Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Uli Hoeneß hat sich für seine abwertenden Aussagen zum Handball in einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der Bundesliga entschuldigt.

    "Ich habe mich hier missverständlich ausgedrückt. Ich habe Frank Bohmann, den Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, angerufen und mich für diese Aussage entschuldigt", erklärte der Präsident des FC Bayern der dpa und ergänzte: "Er hat meine Entschuldigung angenommen."

    Hoeneß stellte klar, dass er Handball sehr schätze, und weit davon entfernt sei, etwas Negatives über "diese tolle Sportart zu sagen." In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hatte er er kürzlich behauptet, dass Handball "international wirtschaftlich nichts wert sei." Außerhalb Deutschlands spiele die Sportart kaum eine Rolle. 

    HBL-Boss schießt zurück

    Er halte Basketball für das "interessantere Spiel." Während der FCB weiter versuchen wolle, die Basketball-Abteilung des Vereins voranzutreiben, habe man an Handball kein Interesse. 

    Für seine Aussagen hatte Hoeneß scharfe Kritik geerntet. "Handball mag ja keine Welt-Sportart sein. Aber auch in vielen Ländern Europas ist Handball viel wichtiger, beliebter und bedeutender als Basketball", hatte Bohmann der Sport Bild gesagt. Zu diesem Zeitpunkt war Hoeneß' Entschuldigung noch nicht bekannt. 

    "Es gehört sich nicht, dass Uli Hoeneß mit diesen Aussagen unsere gute Arbeit diskreditiert. So etwas macht man nicht", sagte der HBL-Boss. 

  2. Ohne seinen verletzten Superstar Domagoj Duvnjak befindet sich der deutsche Rekordmeister THW Kiel seit Wochen in der Krise.

    Duvnjak hatte sich im April einer Operation an der lädierten Patellasehne unterziehen müssen und fehlt dem aktuellen DHB-Pokalsieger seitdem. Nur verständlich, dass die Kieler Hoffnungen auf eine Trendwende vor allem auf der Rückkehr des kroatischen Spielgestalters liegen.

    Einer Teilnahme seines Hoffnungsträgers an der EM in Kroatien steht Kiels Trainer Alfred Gislason dementsprechend skeptisch gegenüber: "Der Trainer und die Verantwortlichen vom kroatischen Verband werden keine Rücksicht auf die Verletzungsgeschichte von Duvnjak nehmen", warnte der Isländer in der Handballwoche. "Das Schlaueste wäre es, er würde bei der EM gar nicht spielen. Die Gefahr ist riesengroß, dass sich alles wiederholt."

    Ursprünglich hatten die Verantwortlichen in Kiel mit einer Rückkehr Duvnjaks im November gerechnet. Doch die Genesung zieht sich. "Vielleicht war es einfach zu optimistisch, mit einer so schnellen Rückkehr zu rechnen", gesteht Gislason ein, der sich der Bedeutung der Heim-EM für Duvnjak und den kroatischen Verband durchaus bewusst ist: "Die wissen: Wenn sie keine Medaille holen, werden alle rausgeschmissen."

    Trotzdem könne er im Fall Duvnjak nur an die Vernunft aller Beteiligten appellieren.

  3. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), hat mit Empörung auf die Aussagen von Uli Hoeneß reagiert und scharf gekontert.

    "Handball mag ja keine Welt-Sportart sein. Aber auch in vielen Ländern Europas ist Handball viel wichtiger, beliebter und bedeutender als Basketball", sagte Bohmann der Sport Bild.

    Bayern-Präsident Hoeneß hatte der SZ erklärt, dass ihn im Gegensatz zum Basketball der Handball als Sportart für seinen Klub nicht interessiere ("In fast keinem Land spielt Handball eine Rolle, außer in Deutschland").

    Bohmann: "Das gehört sich nicht"

    Das will Bohmann so nicht stehen lassen. "Es gehört sich nicht, dass Uli Hoeneß mit diesen Aussagen unsere gute Arbeit diskreditiert. So etwas macht man nicht", sagte der HBL-Boss.

    Doch damit nicht genug. "Die Medienreichweite der Basketballer des FC Bayern München hat bei uns der Tabellenletzte", so Bohmann: "Der FC Bayern hat ja im Fußball den Anspruch, zu den Top 5 oder Top 10 der Welt zu gehören. Im Basketball werden sie diesem Anspruch nicht mal ansatzweise gerecht, da hat der FC Bayern die Bedeutung wie Maribor im Fußball."

