Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Der kriselnde Rekordmeister THW Kiel wird sein Auswärtsspiel in der Champions League am Sonntag bei KS Vive Kielce ohne seinen Trainer Alfred Gislason bestreiten. Der 58-jährige Isländer wurde am Freitag kurzfristig an der Bandscheibe operiert. Beim polnischen Meister und Champions-League-Sieger von 2016 wird Gislason von Assistenztrainer Christian Sprenger vertreten.

    "Ich hatte gehofft, den Eingriff bis zur EM-Pause im Januar verschieben zu können", sagte Gislason: "Aber es ging einfach nicht mehr. Unsere medizinische Abteilung hat mir deshalb die Operation dringend nahegelegt."

    Rückkehr bereits am Mittwoch

    Beim Königsklassen-Heimspiel gegen Aalborg Handbold am Mittwoch wird Gislason laut THW-Mitteilung "bei gutem Heilungsverlauf nach dem Routine-Eingriff wieder auf der Bank sitzen können".

    Nach drei Niederlagen in sechs Liga-Spielen und dem schlechtesten Saisonstart seit 15 Jahren steckt Kiel momentan in der Krise. Am Donnerstag hatte der 20-malige deutsche Meister bei der HSG Wetzlar 22:30 verloren.

  2. Der THW Kiel kann sich nach der dritten Saisonniederlage wohl schon am 6. Spieltag vom 21. Meistertitel verabschieden.

    Beim 22:30 (13:14) gegen die HSG Wetzlar brach der THW im zweiten Abschnitt völlig in sich zusammen.

    Die Hessen spielten sich in der Schlussphase in einen wahren Rausch und führten den Favoriten phasenweise vor. Wetzlars Kristian Björnsen, der seinen Vertrag kurz vor der Partie bis 2021 verlängerte, überzeugte mit einer hundertprozentigen Trefferquote (acht Tore).

    Zeitz hakt Meisterschaft ab

    Für Ex-Weltmeister Christian Zeitz ist die Saison nach dem schlechtesten Start seit 15 Jahren gelaufen. "Der Zug deutsche Meisterschaft ist abgefahren. Jetzt geht es darum, die Ehre des THW Kiel zu retten", sagte Ex-Weltmeister Christian Zeitz den Kieler Nachrichten nach der 22:30 (13:14)-Pleite bei der HSG Wetzlar. 

    Gislason übt Selbstkritik

    Damit rutscht der amtierende DHB-Pokalsieger in der Tabelle auf Platz neun und hat auf Tabellenführer Hannover bereits sechs Punkte Rückstand. Drei Pleiten hatten die Norddeutschen in der vergangenen Saison erst nach 19 Spieltagen kassiert.

    "Mitte der zweiten Hälfte war eine gewisse Resignation in der Mannschaft zu spüren", bilanzierte Kiels Cheftrainer Alfred Gislason bei Sky und zeigt sich selbstkritisch: "Ich muss mich schon selbst fragen, wieso die Mannschaft so verunsichert ist. Das geht garantiert auf meine Kappe."

    Mit vier Treffern in Folge zu Beginn der zweiten Spielhälfte setzte sich Wetzlar vorentscheidend ab. Bei seinen zaghaften Comebackversuchen scheiterte der THW ein ums andere Mal an HSG-Keeper Benjamin Buric, der mit 13 Paraden letztlich acht Bälle mehr entschärfte als Kiels Weltklasse-Gespann Niklas Landin (drei Paraden) und Andreas Wolff (zwei Paraden) zusammen.

    Flensburg wendet Fehlstart ab

    Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat den Fehlstart in die Saison indes abgewendet.

    Im Topspiel des sechsten Spieltages besiegte der Champions-League-Teilnehmer, der ebenfalls bereits zwei Niederlagen verdauen musste, die hochgehandelte MT Melsungen nach beeindruckender Vorstellung mit 30:25 (16:11) und klettert auf den dritten Tabellenplatz.

    Flensburg dominierte die Partie vor 4300 Zuschauern in Kassel von Beginn an. Rasmus Lauge Schmidt war mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer. Zwar konnte die MT den Rückstand anfangs des zweiten Durchgangs auf drei Tore verkürzen, dem Vizemeister allerdings nicht ernsthaft gefährlich werden. 

    "Viele Mannschaften bekommen hier Probleme", sagte Flensburg-Trainer Maik Machulla bei Sky: "Deswegen bin ich glücklich und stolz, weil es die Jungs in den wichtigen Phasen sehr gut gemacht haben."

    Berlin bleibt ungeschlagen

    Die Füchse Berlin bleiben neben der Überraschungsmannschaft TSV Hannover-Burgdorf, die ihr sechstes Saisonspiel am Sonntag beim SC DHfK Leipzig bestreitet, das einzige ungeschlagene Team in der Handball-Bundesliga.

    Gegen den TVB 1898 Stuttgart setzte sich der ersatzgeschwächte Hauptstadt-Klub mühsam mit 26:24 (14:14) durch und ist mit 8:0-Punkten nun Tabellenzweiter.

    Das Duell der Traditionsklubs Frisch Auf Göppingen und TBV Lemgo endete 27:27 (14:11). Ebenfalls unentschieden trennten sich der HC Erlangen und Aufsteiger TV Hüttenberg mit 26:26 (15:14).

  3. Der langjährige Bundesliga-Coach Ljubomir Vranjes befürchtet wegen der Terminhatz im Handball einen weiteren Aderlass an Top-Spielern in Deutschland.

    Die aktuelle Situation mit Spielen im Tages-Rhythmus sei "nicht optimal und daher denke ich, dass es mir mehr und mehr Bundesliga-Stars nachmachen und die Liga verlassen werden", sagte Vranjes der dänisch-deutschen Tageszeitung Flensborg Avis (Freitagausgabe).

    In der Diskussion um die Einführung einer Europaliga bezeichnete der Schwede, der im Sommer von der SG Flensburg-Handewitt zum ungarischen Meister KC Veszprem gewechselt war, das Programm der Bundesliga (HBL) als "hart. Sechs Spiele mehr sind sicherlich an der Grenze, denn es wären ja sechs Topspiele mehr", sagte Vranjes.

    Mit der Vergrößerung der Kader auf 16 Spieler habe die HBL "einen ersten richtigen Schritt" gemacht, "aber die Liga muss noch mehr Verständnis für ihre Topklubs aufbringen, vor allem für diejenigen, die in der Champions League spielen".

    Die aktuelle Form der Königsklasse steht vor einer weitreichenden Reform. Ab 2019 sollen die europäischen Top-Teams in einer klar strukturierten Europaliga gegeneinander antreten. Das neue Konzept sieht eine eingleisige Staffel mit zwölf Teams vor.

    Kommt es zu einer Einigung zwischen Spitzenklubs und europäischem Dachverband EHF, spielen am Ende der regulären Saison dann die besten acht Teams im K.o.-System den Titel aus - dem Viertelfinale folgt das Final Four in Köln, das in seiner jetzigen Form unangetastet bleibt.

  4. Drei Monate ist es her, da war die Stimmung bei der TSV Hannover-Burgdorf im Keller.

    Als Geheimfavorit in die Vorsaison gestartet wurden die Recken nach einer desaströsen Rückrunde mit 14 Niederlagen und zwei Unentschieden bis ans Tabellenende durchgereicht und konnten den Abstieg nur um Haaresbreite abwenden.

    Trainer-Shootingstar Jens Bürkle war gescheitert und musste gehen. Nach acht Jahren in der Handball-Bundesliga drohte der stetige Aufstieg der Recken sein Ende zu finden - doch dann kam Trainerfuchs Antonio Carlos Ortega und es folgte ein perfekter Start in die neue Saison mit fünf Siegen in fünf Spielen, der die Liga auf den Kopf stellt. (Tabelle der Handball-Bundesliga)

    "In der Rückrunde war nicht alles schlecht, jetzt ist auch nicht alles rosarot. Der größte Unterschied ist, dass die Ergebnisse passen. Diese Welle wollen wir weiter reiten, behalten aber auch immer die nötige Demut", ordnet Geschäftsführer Benjamin Chatton den Auftakt bei SPORT1 ein.

    Spanisches Duo auf der Trainerbank

    Und doch war es Chatton, der mit seinen Personalentscheidungen für die Trendwende in Hannover sorgte: Völlig überraschend gewann er den Spanier Ortega im Sommer für das Amt des Cheftrainers.

    Als Co-Trainer brachte dieser auch noch Landsmann und Weltmeister Iker Romero zurück in die HBL. Der hatte sich zwischen 2011 und 2015 auf der Zielgeraden seiner aktiven Karriere bei den Füchsen Berlin in die Herzen der deutschen Handballfans gespielt.

    Auf der einen Seite der 46 Jahre alte Taktik-Fachmann Ortega mit jeder Menge internationalem Renommee. Auf der anderen Seite der zehn Jahre jüngere Trainer-Novize Romero, ein Heißsporn und Gute-Laune-Garant. Diese Mischung schlug im kühlen Hannover ein wie eine Bombe.

    "Wer Iker kennt, der weiß, dass er ein total positiver Typ ist, der erst einmal ganz viele Dinge sieht, die gut laufen, bevor er Dinge kritisiert, die vielleicht schlecht sind. Das hat uns in der Gesamtbetrachtung geholfen", konstatiert Chatton.

    Hannovers Klubs die Mannschaften der Stunde

    Die Folge: Fünf Siege in Serie zum Auftakt und Verwunderung bei den Handball-Experten.

    Der Paukenschlag gegen Titel-Favorit Flensburg (32:29) wäre vielleicht noch als Eintagsfliege durchgegangen. Die Siege beim THW Kiel (31:29) und zuletzt gegen den SC Magdeburg (32:30) ließen aber selbst Skeptiker verstummen. Keine Frage: Die TSV Hannover-Burgdorf ist, ganz analog zu Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga, die Mannschaft der Stunde.

    "Dass es bei beiden Hannoveraner Klubs gerade so gut läuft, ist eine wunderbare Momentaufnahme. Jetzt warten wir nur noch auf 96, bis wir beide Tabellenführer sind. Ich kann nur nicht versprechen, wie lange wir noch warten können", scherzt Chatton.

    Der Erfolg der Handballer bleibt den Fußballkollegen nicht verborgen: 96-Trainer Andre Breitenreiter verfolgte die Aufholjagd gegen Magdeburg als Zuschauer in der Halle, Präsident Martin Kind gehörte zu den ersten Gratulanten.

    Europameister Häfner sorgt für Glanzpunkte

    Neben dem Coup auf der Trainerbank kann sich Chatton auch für seine Kaderplanung auf die Schulter klopfen. Die personelle Zusammensetzung in Hannover ist so ausgereift wie nie.

    Klub-Ikonen, erfahrene Ex-Nationalspieler, junge Hoffnungsträger - die Mischung stimmt. "Wir mussten nur drei Neuzugänge integrieren. Der Großteil des Kaders ist gleich geblieben. Die Spieler sind eingespielt und haben viel Qualität. Sie sind richtig gut und mussten nur daran glauben", erklärte Co-Trainer Romero das Erfolgsgeheimnis der ersten Wochen.

    Für die Glanzpunkte in der homogenen Truppe sorgen Europameister Kai Häfner und das dänische Olympiasieger-Duo Casper Mortensen und Morten Olsen.

    Kapitän ist der Leistungsträger

    Häfner, seit 2014 in Hannover, ist auch dank seiner Erfolge in der Nationalmannschaft zum Gesicht des Klubs gereift. Ortega ernannte ihn vor Saisonbeginn zum Kapitän. Und der 28-jährige Linkshänder zahlt das Vertrauen mit Rang drei in der Liste der besten Feldtorschützen der Liga zurück.

    "Nach dem EM-Titel hat sich Kai nicht ausgeruht, sondern hatte immer den Anspruch, sich weiter zu verbessern. Jetzt darf er nicht nur mit Leistung, sondern auch darüber hinaus vorne weg gehen. Das scheint momentan zu passen", findet Chatton - nur eines von vielen Puzzleteilen, die in Hannover derzeit einfach passen.

  5. Der deutsche Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen hat seinen ersten Sieg in der neuen Champions-League-Saison gefeiert und liegt nach dem 2. Spieltag mit 3:1 Punkten voll im Soll.

    Nur drei Tage nach dem hart erkämpften 31:31 gegen den Titelkandidaten FC Barcelona besiegte die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen den siebenmaligen polnischen Meister Wisla Plock 31:27 (13:13).

    Im dritten Spiel binnen sechs Tagen liefen die Löwen über weite Strecken der ersten Spielhälfte einem knappen Rückstand hinterher. Eine 4:0-Serie nach der Pause brachte die Hausherren auf die Siegerstraße, erfolgreichste Werfer waren Rafael Baena Gonzalez und Jerry Tollbring mit jeweils sechs Toren.

    Rhein-Neckar Löwen - Wisla Plock im Stenogramm:

    Rhein-Neckar Löwen: Tollbring (6), Baena Gonzalez (6), Reinkind (5), Larsen (4), Schmid (4/1), Groetzki (3), Pekeler (1), Guardiola (1), Petersson (1) für

    Plock Daszek (6/3), M. Gebala (4), Mihic (4), T. Gebala (3), Ivic (3), Obradovic (2), de Toledo (2), Ghionea (1/1), Krajewski (1), Duarte (1)

  6. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen ist mit einem hart erkämpften Remis gegen den FC Barcelona in die Champions-League-Saison gestartet.

    Gegen den Titelkandidaten aus Spanien rettete das Team aus Mannheim in einem wahren Krimi ein 31:31 (12:18). Nationalspieler Patrick Groetzki traf zwei Sekunden vor der Schlusssirene zum umjubelten Ausgleich (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan).

    23:23 nach 12:18

    Zuvor war dem Team von Trainer Nikolaj Jacobsen nur zwei Tage nach dem Bundesliga-Duell beim VfL Gummersbach (29:26) ein wahrer Kraftakt gelungen. Aus dem klaren 12:18-Rückstand zur Pause machten die Südwestdeutschen nach der Pause ein 23:23. Auch das 28:30 drei Minuten vor Schluss warf die Gastgeber nicht aus der Bahn.

    "Nach der Pause war das Tempo wesentlich höher. Ich denke, die Fans haben ein tolles Spiel gesehen. Wir können mit dem Punkt leben, wenn man bedenkt, dass wir fast die komplette Zeit über in Rückstand waren", sagte Jacobsen.

    Für die Löwen erzielte Hendrik Pekeler sieben Tore, Andre Schmid kam auf sechs Treffer. Bei den Katalanen war Dika Mem mit sieben Toren bester Werfer.

    Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hatte am Sonntag gegen Paris St. Germain in eigener Halle mit 22:25 (10:12) verloren. Vizemeister SG Flensburg-Handewitt war dagegen am Samstag mit einem 30:27 (13:15) gegen den dänischen Meister Aalborg Handbold gestartet.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Rhein-Neckar Löwen - FC Barcelona/Spanien 31:31 (12:18)
    Tore: Pekeler (7), Schmid (6), Groetzki (5), Tollbring (4), Reinkind (3), Larsen (2), Petersson (2), Taleski (1), Guardiola Villaplana (1) für Rhein-Neckar - Mem (7), N'Guessan (5), Entrerrios Rodriguez (5), Rivera Floch (3), Tomas Gonzalez (2), Hernandez Borges (2), Dolenec (2), Jallouz (2), Lenne (1), Gomez Abello (1), Arino Bengoechea (1) für Barcelona
    Zuschauer: 6059

  7. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat angesichts von zwei Spielen in zwei Tagen scharfe Kritik geübt.

    Laut Spielplan müssen die Löwen am 11. November zunächst in der Bundesliga beim SC DHfK Leipzig antreten, am 12. November dann in der Champions League beim FC Barcelona. "Mit dieser Terminierung wurde eine Grenze überschritten", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dem Mannheimer Morgen.

    "Es wird viel über die Entlastung der Spieler gesprochen, nur miteinander wird kaum geredet. Nun sind die Spieler wieder die Leidtragenden. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir unsere zweite Mannschaft nach Barcelona geschickt. Aber es ist der ausdrückliche Wunsch der Spieler, in Barcelona anzutreten. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft", sagte Kettemann.

  8. Rekordmeister THW Kiel hat zum Auftakt der Champions League eine Niederlage kassiert.

    Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason unterlag dem Titelfavoriten Paris Saint-Germain in eigener Halle mit 22:25 (10:12) und verlor damit wettbewerbsübergreifend zum dritten Mal in dieser Saison (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan).

    "Wir haben zu viele Fehler gemacht, um den Pariser Sieg gefährden zu können. Man muss anerkennen, dass Paris momentan nicht ganz unsere Kragenweite ist", sagte Gislason.

    Gensheimer macht fünf Tore

    Bester Torschütze der Kieler, die den Königsklassen-Titel zuletzt 2012 gewonnen hatten, war Marko Vujin mit fünf Treffern. Für die französische Weltauswahl traf Sander Sagosen sechs Mal, zudem erzielten Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer und Superstar Mikkel Hansen je fünf Tore.

    Der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hatte zum Start der Gruppenphase am Samstag gegen den dänischen Meister Aalborg Handbold 30:27 (13:15) gewonnen.

    Das Spiel im Stenogramm:

    THW Kiel - PSG Handball/Frankreich 22:25 (10:12)
    Tore: Vujin (5), Nilsson (4), Rahmel (3), Wiencek (3), Zeitz (2), Bilyk (1), Landin (1), Ekberg (1), Dahmke (1), Frend Öfors (1) für Kiel - Sagosen (6), Gensheimer (5), Hansen (5), Remili (4), Kounkoud (3), Karabatic (2) für PSG
    Zuschauer: 10.049

  9. Die TSV Hannover-Burgdorf hat dank einer furiosen Aufholjagd ihren Siegeszug in der Handball-Bundesliga fortgesetzt.

    Das Überraschungsteam gewann das Topspiel gegen den SC Magdeburg nach langem Rückstand mit 32:30 (13:17) und feierte den fünften Sieg im fünften Spiel. Weiter ohne Verlustpunkt stehen auch die Füchse Berlin da, die bei Aufsteiger TV Hüttenberg mit 30:28 (16:16) siegten und nun 6:0 Punkte auf dem Konto haben (SERVICE: Die Tabelle).

    Tabellenführer Hannover erwischte zwar einen schwachen Start, drehte nach der Pause aber kräftig auf. Die Niedersachsen machten aus einem 14:20 zunächst ein 22:22 und hatten auch in der Schlussphase die besseren Nerven.

    Mortensen wirft neun Tore

    Der Däne Casper Ulrich Mortensen war mit neun Toren besser Werfer der Gastgeber, für Magdeburg (6:6 Punkte) erzielte Landsmann Mads Christiansen sogar zwölf Treffer.

    "Wir sind sehr glücklich. Magdeburg war lange Zeit besser, aber meine Mannschaft hat immer an sich geglaubt und ist zurückgekommen. Wir haben momentan einen kleinen Lauf und hoffen, dass dieser noch ein wenig anhält", sagte Hannovers Trainer Carlos Ortega.

    Die Füchse verbuchten derweil den dritten Sieg im erst dritten Spiel. Herausragender Werfer der Hauptstädter war der Serbe Petar Nenadic mit neun Toren. Hüttenberg wartet derweil weiter auf den ersten Saisonerfolg (1:9).

    Dämpfer für Melsungen

    Einen leichten Dämpfer kassierte die MT Melsungen. Die zu Saisonbeginn personell stark aufgerüstete Mannschaft kam beim TBV Lemgo nicht über ein 26:26 (12:13) heraus und musste nach drei Erfolgen in Serie wieder Punkte lassen.

