen, blieb aber zuversichtlich. "Wir haben das Messer jetzt am Hals, aber noch können wir es selbst richten", so der Spielmacher: "Wir haben drei Heimspiele vor der Brust und müssen da jetzt liefern."

    Bester Werfer der Partie war Rhein-Neckars Gudjon Valur Sigurdsson mit sieben Treffern, Nico Büdel traf für die Gastgeber fünf Mal.

    Flensburg müht sich

    Auch die Flensburger hatten vor 6257 Zuschauern über die gesamte Spielzeit große Mühe gegen den Tabellenzwölften aus Minden und konnten sich nie mit mehr als drei Toren Vorsprung absetzen. Der Schwede Hampus Wanne (6) und Dänemarks Ex-Europameister Rasmus Lauge (5) waren die besten Werfer der SG.

    Im Kampf um Tabellenplatz vier, der eventuell noch für die Teilnahme am EHF-Cup berechtigt, wahrte der THW Kiel seine minimale Chance. Der Rekordmeister liegt nach dem 31:27 (17:14)-Erfolg beim TBV Lemgo vor den letzten beiden Saisonspielen drei Punkte hinter dem viertplatzierten SC Magdeburg. Herausragender Schütze der Partie war Kiels Niclas Ekberg mit zwölf Treffern. Nationalspieler Steffen Weinhold kam auf fünf Tore.(Die Tabelle der DKB HBL)

    In einem für Meisterschaft, Europapokal oder Abstieg bedeutungslosen Spiel setzte sich der SC DHfK Leipzig gegen die HSG Wetzlar mit 23:21 (14:12) durch. Nationalspieler Philipp Weber ragte beim Sieger mit acht Treffern heraus.

    Das Restprogramm der Titelkandidaten:

    SG Flensburg-Handewitt
    Lübbecke (Auswärts)
    Göppingen (Heim)

    Rhein-Neckar Löwen
    Melsungen (H)
    Ludwigshafen (H)
    Leipzig (H)

    Füchse Berlin
    Lübbecke (H)
    Melsungen (A)
    Hüttenberg (H)

  4. Der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen am 32. Spieltag der Handball Bundesliga (HBL) trotz eines mäßigen Auftritts unter Druck gesetzt.

    Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla setzte sich gegen den TSV GWD Minden mit 24:23 (12:10) durch und übernahm zumindest für zweieinhalb Stunden die Tabellenführung.

    Bei 52:12 Punkten können die Flensburger am Sonntagnachmittag von den Löwen überholt werden, die bei einem Sieg beim HC Erlangen (15.00 Uhr) mit 52:10 Zählern wieder auf Platz eins vorrücken würden.

    Die Flensburger taten sich vor 6257 Zuschauern gegen den Tabellenzwölften aus Minden über die gesamte Spielzeit schwer und konnte sich nie mit mehr als drei Toren Vorsprung absetzen. Der Schwede Hampus Wanne (6/2) und Dänemarks Ex-Europameister Rasmus Lauge (5) waren die besten Werfer der SG.

    Kiel wahrt seine Minimalchance

    Im Kampf um Tabellenplatz vier, der eventuell noch für die Teilnahme am EHF-Cup berechtigt, wahrte der THW Kiel seine minimale Chance.

    Der Rekordmeister liegt nach dem 31:27 (17:14)-Erfolg beim TBV Lemgo vor den letzten beiden Saisonspielen drei Punkte hinter dem viertplatzierten SC Magdeburg. Herausragender Schütze der Partie war Kiels Niclas Ekberg mit zwölf Treffern. Nationalspieler Steffen Weinhold kam auf fünf Tore.

    In einem für Meisterschaft, Europapokal oder Abstieg bedeutungslosen Spiel setzte sich der SC DHfK Leipzig gegen die HSG Wetzlar mit 23:21 (14:12) durch. Nationalspieler Philipp Weber ragte beim Sieger mit acht Treffern heraus.