    Bohmann ist der Ansicht, dass sich ein Engagement im Handball für die Münchner lohnen würde: "Mit dem Geld, das die Bayern in ihre Basketball-Abteilung gesteckt haben, hätten sie im Handball schon die Champions League gewinnen können."

  4. Zehn Tage vor dem Turnierauftakt der Handball-WM  im eigenen Land gegen Kamerun sind etliche Spielerinnen angeschlagen und können nur eingeschränkt trainieren, darunter auch Kapitänin Anna Loerper (Muskelfaserriss in der Wade) und Rückraumspielerin Xenia Smits (Fingerbruch an Nichtwurfhand).

    Doch Biegler betonte auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Leverkusen, es sei "keine Spielerin dabei, der wir nicht zutrauen, es in dem Zeitrahmen zu schaffen". Man "kämpfe" zurzeit um jede von ihnen.

    Generalprobe LIVE auf SPORT1

    Für Spielmacherin Loerper dürfte die Generalprobe am Samstag (17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Dresden gegen Island und die Begegnung tags zuvor in Bratislava gegen die Slowakei wohl noch nicht infrage kommen. Sie äußerte sich aber optimistisch, zum WM-Start wieder fit zu sein. "Man spürt die Vorfreude im Team. Es knistert", sagte Loerper. Erklärtes Ziel beim Saison-Höhepunkt ist das Halbfinale. Bei der EM im letzten Jahr erreichte das deutsche Team unter Biegler das Viertelfinale.

    Für die letzten beiden Testspiele vor der WM kündigte Biegler unterschiedliche Aufstellungen an. Bis zum Vorabend des Turnierauftakts muss er aus dem momentan 28-köpfigen Aufgebot einen Kader mit maximal 16 Spielerinnen benennen, im Laufe des Wettbewerbs dürfen dann noch zwei Feldspielerinnen und eine Torhüterin nachnominiert werden.

    Die Heim-WM vom 1. bis 17. Dezember mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft wird live und frei empfangbar auf SPORT1 übertragen.

    Heim-WM ist Abschluss für Biegler

    "Die Fokussierung im Team ist extrem hoch", sagte Biegler und stellte einen "Zuwachs von Qualität" fest. Für ihn und Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld ist das Turnier im eigenen Land der Abschluss eines 20-monatigen Projektes. Nach der WM übernimmt der Niederländer Henk Groener das DHB-Team, Biegler betreut ab Januar den Männer-Bundesligisten DHfK Leipzig.

    "Wir wollen uns jetzt für die 20 Monate belohnen", sagte Biegler mit Blick auf die WM. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft sei "überragend. Nun gilt es, die Qualität, die sich das Team erarbeitet hat, auch abzurufen." 

    Deutschland trifft in der Vorrunde auf Kamerun, Südkorea (3. Dezember), Serbien (5. Dezember), China (6. Dezember) und Vizeweltmeister Niederlande (8. Dezember). Die besten vier Mannschaften der Vorrundengruppe D erreichen das Achtelfinale.

  5. Die Füchse Berlin müssen in den nächsten Spielen auf seinen Europameister und Olympiadritten Fabian Wiede verzichten.

    Der 23 Jahre alte Rückraumspieler zog sich im Ligaspiel des Spitzenreiters in Minden (37:29) eine Zerrung im Knie zu. "Fabian wird uns voraussichtlich drei bis vier Wochen fehlen", gab Füchse-Sportkoordinator Volker Zerbe am Montag bekannt.

    Wiede befindet sich in physiotherapeutischer Behandlung und erklärte: "Das ist natürlich ärgerlich, aber es hätte mich auch schlimmer treffen können. Dem Knie geht es schon wesentlich besser. Ich kann ohne Probleme laufen. In den nächsten zehn Tagen werde ich allerdings vorerst nichts für die Beine machen."

    Entwarnung gibt es dagegen bei Drago Vukovic. Der Kroate laborierte an Knieproblemen, wird aber am Donnerstag im Rückspiel um den Einzug in die Gruppenphase des europäischen EHF-Cups gegen den FC Porto (Hinspiel: 30:27) spielen können.