    Europameister Julius Kühn, von Altmeister VfL Gummersbach zur MT gekommen, war mit acht Treffern bester Werfer der Gäste, für die Dener Jaanimaa aus Estland sieben Tore beisteuerte. Für Lemgo traf Isaias Guardiola (5) am besten. Die Nordhessen weisen nunmehr 7:3 Punkte auf.

    Kraus gibt Comeback für Stuttgart 

    Das Derby zwischen dem TVB Stuttgart und Aufsteiger Die Eulen Ludwigshafen entschied der Gastgeber mit 25:22 (13:12) für sich. Die Stuttgarter (4:4) setzten sich damit ins Mittelfeld der Tabelle ab, Ludwigshafen (2:8) verharrt im Abstiegskampf. Ex-Weltmeister Michael Kraus, der zuletzt unter einer Überlastungsreaktion in der Lendenwirbelsäule litt und für das Spiel fraglich war, konnte auflaufen und erzielte für Stuttgart fünf Tore.

    Die Spiele im Stenogramm:

    TSV Hannover-Burgdorf - SC Magdeburg 32:30 (13:17)
    Tore: Mortensen (9), Johannsen (6), Böhm (4), Häfner (4), Brozovic (3), Pevnov (2), Karason (2), Patrail (1), Olsen (1) für Hannover - Christiansen (12), Weber (7), Damgaard (5), O'Sullivan (2), Chrapkowski (1), Bezjak (1), Musa (1), Musche (1) für Magdeburg
    Zuschauer: 3709

    TBV Lemgo - MT Melsungen 26:26 (13:12)
    Tore: Guardiola (5), Hornke (4/1), Theuerkauf (4), Suton (3), Kogut (3), Zieker (3), Klimek (2), Bartok (2) für Lemgo - Kühn (8), Jaanimaa (7), Mikkelsen (4), Allendorf (2/2), Maric (2), Boomhouwer (1), Lemke (1), Reichmann (1) für Melsungen
    Zuschauer: 3071

    TV Hüttenberg - Füchse Berlin 28:30 (16:16)
    Tore: Wernig (7), Mappes (4), Lipovina (4), Rompf (3), Stefan (3), Zörb (2), Sklenak (1), Johannsson (1), Sicko (1), Fernandes (1), Ritschel (1) für Hüttenberg - Nenadic (8), Wiede (5), Zachrisson (4), Drux (4), Lindberg (3), Schmidt (2), Plaza Jimenez (2), Vukovic (1), Struck (1) für Berlin
    Zuschauer: 1731

    TVB Stuttgart - Die Eulen Ludwigshafen 25:22 (13:12)
    Tore: Schagen (9/4), Salger (6), Kraus (5/1), Schweikardt (3/1), Hafner (1), Schimmelbauer (1) für Stuttgart - Djozic (4/2), Durak (4/1), Dietrich (4), Dippe (3), Remmlinger (3), Scholz (2), Feld (1), Klier (1) für Ludwigshafen
    Zuschauer: 2251
    Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Dietrich (54:03) 

  10. Wer sichert sich den Titel in der Champion League der Handballer? Wer wird Nachfolger vom HC Vardar Skopje und streicht die 665.000 Euro Siegprämie ein?

    Aus der Bundesliga gehen drei Teams an den Start: Der THW Kiel, die SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen wollen im Kräftemessen der besten Teams Europas so weit wie möglich kommen. 

    Flensburg machte von den deutschen Teams den Anfang. Die SG gewann am Samstag nach langem Rückstand noch mit 30:27 gegen Aalborg Handball aus Dänemark.

    Am Sonntag misst sich der THW Kiel ebenfalls in der Gruppe B mit dem Starensemble Paris Saint-Germain (ab 17.15 Uhr im LIVETICKER), die Rhein-Neckar Löwen spielen gegen den FC Barcelona (So., ab 19.30 Uhr im LIVETICKER)

    Vor dem Start in die neues Saison ist die die Vorfreude jedoch gedämpft. Der voll gestopfte Terminplan lässt die Königsklasse zur Terminhatz werden (Der Spielplan der Champion League). 

    Klubs im 48-Stunden-Rhythmus

    Die Löwen werden gleich am ersten Spieltag der Champions League Opfer der Terminnot. Denn das Auftaktspiel gegen den FC Barcelona am Sonntag (19.30 Uhr im LIVETICKER), findet nur zwei Tage nach dem Bundesliga-Duell mit dem VfL Gummersbach statt. Es ist nur ein Beispiel von vielen, in dem Klubs innerhalb von 48 Stunden zwei Mal antreten müssen. 

    "Im Moment haben wir drei Fälle, in denen wir mit einem 48-Stunden-Rhythmus leben müssen, obwohl wir einen Abstand von zumindest drei Tagen als notwendig erachten", erkärte zum Beispiel Flensburgs Manager Dierk Schmäschke in der Handballwoche

    In der Zukunft soll die Handball-Champions-League dagegen ein völlig neues Gesicht erhalten. Spätestens ab 2019 sollen die europäischen Top-Teams nach Informationen des SID wohl in einer klar strukturierten Europaliga gegeneinander antreten. Kommt es zu einer Einigung zwischen Spitzenklubs und europäischem Dachverband EHF, wird der Sieger nach einer regulären Saison mit Hin- und Rückspiel in Playoff-Spielen ermittelt. 

    Der Modus

    Noch sind aber nach wie vor 28 Teams am Start. In der Vorrunde werden wie zuletzt die 16 besten Klubs in die Gruppen A und B aufgeteilt. In den Gruppen spielen alle Mannschaften zwei Mal gegeneinander. Die Sieger ziehen direkt in das Viertelfinale ein, während die Teams auf den Plätzen zwei bis sechs in die Zwischenrunde vorrücken (Die Tabellen der Champions League). 

    Die restlichen 12 Teams finden sich in den Gruppen C und D wieder. Hier spielen die beiden bestplatzierten Vereine beider Gruppen im Überkreuz-Vergleich gegeneinander. Die Sieger dieser Spiele qualifizieren sich für die Zwischenrunde, in der dann 12 Teams nach dem K.o-Prinzip um das Viertelfinale kämpfen. 

    Die Löwen treten in der Gruppe A an, Kiel und Flensburg befinden sich in der Gruppe B.

    Chancen der einzelnen Teams

    Top-Favorit ist einmal mehr das Starensemble von Paris St. Germain. Das Team um Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer und Superstar Nikola Karabatic scheiterte zuletzt ganz knapp im Finale. Zudem werden Rekordsieger FC Barcelona (8 Titel) und der von Ex-Bundesliga-Coach Ljubomir Vranjes trainierte ungarische Spitzenklub KC Veszprem hoch gehandelt. 

    Nach der Bundesliga-Schmach der letzten Saison, als das Final Four erstmals ohne ein deutsches Team stattfand, soll in diesem Jahr wieder ein HBL-Vertreter durchkommen. Und da dürfte Kiel, Königsklassen-Champion von 2007, 2010 und 2012 trotz des Liga-Fehlstarts die besten Karten haben. Flensburg gewann die Trophäe als letztes deutsches Team 2014. Für die Löwen stehen zwei Halbfinal-Teilnahmen (2009 und 2011) als bestes Ergebnis zu Buche.

    Champions League live erleben

    Im TV: Sky

    Im Stream: Sky

    Im LIVETICKER: SPORT1.de und SPORT1 App

  11.  Der frühere Champions-League-Gewinner SG Flensburg-Handewitt ist mit einem hart erarbeiteten Sieg in die neue Königsklassen-Saison gestartet.

    Gegen den dänischen Meister Aalborg Handbold kam der Sieger von 2014 in seinem Auftaktspiel in der Gruppe B nach einigen Problemen zu einem 30:27 (13:15)-Erfolg (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan).

    Keine 48 Stunden nach dem Liga-Heimspiel gegen den HC Erlangen (29:21) durchlebte die Mannschaft von Trainer Maik Machulla nach zunächst klarer Führung zum Ende der ersten Spielhälfte hin eine Schwächephase, lag Anfang der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich vier Tore zurück. 

    Wichtiger Sieg zum Auftakt

    Angeführt vom starken Torhüter Rasmus Lind und dem Top-Torschützen Holger Glandorf (acht Treffer) kamen die Norddeutschen letztlich doch noch zum wichtigen Auftakterfolg.

    Die anderen deutschen Champions-League-Starter messen sich bereits am ersten Spieltag mit absoluten Schwergewichten.

    Rekordmeister THW Kiel startet am Sonntag in der Flensburger Gruppe B gegen den Top-Favoriten Paris St. Germain um Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer (17.15 Uhr im LIVETICKER) in den Wettbewerb, in der Gruppe A fordert der amtierende Meister Rhein-Neckar Löwen ebenfalls am Sonntag (19.30 Uhr im LIVETICKER) den Königsklassen-Rekordchampion FC Barcelona.

    Das Spiel im Stenogramm:

    SG Flensburg-Handewitt - Aalborg Handball/Dänemark 30:27 (13:15)
    Tore: Glandorf (8), Lauge Schmidt (7), Steinhauser (6), Jeppsson (3), Wanne (2), Toft Hansen (2), Mahe (2) für Flensburg - Juul-Lassen (7), Andreas Jensen (5), Patrick Larsen (4), Martin Larsen (3), Pedersen (2), Magnus Jensen (2), Hald Jensen (2), Smarason (1), Antonsen (1) für Aalborg
    Zuschauer: 3670

  12. Der HC Erlangen hat auf die Verletzung seines Europameisters Johannes Sellin reagiert und Marcus Enström als Ersatz verpflichtet. Der schwedische Ex-Nationalspielers bleibt, bis Rechtsaußen Sellin den Mittelfranken wieder zur Verfügung steht.

    Enström spielte zuletzt beim schwedischen Topklub Alingsas HK und beendete aus beruflichen Gründen im vergangenen Sommer seine Karriere.

    Sellin hatte sich in der vergangenen Woche im Spiel gegen den VfL Gummersbach (25:22) eine Fraktur des rechten Ringfingers zugezogen.

  13. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat seine Pflichtaufgabe beim schwächelnden Altmeister VfL Gummersbach souverän gemeistert und die Krise der Oberbergischen verschärft.

    Der Titelverteidiger setzte sich beim VfL mit 29:26 (13:8) durch und kletterte mit dem dritten Sieg im vierten Saisonspiel auf den zweiten Tabellenplatz hinter die noch verlustpunktfreie TSV Hannover-Burgdorf (8:0) (SERVICE: Die Tabelle)

    Gummersbach, das in der vergangenen Spielzeit gerade noch den Klassenerhalt geschafft hatte, steckt nach der vierten Niederlage mit 2:8 Punkten schon früh wieder mitten im Abstiegskampf.

    Jerry Tollbring (6) sowie Henrik Pekeler (5) und Torjäger Andy Schmid (5/5) waren vor 3239 Zuschauern in der Schwalbe-Arena die besten Werfer der Löwen, die am Sonntag zum Auftakt der Champions League gegen den achtmaligen Titelträger FC Barcelona vor einer ungleich höheren Hürde stehen. Beim VfL trafen Florian Baumgärtner (7) und Florian von Gruchalla (7/7) am besten.

    Das Spiel im Stenogramm:

    VfL Gummersbach - Rhein-Neckar Löwen 26:29 (8:13)
    Tore: Baumgärtner (8), von Gruchalla (7/7), Schukow (3), Becker (3), Preuss (2), Sommer (2), Pujol (1) für Gummersbach - Tollbring (7), Pekeler (6), Schmid (5/5), Larsen (3), Groetzki (3), Reinkind (3), Rnic (1), Baena Gonzalez (1) für die Rhein-Neckar Löwen
    Zuschauer: 3239

  14. Die SG Flensburg-Handewitt verstärkt sich ab der kommenden Saison mit Torhüter Benjamin Buric.

    Der 26 Jahre alte bosnische Nationalkeeper wechselt vom Bundesliga-Konkurrenten HSG Wetzlar zu den Nordlichtern und unterschrieb beim deutschen Vizemeister einen Dreijahresvertrag bis 2021. Dies teilte die SG am Freitag mit.

    "Mit Benjamin Buric haben wir unsere Kaderplanung auf der Torhüter-Position für die kommenden Jahre ab der nächsten Saison abgeschlossen", sagte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke: "Ich freue mich sehr, dass wir unser neues Torhüter-Gespann nun beisammen haben und das mit zwei so hochkarätigen und erfolgversprechenden Spielern."

    Zuvor hatte sich die SG bereits die Dienste von Norwegens Nationaltorhüter Torbjørn Bergerud gesichert.

  15. Der frühere Nationalspieler Stefan Kretzschmar hat die Reformpläne der Handball-Champions-League scharf kritisiert. Von einer Eliteliga mit zwölf europäischen Top-Teams, die ab 2019 an den Start gehen soll, hält er nichts.

    "Die Schere zwischen den Großen und Kleinen geht dadurch immer weiter auseinander", sagte Kretzschmar bei Sky. Es könne nicht im Sinne des Handballs sein, "dass große Vereine immer größer werden. Das ist Wettbewerbsverzerrung."

    Das neue Konzept, über dessen Rahmenbedingungen sich Spitzenklubs und europäischer Dachverband EHF noch final einigen müssen, sieht eine eingleisige Staffel mit zwölf Teams vor, für die sich grundsätzlich die Meister der internationalen Top-Ligen qualifizieren. Aus der verhältnismäßig starken Bundesliga wird wohl auch der Vizemeister startberechtigt sein. Am Ende der regulären Saison spielen dann die besten acht Teams im K.o.-System den Titel aus - dem Viertelfinale folgt das Final Four in Köln, das in seiner jetzigen Form unangetastet bleibt.

    "Nationale Ligen stärken"

    "Wenn Kiel durch eine solche Eliteliga elf zusätzliche Heimspiele geschenkt bekommt, wird das Budget des Klubs und damit der Abstand zu Vereinen wie den Füchsen Berlin um ein Vielfaches größer", sagte Kretzschmar. Es sollte vielmehr das Bestreben sein, die Kleinen größer zu machen. "Die nationalen Ligen müssen gestärkt werden", sagte der ehemalige Weltklasse-Linksaußen.

    Die EHF wollte das Thema zunächst nicht kommentieren, lud aber zu einem Pressetermin am kommenden Sonntag. Unmittelbar vor dem diesjährigen Champions-League-Auftakt des THW Kiel gegen den Top-Favoriten Paris St. Germain (17.15 Uhr) soll über "Pläne für die neue Saison" informiert werden.

    Zuletzt hatte es immer wieder heftige Kritik am aktuellen Modus der Königsklasse gegeben. Das "Memorandum of Understanding", die Übereinkunft von EHF und Spitzenklubs, zur derzeitigen Champions League läuft noch bis 2018.

    Attraktiverer Modus gefordert

    "Will man den Handball in Europa nicht langsam sterben lassen, geht es nur in einem attraktiveren Modus", sagte THW-Geschäftsführer Thorsten Storm.

    Eine Elite-Liga, "eine Art NBA des Handballs", hatte zuletzt bereits Kiels Coach Alfred Gislason vorgeschlagen. "Die europäischen Topspieler wünschen sich das alle. Wir werden eine ganzjährige europäische Liga in den nächsten Jahren sehen", sagte Storm.

  16. Zittersieg für Kiel, auch Flensburg holt auf: Die Fehlstarter aus dem Norden haben am fünften Spieltag der Handball-Bundesliga mit viel Mühe in die Erfolgsspur zurückgefunden.

    Rekordmeister THW Kiel holte beim 29:26 (15:14) gegen DHfK Leipzig nach zuvor zwei Niederlagen in Folge ebenso den dritten Erfolg der Saison wie Vizemeister SG Flensburg-Handewitt, der mit 29:21 (14:12) gegen den HC Erlangen gewann (SERVICE: Die Tabelle).

    Kiel zeigte bei der Generalprobe für den Champions-Leauge-Auftakt am Sonntag gegen Paris St. Germain erneut eine nervöse Vorstellung. Nach den Pleiten gegen Hannover und Melsungen lag die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason eine Viertelstunde vor Ende mit 19:21 in Rückstand, verhinderte mit einer starken Schlussphase aber die dritte Niederlage in Folge.

    Zum Vergleich: Die "Zebras" hatten in ihrer gesamten Meistersaison 2014/2015 nur drei Niederlagen kassiert. Erfolgreichster THW-Werfer war Steffen Weinhold mit sieben Toren.

    "Wir haben verdient gewonnen, und ich bin ein bisschen erleichtert, dass wir langsam in die Gänge kommen", sagte Gislason: "Ich bin froh, dass wir ganz ordentlich gespielt haben. Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie ein wenig verunsichert war."

    Glandorf führt Flensburg zum Sieg

    Viel Mühe hatte zunächst auch Flensburg gegen den unbequemen Gast aus Erlangen. Nach einem 8:9-Rückstand fanden die Hausherren aber immer besser ins Spiel und gewannen letztlich verdient. Überragender Mann war Weltmeister Holger Glandorf mit zwölf Toren, in der Tabelle kletterte Flensburg mit 6:4 Punkten vorläufig auf den dritten Rang.

    Als weiterhin einziges Team ohne jeden Punkt steckt die TuS N-Lübbecke am Tabellenende fest. Der Aufsteiger unterlag vor eigenem Publikum der HSG Wetzlar mit 17:23 (9:11).

    Ausgleich in letzter Sekunde

    FA Göppingen verspielte beim 26:26 (16:12) beim TSV GWD Minden eine 18:13-Führung und musste sich durch einen Gegentreffer in letzter Sekunde mit einem Remis begnügen.

    Die TSV Hannover-Burgdorf, mit 8:0 Zählern ohne Verlustpunkt überraschend an der Tabellenspitze, ist erst am Sonntag (ab 15 Uhr im LIVETICKER) gegen den SC Magdeburg im Einsatz.

    Die Spiele im Stenogramm: 

    TSV GWD Minden - FA Göppingen 26:26 (12:16)
    Tore: Doder (6), Gullerud (5), Michalczik (4), Cederholm (4), Korte (3), Svitlica (2), Mansson (1), Bilbija (1) für Minden - Kozina (7), Ritterbach (5), Schiller (3/3), Damgaard Nielsen (2), Prost (2), Fontaine (2), Heymann (1), Bagersted (1), Sesum (1), Pfahl (1), Schöngarth (1) für Göppingen
    Zuschauer: 1943

    SG Flensburg-Handewitt - HC Erlangen 29:21 (14:12)
    Tore: Glandorf (12), Lauge Schmidt (6/4), Wanne (4), Mogensen (3), Toft Hansen (2), Svan (1), Jeppsson (1) für Flensburg - Schröder (5) Büdel (4/2), Stranovsky (3), Steinert (2/1), Theilinger (2), Jonas Link (2), Haass (1), Bissel (1), Nikolai Link (1) für Erlangen
    Zuschauer: 5521

    TuS N-Lübbecke - HSG Wetzlar 17:23 (9:11)
    Tore: Remer (5/1), Zettermann (3/3), Bechtloff (2), Genz (2), Torbrügge (2), Kaleb (1), Gruszka (1), Schade (1) für Lübbecke - Bjornsen (5/1), Herman (5), Kohlbacher (5), Pöter (3), Cavor (2), Holst (1/1), Ferraz (1), Lindskog (1) für Wetzlar
    Zuschauer: 1331

    THW Kiel - DHfK Leipzig 29:26 (15:14)
    Tore: Weinhold (7), Zarabec (6), Nilsson (4), Ekberg (3/3), Wiencek (3), Dahmke (3), Landin Jacobsen (1), Toft Hansen (1), Dissinger (1) für Kiel - Kunkel (5/1), Weber (5/1), Semper (4), Rojewski (4), Milosevic (3), Krzikalla (2), Jurdzs (1), Janke (1), Pieczkowski (1) für Leipzig
    Zuschauer: 10.285

  17. Die Champions League im Handball steht vor tief greifenden Veränderungen. Nach Informationen des SID sehen die Reformpläne eine neu strukturierte Europaliga vor, in der die europäischen Top-Teams wohl spätestens ab 2019 gegeneinander antreten.