  5. Bundesligist Füchse Berlin hat im EHF-Cup den Titel-Hattrick von Frisch Auf Göppingen verhindert und greift selbst nach dem zweiten Sieg auf europäischer Ebene.

    Im deutschen Halbfinale bezwang der Hauptstadtklub den Sieger der vergangenen beiden Jahre mit 27:24 (13:13) und trifft am Sonntag auf den französischen Vertreter St. Raphael Handball, der sich gegen den Gastgeber SC Magdeburg durchsetzte. Die Berliner hatten den EHF-Cup bereits 2015 gewonnen.

    Im Finale kommt es zum allerdings nicht erneut zu einem deutschen Duell.

    Gastgeber Magdeburg verliert

    Der dreimalige Sieger aus Magdeburg unterlag zum Auftakt des Final-Four-Turniers in eigener Halle 27:28 (13:13) gegen St. Raphael Handball und verpasste damit den fünften Einzug ins Endspiel.

    "Wir haben zu viele dumme Fehler gemacht, die wir jetzt zusammen auswerten müssen. Das ist einfach nur zum Kotzen", sagte Magdeburgs Linksaußen Matthias Musche im MDR

    In den vergangenen 21 Auflagen hatte es bisher sechs Endspiele zwischen deutschen Teams gegeben. Für St. Raphael ist es die erste Finalteilnahme im EHF-Cup. Die Besetzung des Final Four ist die gleiche wie 2017.

    Füchse dominieren zweite Halbzeit

    Im deutschen Halbfinale hatte zunächst der Titelverteidiger aus Göppingen die besseren Karten. Das Team von Trainer Rolf Brack setzte sich nach ausgeglichener Anfangsphase leicht ab und lag zwischenzeitlich mit 10:7 und 13:10 in Führung. Doch den Füchsen gelang noch vor der Pause der Ausgleich.

    In der zweiten Halbzeit übernahmen dann die Berliner das Kommando und lagen fast die gesamte Spielzeit in Führung. Bester Werfer war der Berliner Rechtsaußen Hans Lindberg mit neun Treffern.

    Im ersten Halbfinale waren die Hausherren vor 6209 Zuschauern zunächst einem 2:6-Rückstand hinterhergelaufen, drehten die Partie aber umgehend mit fünf Treffern in Serie. 

    Im umkämpften zweiten Durchgang konnte sich kein Team auf mehr als zwei Tore absetzen, am Ende hatte die Mannschaft von der Cote d'Azur das bessere Ende für sich. Erfolgreichster Werfer war der überragende Linksaußen Raphael Caucheteux (St. Raphael) mit zwölf Toren.

    Die Spiele im Stenogramm:

    Frisch Auf Göppingen - Füchse Berlin 24:27 (13:13)
    Tore: Schiller (6), Rentschler (4), Bagersted (3), Heymann (3), Damgaard Espersen (2), Kneule (2), Kozina (2), Ritterbach (1), Sesum (1)  für Göppingen - Lindberg (9), Elisson (4), Wiede (4), Zachrisson (4), Koch (3), Drux (2), Gojun (1) für Berlin
    Zuschauer: 6209

    St. Raphael Handball/Frankreich - SC Magdeburg 28:27 (13:13)
    Tore: Caucheteux (11), Lynggaard (6), Sarmiento Melian (4), Jurka (2), Vigneron (2), Dipanda (1), Karalek (1), Popescu (1) für St. Raphael - Musche (7), Pettersson (6), Bezjak (5), Chistiansen (3), Musa (3), O´Sullivan (2), Damgaard Nielsen (1) für Magdeburg
    Zuschauer: 6209

  6. Die Füchse Berlin sind in der Handball-Bundesliga wieder mitten drin im Titelrennen.

    Die Hauptstädter setzten sich am 32. Spieltag in einem engen Duell 25:24 (13:12) gegen die TSV Hannover-Burgdorf durch und liegen als Tabellendritter nur noch einen Punkt hinter Tabellenführer und Meister Rhein-Neckar Löwen, der allerdings ein Spiel weniger bestritten hat, sowie der SG Flensburg-Handewitt (DATENCENTER: Die Tabelle). 