  6. Wichtiger Auswärtssieg für Rekordchampion THW Kiel, erste Niederlage im Spitzenduell für Meister Rhein-Neckar Löwen: Der kriselnde THW und die erfolgsverwöhnten Löwen haben in der Handball-Champions-League am Wochenende die Rollen getauscht.

    Das Kieler Team von Trainer Alfred Gislason gewann bei RK Celje nach einer verrückten Schlussphase 28:27 (15:14) und revanchierte sich für das 26:29 gegen den slowenischen Meister in eigener Halle vor einer Woche.

    Die Mannheimer unterlagen dagegen beim Titelverteidiger HC Vardar Skopje aus Mazedonien 26:30 (13:17) und kassierten im Kampf um den Gruppensieg und dem damit verbundenen direkten Sprung ins Viertelfinale einen herben Dämpfer. Weiter sicher auf K.o.-Runden-Kurs steuert die SG Flensburg-Handewitt nach dem 37:30 (20:13) gegen den weißrussischen Champion HC Meschkow Brest. 

    Es war die erste Niederlage in der laufenden Champions-League-Saison für die Löwen, die vorerst mit elf Punkten Tabellenzweiter bleiben. Der Rückstand auf Skopje beträgt jedoch bereits fünf Zähler. 

    Ekberg lässt Kiel doch noch jubeln

    Nach seinem holprigen, am Ende aber erfolgreichen Auftakt der Rückrunde belegt der THW mit sieben Zählern den fünften Platz, die ersten sechs Teams qualifizieren sich für die K.o.-Runde.

    Die Kieler erwischten in Slowenien einen guten Start und verbuchten in der 23. Minute mit 9:4 ihren höchsten Vorsprung. Gegen Ende der ersten Halbzeit verlor der THW aber völlig den Faden. Nach der Pause gewannen die Kieler etwas Sicherheit zurück und bekamen wieder Ordnung ins Spiel.

    Mit Patrick Wienceks Treffer zum 27:25 schien Kiel zwei Minuten vor Schluss der sichere Sieger zu sein, zumal Celje in Unterzahl spielte. Dennoch gelang den Gastgebern, die den Torwart herausnahmen, 15 Sekunden vor dem Ende noch der Ausgleich. Doch Niclas Ekberg gelang im schnellen Gegenzug noch der Kieler Siegtreffer, da Celjes Keeper nicht rechtzeitig ins Tor zurückkehrte.

    Beste THW-Werfer waren Ekberg mit sieben und Wiencek mit sechs Toren.

    Löwen wachen zu spät auf

    Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen war nach der Niederlage enttäuscht. "Zu Beginn hat mir heute der Glaube an uns selbst gefehlt, dass wir hier wie im Vorjahr gewinnen können. Erst als wir deutlich zurücklagen, haben wir angefangen zu kämpfen", sagte Jacobsen.

    Die erfolgreichsten Schützen der Löwen, die am Donnerstag bei MT Melsungen (26:29) nach neun Siegen in Folge wieder eine Niederlage in der Bundesliga hatten hinnehmen müssen, waren Andy Schmid und Rafael Baena Gonzalez mit jeweils fünf Toren. 

  7. Bundesligist SC Magdeburg muss im EHF-Cup um den Einzug in die Gruppenphase bangen.

    Der SCM setzte sich in der dritten Qualifikationsrunde im Hinspiel gegen HC Dobrogea Sud Constanta aus Rumänien nur mit 27:25 (13:10) durch.

    Damit reist Magdeburg nur mit einem knappen Vorsprung zum Rückspiel in einer Woche.

    Robert Weber war mit zehn Toren bester Werfer der Gastgeber. Am Samstag hatte Vorjahresfinalist Füchse Berlin mit einem 30:27 (14:12) beim FC Porto einen größeren Schritt Richtung Gruppenphase gemacht.

    Diese beginnt am 10. Februar 2018. In den vergangenen drei Jahren kam der Sieger des EHF-Cups wie in 13 der letzten 14 Spielzeiten stets aus der Bundesliga. Titelverteidiger ist Frisch Auf Göppingen, der sich in seinem Heim-Hinspiel am Mittwoch gegen den norwegischen Vertreter OIF Arendal mit einem 27:27 (14:15) begnügen musste.