    Eine Einigung zwischen Spitzenklubs und europäischem Dachverband EHF vorausgesetzt, wird der Sieger nach einer regulären Saison mit Hin- und Rückspiel dann in Playoff-Spielen ermittelt.

    Informationen am Sonntag

    Die EHF wollte das Thema zunächst nicht kommentieren, lud aber zu einem Pressetermin am kommenden Sonntag. Unmittelbar vor dem diesjährigen Champions-League-Auftakt des THW Kiel gegen den Top-Favoriten Paris St. Germain (17.15 Uhr im LIVETICKER) soll über "Pläne für die neue Saison" informiert werden.

    Zuletzt hatte es immer wieder heftige Kritik am aktuellen Modus der Königsklasse gegeben. Das "Memorandum of Understanding", die Übereinkunft von EHF und Spitzenklubs, zur derzeitigen Champions League läuft noch bis 2018.

    Zwei Startplätze für Bundesliga

    Das neue Konzept sieht eine eingleisige Staffel mit zwölf Teams vor, für die sich grundsätzlich die Meister der internationalen Top-Ligen qualifizieren. Aus der verhältnismäßig starken Bundesliga wird wohl auch der Vizemeister startberechtigt sein. Am Ende der regulären Saison spielen dann die besten acht Teams im K.o.-System den Titel aus - dem Viertelfinale folgt das Final Four in Köln, das in seiner jetzigen Form unangetastet bleibt.

    "Will man den Handball in Europa nicht langsam sterben lassen, geht es nur in einem attraktiveren Modus", sagte THW-Geschäftsführer Thorsten Storm. Eine Elite-Liga, "eine Art NBA des Handballs", hatte zuletzt bereits Kiels Coach Alfred Gislason vorgeschlagen. "Die europäischen Topspieler wünschen sich das alle. Wir werden eine ganzjährige europäische Liga in den nächsten Jahren sehen", sagte Storm.

    Weniger Spiele für Nationalteams

    Um die sechs zusätzlichen Partien für die ohnehin schon auf dem Zahnfleisch gehenden Spieler zu kompensieren, soll das Pensum der Nationalmannschaften in der Qualifikation für große Turniere heruntergefahren werden. Zudem gibt es Gedankenspiele zu einer erneuten Reform des DHB-Pokals, deutsche Königsklassen-Starter könnten dort möglicherweise aussetzen.

    Zwar bräuchten die Bundesligisten die Einführung solch einer Europaliga "am wenigsten", meint Storm. Doch andere internationale Top-Klubs seien aufgrund ihrer schwachen nationalen Ligen auf diesen Wettbewerb angewiesen. "Ansonsten könnte es passieren, dass sich ein Weltklub wie Barcelona irgendwann abmeldet", so Storm. Eine Gesamtentwicklung "unseres Sports" könne "nicht außerhalb Frankreichs und Deutschlands aufhören".

  18. Nach zwei Niederlagen in Serie gegen Tabellenführer Hannover und Melsungen befindet sich der THW Kiel bereits nach drei Wochen im Krisen-Modus.

    "Wir haben uns das alles anders vorgestellt", sagt Kiels Manager Thorsten Storm bei Sky: "Wenn man beim THW Kiel spielt, hat man andere sportliche Ziele und Ansprüche."

    Gegen Leipzig (ab 19 Uhr im LIVETICKER) wollen die Norddeutschen nun die Wende schaffen und endlich wieder punkten. Denn am Ende der Saison soll nach zwei dritten Plätzen wieder der Meistertitel stehen.

    Laut Manager Storm fehle es aktuell vor allem an der Konzentration und der individuellen Leistung. "Es gibt keine Ausreden. Das sah alles andere als gut aus", sagt der 52-Jährige zur Pleite in Melsungen

    Zudem sorgt ein wechselwilliger Andreas Wolfffür Diskussionen beim Rekordmeister. Als Trainer Alfred Gislason seinen Star-Schlussmann gegen Melsungen nach schwacher Leistung auswechselte, ließ Wolff (2 Paraden in 39 Minuten) seiner Verärgerung freien Lauf und würdigte den Isländer keines Blickes.

    Doch Storm bleibt hart: "Andi hat einen Vertrag bis 2019 bei uns. Jetzt geht es um den THW Kiel und die aktuelle Saison."

    Und die hat mit dem Heimspiel gegen die Sachsen ja bereits die nächste Herausforderung parat.

  19. Die europäische Handballföderation EHF hat gegen drei russische Nachwuchsspielerinnen sowie deren Verband ein Ermittlungsverfahren wegen Dopingverdachts eingeleitet.

    Das Trio war bei der EM der U19-Juniorinnen im Juli und August in Slowenien in der A-Probe positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden. Dies teilte die EHF mit.

    Antonina Skorobogatschenko, Maria Duwakina und Maria Dudina wurden ebenso wie der Verband zu Stellungnahmen aufgefordert und vorläufig gesperrt. Russland hatte bei der EM Silber gewonnen. Dem Team droht der Entzug der Medaille.

    Die Tests der drei Spielerinnen, die in einem WADA-akkreditierten Labor durchgeführt worden waren, enthielten Meldonium, das seit dem 1. Januar 2016 auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) steht. Das Herzmedikament soll die Blutversorgung und damit die Ausdauer erhöhen.

  20. Geschäftsführer Dierk Schmäschke vom Handball-Spitzenklub SG Flensburg-Handewitt ist mit dem Spielplan der Champions League alles andere als glücklich.

    "Im Moment haben wir drei Fälle, in denen wir mit einem 48-Stunden-Rhythmus leben müssen, obwohl wir einen Abstand von zumindest drei Tagen als notwendig erachten", sagte Schmäschke dem Magazin Handballwoche.

    Gleich zum Auftakt wird das Problem deutlich: Der Vizemeister startet am Samstag (17.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den dänischen Klub Aalborg Handball in die neue Saison der Königsklasse - und damit keine 48 Stunden nach dem Bundesliga-Duell gegen HC Erlangen am Donnerstag (19 Uhr jeweils im LIVETICKER).

    Um derartige Ansetzungen künftig zu vermeiden, sucht Schmäschke den Kontakt zu den weiteren deutschen Champions-League-Klubs Rhein-Neckar Löwen und THW Kiel. "Wir wünschen uns für die deutschen Top-Vereine mehr Flexibilität in der Terminierung", sagte Schmäschke.

    HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann verwies jedoch im Mannheimer Morgen darauf, dass die Konstellation von Donnerstag-Samstag-Spieltagen "allen HBL-Klubs vor Vertragsabschluss" mit dem neuen TV-Partner Sky mitgeteilt worden sei.

    Der Liga-Boss sieht Möglichkeiten einer Verbesserung der Terminierung vor allem seitens der Europäischen Handballföderation (EHF). "Wünschenswert wäre es, dass auch die EHF zukünftig im Sinne einer besseren Planbarkeit und einer medialen und wirtschaftlichen Aufwertung der Champions League feste Spieltagstermine definiert", sagte Bohmann.

  21. Ein polternder Trainer, ein wechselwilliger Torwart-Star und ein unzufriedener Manager: Der Rekordmeister THW Kiel ist zum Pulverfass geworden. Keine drei Wochen ist die neue Handball-Saison alt, da erlebt der große Titel-Favorit bereits seine erste handfeste Krise.

    Der Ärger der Bosse war auch am Tag nach der ernüchternden 25:29-Pleite bei der MT Melsungen noch nicht verraucht.

    "Jeder einzelne Spieler muss sich jetzt mehr auf seine eigene Arbeit konzentrieren. Jeder von uns muss sich ständig hinterfragen, ob er alles aus seinem Potenzial herausholt", sagte THW-Geschäftsführer Thorsten Storm.

    Zwei Niederlagen nach vier Spielen: Die Operation Gipfelsturm ist beim Branchenprimus schon früh ins Stocken geraten. Dabei sollte in diesem Jahr nach zwei dritten Plätzen alles besser werden.

    Andreas Wolff wird zur Streitfigur

    Sinnbildlich für die miese Stimmung bei den Kielern steht Nationalkeeper Andreas Wolff. Das Theater um seine Zukunft, das die Klubführung seit Wochen auf Trab hält, ist zurzeit allgegenwärtig - und auch seine Auftritte in der Bundesliga sorgen für Diskussionen.

    Als Gislason seinen Star-Schlussmann gegen Melsungen nach schwacher Leistung auswechselte, ließ Wolff (2 Paraden in 39 Minuten) seiner Verärgerung freien Lauf und würdigte den Isländer keines Blickes. (SERVICE: Tabelle der Handball-Bundesliga)

    In Kiel macht schon der Vorwurf gezielter Provokationen die Runde. Zumal sich die Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang Wolffs, der vom polnischen Meister KS Vive Kielce oder KC Veszprem hochdotierte Angebote vorliegen haben soll, hartnäckig halten. Doch Storm mauert: "Andi hat einen Vertrag bis 2019 bei uns. Jetzt geht es um den THW Kiel und die aktuelle Saison."

    Eine offizielle Anfrage soll es bislang nicht gegeben haben. Sollte ein Klub allerdings eine Ablöse im hohen sechsstelligen Bereich aufrufen, gilt eine vorzeitige Trennung als nicht unwahrscheinlich. Ex-Weltmeister Johannes Bitter wird an der Förde längst als möglicher Nachfolger ab Sommer 2018 gehandelt. 

    Gehaltsvorstellungen gehen auseinander

    Wolff, der beim THW bereits vor seinem großen Durchbruch im Zuge des deutschen EM-Triumphs 2016 zugesagt hatte, fühlt sich unterbezahlt. Im Ausland könnte er locker das Doppelte als den in Kiel kolportierten 20.000-Euro-Bruttolohn im Monat verdienen. 

    Den THW-Verantwortlichen geht das Thema zunehmend auf den Senkel. Zumal es im teuersten Kader der Liga genügend andere Baustellen gibt. Nach der Melsungen-Pleite fand Gislason deutliche Worte, sein Urteil fiel ziemlich heftig aus.

    Im Angriff monierte der langjährige Meistercoach bei Sky "zu viele Fehlwürfe", die Abwehr sei "nicht auf der Höhe" gewesen, und er sah vor allem "gar keine Torhüterleistung".

    Hoffnung nach Blick in die Statistik

    Storm stützt seinen Trainer. Statt den Übungsleiter anzuzählen, nimmt auch er die Profis in die Pflicht. "Wir erwarten keine Zauberdinge. Aber wir schlagen die Gegner nicht im Vorbeigehen, wir müssen beißen, kämpfen und kratzen", sagte der Geschäftsführer: "Ich glaube weiterhin an die hohen Saisonziele, dafür muss aber jetzt die absolute Bereitschaft der Mannschaft kommen."

    Mut macht den THW-Bossen die Statistik: Mit vier Punkten aus vier Spielen war Kiel zuletzt vor drei Jahren gestartet - damals holten sie am Ende den bis dato letzten Meistertitel.

  22. Frauen-Bundestrainer Michael Biegler startet mit 18 Spielerinnen in die Qualifikation zur Handball-Europameisterschaft 2018 in Frankreich.

    Dies teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Montag mit. Die Partien am 27. September (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Oldenburg gegen Litauen und vier Tage später in der Türkei (16 Uhr) sind für die deutschen Handballerinnen die letzten Pflichtspiele vor der Heim-WM im Dezember.

    "Die beiden Spiele sind innerhalb des Projekts 2017 sehr wichtig für uns, und deswegen werden die Ladies die Partien hoch konzentriert angehen", sagte Biegler. Mit den unterschiedlichen Spielanlagen der Gegner seien es "gute Tests für unsere Vorrundenspiele bei der WM, wo wir uns auch auf unterschiedliche Herausforderungen einstellen müssen".

    Zudem wollen die DHB-Frauen "gut in die EM-Qualifikation starten, denn das Ziel muss es über die Heim-WM hinaus sein, auch beim nächsten Großevent in Frankreich teilzunehmen", sagte Biegler.

    Das Aufgebot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft:

    Tor: Dinah Eckerle (Thüringer HC), Katja Kramarczyk (TSV Bayer 04 Leverkusen), Clara Woltering (BVB 09 Dortmund)

    Feld: Julia Behnke (TuS Metzingen), Emily Bölk (Buxtehuder SV), Lone Fischer (Buxtehuder SV), Angie Geschke (VfL Oldenburg), Svenja Huber (BVB 09 Dortmund), Anne Hubinger (Thüringer HC), Jenny Karolius (TSV Bayer 04 Leverkusen), Isabell Klein (Nantes HB/Frankreich), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Anna Loerper (TuS Metzingen), Nadja Mansson (BVB 09 Dortmund), Shenia Minevskaja (TuS Metzingen), Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim), Xenia Smits (Metz HB/Frankreich), Kerstin Wohlbold (Thüringer HC)

    Reserve: Alina Grijseels (BVB 09 Dortmund), Ina Großmann (TuS Metzingen), Madita Kohorst (VfL Oldenburg), Stella Kramer (BVB 09 Dortmund), Saskia Lang (Thüringer HC), Alexandra Mazzucco (Thüringer HC), Anna Monz (HSG Blomberg-Lippe), Anne Müller (BVB 09 Dortmund), Caroline Müller (BVB 09 Dortmund), Franziska Peter (ESV 1927 Regensburg), Jennifer Rode (TSV Bayer 04 Leverkusen), Maike Schirmer (Buxtehuder SV), Meike Schmelzer (Thüringer HC), Alicia Stolle (HSG Blomberg-Lippe)

  23. Hannover marschiert, Kiel verliert: Rekordmeister THW Kiel schlittert in der Bundesliga in eine handfeste Krise.

    Während das Überraschungsteam von der TSV Hannover-Burgdorf seine Tabellenführung mit einem souveränen 25:21 (13:10) beim Schlusslicht TuS N-Lübbecke ausbaute, musste die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason am vierten Bundesliga-Spieltag beim 25:29 (10:15) bei der MT Melsungen bereits die zweite Niederlage einstecken.

    "Unser größtes Problem waren die vielen technischen Fehler. Wir haben den Gegner zu Tempo-Gegenstößen eingeladen", sagte Nationalspieler Steffen Weinhold bei Sky: "In der zweiten Halbzeit hat uns dann die Cleverness gefehlt. Da müssen wir cooler sein."

    Hannovers Höhenflug geht weiter

    Mit nunmehr 4:4-Punkten hinken die Zebras ihren eigenen Ansprüchen schon zu Saisonbeginn weit hinterher. Auch Rechtsaußen Niclas Ekberg mit seinen sieben Toren konnte die zweite THW-Pleite nacheinander nicht verhindern. Für Melsungen, das durch den dritten Sieg in Serie an den Kielern vorbeizog, trafen Linksaußen Michael Allendorf (7), Nationalspieler Julius Kühn und Lasse Mikkelsen (beide 6) am häufigsten.

    Verlustpunktfreier Spitzenreiter bleibt nach dem vierten Sieg im vierten Spiel indes Hannover, das in Europameister Kai Häfner (6 Tore) erneut seinen besten Werfer hatte. "Das fühlt sich alles sehr surreal an. Wir können es noch nicht richtig fassen", sagte Hannovers Keeper Malte Semisch (18 Paraden): "Wir wissen aber, dass das alles ganz schnell anders laufen kann."

    Flensburg kassiert Pleite

    Vizemeister SG Flensburg-Handewitt kassierte derweil in Leipzig eine 22:25 (10:13)-Niederlage und weist ebenso wie Kiel 4:4 Punkte auf. Leipzig (6:2) mit dem überragenden Torhüter Milos Putera verbesserte sich hingegen auf Rang drei. "Milos hat uns einfach gelesen. Er war der Grund für Leipzigs Sieg", sagte SG-Profi Rasmus Lauge Schmidt.

    Gut erholt von den beiden jüngsten Niederlagen zeigte sich unterdessen der SC Magdeburg. Beim 34:26 (14:13) gegen den TVB Stuttgart lief Keeper Jannick Green mit 19 Paraden zur Höchstform auf. Rückraumspieler Lukas Mertens und Rechtsaußen Daniel Petersson trafen je sechs Mal für den SCM. Im Tabellenkeller feierte Aufsteiger Eulen Ludwigshafen mit dem 24:20 (9:9)-Heimsieg gegen den TBV Lemgo unterdessen seine ersten Bundesliga-Punkte.

    Kiels Torhüter glücklos

    Kiel wirkte in Melsungen von Beginn an verunsichert. Drei Tage nach der Heim-Niederlage gegen Hannover (29:31) lief vorne spielerisch kaum etwas zusammen, und hinten bekam Nationaltorhüter Andreas Wolff zunächst kaum einen Ball zu fassen.

    Und weil es auch beim eingewechselten Niklas Landin nicht besser lief, lag der THW beim Stand von 13:20 schon nach 37 Minuten fast aussichtslos im Hintertreffen. Das ganz große Aufbäumen in der Schlussphase blieb aus.

    Schon am Samstag war der Aufwärtstrend von Altmeister VfL Gummersbach gestoppt worden. Nach dem ersten Saisonsieg vor Wochenfrist gegen FA Göppingen mussten die Oberbergischen beim Vorjahresaufsteiger HC Erlangen mit 22:25 (9:12) bereits ihre dritte Niederlage im vierten Saisonspiel quittieren. Die Gastgeber feierten ihr zweites Erfolgserlebnis in Serie und verbesserten sich mit 4:2 Punkten vorläufig in die obere Tabellenhälfte.

  24. Der Aufwärtstrend des Ex-Rekordmeisters VfL Gummersbach in der Handball-Bundesliga ist nur von kurzer Dauer gewesen.

    Nach dem ersten Saisonsieg vor Wochenfrist gegen FA Göppingen mussten die Oberbergischen beim Vorjahresaufsteiger HC Erlangen mit 22:25 (9:12) bereits ihre dritte Niederlage im vierten Saisonspiel quittieren.

    Die Gastgeber feierten ihr zweites Erfolgserlebnis in Serie und verbesserten sich mit 4:2 Punkten vorläufig in die obere Tabellenhälfte.

    Vor 3619 Zuschauern waren Christoph Steinert und Johannes Sellin mit jeweils sechs Treffern die erfolgreichsten Werfer der Gastgeber. Gummersbachs bester Torschütze war Moritz Preuss mit ebenfalls sechs Toren.

  25. Beim Blick auf die Tabelle wird den Partycrashern von Hannover-Burgdorf fast ein bisschen schwindelig. Die aufmüpfigen Niedersachsen haben mit ihrem Coup von Kiel den nächsten großen Favoriten geschockt und mit nunmehr 6:0-Punkten völlig überraschend die Tabellenführung der Handball-Bundesliga übernommen.