    In einer dramatischen Partie gaben die Füchse eine 24:18-Führung noch aus der Hand.

    Wiede sichert den Sieg

    Nationalspieler Fabian Wiede brachte dann mit dem Siegtor drei Sekunden vor Schluss die Max-Schmeling-Halle zum Kochen. 

    Der SC Magdeburg gewann souverän 37:31 (19:11) beim Tabellenletzten TV Hüttenberg und hielt seinerseits den Rückstand auf Berlin konstant bei einem Punkt. Allerdings hat der SCM bereits zwei Spiele mehr bestritten als die Löwen, die Titelchancen des früheren Champions-League-Siegers sind damit wohl nur theoretischer Natur.

    Gummersbach verliert Kellerduell

    Altmeister VfL Gummersbach schwebt nach der 21:22 (11:10)-Niederlage gegen TuS N-Lübbecke dagegen in großer Abstiegsnot. Die Eulen Ludwigshafen, die 27:31 (13:16) gegen MT Melsungen verloren, und Hüttenberg auf den beiden Abstiegsplätzen liegen zwei Spieltage vor dem Saisonende nur einen Punkt hinter Gummersbach und Lübbecke.

    Die Spiele im Stenogramm:

    VfL Gummersbach - TuS N-Lübbecke 21:22 (11:10)
    Tore: Zhukov (5), Schroter (4), Preuss (3), Baumgärtner (2), Pujol (2), Sommer (2), Becker (1), von Gruchalla (1), Matic (1), für Gummersbach - Jaanimaa (10), Bagaric (4), Rakovic (3), Gierak (2), Kaleb (2), Torbrügge (1) für Lübbecke
    Zuschauer: 3260

    Füchse Berlin - TSV Hannover-Burgdorf 25:24 (13:12)
    Tore: Koch (6), Lindberg (5), Wiede (4), Mandalinic (3), Drux (2), Elisson (2), Gojun (1), Reissky (1), Zachrisson (1) für Berlin - Häfner (7), Brozovic (4), Kastening (4), Mortensen (4), Böhm (2), Olsen (2), Patrail (1) für Hannover
    Zuschauer: 6418

    TV Hüttenberg - SC Magdeburg 31:37 (11:19)
    Tore: Wernig (9), Rompf (6), Fernandes (5), Johannsson (4), Sklenak (3), Lambrecht (2), Mappes (1), Hahn (1) für Hüttenberg - O'Sullivan (8), Damgaard Nielsen (8), Zelenovic (7), Pettersson (5), Bezjak (3), Chrapkowski (2), Kluge (2), Musa (2),  für Magdeburg
    Zuschauer: 1712

    Die Eulen Ludwigshafen - MT Melsungen 27:31 (13:16)
    Tore: Djozic (13 ), Schmidt (3), Dippe (2), Feld (2), Falk (2), Valliullin (2), Dietrich (1), Scholz (1), Durak (1) für Ludwigshafen - Mikkelsen (8), Allendorf (6), Haenen (5), Kühn (5), Golla (2), Langhans (2), P. Müller (1), Maric (1), M. Müller (1) für Melsungen
    Zuschauer: 2167

  7. "Stärkste Liga der Welt" - mit diesem Slogan wirbt die Handball-Bundesliga seit geraumer Zeit. Jahrelang überzeugte die HBL mit ihrer Stärke, vor allem international.

    In diesem Jahr ist das anders. Im Final Four der Champions League befindet sich zum zweiten Mal in Folge kein einziger deutscher Klub, stattdessen führen die Mannschaften aus Frankreich die europäische Elite an.

    "In der Spitze haben wir uns von den deutschen Klubs sicher mehr erhofft", kritisierte Bundestrainer Christian Prokop zuletzt in der Handballwoche.