  8. EHF-Pokalsieger Frisch Auf Göppingen kommt unter dem neuen Trainer Rolf Brack weiter nicht in Tritt.

    Am 13. Spieltag der Bundesliga unterlagen die Schwaben beim DHfK Leipzig mit 28:33 (16:15) und bleiben mit 9:17 Punkten in der Abstiegszone. Leipzig (17:11) hält Kontakt zu den Europapokalplätzen.

    Unter dem früheren Schweizer Nationaltrainer Brack gelangen den Göppingern, die auch in der 3. Qualifikationsrunde des EHF-Cups vom Aus bedroht sind, in zehn Pflichtspielen lediglich zwei Siege.

    Brack hatte Ende September die Nachfolge des entlassenen Schweden Magnus Andersson angetreten.

    Weiter ohne Saisonsieg bleibt der TuS N-Lübbecke. Das Tabellenschlusslicht unterlag im Abstiegskampf dem VfL Gummersbach 26:27 (15:15). Der Altmeister feierte seinen vierten Erfolg und baute den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf drei Punkte aus.

  9. Die Füchse Berlin haben im EHF-Pokal einen großen Schritt Richtung Gruppenphase gemacht.

    Der Tabellenführer der Handball-Bundesliga setzte sich im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde beim portugiesischen Vertreter FC Porto mit 30:27 (14:12) durch. Damit reicht dem Vorjahres-Finalisten im Rückspiel am 25. November zu Hause auch eine Niederlage mit zwei Toren zum Weiterkommen.

    "Das war ein sehr hartes Spiel. Wir haben zehn bis 15 Minuten gebraucht, bis wir ins Spiel und zur richtigen Einstellung gefunden haben. Wir waren in vielen Aktionen zu unkonzentriert", sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic: "Dennoch haben wir uns einen kleinen Vorsprung erarbeitet und nun gute Chancen auf ein Weiterkommen."

    Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Rückraumspieler Drago Vukovic, der in der 36. Minute mit einer Knieverletzung das Feld verlassen musste. Eine Diagnose stand zunächst aus.

    Die Gruppenphase startet am 10. Februar 2018. In den vergangenen drei Jahren kam der Sieger des EHF-Cups wie in 13 der letzten 14 Spielzeiten stets aus der Bundesliga. Titelverteidiger ist Frisch Auf Göppingen.

  10. Der deutsche Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen hat im Kampf um den Gruppensieg in der Champions League eine teure Niederlage kassiert.

    Die Mannheimer unterlagen im Spitzenspiel beim Gruppenersten und Titelverteidiger HC Vardar Skopje aus Mazedonien 26:30 (13:17).

    Es war die erste Niederlage in der laufenden Champions-League-Saison für die Löwen, die vorerst mit elf Punkten Tabellenzweiter bleiben. Der Rückstand auf Skopje beträgt jedoch bereits fünf Zähler.

    "Zu Beginn hat mir heute der Glaube an uns selbst gefehlt, dass wir hier wie im Vorjahr gewinnen können", sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen: "Erst als wir deutlich zurücklagen, haben wir angefangen zu kämpfen und zu zeigen, dass auch wir guten Handball spielen können."

    Skopje von Beginn an in Führung

    In Mazedonien lagen die Gastgeber von Beginn an in Führung und gaben diese nicht mehr aus der Hand. Die Gäste-Mannschaft von Trainer Nicolaj Jacobsen, deren Spiel von technischen Fehlern und ungenauen Abschlüssen geprägt war, blieb chancenlos.

    Die erfolgreichsten Schützen der Löwen, die am Donnerstag bei MT Melsungen (26:29) nach neun Siegen in Folge wieder eine Niederlage in der Bundesliga hatten hinnehmen müssen, waren Andy Schmid und Rafael Baena Gonzalez mit jeweils fünf Toren. Der Gruppenerste überspringt das Achtelfinale und qualifiziert sich direkt für das Viertelfinale.

    Die Partie im Stenogramm

    HC Vardar Skopje - Rhein-Neckar Löwen 30:26 (17:13)
    Tore: Borozan (7), Cupic (6), Kristopans (5), Stoilov (3), Karacic (3), Dibirov (3), Shishkarev (1), Canellas (1), Marsenic (1) für Skopje - Schmid (5), Baena Gonzalez (5), Sigurdsson (4), Radivojevic (4), Petersson (2), Reinkind (2), Pekeler (2), Tollbring (1), Mensah Larsen (1) für Rhein-Neckar
    Zuschauer: 5500 (ausverkauft)