    "Das war ein richtig geiles Spiel. Wir haben noch nie in Kiel etwas mitnehmen können und deswegen werden wir diesen Sieg jetzt auch genießen", sagte der mit 11 Treffern (bei 14 Versuchen) überragende Kai Häfner nach dem 31:29 beim Rekordmeister und sprach von einem "sensationellen Start, den man so bei dem Programm nicht erwarten konnte".

    Wohl wahr: Geschlagene acht Monate und vier Tage hatte Hannover kein Ligaspiel mehr gewonnen, ehe zum Saisonauftakt Vizemeister Flensburg (32:29) entzaubert wurde. Am Donnerstagabend vermasselten die Recken nun Kiels Trainer Alfred Gislason die Party zum 58. Geburtstag.

    Neben dem neuen Spitzenreiter Hannover (6:0 Punkte) bleiben die Füchse Berlin (4:0) das zweite ungeschlagene Bundesliga-Team. Die Hauptstädter siegten angeführt von Nationalspieler Steffen Fäth (zehn Tore) und dank eines starken Schlussspurtes 30:26 (13:13) beim SC Magdeburg (Die Tabelle der Handball Bundesliga).

    Andre Breitenreiter gratuliert

    Der Isländer Gislason ärgerte sich nach der ersten Saison-Niederlage über einige strittige Schiedsrichter-Entscheidungen, würdigte die Spielweise der "Recken" aber als "sehr schlau und taktisch clever". Für den THW war es die erste Liga-Heimpleite im Kalenderjahr 2017 - die Überraschung sorgte auch bei Andre Breitenreiter, Coach der Bundesliga-Fußballer von Hannover 96, für Jubel. "Ich habe Benjamin Chatton gestern noch eine Nachricht geschrieben und die Mannschaft beglückwünscht", sagte Breitenreiter am Freitag.

    Auf Kieler Seite herrschte dagegen Enttäuschung. "Wir waren in der Abwehr einfach nicht präsent", sagte Christian Zeitz: "Wenn du hinten keine Tore verhinderst, kannst du vorne so viele Tore machen, wie du willst, aber es reicht nicht."

    Hannovers wundersame Wandlung kommt indes nicht von ungefähr. Nach der katastrophalen Rückrunde der Vorsaison mit 16 Spielen ohne Sieg zog TSV-Geschäftsführer Chatton im Sommer die Reißleine und installierte mit dem international renommierten Trainer Carlos Ortega erstmals einen Spanier auf der Kommandobrücke des Klubs.

    "Er hat eine klare Idee, wie man Handball spielt, und versucht, sie zu vermitteln", sagt Chatton.

    Häfner überragt

    Dies gelingt bislang vorzüglich. Zusammen mit Co-Trainer Iker Romero, Ex-Weltmeister und langjähriger Bundesliga-Spieler der Füchse Berlin, brachte Ortega den Spaß am Handball in die niedersächsische Landeshauptstadt zurück und verordnete dem Team eine zupackende Defensive.

    Vorne läuft aktuell vor allem der neue Kapitän Häfner zur Höchstform auf. Der 28-Jährige hat nach drei Spielen schon 23 Tore auf seinem Konto. Nur Robert Weber vom SC Magdeburg hat öfter getroffen - Allerdings mit einem Spiel mehr. 

    Zwar ist das aktuelle Tabellenbild nur eine Momentaufnahme. Doch mit Blick auf die kommenden Aufgaben scheint es durchaus möglich, dass sich Hannover erst einmal oben festsetzt. Am Sonntag geht es zunächst zur TuS N-Lübbecke, dann gastiert der SC Magdeburg bei den Niedersachsen. Kiel steht bei der MT Melsungen dagegen vor der nächsten kniffeligen Aufgabe.

    Löwen rehabilitieren sich

    Die Rhein-Neckar Löwen gewannen nur vier Tage nach der Niederlage bei Vizemeister SG Flensburg-Handewitt mit 37:22 (20:11) gegen den TSV GWD Minden.

    Die Löwen schlossen dank des zweiten Saisonsieges nach Punkten zu Kiel, Berlin, Flensburg und fünf weiteren Mannschaften auf. Bester Werfer war Spielmacher Andy Schmid mit neun Treffern.

    Aufsteiger TV Hüttenberg holte beim 23:23 (10:13) bei der HSG Wetzlar nach drei Niederlagen zum Auftakt dank einer starken Schlussviertelstunde den ersten Punkt.

    Die Spiele im Stenogramm:

    HSG Wetzlar - TV Hüttenberg 23:23 (13:10)
    Tore: Björnsen (5/4), Cavor (4), Ferraz (3), Mirkulovski (3), Kohlbacher (2), Kneer (2), Kvist (2), Holst (1/1) für Wetzlar - Lipovina (5), Sklenvak (4), Wernig (4/2), Rompf (4), Zörb (1), Fernandes (1), Johannsson (1), Mappes (1), Hofmann (1), Lambrecht (1) für Hüttenberg
    Zuschauer: 4421 (ausverkauft)

    Rhein-Neckar Löwen - TSV GWD Minden 37:22 (20:11)
    Tore: Schmid (9/6), Tollbring (8), Larsen (4), Groetzki (4), Reinkind (3), Pekeler (2), Rnic (2), Radivojevic (2), Baena Gonzalez (2), Taleski (1) für Rhein-Neckar - Doder (4), Cederholm (4), Bilbija (4), Rambo (3/2), Korte (2), Svitlica (2), Staar (1/1), Gullerud (1) Michalczik (1) für Minden
    Zuschauer: 4639

    THW Kiel - TSV Hannover-Burgdorf 29:31 (14:16)
    Tore: Ekberg (7/3), Weinhold (6), Nilsson (4), Bilyk (3), Zeitz (2), Frend Ofors (2), Wiencek (2), Dahmke (2), Zarabec (1) für Kiel - Häfner (11), Mortensen (6/5), Olsen (6), Pevnov (3), Patrail (2), Böhm (1), Brozovic (1), Kastening (1) für Hannover
    Zuschauer: 10.285

    SC Magdeburg - Füchse Berlin 26:30 (13:13)
    Tore: Weber (7/2), Christiansen (5), Musche (4), Musa (3), O'Sullivan (3), Bezjak (2), Damgaard (2) für Magdeburg - Fäth (10), Zachrisson (6), Struck (4), Nenadic (4/1), Schmidt (2), Wiede (1), Gojun (1), Kopljar (1), Plaza Jimenez (1) für Berlin
    Zuschauer: 6472

  26. Die noch junge Saison der HBL hält am Donnerstag gleich mehrere Top-Spiele bereit.

    In Kiel empfängt Tabellenführer und Rekordmeister THW den punktgleichen Verfolger Hannover-Burgdorf (ab 19 Uhr im LIVETICKER). Beide Mannschaften haben jeweils ihre ersten beiden Spiele gewonnen und stehen sich im absoluten Gipfeltreffen gegenüber. 

    Ost-Kracher in Magdeburg 

    Auch in Magdeburg wird es heiß hergehen, wenn der SCM gegen die Füchse Berlin spielt (ab 19 Uhr im LIVETICKER).

    Das Team aus Sachsen-Anhalt hat von den ersten drei Spielen zwei gewonnen, auch die Hauptstädter sind mit einem Sieg in die Saison gestartet. 

    Umso interessanter ist das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden Handball-Hochburgen im Osten. Wer im Magdeburger Hexenkessel gewinnt, kann sich zumindest mittelfristig in den oberen Regionen festsetzen.

    "Wir müssen von Beginn an einen bedingungslosen Kampf zeigen", schwört SCM-Trainer Bennett Wiegert sein Team vor dem Ost-Duell ein. Sollten Kiel und Hannover unentschieden spielen, könnte Magdeburg mit einem Sieg die Tabellenspitze übernehmen.

    Findet der Meister wieder in die Spur

    Nicht weniger spannend wird sein, wie Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen die erste Saisonniederlage bei der SG Flensburg-Handewitt weggesteckt hat.

    Gegen die GWD Minden (ab 19 Uhr im LIVETICKER) ist ein Heimsieg Pflicht, wenn die Mannheimer ihren Saisonstart noch retten wollen.

    Wie Minden, befindet sich nach drei Spielen auch die HSG Wetzlar im Mittelfeld der Tabelle. Der Ausgang des Heimspiels gegen den bislang sieglosen Aufsteiger TV Hüttenberg (ab 19 Uhr im LIVETICKER) könnte darüber entscheiden, wo zumindest mittelfristig die Reise der Hessen hingeht.

  27. Der THW Kiel ist mit zwei Siegen erfolgreich in die HBL-Saison gestartet.

    Besonders beim 34:32-Sieg gegen Magdeburg spielte auch Andreas Wolff eine tragende Rolle. Trotzdem gibt es Zoff um den deutschen EM-Helden 2016, sein Abgang wird immer wahrscheinlicher.

    Spätestens im Sommer 2019 wird Wolff die Kieler verlassen, berichtet die Sport Bild. Den 26-Jährigen zieht es vermutlich ins Ausland zum ungarischen Top-Klub KC Veszprem, auch wenn er sich selbst nicht zu den Spekulationen um seine Zukunft äußern wollte.

    "Wir wissen, dass Kielce und Veszprem Interesse an Andi haben. Aber er hat bei uns einen Vertrag bis 2019", sagte Kiel Manager Thorsten Storm, dessen Verhältnis zu Wolff als angespannt gilt.

    Eine Vertragsverlängerung hat Wolff abgelehnt, bei Transfer-Verhandlungen hat der THW offenbar die Konkurrenz an der Nase herumgeführt.

    Die an Wolff interessierten Vereine haben laut Sport Bild die Information bekommen, Wolffs Vertrag laufe bis 2020, damit Kiel eine höhere Ablöse fordern kann. Weitere Gründe für Wolffs Unzufriedenheit: Häufig ist er nur die Nummer zwei hinter Niklas Landin, dazu ist das Gehalt nicht auf Wolffs gewünschtem Niveau.

    Sollte Wolff gehen, könnte der frühere Nationaltorhüter Johannes Bitter nach Ablauf seines Vertrags bei TBV Stuttgart im Sommer 2018 zu Kiel wechseln.

  28. Handball-Bundesligist MT Melsungen muss mehrere Wochen auf Kapitän Michael Müller verzichten. Wie der Klub am Dienstagabend vermeldete, ist der 32-Jährige mit seinem Motorroller in einer Kurve ausgerutscht und hat sich den Knöchel gebrochen.

    "Dass ich jetzt länger ausfalle, stimmt mich mehr als traurig", sagte Müller: "Klar, ich habe möglicherweise Glück im Unglück gehabt, aber das ist momentan nur ein schwacher Trost. Vor allem, weil dieser Unfall mir auch jetzt noch völlig unerklärlich ist. Ich weiß einfach nicht, wie das passiert ist."

    Der Tabellensechste muss nicht nur auf Müller, sondern auch sechs bis acht Wochen auf seinen Zwillingsbruder Philipp verzichten, der sich in der Partie gegen VfL Gummersbach eine Schultereckgelenksprengung zugezogen hatte. Damit fehlen die Leistungsträger bei den Spielen im September gegen die Top-Klubs THW Kiel und Flensburg.

  29. Der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt muss mehrere Monate auf den schwedischen Nationalspieler Jim Gottfridsson verzichten.

    Der 25 Jahre alte Rückraumspieler zog sich am vergangenen Sonntag beim Heimsieg gegen Meister Rhein-Neckar Löwen (27:22) einen Riss der vorderen Syndesmose im rechten Unterschenkel zu. Gottfridsson wird voraussichtlich vier Monate ausfallen. Das teilte der Klub am Dienstag mit.

    Gottfridsson, der am Mittwoch in Flensburg operiert wird, war unglücklich mit Gegenspieler Mads Mensah-Larsen zusammengeprallt.

    "Das ist ein schwerer Schlag für ihn persönlich und auch für uns als Verein. Ich wünsche ihm den schnellstmöglichen Heilungsverlauf", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

  30. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat im Spitzenduell mit "Vize" SG Flensburg-Handewitt den ersten Rückschlag in der noch jungen Saison der Handball-Bundesliga hinnehmen müssen.

    Die Löwen kassierten in Flensburg eine 22:27 (9:12)-Niederlage und befinden sich mit 2:2 Punkten zunächst in der ungewohnten Verfolgerrolle (SERVICE: Die Tabelle). 

    Die SG rehabilitierte sich für das überraschende 29:32 beim TSV Hannover-Burgdorf und verhinderte damit einen schon ernstzunehmenden Rückstand in der Tabelle. Zudem gelang dem Vizemeister nach vier Niederlagen in Serie wieder ein Heimsieg gegen die Löwen.

    In Flensburg brach den Gästen die schwache Chancenverwertung das Genick. Dabei hätten die Löwen vier Minuten vor Schluss nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand noch mal auf einen Treffer verkürzen können, doch Spielmacher Andy Schmid warf weit übers Tor - symptomatisch für den Meister an diesem Tag.

    Rasmus Lauge Schmidt (7) war bester Flensburger Werfer. Sechs Treffer von Patrick Groetzki reichten den Löwen nicht.

    THW dreht Spiel

    Rekordmeister THW Kiel wahrte derweil mit einem Kraftakt in der zweiten Halbzeit seine weiße Weste und übernahm die Tabellenführung vor Hannover, das nach dem 29:27 (14:15)-Zittersieg gegen die HSG Wetzlar ebenfalls 4:0 Punkte auf dem Konto hat.

    Die Zebras, die den Meistertitel in den vergangenen zwei Jahren den Löwen überlassen mussten, setzten sich gegen den hochgehandelten SC Magdeburg 34:32 (17:20) durch. Zwischenzeitlich hatte der THW vor 10.285 Zuschauern bereits mit sechs Toren (18:24) zurückgelegen.

    Mit Nationaltorwart Andreas Wolff zwischen den Pfosten steigerten sich die Gastgeber nach 40 Minuten dann aber und fügten Magdeburg die erste Niederlage nach 21 Ligaspielen ohne Pleite in Folge zu. Erfolgreichster Kieler Torschützen war Niclas Ekberg (8). Bei den Gästen überzeugte vor allem Robert Weber (10).

    Leipzig unterliegt Lemgo

    Wie Magdeburg kassierte auch der DHfK Leipzig nach zwei Siegen zum Auftakt die erste Pleite.

    Bei Altmeister TBV Lemgo unterlagen die Leipziger 29:33 (16:15). Kiel, das erst zwei Spiele absolviert hat, ist damit vorerst Spitzenreiter.

    Melsungen, Erlangen und Gummersbach siegen

    Erneut schwer tat sich die MT Melsungen, die ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel zählt. Beim bislang punktlosen Aufsteiger TV Hüttenberg reichte es dennoch zum 28:27 (14:14) und damit zum zweiten Sieg im dritten Spiel.

    Der HC Erlangen gewann beim TVB Stuttgart 31:29 (17:12), der VfL Gummersbach setzte sich gegen Frisch Auf Göppingen 28:27 (16:13) durch.

    Die Spiele im Stenogramm

    SG Flensburg-Handewitt - Rhein-Neckar Löwen 27:22 (12:9)
    Tore: Lauge Schmidt (7/1), Glandorf (7), Svan (5), Mogensen (5), Mahé (2/2), Andersson (1) für Flensburg
    Groetzki (6), Pekeler (4), Petersson (3), Schmid (3), Larsen (2), Baena Gonzales (2), Tollbring (1), Guardiola (1) für Rhein-Neckar

    THW Kiel - SC Magdeburg 34:32 (17:20)
    Tore: Ekberg (8/4), Weinhold (7), Wiencek (6), Dahmke (6), Bylik (4), Zarabec (2), Nilsson (1) für Kiel
    Weber (10/4), Damgaard (7), Musche (6), Christiansen (3), Musa (3), O'Sullivan (1), Bezjak (1), Chrapkowski (1) für Magdeburg
    Zuschauer: 10.285

    TBV Lemgo - DHfK Leipzig 33:29 (15:16)
    Tore: Bartok (6), Zieker (6), Hornke (5/2), Theuerkauf (4), van Olphen (4), Kogut (3), Guardiola (3), Suton (2) für Lemgo
    Milosevic (5), Binder (5), Semper (5), Pieczkowski (4), Rojewski (3/1), Strosack (3), Weber (2), Roschek (1), Janke (1) für Leipzig. - Zuschauer: 2711
    Zuschauer: 6300 

    TV Hüttenberg - MT Melsungen 27:28 (14:14)
    Tore: Lipovina (7), Wernig (6/3), Fernandes (3), Sklenak (2), Mappes (2), Hofmann (2), Hahn (1), Stefan (1), Johannsson (1), Zörb (1), Ritschel (1) für Hüttenberg
    Kühn (6), Allendorf (5/4), Schneider (4), Müller (3), Reichmann (3), Danner (3), Maric (2), Mikkelsen (1), Boomhouwer (1) für Melsungen
    Zuschauer: 1650

    TVB Stuttgart - HC Erlangen 29:31 (12:17)
    Tore: Schagen (7/2), Schimmelbauer (5), Kraus (5), Orlowski (4), Salger (4), Hafner (1), Späth (1), Rothlisberger (1), Baumgarten (1) für Stuttgart
    Theilinger (6), Sellin (6/4), Steinert (5), Link (4), Haass (3), Stranovsky (3), Schröder (2), Bissel (1), Thümmler (1) für Erlangen
    Zuschauer: 2251

    VfL Gummersbach - FA Göppingen 28:27 (16:13)
    Tore: Schukow (6), Baumgärtner (5), von Gruchalla (4/4), Preuss (4), Sommer (4/1), Pujol (2), Schröter (2), Matic (1) für Gummersbach
    Schiller (6/5), Fontaine (5), Schöngarth (3), Pfahl (3), Kneule (2), Ritterbach (2), Kozina (2), Bagersted (2), Heymann (1), Halén (1) für Göppingen
    Zuschauer: 2487

    TSV Hannover-Burgdorf - HSG Wetzlar 30:27 (14:15)
    Tore: Brozovic (7), Mortensen (6/3), Häfner (5), Karason (4/3), Patrail (3), Johannsen (3), Böhm (1), Pevnov (1) für Hannover
    Herman (7), Cavor (6), Kohlbacher (5), Bjornsen (2/1), Kneer (2), Pöter (1), Ferraz (1), Mirkulovski (1), Holst (1), Kvist (1)  für Wetzlar
    Zuschauer: 4203

  31. Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat schon am zweiten Spieltag der Handball-Bundesliga den ersten unerwarteten Rückschlag hinnehmen müssen.

    Das Team von Trainer Maik Machulla unterlag bei der TSV Hannover-Burgdorf überraschend mit 29:32 (13:30). Der SC Magdeburg und DHfK Leipzig haben hingegen einen perfekten Start in die neue Saison hingelegt und jeweils auch das zweite Spiel gewonnen.

    Flensburger Schlussspurt kommt zu spät

    Flensburg lag bereits nach 20 Minuten mit 10:16 zurück. In der Schlussphase warf der Champions-League-Sieger von 2014 zwar fünf Tore in Folge, konnte den Rückstand aber nicht mehr wettmachen. Magdeburg besiegte die Eulen Ludwigshafen, die bis vor kurzem noch TSG Friesenheim hießen, mit 30:26 (14:13). Leipzig gewann mit 26:25 (14:10) gegen den TV Hüttenberg.

    Linksaußen Lukas Mertens erzielte gegen den Zweitliga-Aufsteiger sechs Tore für Magdeburg und war damit bester Werfer seines Teams. Für Leipzig war der dreimalige Nationalspieler Yves Kunkel siebenmal erfolgreich.  