    Kann die HBL noch von sich behaupten, die stärkste Liga der Welt zu sein, oder sind inzwischen andere Nationen vorbeigezogen? (32. Spieltag der HBL ab 19 Uhr im LIVETICKER)

    Für den früheren Nationalspieler Markus Baur hängt die Definition "stärkste Liga der Welt" nicht an den Ergebnissen eines Jahres. "In der Breite sind wir auf jeden Fall die beste Liga der Welt", sagte der Weltmeister von 2007 im SPORT1-Interview. Auch Bundestrainer Prokop teilt diese Meinung. (Bundesliga-Tabelle)

    Baur: "Keine Wachablösung"

    Der Respekt vor der französischen Liga ist bei Baur dennoch groß. "Mit Paris, Montpellier und Nantes haben sie drei Teams im Final Four. Das spricht sicherlich für deren Qualität, wobei ich aber nicht glaube, dass dies eine Wachablösung ist", so der ehemalige Junioren-Nationaltrainer.

    Vielmehr gibt es laut Baur international inzwischen genügend Mannschaften, die auf einem hohen Niveau mitspielen können: "Sie haben es häufig leichter, weil sie während der Saison weniger und vor allem leichtere Spiele absolvieren müssen. Diese Teams können sich auf die Champions League konzentrieren."

    Ganz anders als bei Teams aus Ungarn, Kroatien oder Polen ist die Situation dagegen für die deutschen Vereine. Die HBL ist aktuell so spannend wie noch nie. Auch in der kommenden Saison wird ein heißer Titel-Kampf erwartet.

    "Für die Champions League ist das schwierig, weil die Regenerationszeit für die einzelnen Spieler immer weniger wird. Wenn du Meister werden willst, kannst du dir keine Auszeiten erlauben", ist sich der 47-Jährige sicher. (Champions League: Spielplan und Ergebnisse)

    Gründe für schlechtes Abschneiden

    Für einen Erfolg in der Königsklasse kommt es demnach auf Kleinigkeiten an. Wer hat weniger Verletzte, wer einen guten Spielplan?

    Doch genau an dieser Stelle lag in der vergangenen Saison das Problem. Nach einer unglücklichen Terminüberschneidung mussten die Rhein-Neckar Löwen an einem Tag sowohl zum Viertelfinal-Hinspiel der Champions League in Kielce als auch zum HBL-Spitzenspiel in Kiel antreten.

    Die erste Mannschaft kassierte beim THW eine unglückliche Pleite, die zweite Garde hatte in Polen nicht den Hauch einer Chance. Das Aus in der Königsklasse war besiegelt.

    "Das war ein Riesenschaden für den Handball und eine Katastrophe für uns", hatte Oliver Roggisch, der Sportliche Leiter der Löwen damals gesagt. (Das neue Überteam der HBL)

    Neue Saison: HBL-Teams wieder stärker

    Derartige Probleme sollen in der neuen Saison vermieden werden. Der Spielplan rund um das Final-Four-Turnier im Mai 2019 wurde bereits entzerrt. Trotzdem schließt Markus Baur nicht aus, dass es wegen schlechter Kommunikation erneut zu Terminüberschneidungen kommen kann.

    Unabhängig von Terminproblemen und fehlenden Pausen sieht der frühere Lemgo-Profi die Handball-Bundesliga dennoch ganz vorne. "Meiner Meinung nach haben wir immer noch die stärkste Liga der Welt, weil ich das nicht an ein oder zwei Mannschaften festmache", so Baur.

    Der 47-Jährige ist sich außerdem sicher, dass die HBL im nächsten Jahr wieder einen Teilnehmer im Halbfinale der Königsklasse stellen wird.

    Deutsche Klubs dominieren EHF Cup

    Vielleicht kehrt dann sogar die einstige Dominanz der Bundesliga-Klubs in der Champions League zurück, die im EHF Cup auch in dieser Saison Bestand hat.

    Mit dem SC Magdeburg, Frisch Auf Göppingen und den Füchsen Berlin kämpfen dieses Wochenende beim Final Four drei deutsche Teams um den Titel.

    Bei 36 Ausgaben des Wettbewerbs gingen 22 Finalsiege nach Deutschland.