    Die hoch gehandelte MT Melsungen fuhr im zweiten Spiel den ersten Saisonsieg ein. Gegen den VfL Gummersbach siegte die Mannschaft von Trainer Michael Roth mit 25:23 (13:11). 

  32. Rekordmeister THW Kiel ist mit einem überzeugenden Auswärtssieg in die neue Saison der Handball-Bundesliga gestartet.

    Die Zebras gewannen bei der TuS N-Lübbecke 33:21 (16:8) und untermauerten ihren Anspruch auf die Meisterschale. Die hatte in den vergangenen zwei Jahren die Rhein-Neckar Löwen geholt, Kiel war jeweils nur Dritter geworden - zu wenig für die Erwartungen des erfolgreichsten Handball-Klubs Deutschlands.

    "In diesem Jahr muss mehr kommen. Dafür tritt der THW Kiel an", hatte Geschäftsführer Thorsten Storm der Handballwoche gesagt und damit den Druck auf die Mannschaft weiter erhöht.

    Auf die Niederlage im Supercup gegen die Löwen im Siebenmeterwerfen folgte nun der standesgemäße Sieg in Lübbecke. Einen höheren Erfolg feierte im ersten Spiel nur die SG Flensburg-Handewitt.

    Kiel überzeugte ohne die verletzten Stars Domagoj Duvnjak und Rene Toft Hansen durch die Ausgeglichenheit des teuersten Kaders der Liga: Patrick Wiencek und Rune Dahmke trafen jeweils fünf Mal, Miha Zarabec, Nikola Bylik und Niclas Ekberg erzielten vier Tore. Bei Lübbecke stachen Tim Remer und Ante Kaleb mit je fünf Treffern heraus.

    Das Spiel im Stenogramm:

    TuS N-Lübbecke - THW Kiel 21:33 (8:16)
    Tore: Remer (5), Kaleb (5), Zetterman (4), Rakovic (3), Hövels (2), Gruszka (1), Genz (1) für Lübbecke - Dahmke (5), Wiencek (5), Ekberg (4), Bylik (4) Zarabec (4), Nilsson (3), Firnhaber (3), Weinhold (2), Vujin (2), Frend Ofors (1) für Kiel
    Zuschauer: 2077

  33. Die HSG Wetzlar muss für längere Zeit auf seinen Abwehrchef Evars Klesniks verzichten. Der 37-Jährige wird wegen eines schweren Bandscheibenvorfalls in den kommenden Tagen operiert und fällt für rund drei Monate aus.

    Klesniks hatte sich die Verletzung im ersten DHB-Pokalspiel gegen den Zweitligisten HSG Konstanz zugezogen, als er mit einem gegnerischen Angreifer zusammengeprallt war.

    Die konservative Behandlungsmethode habe nicht den erhofften Erfolg gebracht. Man habe daher entschieden, einen Eingriff durchführen zu lassen, teilte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp mit.

  34. Der zweimalige Welthandballer Mikkel Hansen bleibt Teamkollege von DHB-Kapitän Uwe Gensheimer bei Paris St. Germain. Der Däne verlängerte seinen Vertrag beim französischen Spitzenklub bis 2022.

    "Es war eine leichte Entscheidung. Wir haben eine sehr starke Mannschaft beisammen. Ich möchte immer möglichst viele Titel erringen und ich glaube, mit dieser Mannschaft können wir das schaffen", begründete der 29-Jährige seine Entscheidung.

    Hansen war 2012 aus Kopenhagen nach Paris gewechselt und gewann seitdem viermal die französische Meisterschaft (2013, 2015, 2016, 2017) und zweimal den französischen Pokal (2014, 2015). Der ersehnte Triumph in der Champions League bleib PSG bislang allerdings verwehrt.

  35. Die Füchse Berlin aus der DKB HBL haben bei der inoffiziellen Klub-WM in Doha den Titel-Hattrick verpasst.

    Die Hauptstädter mussten sich im Finale um die 400.000-Dollar-Siegprämie dem spanischen Rekordmeister FC Barcelona mit 25:29 (12:15) geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic durfte sich nach dem Erreichen des Endspiels beim IHF Super Globe zumindest mit einem "Schmerzensgeld" von 200.000 Dollar (167.000 Euro) trösten.

    Die Füchse hatten gegen den neunmaligen Champions-League-Sieger aus Katalonien in Durchgang zwei sogar die Chance auf den neuerlichen Triumph. In der 43. Minute gingen die Berliner sogar mit 19:18 in Führung. "Da hatten wir das Momentum auf unserer Seite", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

    Füchse-Trainer muss auf die Tribüne

    Doch der routinierte FC Barcelona ließ sich vom Berliner Zwischenhoch nicht irritieren und zog gleich wieder auf drei Tore weg. "Sie haben uns eiskalt gekontert", sagte Hanning. Diesen Vorsprung ließ sich der Favorit nicht mehr aus der Hand nehmen. Velimir Petkovic wurde in der Schlussphase nach intensiven Diskussionen mit den Schiedsrichtern auf die Tribüne verwiesen.

    Beste Werfer der Füchse waren mit jeweils fünf Toren Fabian Wiede, Erik Schmidt und Petar Nenadic. Im Tor konnte Silvio Heinevetter lediglich acht der 33 Schüsse parieren. "Um Barcelona zu schlagen, muss alles passen", führte Hanning aus und trauerte den vergebenen Möglichkeiten nach: "Immer wenn wir die Chance hatten, dem Spiel eine Wende zu geben, haben wir uns oftmals selbst um den Erfolg gebracht."

    Die Füchse Berlin vertraten bei ihrem Trip an den Arabischen Golf die deutschen Farben würdig. Zum Auftakt im Viertelfinale hatte es einen 33:31-Erfolg gegen den sechsmaligen brasilianischen Meister Esporte Clube Pinheiros gegeben. Im Halbfinale gewannen die Berliner gegen den fünfmaligen asiatischen Champions-League-Sieger Al-Sadd aus Katar 30:23.

    Barcelona hatte sein Halbfinale 32:29 gegen Champions-League-Sieger Vardar Skopje aus Mazedonien für sich entschieden und ist nach dem Triumph im Finale nun alleiniger Rekordgewinner des Wettbewerbs vor den Berlinern und dem nationalen Rivalen BM Ciudad Real (beide zwei Titel). 

  36. Cupverteidiger THW Kiel muss im Achtelfinale des DHB-Pokals am 17./18. Oktober beim Ligakonkurrenten TSV Hannover-Burgdorf antreten.

    Dies ergab die Auslosung der Runde der letzten 16 am Montag.

    Als "Losfee" bescherte Torhüter Carsten Lichtlein, Weltmeister von 2007, dem einzigen Drittligisten TuS Ferndorf ein Heimspiel gegen den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen. Der viermalige Pokalgewinner SG Flensburg-Handewitt empfängt die Füchse Berlin.

    Die Begegnungen im Überblick:

    Bundesliga gegen Bundesliga:

    MT Melsungen - SC DHfK LeipzigTBV Lemgo - TVB 1898 StuttgartHC Erlangen - Frisch Auf GöppingenTSV Hannover-Burgdorf - THW KielSG Flensburg-Handewitt - Füchse Berlin

    Zweite Bundesliga gegen Bundesliga:

    Bergischer HC - HSG WetzlarHG Saarlouis - SC Magdeburg

    Dritte Bundesliga gegen Bundesliga:

    TuS Ferndorf - Rhein-Neckar Löwen
  37. Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen ist in der DKB Handball-Bundesliga ein erfolgreicher Start in die neue Saison gelungen.

    Die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen siegte am ersten Spieltag beim TBV Lemgo 26:24 (16:14) und nahm sofort Kurs auf die Mission Titel-Hattrick. Die Löwen hatten sich in den letzten beiden Spielzeiten jeweils die Meisterschaft gesichert.

    Bester Werfer bei den Gästen war Rückraumspieler Andy Schmid mit sieben Toren. Der schwedische Linksaußen Jerry Tollbring traf vier Mal. Bei Lemgo stach der Niederländer Fabian van Olphen mit sechs Treffern heraus.

    Nach 25 Minuten hatten die Löwen noch 12:14 zurückgelegen, drehten mit vier Toren nacheinander aber noch vor der Pause die Partie. Im weiteren Verlauf gaben sie die Führung nicht mehr aus der Hand und konnten sich zwischenzeitlich mit fünf Toren absetzen.

    Nach einer 26:21-Führung fünf Minuten vor Schluss ließen es die Gäste in der Schlussphase locker angehen, und Lemgo kam bis auf zwei Tore heran.

    Am Mittwoch hatten die Löwen im Supercup gegen Pokalsieger THW Kiel den ersten Titel der Saison geholt. Die Mannheimer siegten mit 4:2 im Siebenmeterwerfen.

  38. Vizemeister SG Flensburg-Handewitt ist mit einem souveränen Erfolg in die neue Saison der Bundesliga gestartet. Die Mannschaft von Trainer-Novize Maik Machulla siegte zum Auftakt am Sonntag mühelos mit 37:23 (19:12) gegen TuS N-Lübbecke und setzte sich vorerst an die Tabellenspitze.

    Ähnlich wenig Probleme hatte der ambitionierte SC Magdeburg beim 33:26 (18:12) gegen Aufsteiger TV Hüttenberg, während Altmeister VfL Gummersbach nach dem überraschenden Pokal-K.o. auch einen Fehlstart in der Liga hinlegte. Die Oberbergischen verloren nach einer schwachen zweiten Halbzeit 22:33 (14:16) gegen die HSG Wetzlar. Zudem setzte sich der SC DHfK Leipzig mit 29:26 (14:16) bei GWD Minden durch.

    Andersson glänzt im Tor 

    Flensburg dominierte die Partie gegen Lübbecke von Beginn an. Lasse Svan Hansen war mit elf Treffern der erfolgreichste Werfer, auch Rasmus Lauge Schmidt (7), Holger Glandorf und Hampus Wanne (beide 5) waren von der gegnerischen Defensive kaum zu halten. Im Tor glänzte erneut Mattias Andersson, der mit zahlreichen Paraden einer der Garanten für den Sieg des Favoriten war.

    Magdeburg legte den Grundstein für den souveränen Erfolg gegen den Aufsteiger aus Hessen in der ersten Halbzeit. Dort glich die einzig ungeschlagene und beste Rückrundenmannschaft der vergangenen Saison nach anfänglichen Schwierigkeiten zunächst zum 7:7 aus und zog dann auf 18:12 davon.

    Am Sonntagnachmittag (15.00 Uhr) greift auch Meister Rhein-Neckar Löwen ins Geschehen ein. Nach dem Sieg im Supercup gegen den THW Kiel zählen die Mannheimer auch in dieser Saison wieder zu den großen Favoriten auf den Titel. Zum Auftakt geht es für die Löwen zum TBV Lemgo, Kiel ist erst am Mittwoch (19.00 Uhr/Sky) bei der TuS N-Lübbecke im Einsatz.

  39. Die Füchse Berlin aus der DKB HBL sind bei der Klub-WM in Doha ins Endspiel eingezogen und stehen damit kurz vor dem Titel-Hattrick.

    Die Füchse setzten sich im Halbfinale gegen den Gastgeber und fünfmaligen asiatischen Champions-League-Sieger Al-Sadd 30:23 (16:13) durch.

    Beim IHF Super Globe, der inoffiziellen Weltmeisterschaft auf Vereinsebene, trifft Berlin nun im Finale am Montag in der Dunhail Sports Arena auf den spanischen Rekordmeister FC Barcelona (16.00 Uhr MESZ).

    Die Katalanen hatten ihr Halbfinale am Samstagnachmittag 32:29 (15:12) gegen Champions-League-Sieger Vardar Skopje gewonnen.

    Sollte Berlin den Klub-WM-Titel zum dritten Mal am Stück holen, wären das Team von Trainer Velimir Petkovic vor dem FC Barcelona und BM Ciudad Real (beide jeweils zwei Titel) alleiniger Rekordsieger des Wettbewerbs.

    Die Füchse hatten am Freitag zum Auftakt des Turniers das Viertelfinale gegen den sechsmaligen brasilianischen Meister Esporte Clube Pinheiros mit 33:31 (16:14) für sich entschieden.

    Neben dem Prestige geht es in Katars Hauptstadt vor allem um eine Menge Geld. Der Sieger erhält 400.000 Dollar, der Zweite 200.000.

  40. Bundesligist Füchse Berlin ist bei der Klub-WM in Doha ins Halbfinale eingezogen.

    Gegen den sechsmaligen brasilianischen Meister Esporte Clube Pinheiros gewann der Vorjahressieger mit 33:31 (16:14) und trifft in der Runde der letzten Vier am Samstag (17 Uhr) auf Al-Sadd (Katar) oder Sydney University (Australien).

    "Das war nicht gut, was wir heute gezeigt haben. Da gibt es keine Ausreden", sagte Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter. "Aber wichtig ist, dass wir heute weitergekommen sind und im Halbfinale stehen. Das zählt!"

    Neben dem Prestige geht es in Katars Hauptstadt vor allem um eine Menge Geld. Der Sieger erhält 400.000 Dollar, der Zweite 200.000.

    Größte Konkurrenten der Füchse, die das Turnier in den vergangenen beiden Jahren gewannen, sind Champions-League-Sieger Vardar Skopje und der FC Barcelona, die sich im anderen Halbfinale duellieren. 

  41. EHF-Pokalsieger Frisch Auf Göppingen ist ein erfolgreicher Start in die neue Saison der Handball-Bundesliga gelungen.

    Das Team von Trainer Magnus Andersson setzte sich am Donnerstag am ersten Spieltag gegen den Aufsteiger Die Eulen Ludwigshafen mit 32:25 (15:10) durch. In der zweiten Partie des Abends schlug der Vorjahres-14. TVB Stuttgart überraschend die MT Melsungen mit 29:27 (14:14).

    Marcel Schiller war bei den Göppingern mit sieben Toren bester Werfer, Denni Djozic trug aufseiten der Ludwigshafener ebenfalls sieben Tore bei. Mit acht Treffern war Bobby Schagen bei Stuttgart die herausragenden Akteure.

    Die nächsten Partien der Liga finden am Sonntag statt. Dann empfängt unter anderem Vizemeister SG Flensburg-Handewitt die TuS N-Lübbecke (12.30 Uhr im LIVETICKER). 

    Die Spiele im Stenogramm: 

    TVB Stuttgart - MT Melsungen 29:27 (14:14)
    Tore: Schagen (8/5), Salger (5), Kraus (4), Schweikardt (3), Baumgarten (3), Schimmelbauer (3), Hafner (1), Rothlisberger (1), Orlowski (1) für Stuttgart - Kühn (7/0), Michael Müller (7), Philipp Müller (4/0), Allendorf (4/3), Danner (2), Maric (1), Reichmann (1), Schneider (1) für Melsungen
    Zuschauer: 5821

    Die Eulen Ludwigshafen - FA Göppingen 25:32 (10:15)
    Tore: Djozic (7/3), Durak (4/1), Remmlinger (3), Weber (3), Haider (3), Feld (2), Stüber (1), Dietrich (1), Dippe (1) für Ludwigshafen - Schiller (7/3), Halen (6), Kneule (5), Heymann (4), Bagersted (3), Pfahl (3), Schöngarth (2), Kozina (1), Daamgard Nielsen (1) für Göppingen
    Zuschauer: 1960

  42. Am 24. August startet die Handball-Bundesliga in die 52. Saison - und verspricht in diesem Jahr spannend wie selten zuvor zu werden.

    Gleich fünf Teams dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen vom Thron zu stürzen. Den Aufsteigern hingegen dürfte ein schweres Jahr bevorstehen - mit dem alleinigen Ziel, die Klasse zu halten.

    Dazu greifen ab dieser Saison neue Regelungen im Spielplan sowie bei der Kadergröße. Die Rhein-Neckar Löwen sicherten sich in einem spannenden Siebenmeter-Krimi im Supercup gegen Kiel bereits den ersten Titel.

    Am Donnerstag finden nun die ersten beiden Liga-Partien statt.

    SPORT1 hat alle wichtigen Informationen zu den Neuerungen, Superstars, Top-Teams, Wackelkandidaten und TV-Übertragungen. 

    Das ist 2017/2018 neu

    Anwurf zur Mittagszeit: Schluss mit den zerfaserten Salami-Spieltagen - in der Bundesliga werden künftig in der Regel vier Spiele pro Spieltag am Donnerstag (19 Uhr) und vier Spiele am Sonntag (12.30 Uhr) ausgetragen. Das Topspiel steigt dann im Anschluss um 15 Uhr. Ausnahmen (wie gleich am ersten Spieltag, an dem nur zwei Donnerstags-Partien ausgetragen werden) sind möglich.

    16 statt 14: Jeder Erstligist darf in Zukunft 16 statt 14 Akteure pro Partie einsetzen. Die Spitzenklubs hoffen durch die vermeintliche Entlastung ihrer Topspieler in der Liga, auch in der Champions League wieder angreifen zu können. Im Juni fand das Final Four der Königsklasse in Köln nämlich erstmals ohne deutsche Beteiligung statt, was auch dem Kräfteverschleiß in der HBL zugeschrieben wurde.

    Topstars in der HBL

    Auch in dieser Saison ist die HBL wieder gespickt mit deutschen Nationalspielern und internationalen Topstars.

    Domagoj Duvnjak, Welthandballer 2013, ist schon ein "alter Hase" der HBL. Mit dem HSV konnte der Kroate nicht nur Meisterschaft und Pokal, sondern auch den Gewinn der Champions League feiern. 2014 folgte dann der Wechsel zu Rekordmeister Kiel, mit dem er jetzt seine nächste Meisterschaft unter Dach und Fach bringen möchte.

    Bei den Rhein-Neckar Löwen führt Andy Schmid weiterhin Regie. Der Schweizer wurde in den vergangenen vier Saisons zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt.

    Auch der Däne Hans Lindberg zählt zu den absoluten Topstars der Liga. Wo auch immer der Däne spielt, stellt sich Erfolg ein. Mit der dänischen Nationalmannschaft wurde er 2008 und 2012 Europameister, mit dem HSV gewann er 2013 die Champions League. Nach dem Zwangsabstieg der Hamburger wechselte der Rechtsaußen zu den Füchsen Berlin.

    Der wohl prominenteste Spieler der HBL avancierte bei der Europameisterschaft 2016 zu Deutschen Nationalhelden. Andreas Wolff entnervte seine Gegner mit unzähligen Paraden und Wahnsinnsreflexen und führte so sein Team bis zum Titel.

    Beim THW Kiel hat der 26-Jährige jedoch keinen Stammplatz. Den hat Niklas Landin aus Dänemark zumindest für die wichtigen Spiele sicher, denn der Däne zählt wie Wolff zu den besten Torhütern der Welt.

    Titelverteidiger will 3. Meisterschaft in Serie

    Auf dem Weg zum dritten Titel in Folge zeigen sich die Rhein-Neckar Löwen in beeindruckender früher Hochform. In der Vorbereitung schlug das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen den Champions-League-Sieger aus Skopje und ließ auch der SG Flensburg-Handewitt keine Chance. 

    "Wenn man das Gefühl kennt, eine Meisterschaft zu gewinnen, wird man gierig und will das immer erleben", sagte Trainer Jacobsen jüngst in der Handballwoche. Die Mannschaft hat in jedem Fall das Potential, den Titel erneut zu verteidigen. Mit Momir Rnic konnte die Lücke im linken Rückraum geschlossen werden, die nach dem Karriereende von Kim Ekdahl Du Rietz klaffte. Auch Kristian Bliznac fügte ich in der Vorbereitung gut ein.

    Sechskampf um die Meisterschaft?

    "In Melsungen, Magdeburg und Berlin kommen nächste Saison drei Mannschaft zu den Top 3 dazu, das kann ein Sechskampf um die deutsche Meisterschaft werden", prognostizierte Handball-Ikone Stefan Kretzschmar jüngst in seiner SPORT1-Kolumne.

    Vor allem den Magdeburgern werden dabei gute Chancen eingeräumt: "Ich sehe neben den drei genannten auch Magdeburg als ungeschlagenen Rückrundenmeister der letzten Saison", sagte HBL-Boss Frank Bohmann.

    Die Top 3, das sind neben den Rhein-Neckar Löwen die SG Flensburg-Handewitt und Rekordmeister THW Kiel. Während die Kieler ihren Umbruch wohl abgeschlossen haben und nun nach der 21. Meisterschaft der Historie lechzen, steht der SG Flensburg-Handewitt nach dem Abgang von Trainerfuchs Ljubomir Vranjes ein schwieriges Jahr ins Haus.

    "Wenn man den Trainer austauscht, ist das erst einmal ein Wagnis und ein Risiko. Man muss abwarten, wie der neue Coach mit der Mannschaft klar kommt. Ein zweiter Platz wäre für Flensburg nächstes Jahr ein Erfolg", analysiert "Kretzsche".

    Schwierige Aufgabe für die Aufsteiger

    Die drei Aufsteiger, TuS N-Lübbecke, TV Hüttenberg und die Eulen Ludwigshafen, laufen dieses Jahr große Gefahr, dass nach einem Jahr auch gleich wieder Feierabend in der deutschen Eliteklasse ist.

    Die bedrohten Teams des letzten Jahres (Lemgo, Stuttgart und Gummersbach) haben sich gut verstärkt und können ihren Blick mit Recht wieder auf andere Tabellenregionen richten.

    So sehen sie die HBL live

    Fest steht: Handball-Deutschland kann sich auf eine spannende Saison mit vielen engen Spielen freuen.

    Nach über 20 Jahren im Free-TV bei SPORT1 werden die Partien ab sofort von Sky, der ARD und dem ZDF übertragen. Alle 306 Spiele gibt es live bei Sky zu sehen, zudem zeigt die ARD zwölf Partien pro Saison. Neben zwei Topspielen der Liga sowie einem Halbfinale und dem Finale im DHB-Pokal im Hauptprogramm werden acht Spiele in den dritten Programmen übertragen.

    SPORT1 begleitet die Spiele der Handball-Bundesliga und Champions League wie gewohnt im LIVETICKER.

    Spieltags-Höhepunkte in den verschiedenen Sportsendungen von ARD und ZDF und eine wöchentliche Handball-Talkshow am Sonntagnachmittag (17 Uhr) mit Stefan Kretzschmar bei Sky runden das TV-Paket ab.

  43. Was für ein Auftakt!

    Die Rhein-Neckar Löwen haben sich den ersten Titel der neuen Handball-Saison gesichert und dem großen Rivalen THW Kiel beim Supercup in Stuttgart eine schmerzhafte Niederlage zugefügt.

    Einen Tag vor dem Bundesliga-Start besiegte der amtierende deutsche Meister den Pokalsieger in einem echten Handball-Krimi mit 4:2 im Siebenmeterwerfen und holte sich damit zum zweiten Mal die Trophäe bei der offiziellen Saisoneröffnung. Nach 60 Minuten hatte es 28:28 (14:11) gestanden.

    Den entscheidenden Siebenmeter für die Löwen verwandelte Nationalspieler Patrick Groetzki. Zuvor hatten die beiden Keeper Mikael Appelgren und Andreas Palicka gegen die Kieler Marko Vujin und Ole Rahmel pariert. Die nervenstarken Mannheimer hatten die Verlängerung erst durch einen Last-Secon-Treffer von Linksaußen Jerry Tollbring erreicht.

    "War viel Kampf drin"

    Bester Werfer der Löwen in den 60 Minuten waren Andy Schmid, Tollbring, Hendrik Pekeler und Alexander Petersson mit je vier Treffern. Bei Rekordmeister Kiel traf Neuzugang Miha Zarabec am häufigsten (7 Tore). "Man freut sich über jeden Pokal. Es war viel Kampf drin. Es war wichtig, mit einem Erfolg in die Saison zu starten", sagte Schmid bei Sky.

    Das Duell der beiden deutschen Top-Teams war die 24. Auflage des prestigeträchtigen Supercups zwischen dem Liga-Champion und dem Sieger des DHB-Pokals. Im vergangenen Jahr hatten die Löwen, die zuletzt zwei Mal hintereinander die Meisterschaft geholt hatten, den Cup gegen den SC Magdeburg gewonnen.

    Bissig, deckungsstark und vorne ziemlich abgezockt: Die Löwen zeigten schon bei der Saison-Ouvertüre vor 6211 Zuschauern in der ausverkauften Porsche-Arena, dass der Titel auch in diesem Jahr nur über sie geht. Nach einer schwachen Anfangsphase übernahm das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen mit zunehmender Spieldauer das Kommando und zeigte dem Rekordmeister vor allem mit einer bärenstarken Abwehr teilweise seine Grenzen auf.

    Kieler vermissen Duvnjak

    Dem THW, der nach zwei Jahren ohne Meistertitel in der neuen Spielzeit gehörig unter Druck steht, war der unbedingte Siegeswille nicht abzusprechen. Jeder Treffer wurde von Coach Alfred Gislason und seinen Spielern frenetisch bejubelt, doch ohne den verletzten Spielmacher Domagoj Duvnjak fehlte es im ersten Abschnitt noch zu oft an der nötigen Durchschlagskraft im Angriff.

    Angetrieben vom quirligen Regisseur Zarabek (Celje) kamen die Zebras zwar besser ins Spiel und führten nach einer Viertelstunde mit 7:4, doch die Löwen blieben ruhig und drehten innerhalb von nur sieben Minuten das Spiel. Kurios: Das 9:8 für den Meister erzielte Kiels Torhüter Niklas Landin mit einem Eigentor.

    Im zweiten Abschnitt kämpfte sich der Branchenprimus aber zurück in die Partie, schaffte durch Nationalspieler Patrick Wiencek den Ausgleich und ging durch Zarabec (44.) beim 20:19 wieder in Führung. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der THW am Ende auch durch die starken Paraden von Keeper Niklas Landin und einen Treffer von Steffen Weinhold 33 Sekunden vor dem Schlusspfiff schon wie der Sieger aussah. Doch die Löwen schlugen zurück.

  44. Die deutschen Handball-Topklubs sind geschlossen ins Pokal-Achtelfinale eingezogen, dagegen kassierte der ruhmreiche VfL Gummersbach eine herbe Pleite.

    Meister Rhein-Neckar Löwen setzte sich am Wochenende in der ersten Runde bei einem der insgesamt 16 Vierer-Turniere in Darmstadt im Finale gegen den Zweitligisten ThSV Eisenach mit 40:31 durch. Die Mannheimer buchten damit einen Platz in der Runde der letzten 16 Teams (SERVICE: Ergebnisse/Spielplan).

    Beim Turnier in Spenge wurde Rekordmeister THW Kiel mit zwei klaren Siegen ebenso seiner Favoritenrolle gerecht wie Vizemeister SG Flensburg-Handewitt in Altenholz. Durchsetzen konnten sich auch die MT Melsungen im Bundesliga-Duell gegen die Eulen Ludwigshafen (29:25) sowie der SC DHfK Leipzig, die Füchse Berlin sowie der SC Magdeburg und Frisch Auf Göppingen.

    Altmeister Gummersbach scheitert

    Einen überraschenden Pokal-K.o. erlitten die Gummersbacher. Die Oberbergischen verloren das Finale des Turniers beim alten Rivalen Großwallstadt mit 27:28 gegen den Zweitligisten HG Saarlouis.

    Drittligist Ferndorf überrascht

    Als Drittligist sorgte TuS Ferndorf für Furore. Das Team aus der Nähe von Siegen warf im Halbfinale zunächst den gastgebenden Bundesligisten TSV GWD Minden mit 23:22 aus dem Wettbewerb und siegte im Finale auch noch gegen Zweitligist TV Emsdetten 29:23.

  45. Die Füchse Berlin stellen die Weichen für die Zukunft. Neben den Nationalspielern Paul Drux (22) und Fabian Wiede (23), beide Olympiadritte in Rio, verlängerten auch Christoph Reißky (22) und Kevin Struck (20) ihre Verträge bis Sommer 2022. Alle vier stammen aus der Füchse-Jugend. Nach Geschäftsführer Bob Hanning (bis 2023) unterschrieb zudem auch Sportkoordinator Volker Zerbe einen langfristigen Kontrakt bis 2022.

    "Wir sind sehr stolz, dass wir diese Vertragsverlängerungen verkünden können", sagte Hanning: "Es ist uns wichtig, langfristig unsere Top-Talente an den Verein zu binden. Die Füchse Berlin stehen für die Idee, mit eigenem Nachwuchs national und international zu überzeugen."

    Max-Schmeling-Halle bis 2022

    Zerbe, der in seine fünfte Saison bei den Füchsen geht, sagte: "Für mich sind die Füchse eine Herzensangelegenheit, ich fühle mich in Berlin unglaublich wohl."

    Bis mindestens 2022 bleiben die Füchse auch in der Max-Schmeling-Halle, in der sie seit mittlerweile zwölf Jahren ihre Heimspiele austragen. Der Verein verlängerte den Vertrag mit dem Berliner Senat als Eigentümer der Halle. "Für uns ist die Max-Schmeling-Halle ein wichtiger Baustein unseres Erfolges, andererseits sind die Füchse Berlin ein wichtiger nationaler und internationaler Repräsentant der Bundeshauptstadt", sagte Präsident Frank Steffel.

  46. Bundesligist Füchse Berlin hat den Vertrag mit Geschäftsführer Bob Hanning bis 2023 verlängert.

    "Bob Hanning ist ein Glücksfall für den Berliner Handball. Er hat in all den Jahren sehr viel für die Füchse Berlin, den gesamten Handball in der Bundeshauptstadt und auch weit darüber hinaus bewegt", sagte Vereinspräsident Frank Steffel.

    Hanning, der auch Vizepräsident Leistungssport beim Deutschen Handball-Bund (DHB) ist, ist beim Hauptstadtklub bereits seit 2005 im Amt.

    "Inzwischen gehören wir zu den Topklubs Deutschlands und auch weltweit", sagte Hanning, der nicht lange über ein weiteres Engagement in Berlin nachdenken musste: "Mir macht die Arbeit hier mit meinem Team unglaublich viel Spaß."

  47. Nach elf Jahren im Trikot der SG Flensburg-Handewitt wird der ehemalige dänische Handball-Europameister Thomas Mogensen im Sommer 2018 als Sportler in seine Heimat zurückkehren.

    Dies teilte der 34 Jahre alte Rückraumspieler dem ehemaligen Champions-League-Sieger mit.

    Privat wollen der Skandinavier und seine Familie dagegen in Deutschland bleiben. "Einmal Flensburg, immer Flensburg. Ich habe der SG viel zu verdanken, meine Kinder sind hier geboren, und ich liebe diesen Verein und die Fans über alles", sagte Mogensen.

    Allerdings wolle er die gebotene Chance wahrnehmen, "meine Karriere in meinem Heimatland ausklingen zu lassen".

  48. Rekordmeister THW Kiel hat zweieinhalb Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt einen Testspielerfolg gegen den achtmaligen Champions-League-Sieger FC Barcelona gefeiert.

    Die Zebras setzten sich vor 6532 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena gegen den Dauerrivalen 35:29 (18:14) durch. Nikola Bilyk und Rune Dahmke trafen jeweils fünf Mal für den THW, erfolgreichster Torschütze der Partie war Barcelonas Dika Mem mit sieben Treffern.

    Bis zum ersten Bundesligaspiel bei der TuS N-Lübbecke (30. August) trifft Kiel in weiteren Testspielen am Dienstag auf den TSV Altenholz und am Mittwoch auf Aalborg Handball aus Dänemark. Am 23. August steht der Supercup gegen Meister Rhein-Neckar Löwen in Stuttgart auf dem Programm.

  49. Thomas Mogensen wird die SG Flensburg-Handewitt offenbar im nächsten Sommer verlassen. Laut eines Berichts des dänischen TV-Senders TV2 Sport steht der Abschied des Rückraumspielers fest.

    Demnach wird Mogensen zur Saison 2018/19 zum dänischen Klub Skjern Handbold wechseln und soll in der kommenden Woche vorgestellt werden.

    Der 34-Jährige wäre nicht der erste Flensburger, der den deutschen Vizemeister Richtung Skjern verlässt. Nach der abgelaufenen Spielzeit war bereits Mogensens Landsmann Anders Eggert zum dänischen Meister von 1999 gegangen.

    Mogensen spielt seit 2007 für die SG und gehört seit einem Jahrzehnt zu den absoluten Leistungsträgern der Norddeutschen.

  50. Zwei verpasste Meistertitel in Folge nagen am deutschen Rekordmeister THW Kiel.

    Den DHB-Pokalsieg in der Vorsaison nahmen die Norddeutschen zwar gerne mit. Dass die Rhein-Neckar Löwen ihnen in der DKB Handball-Bundesliga allerdings den Rang abzulaufen drohen, geht den Kielern gehörig gegen den Strich.

    Deswegen hat THW-Geschäftsführer Thorsten Storm seinen Trainer Alfred Gislason jetzt öffentlich in die Pflicht genommen. "Alfred will und muss Titel gewinnen", sagte der 52-Jährige in den Kieler Nachrichten.

    "Kritik war berechtigt"

    Der personelle Umbruch sei weitestgehend abgeschlossen, jetzt sollen an der Kieler Förde wieder Erfolge in Meisterschaft und Champions League her.

    "In der vergangenen Saison sind wir in einigen Spielen untergegangen, und darum war die Kritik auch berechtigt. Unsere Spieler und auch unsere Fans wollen so etwas nicht noch einmal erleben. Wir wollen alle deutscher Meister werden", kündigte Storm weiter an.

    Es gehe für den 20-maligen Titelträger auch darum, sich finanziell zu konsolidieren: "Wir müssen neue Einnahmequellen finden. Dafür müssen wir als starke internationale Handballmarke auch neue Wege gehen."

  51. Geschäftsführer Thorsten Storm vom deutschen Handball-Rekordmeister THW Kiel hat mit großem Unverständnis auf den Wechsel von Fußball-Superstar Neymar vom FC Barcelona zu Paris St. Germain reagiert.

    "Für das Gesamtpaket können wir fast 70 Jahre Handball spielen. Das ist nicht mehr real und solche Summen sind für mich nicht greifbar. Da kann der Junge nichts dafür, das ist das System Fußball", sagte Storm am Rande eines Pressetermins zum Aktionstag "Helden des Handballs" in Köln

    Neymar wechselt für die festgeschriebene Ablösesumme von 222 Millionen Euro in die französische Hauptstadt. Das Gesamtvolumen des Transfers beträgt mindestens 500 Millionen Euro

    Storm will den Titel

    Nach zwei Meisterschaften der Rhein-Neckar Löwen in Folge, will der THW in diesem Jahr wieder die Nummer eins werden. "Nach zwei Jahren Umbruch haben wir eine neue Mannschaft aufgestellt. Wir wollen genau wie die Rhein-Neckar Löwen auch deutscher Meister werden. Flensburg wird sicherlich auch dazu kommen. Wir sprechen es aus und wollen versuchen, den Titel wieder nach Hause zu holen", sagte Storm.

  52. Filip Jicha, ehemaliger Welthandballer und langjähriger Kapitän des deutschen Rekordmeisters THW Kiel, hat seine Karriere beendet.

    Der 35 Jahre alte Tscheche, zuletzt zwei Jahre lang beim spanischen Titelträger FC Barcelona unter Vertrag, begründete seinen Entschluss mit Verletzungen, die ihn an einem Weiterspielen auf höchstem Niveau hinderten.

    Der Rückraumspieler war für den THW sowie zuvor für den TBV Lemgo insgesamt zehn Jahre in der Bundesliga aktiv gewesen.

    Mit den Schleswig-Holsteinern holte er binnen acht Jahren 14 nationale und internationale Titel, darunter zweimal die Champions League.

  53. Filip Jicha hat seinen Abschied vom spanischen Topklub FC Barcelona verkündet. 

    Der langjährige Star des deutschen Rekordmeisters THW Kiel gab auf seiner Facebook-Seite bekannt, dass er in der kommenden Saison nicht mehr zum Barca-Kader gehören werde. 

    "Aufgrund meiner Verletzungen, insbesondere am Schambein, und meinen Knie-Operationen konnte ich das spielerische Level, mit dem ich selbst zufrieden gewesen wäre und auf dem ich viele Jahre in der Bundesliga gespielt habe, nicht mehr erreichen", schreib der 35-Jährige Tscheche. 

    "Es fällt mir schwer, das zu sagen, aber ich weiß, dass das Teil des Lebens als professioneller Sportler ist", erklärte Jicha. 

    Nun wolle er sich mit Familie und Freunden über seine Zukunft Gedanken machen. Jicha war 2015 von Kiel nach Spanien gewechselt. Mit dem THW hatte er unter anderem sieben Mal die deutsche Meisterschaft und zwei Champions-League-Titel gewonnen. 

  54. Die Handball-Champions-League steht vor einem Umbruch: Die Europäische Handball-Föderation und die Top-Klubs planen ab 2019 eine Elite-Liga mit zwölf Mannschaften. Diese treten in Hin- und Rückspiel gegeneinander an, anschließend gibt es ein Viertelfinale und das Final Four.

    Dies würde für die deutschen Klubs wie den THW Kiel oder die Rhein-Neckar Löwen eine Mehrbelastung von bis zu sechs Partien pro Saison bedeuten.

    "Was den Modus und die Anzahl der Spiele angeht, gibt es mit Sicherheit noch Diskussionsbedarf. Für uns ist klar, dass wir bereits jetzt zu viele Partien haben und die Belastung für die Spieler der Spitzenklubs in Deutschland schon überschritten ist", sagte Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen dem Mannheimer Morgen.

    Mehrbelastung vs. höhere Prämien

    Als Lösung für die Mehrbelastung der deutschen Spieler wird diskutiert, dass die Nationalspieler der Champions-League-Teilnehmer von den Qualifikations-Begegnungen befreit werden.

    Thorsten Storm, Geschäftsführer des THW Kiel, sieht vor allem die positiven Seiten einer solchen Reform: "In dieser möglichen neuen Liga, die aktuell bei der EHF mit den Top-Klubs diskutiert wird, sollen ganzjährig die zwölf Besten der Besten spielen, und nur so kann dieses Premium-Produkt große Medien, Sponsoren und neue Fans in ganz Europa anziehen", sagte Storm den Kieler Nachrichten.

    Auch finanziell würden die Klubs profitieren: Bislang werden pro Saison 3,58 Millionen Euro an die Vereine in der Königsklasse ausgeschüttet, der Gewinner erhält 665.000 Euro. In Zukunft könnten diese Prämien sogar verdoppelt werden.

    Langfristig könnte die Reform zu einer Top-Liga mit 16 Mannschaften und einer "Zweiten Liga" mit 24 Klubs inklusive Auf- und Abstiegsregelung führen.

  55. Die deutschen Handballer haben bei der U21-WM in Algerien die erhoffte Medaille verpasst.

    Die Mannschaft von Trainer Erik Wudtke verlor am Sonntag das Spiel um Platz drei gegen Frankreich knapp mit 22:23 (12:10). Auch ein furioser Start mit einer 6:2-Führung reichte der Junioren-Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) gegen die nach der Pause immer stärkeren Franzosen nicht.

    "Das ist ein ganz trauriger Moment. Die Jungs sind platt und total enttäuscht", sagte Wudtke: "Für die Spieler tut es mir total leid, sie haben ein tolles Turnier gespielt und reisen jetzt leider ohne Medaillen nach Hause. Wir hatten bis zum letzten Wurf die Chance auf die Verlängerung. Wir können dennoch stolz auf das Abschneiden sein."

    Im Halbfinale hatte das DHB-Team am Samstag gegen Spanien mit 21:26 (11:12) verloren. 

    Die Iberer holten sich 24 Stunden später durch ein 39:38 (18:16, 34:34) nach Verlängerung gegen Dänemark auch den Titel.

  56. Aus der Traum von der Goldmedaille: Die deutschen Handballer haben bei der U21-WM in Algerien den Einzug ins Endspiel verpasst.

    Im Halbfinale in Algier unterlag die Mannschaft von Trainer Erik Wudtke am Samstagabend Spanien mit 21:26 (11:12).  

    Am Sonntag (16.30 Uhr) kämpft die Junioren-Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) gegen Frankreich um Bronze. Spanien spielt derweil im Finale (19.00 Uhr) gegen Dänemark um den Titel.

  57. Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat den norwegischen Nationaltorhüter Torbjörn Bergerud ab der Saison 2018/19 verpflichtet und damit bereits einen Nachfolger für Stammkeeper Mattias Andersson gefunden.

    Der 24 Jahre alte Bergerud spielt noch für den dänischen Erstligisten Team Tvis Holstebro und soll den Schweden Andersson (39) nach dessen Karriereende ersetzen.

    "Ich bin stolz und froh, dass Torbjörn ab kommender Saison unsere Mannschaft verstärkt", sagte SG-Trainer Maik Machulla: "Mit seiner sympathischen Art und seinem Anspruch, bei uns zu Europas bestem Torhüter zu reifen, passt er perfekt in unser Team. Wir alle werden viel Freude mit ihm und seinen Leistungen haben."

    Flensburg hatte zuletzt schon Torhüter Rasmus Lind aus Holstebro geholt und damit auf die schwere Verletzung von Torhüter Kevin Möller reagiert. Der 34 Jahre alte Däne unterschrieb bei der SG einen Vertrag für sechs Monate und bildet mit Stammkeeper Andersson bis zum Jahresende das Torhüter-Gespann. 

  58. Die deutschen Handballer sind bei der U21-WM in Algerien souverän ins Halbfinale eingezogen.

    In der Runde der letzten Acht besiegte die Mannschaft von Trainer Erik Wudtke am Donnerstagabend das Überraschungsteam aus Tunesien mit 27:21 (14:11). Um den Einzug ins Finale kämpft die Junioren-Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Samstag (21 Uhr) gegen Spanien.

    "Wir mussten in der Abwehr hart arbeiten, um ins Halbfinale zu kommen. Jetzt sind wir sehr froh, dass wir um die Medaillen spielen", sagte Wudtke: "Bis Mitte der zweiten Hälfte war es ein zähes Ringen. Dank der Gegenstöße und der disziplinierten Abwehr haben wir es dann geschafft."

  59. Aron Palmarsson, ehemaliges Rückraum-Ass des THW Kiel, hat einen gewaltigen Eklat provoziert.

    Sein Verein Telekom Veszprem meldet, dass der Isländer nicht zum Vorbereitungsstart erschienen sei. Stattdessen habe er den neuen Trainer Ljubomir Vranjes eine Viertelstunde vorher informiert, dass er stattdessen in seine Heimat fliege.

    Daraufhin wurde Palmarsson von dem früheren Flensburg-Coach für die gesamte Saison aus der Mannschaft geworfen. "Arons Entscheidung bedeutet, dass er seine Teamkollegen nicht respektiert und nicht in seine Philosophie passt", heißt es in der Mitteilung des Klubs, der nun rechtliche Schritte gegen Palmarsson einleiten will.

    Palmarsson hat noch bis 2018 einen Vertrag in Veszprem und wechselt dann zum FC Barcelona.

    Ein vorzeitiger Wechsel hat trotz Gesprächen nicht geklappt. Es sieht so aus, als ob Palmarsson ihn provozieren will - was nach hinten losgehen könnte.

    Die bisherige Wechsel-Übereinkunft mit Barca "bleibt vom Vertragsbruch des Spielers unberührt", hält Veszprem mit drohendem Unterton fest.

  60. Zwei Jahre vor dem olympischen Handball-Turnier in Tokio wird die deutsche Nationalmannschaft zwei Länderspiele in Japan bestreiten.

    Im Verlauf einer elftägigen Reise trifft der Europameister im Juni 2018 in Tokushima und Tokio auf die Asiaten, die vom ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson betreut werden.

    "Land und Leute kennenlernen"

    "Wir können ohne unmittelbaren sportlichen Leistungsdruck Land und Leute kennenlernen. Im Idealfall kehren wir 2020 in ein vertrautes Umfeld zurück", sagte Sigurdssons Nachfolger Christian Prokop. Die Olympia-Qualifikation startet mit der Weltmeisterschaft 2019, die in Deutschland und Dänemark ausgetragen wird.

  61. Handball-Legende Bernhard Kempa ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Das bestätigte sein langjähriger Verein Frisch Auf Göppingen am Freitag. Zuerst hatte die Südwest Presse darüber berichtet.

    In den 50er Jahren feierte er mit Frisch Auf Göppingen und der deutschen Nationalmannschaft große Erfolge. Kempa gewann zwei Weltmeistertitel im Feldhandball sowie WM-Silber in der Halle. Mit Frisch Auf errang er neun nationale Titel. Zudem arbeitete er jahrelang als Trainer für Göppingen.

    Sein größtes sportliches Vermächtnis ist vermutlich der Kempa-Trick, als dessen Erfinder der gebürtige Schlesier gilt. Zudem ist eine Sportartikelmarke nach ihm benannt.

    "Monsieur Handball" wurde 2011 für seine Verdienste in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

    DHB-Präsident Michelmann huldigt Kempa

    Kempa war nicht nur ein großartiger Handballer, sondern auch ein exzellenter Tennisspieler. In dieser Sportart wurde er im Seniorenbereich Welt- und Europameister.

    "Wir trauern um einen der größten Sportler, die Deutschland hervorgebracht hat. Was der deutsche Handball dem Spieler und Trainer Bernhard Kempa verdankt, ist kaum in Worte zu fassen", sagte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB).

    Zu seinem 95. Geburtstag hatte DHB-Vizepräsident Bob Hanning ihn als "Idol für Generationen" gewürdigt. "Mit seiner Raffinesse hat er den Handballsport wie nur wenige andere vor und nach ihm entwickelt", sagte er.

  62. Der deutsche Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen hat seinen vierten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Die Löwen holten den schwedischen Rückraumspieler Kristian Bliznac vom norwegischen Meister Elverum Handball und einigten sich mit dem 34-Jährigen auf einen Einjahresvertrag bis Sommer 2018.

    "Mit Kristian bekommen wir eine weitere Alternative im Rückraum, zudem wird er uns mit seiner Erfahrung besonders im Abwehrzentrum helfen", sagte Trainer Nikolaj Jacobsen über Bliznac. Der Deckungsspezialist war zwischen 2013 und 2016 schon für die HSG Wetzlar in der Bundesliga aktiv.

    Zuvor hatten die Löwen bereits Jerry Tollbring (IFK Kristianstad), Bogdan Radivojevic (SG Flensburg-Handewitt) und Momir Rnic (MT Melsungen) verpflichtet.

  63. Der sechsmalige deutsche Frauenhandballmeister HC Leipzig muss Insolvenz anmelden und wird demzufolge keine Lizenz für den Spielbetrieb in der Bundesliga erhalten.

    Wie der MDR und die Leipziger Volkszeitung am Samstag berichten, wird HCL-Manager Kay-Sven Hähner am Montag den Insolvenzantrag stellen. Damit steht Leipzig vor dem Absturz in die dritte Liga. Der Klub bestätigte das Aus am Samstag in einer Mitteilung.

    Bis zum 14. Juli hätte die unwiderrufliche Einzahlung einer Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 600.000 Euro nachgewiesen werden müssen. Das hat der HC Leipzig nicht realisieren können. "Das Geld ist nicht drauf", wird Hähner vom MDR zitiert.

    Sollte Leipzig zwangsabsteigen, würde der Zweitligadritte HC Rödertal in die Bundesliga aufrücken. 

  64. Bundesligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim läuft künftig unter einem neuen Namen auf.

    Wie der Aufsteiger am Donnerstag mitteilte, wird der Klub in der bevorstehenden Saison als "Die Eulen Ludwigshafen" in Deutschlands höchster Spielklasse antreten.

    Ludwigshafen hatte in der vergangenen Zweitliga-Saison Platz drei belegt und damit zum dritten Mal nach 2010 und 2014 den Sprung in die Bundesliga geschafft.

    Auf der Homepage heißt es, das Symbol der Eule sei ein Zeichen für ein Werteverständnis und impliziere Handball mit "Leidenschaft, Willensstärke, einen starken Charakter sowie damit verbunden das Gefühl des absoluten Teamgedankens."

  65. Alexander Haase wird Handball-Bundestrainer Christian Prokop als Co-Trainer unterstützen. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Donnerstag mit. Haase war bereits Assistent des früheren Bundestrainers Dagur Sigurdsson.

    "Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Alexander Haase. Die ersten Lehrgänge und Spiele haben gezeigt, dass es passt. Er ist ein Handballfachmann und arbeitet mit großem Teamgeist", sagte Prokop.

    Das erste gemeinsame Turnier steht für das Duo bei der EM im Januar in Kroatien an. "Ich freue mich sehr, diese anspruchsvolle und herausfordernde Tätigkeit fortzusetzen zu können. Die Erfolge im Jahr 2016 haben den Hunger nach mehr geweckt", sagte Haase.

    Im vergangenen Jahr hatte die DHB-Auswahl den EM-Titel und Olympia-Bronze geholt.

  66. Ersatz für den verletzten Linksaußen Raul Santos: Handball-Rekordmeister THW Kiel hat den schwedischen Nationalspieler Emil Frend Öfors verpflichtet.

    Der 22-Jährige wechselt vom Erstligisten Alingsas HK an die Förde und erhält beim Pokalsieger einen Vertrag bis 2018. Das gab der Klub am Donnerstag bekannt. "Wir mussten auf den langfristigen Ausfall von Raul Santos reagieren", sagte Geschäftsführer Thorsten Storm.

    Santos hatte sich Anfang Juni einer Außenmeniskus-Operation unterziehen müssen, zudem wurde ein Knorpelschaden behandelt. Die Kieler rechnen damit, dass der Österreicher frühestens im Dezember sein Comeback geben kann. Das Risiko, mit nur einem Linksaußen den ersten Meistertitel seit 2015 anzupeilen, erschien den Norddeutschen zu hoch.

    "Emil ist sprungstark, ein guter Abwehrspieler und hat einen harten Wurf", sagte Trainer Alfred Gislason: "Mit ihm und Rune Dahmke haben wir zu Saisonbeginn ein Klasse-Gespann auf Linksaußen." Für Schweden erzielte Öfors in bisher zwölf Länderspielen 20 Treffer.

  67. Handball-Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat auf die schwere Verletzung von Torhüter Kevin Möller reagiert und Rasmus Lind verpflichtet.

    Der 34 Jahre alte Däne unterschrieb bei der SG einen Vertrag für sechs Monate und bildet mit Stammkeeper Mattias Andersson bis zum Jahresende das Torhüter-Gespann. 

    Rücktritt vom Rücktritt

    Möller war im Juni wegen einer Verletzung im Adduktorenbereich operiert worden und fällt voraussichtlich ein halbes Jahr aus. Lind spielte zuletzt für den dänischen Erstligisten Team Tvis Holstebro und hatte seine Karriere im Sommer eigentlich beendet.

    "Wir sind sehr froh, dass wir mit Rasmus Lind einen sehr erfahrenen und gestandenen Torhüter für diesen Zeitraum gewinnen konnten", sagte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

    "Wir spielen bis Dezember im Rhythmus von drei Tagen in der Bundesliga, im DHB-Pokal und in der Champions League. Rasmus wird uns daher definitiv helfen und auch Mattias Andersson entlasten."

  68. Der Handball-Weltverband IHF und das Organisationskomitee haben den Spielplan für die WM der Frauen in diesem Winter in Deutschland fixiert. Nach derzeitigem Planungsstand startet die deutsche Nationalmannschaft am 1. Dezember (19 Uhr) mit dem Eröffnungsspiel gegen Kamerun in Leipzig in das Heimturnier.

    Weitere Vorrundenstationen des Teams von Bundestrainer Michael Biegler werden die Partien gegen Südkorea (3. Dezember), Serbien (5. Dezember), China (6. Dezember) und zum Abschluss der ersten Turnierphase am 8. Dezember gegen die Niederlande sein. Die Spiele in Leipzig sind für 18 Uhr angesetzt.

    Auch die Partien der weiteren Vorrundengruppen in Trier, Bietigheim-Bissingen und Oldenburg sind als Mittags- oder Abendspiele eingeordnet worden. "Fans können sich damit beim Ticketkauf noch besser orientieren", sagte WM-Projektleiter Thomas Freyer: "Bei den Anwurfzeiten können sich allerdings noch Anpassungen ergeben."

  69. Bundesligist VfL Gummersbach hat den schwedischen Nationalspieler Josef Pujol für die kommende Saison verpflichtet.

    Der 25-Jährige wechselt vom norwegischen Champion Elverum Handball zum Altmeister und erhält einen Einjahresvertrag. Das teilte der Verein am Freitag mit.

    Der Schwede soll Nationalspieler Simon Ernst ersetzten. Der 23-Jährige fällt in der Hinrunde wegen eines Kreuzbandrisses aus.

    Gummersbach hatte in der vergangenen Saison die Liga nur knapp halten können. Zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison am 10. Juli steigt Pujol ins Training ein.

  70. Uwe Schwenker bleibt Präsident der DKB HBL.

    Der 58-Jährige wurde am Donnerstag im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung der Handball-Bundesliga in Köln durch die Delegierten der insgesamt 38 Profiklubs (18 Erst-, 20 Zweitligisten) in offener Wahl einstimmig für vier weitere Jahre gewählt.

    Die Amtszeit des Präsidenten wurde durch die Mitgliederversammlung von bisher drei auf vier Jahre erweitert. Schwenker, langjähriger Manager des Rekordmeisters THW Kiel, ist als DHB-Vizepräsident auch stimmberechtigtes Mitglied im Präsidium des Deutschen Handballbundes (DHB). Der Unternehmer aus Kiel hat das Ehrenamt seit 7. Juli 2014 inne. 

  71. Entlastung für die Topstars und nur noch zwei Absteiger: Die Mitgliederversammlung der Handball-Bundesliga hat am Donnerstag weitreichende Reformen beschlossen.

    Die Vertreter der Klubs stimmten für die Zulassung des 15. und 16. Spielers pro Partie.

    Vor allem die Spitzenvereine hatten in der jahrelang schwelenden Diskussion um die Belastung ihrer Leistungsträger immer wieder die Aufstockung gefordert. Bislang waren nur 14 Spieler einsatzberechtigt. Nun können zwei U23-Spieler zusätzlich aufgestellt werden.

    "Das ist ein Meilenstein", sagte Geschäftsführer Thorsten Storm vom deutschen Rekordmeister THW Kiel in einer ersten Stellungnahme: "Vielen Dank an die Liga, die Solidarität funktioniert." Vor allem für die Nationalspieler, die auch in der Champions League spielen, bedeute die Neuerung die Chance auf etwas mehr Entlastung.

    Neue Abstiegsregelung

    Zudem einigte sich die Versammlung auf eine neue Auf- und Abstiegsregelung.

    Nur noch die beiden letztplatzierten Vereine steigen ab der kommenden Spielzeit aus der 1. Bundesliga ab, bisher erwischte es drei Klubs. Das Handball-Unterhaus wird zudem ab der Saison 2019/20 von 20 auf 18 Teams reduziert.

    Um dies zu erreichen, steigen in den kommenden beiden Spielzeiten vier bzw. fünf Teams aus der zweiten Liga ab.

  72. Bundesligist HSG Wetzlar muss seine Hoffnungen auf eine Wildcard für den EHF-Pokal begraben. Der europäische Handball-Verband EHF lehnte einen entsprechenden Antrag des Deutschen Handballbundes (DHB) ab. Wetzlar hatte die vergangene Bundesliga-Saison auf dem sechsten Platz beendet und sich um eine Wildcard beworben.

    "Die Teilnahme am EHF-Pokal wäre natürlich die Krönung einer sensationellen Saison gewesen", sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp: "Schade, vor allem für die Mannschaft, dass dies nunmehr nicht möglich ist."

    Im EHF-Pokal werden damit die Füchse Berlin, der SC Magdeburg und Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen die Bundesliga vertreten.

    THW Kiel hatte mehr Glück

    Vor rund zwei Wochen hatte Rekordmeister THW Kiel von der EHF eine Wildcard für die Champions League erhalten. Sportlich hatten sich Meister Rhein-Neckar Löwen und Vize SG Flensburg-Handewitt für die Königsklasse qualifiziert.

  73. Die deutschen Handball-Topklubs stehen in der Champions League vor anspruchsvollen Aufgaben.

    Sowohl Meister Rhein-Neckar Löwen als auch Vize SG Flensburg-Handewitt und der Rekordmeister THW Kiel gehen aber mit guten Aussichten in ihre Gruppenspiele. Dies gilt auch für den ungeschlagenen Frauen-Meister SG BBM Bietigheim.

    Die Löwen erwischten gleich mehrere Giganten: Es geht unter anderem gegen den Titelverteidiger Vardar Skopje und den neunmaligen Champions-League-Sieger FC Barcelona. Weitere Gegner sind der ungarische Pokalsieger Pick Szeged, Wisla Plock aus Polen, der frühere kroatische Europapokalsieger PPD Zagreb, IFK Kristianstad (Schweden) und HBC Nantes aus Frankreich.

    Kiel und Flensburg spielen gemeinsam in der Gruppe B, größte Brocken darin sind der Champions-League-Finalist Paris St. Germain, das polnische Spitzenteam KS Vive Kielce und der Final-Four-Teilnehmer HC Veszprem aus Ungarn. 

    Final Four wieder in Köln

    Zudem spielen in der Gruppe Aalborg Handball (Dänemark), Celje Pivovarna Lasko (Slowenien) und der HC Brest aus Weißrussland. Jeweils fünf Mannschaften aus den beiden stärkeren Gruppen schaffen es ins Achtelfinale, die Gruppensieger direkt ins Viertelfinale. Das Final Four wird wieder in Köln ausgetragen.

    Der EHF-Cup-Finalist Bietigheim spielt in der Frauen-Gruppe D gegen den montenegrinischen Meister Buducnost Podgorica, Sieger der Königsklasse von 2012 und 2015, den französischen Champion Metz HB und einen Qualifikanten. 

    Der einstige Serienmeister Thüringer HC wird im September in einem Qualifikationsturnier um den Einzug in die Königsklasse kämpfen. Der THC hatte eine Wildcard beantragt. Titelverteidiger ist ETO Györ aus Ungarn.

    Die jeweils drei besten Mannschaften der vier Vierergruppen erreichen die Hauptrunde, es folgt das Viertelfinale. 

  74. Eine Weltmeisterschaft im Norden, Osten, Süden und Westen der Republik - aber nicht in der Handball-Hochburg Kiel: Der Deutsche Handballbund (DHB) und Co-Gastgeber Dänemark haben am Mittwoch in Berlin die Ausrichterstädte für die WM 2019 der Männer bekannt gegeben - und dabei auch Kritik geerntet.

    Berlin erwartet DHB-Team

    Als Gewinner darf sich vor allem Berlin fühlen, in der Arena am Ostbahnhof (14.800 Zuschauer) finden das Eröffnungsspiel und alle weiteren Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft statt.

    In der neu eingeführten Hauptrunde würden die "Bad Boys" dann in Köln (19.250) aufschlagen, die Halbfinals richtet Hamburg (13.300) aus. In der Münchner Olympiahalle (12.000) finden Vorrundenspiele ohne deutsche Beteiligung statt.

    Enttäuschung in Kiel

    Kiel, das sich mit seiner 10.000 Zuschauer fassenden Halle und großer Handballbegeisterung ebenfalls beworben hatte, geht dagegen leer aus. "Kiel war bei Länderspielen immer eine Bank, das waren immer echte Feste. Und ich weiß nicht, ob das in München auch so sein wird", sagte Geschäftsführer Thorsten Storm von Rekordmeister THW den Kieler Nachrichten.

    DHB-Präsident Andreas Michelmann reagierte mit Unverständnis auf die Kritik. "Wir sind ein freies Land, jeder kann seine Meinung äußern. Aber man muss sich entscheiden, ob man mit den Adlern fliegen oder mit den Fröschen quaken will", sagte er: "Wir wollten unsere WM-Spiele auf ganz Deutschland verteilen."

    Dänen nominieren Kopenhagen und Herning

    Dänemark stellte in Kopenhagen (13.500) und Herning (15.000) zwei Standorte vor. In Herning wird am 27. Januar das Finale gespielt. "Wir sind sehr glücklich, dass zwei absolute Top-Nationen im Handball die WM ausrichten", sagte Weltverbands-Präsident Hassan Moustafa, der auf eine Million Zuschauer in den Arenen hofft.

    Ganz so weit wollte Michelmann nicht gehen: "Unser Ziel ist, den Rekord von 2007 zu brechen." Bei der letzten Heim-WM hatten 750.000 Menschen die Spiele besucht.

    TV-Rechte noch ungeklärt

    Ob die WM diesmal im Fernsehen übertragen wird, ist noch ungewiss. Die Rechte für die kommenden vier Jahre werden erst im neuen Jahr vergeben. Bei der WM 2017 waren die Spiele nur im Internet bei DHB-Sponsor DKB zu sehen gewesen, weil sich die TV-Sender nicht mit dem Rechteinhaber einigen konnten.

    Ungeklärt ist auch noch, ob die Spiele der Frauen-WM in Deutschland im Dezember im deutschen Fernsehen übertragen werden. "Wir arbeiten daran und hoffen, dass es noch vor der WM eine Entscheidung gibt", sagte DHB-Präsident Michelmann.

  75. Drittligist HSV Hamburg freut sich über einen prominenten Rückkehrer: Rückraumspieler Blazenko Lackovic (36) wechselt vom deutschen Rekordmeister THW Kiel an die Elbe und soll als Spieler und Co-Trainer in den kommenden drei Jahren seine Erfahrung weitergeben.

    "Blazenkos Art, den Handball zu leben, und seine Einstellung werden der Mannschaft enorm weiterhelfen", sagte Trainer Torsten Jansen: "Er ist variabel einsetzbar und soll eine absolute Führungsaufgabe übernehmen."

    Lackovic war in seiner Karriere unter anderem Olympiasieger und Weltmeister. Von 2008 bis 2014 spielte der Kroate bereits beim später insolventen Vorgängerklub des HSV Hamburg. 2013 gewann er mit den Hanseaten die Champions League.

  76. Handball-Vizemeister SG Flensburg-Handewitt muss voraussichtlich ein halbes Jahr auf Torhüter Kevin Möller verzichten.

    Der 28-Jährige hat Mitte Juni bei einem Lehrgang der dänischen Nationalmannschaft eine Verletzung im Adduktorenbereich erlitten und musste bereits operiert werden.

    "Die Verletzung von Kevin ist ein schwerer Schlag für uns, zumal er uns voraussichtlich bis Dezember fehlen wird", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke: "Wir versuchen bereits mit Hochdruck, einen passenden Ersatz für diesen Zeitraum zu finden, was unter den zeitlich engen Umständen nicht ganz einfach ist." 

  77. Die deutschen Handballerinnen haben ein gutes Los für die Heim-WM (1. bis 17. Dezember 2017) erwischt.

    Das Team von Bundestrainer Michael Biegler trifft in der Vorrundengruppe D auf Kamerun, China, Südkorea, Serbien und die Niederlande, die der schwerste Gegner sein dürften. Dies ergab die Auslosung, die Rekord-Nationalspielerin Grit Jurack am Dienstag in Hamburg vornahm.

    Bundestrainer sichtlich erleichtert

    Bundestrainer Michael Biegler war die Erleichterung anzusehen. "Es ist jetzt nicht so, dass wir aus jedem Topf den Megaknaller bekommen haben, der uns Bauchschmerzen bereitet", sagte er: "Die Mannschaft hat eine Zielsetzung, und die heißt Hamburg." Dort findet die Finalrunde statt.

    "Jetzt bin ich sicher, dass wir das Halbfinale erreichen", sagte auch Grit Jurack augenzwinkernd, sie sprach von einer "sehr guten Auslosung". Deutschland spielt die Vorrunde in Leipzig, die besten vier Teams der vier Gruppen erreichen das Achtelfinale. Das Finalwochenende steigt in Hamburg

    Die Gruppeneinteilung:

    Gruppe A in Trier: Frankreich, Rumänien, Spanien, Slowenien, Angola, Paraguay

    Gruppe B in Bietigheim: Norwegen, Schweden, Tschechien, Ungarn, Argentinien, Polen

    Gruppe C in Oldenburg: Dänemark, Russland, Brasilien, Montenegro, Japan, Tunesien

    Gruppe D in Leipzig: Deutschland, Niederlande, Südkorea, Serbien, China, Kamerun

  78. Auf die SG Flensburg-Handewitt warten in der kommenden Champions-League-Saison schwere Kaliber. Der deutsche Vizemeister bekommt es in der Gruppenphase mit dem THW Kiel und dem französischen Spitzenklub Paris St. Germain zu tun.

    Diese Konstellation ergibt sich bereits vor der Auslosung am Freitag in Ljubljana. Durch das Setzen vor der Auslosung soll verhindert werden, dass Mannschaften aus einem Land bereits in der Vorrunde aufeinander treffen. Da allerdings drei deutsche Teams in der Champions League starten, finden sich zwei Bundesliga-Vereine in derselben Gruppe wieder.

    Der Deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen wird auf jeden Fall auf den französischen Klub HBC Nantes treffen.

  79. Bundesligist Füchse Berlin setzt in der Trainingsanalyse auf innovative Videotechnik. Als erster deutscher Klub installierte der Tabellenvierte der abgelaufenen Saison in seiner Trainingshalle ein Kamerasystem, das Trainern und Spielern noch während der Einheit Verbesserungspotenziale aufzeigt. 

    In Zusammenarbeit mit der Deutsche Wohnen AG und dem Sportforum Berlin stellten die Füchse zudem eigens einen Video-Coach ein, der die Aufnahmen mit den Spielern analysiert. Durch zehn Kameraperspektiven, Zoom und Zeitlupe sollen sämtliche Aktionen optimal eingefangen und die Lerneffekte erhöht werden.

    Das Kamerasystem ist hauptsächlich für die A- und B-Jugend, den DHB-Stützpunkt und Berlins Auswahlmannschaften gedacht, damit der Nachwuchs noch besser auf eine mögliche Profikarriere vorbereitet werden kann.

  80. Der Bundesliga-Dritte THW Kiel hat wie erwartet vom europäischen Handball-Verband EHF eine Wild Card für die Champions League erhalten.

    Das gab die EHF am Samstag bekannt.

    Damit gehen die Zebras in ihre 14. Saison in Folge in der Königsklasse. Sportlich hatten sich bereits Meister Rhein-Neckar Löwen und Vize SG Flensburg-Handewitt für die Champions League qualifiziert. Die Gruppen werden am Freitag in Ljubljana ausgelost.

  81. Die deutschen Handball-Europameister gehen bei ihrer Mission Titelverteidigung erst einmal den ganz großen Namen aus dem Weg.

    Bei der Auslosung am Freitag in Zagreb bekam das Team von Bundestrainer Christian Prokop für die EM im kommenden Jahr (12. bis 28. Januar 2018) den WM-Dritten Slowenien sowie Mazedonien und Montenegro als Gegner in der Gruppe C zugelost. Austragungsort der deutschen Vorrundenspiele ist Zagreb. Die Partien finden voraussichtlich am 13., 15. und 17. Januar statt

    "Wir sind in einer Gruppe mit Gegnern, die mit großem Nationalstolz und heißblütigen Fans die Spiele gegen uns zu Heimspielen machen werden. Deshalb hoffe ich, dass wir auch einen großen Fansupport in Zagreb stellen können", sagte Prokop. DHB-Vizepräsident Bob Hanning erklärte:

    "Das ist eine schwere Aufgabe, weil wir drei Auswärtsspiele vor uns haben. In Kroatien hätten wir uns sicher einige andere Gegner lieber gewünscht. Das wird eine richtige Herausforderung, lässt uns aber auch vom Halbfinale träumen."

    Da das DHB-Team zu den vier topgesetzten Gruppenköpfen gehörte, blieb den Deutschen ein Vorrundenduell gegen Gastgeber Kroatien, Weltmeister Frankreich und Vize-Europameister Spanien ohnehin erspart. Es hätten allerdings auch Olympiasieger Dänemark und Vize-Weltmeister Norwegen in die deutsche Gruppe gelost werden können.

    In der Hauptrunde könnte es dann allerdings zu einer Neu-Auflage des EM-Finals von 2016 kommen. Damals hatte die DHB-Auswahl 24:17 gegen die Spanier gewonnen.

    Jeweils die drei Erstplatzierten der vier Gruppen ziehen in die Hauptrunde ein. Die Deutschen würden dann auf die drei besten Teams der Gruppe D treffen. Dort spielen neben Spanien noch Dänemark, Tschechien und Ungarn.  

    Die Auslosung:

    Gruppe A (Split): Kroatien, Schweden, Serbien, Island

    Gruppe B (Porec): Frankreich, Weißrussland, Norwegen, Österreich

    Gruppe C (Zagreb): Deutschland, Mazedonien, Montenegro, Slowenien

    Gruppe D (Varazdin): Spanien, Dänemark, Tschechien, Ungarn

  82. Handball-Altmeister VfL Gummersbach hat den kroatischen Rückraumspieler Marko Matic für zwei Jahre verpflichtet.

    Der 29-Jährige wechselt vom portugiesischen Meister FC Porto zum Team von Trainer Dirk Beuchler.

    Zudem komplettiert Matthias Reckzeh das Trainerteam, der ehemalige Bundesligatorwart wird Co-Trainer des VfL.

  83. Das Teilnehmerfeld der Handball-Weltmeisterschaft 2017 der Frauen in Deutschland (1. bis zum 17. Dezember) nimmt weiter Konturen an. Polen erhält eine Wildcard.

    Weil der Kontinentalverband Ozeanien seinen Startplatz nicht nutzt, rückt der WM-Vierte von 2015 als beste, bisher nicht für die WM qualifizierte Nation nach.

    Auslosung am 27. Juni

    Die vier Vorrundengruppen werden am 27. Juni im Finalspielort Hamburg ausgelost. Deutschland trägt seine Vorrundenspiele in der Gruppe D in der Arena Leipzig aus. Die drei anderen Gruppenköpfe sind Frankreich (Gruppe A in Trier), Titelverteidiger Norwegen (Gruppe B in Bietigheim) und Dänemark (Gruppe C in Oldenburg).

    Die besten vier Teams jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale, das ebenso wie das Viertelfinale in Leipzig und Magdeburg ausgespielt wird. Das Finalwochenende steigt in Hamburg.

    Die letzten drei Startplätze werden an diesem Wochenende bei der Panamerika-Meisterschaft vergeben. Bis jetzt stehen 21 von insgesamt 24 Mannschaften als Teilnehmer der WM 2017 fest.

  84. Der Spanier Carlos Ortega wird neuer Trainer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Der 45-Jährige tritt bei den Norddeutschen damit die Nachfolge von Jens Bürkle an, von dem sich die Niedersachsen vor einer Woche getrennt hatten. Ihm wurde angelastet, dass der TSV nach Rang fünf in der Hinrunde am Saisonende lediglich den elften Platz belegt hatte.

    Ortega, der bei den "Recken" von seinem Landsmann Iker Romero als Co-Trainer unterstützt wird, hatte zuletzt den dänischen Klub KIF Kolding Kopenhagen betreut. Als aktiver Spieler gewann er mit dem FC Barcelona sechsmal die Champions League. Mit der spanischen Nationalmannschaft holte er sich 2000 bei den Olympischen Spielen von Sydney die Bronzemedaille.

  85. Wegen einer positiven Dopingprobe ist Nationalspielerin Saskia Lang von der Handball Bundesliga Frauen (HBF) vorläufig suspendiert worden. Dies teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Dienstagabend mit.

    Bei der 30-Jährigen war am 25. April bei einem Dopingtest zu Hause eine Blut- und Urinprobe entnommen worden. Darin befand sich eine geringe Spur des pflanzlichen Stoffes Higenamin, dem unter anderem eine anabole Wirkung zugesprochen wird.

    "Wie das Kontrollergebnis zu bewerten ist und zu welcher Entscheidung es führt, wird das weitere Verfahren zeigen", erklärte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Lang hatte zuletzt für den um seine Bundesliga-Lizenz kämpfenden sechsmaligen deutschen Meister HC Leipzig gespielt, im März aber ihren Wechsel zum Thüringer HC bekannt gegeben.

    Saskia Lang befindet sich seit Januar 2017 aufgrund eines Kreuzbandrisses in der postoperativen Rehabilitation.

    Die Rückraumspielerin hat eine Überprüfung aller aufgrund ihrer Rekonvaleszenz ärztlich verordneten Medikamente und eingenommenen Nahrungs- und Getränkeergänzungen veranlasst. Die Zuständigkeit für das weitere Verfahren liegt bei der Anti-Doping-Kommission (ADK) als Disziplinargericht des DHB.

  86. Jubel beim Oberligisten TuS Spenge: Der Klub aus Nordrhein-Westfalen hat das große Los für die erste Runde des DHB-Pokals gezogen und tritt gegen Titelverteidiger und Rekordsieger THW Kiel an.

    Dies ergab die Auslosung am Dienstag. Spenge hatte im April vor dem Triumph des THW in Hamburg den DHB-Amateurpokal gewonnen.

    Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen muss zunächst gegen Erstligaabsteiger HBW Balingen-Weilstetten ran, die SG Flensburg-Handewitt trifft im Schleswig-Holstein-Duell auf den Zweitligisten VfL Lübeck Schwartau.

    Wie schon im Vorjahr finden die ersten beiden Pokalrunden (19./20. August) im Rahmen von 16 Turnieren mit jeweils vier Mannschaften statt. Nur die Sieger qualifizieren sich für das Achtelfinale

    Die Turniere im Überblick:

    Gruppe Nord (Ausrichter stehen noch nicht fest)

    Turnier 1, Halbfinale 1: Hamburg Mets – Leichlinger TV, HF 2: TSV Hannover-Burgdorf – TuS N-Lübbecke

    Turnier 2, HF 1: HC Rhein Vikings – SC Magdeburg, HF 2: OHV Aurich – Wilhelmshavener HV

    Turnier 3, HF 1: TBV Lemgo – GSV Eintracht Baunatal, HF 2: Eintracht Hildesheim – TUSEM Essen

    Turnier 4, HF 1: TSV Altenholz – TSV Bayer Dormagen, HF 2: VfL Lübeck-Schwartau – SG Flensburg-Handewitt

    Turnier 5, HF 1: Füchse Berlin – HF Springe, HF 2: HC Empor Rostock – HSG Nordhorn-Lingen

    Turnier 6, HF 1: TuS Spenge – THW Kiel, HF 2: Dessau-Rosslauer HV – 1. VfL Potsdam

    Turnier 7, HF 1: TuS Ferndorf – GWD Minden, HF 2: Oranienburger HC – TV Emsdetten

    Turnier 8, HF 1: Handball Sport Verein Hamburg – ASV Hamm-Westfalen, HF 2: SC DHfK Leipzig – VfL Eintracht Hagen

    Gruppe Süd (Ausrichter stehen noch nicht fest)

    Turnier 1, HF 1: FRISCH AUF! Göppingen – TSB Heilbronn-Horkheim, HF 2: DJK Rimpar Wölfe – HSG Rodgau Nieder-Roden

    Turnier 2, HF 1: SG Nußloch – HC Erlangen, HF 2: SG BBM Bietigheim – Longericher SC Köln

    Turnier 3, HF 1: TV 05/07 Hüttenberg – TGS Pforzheim, HF 2: SG Leutershausen – Bergischer HC

    Turnier 4, HF 1: VfL Gummersbach – HSC 2000 Coburg, HF 2: TV Großwallstadt – HG Saarlouis

    Turnier 5, HF 1: ThSV Eisenach – MSG Groß-Bieberau/Modau, HF 2: Rhein-Neckar Löwen – HBW Balingen-Weilstetten

    Turnier 6, HF 1: HSG Wetzlar – HSG Konstanz, HF 2: SG Köndringen/Teningen – HC Elbflorenz 2006 Dresden

    Turnier 7, HF 1: MT Melsungen – TV 1893 Neuhausen, HF 2: HG Oftersheim/Schwetzingen - TSG Lu-Friesenheim

    Turnier 8, HF 1: TVB Stuttgart - HSV Bad Blankenburg, HF 2: TV Germania Großsachsen – EHV Aue

  87. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft gehört am Freitag bei der EM-Auslosung in Zagreb zu den vier topgesetzten Gruppenköpfen.

    Dies teilte die Europäische Handballföderation EHF am Montag mit. Damit geht die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop den mitfavorisierten Teams von Gastgeber Kroatien, Weltmeister Frankreich und Vize-Europameister Spanien bei der Endrunde (12. bis 28. Januar 2018) zunächst aus dem Weg.

    Dennoch droht dem amtierenden Europameister auf dem Weg zur Titelverteidigung eine schwere Vorrundengruppe. Mögliche Gegner in der ersten Turnierphase sind Olympiasieger Dänemark, Vize-Weltmeister Norwegen und der WM-Dritte Slowenien. 

    "Dank der makellosen Qualifikation gehören wir zu den Teams in Topf 1. Das haben wir uns hart erarbeitet und verdient, weil wir auch die letzten Aufgaben in Portugal und der Schweiz gelöst haben", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning: "Leichter wird die Vorrunde im Januar dadurch nicht, denn jeder Gegner einer Europameisterschaft hat Top-Format. Wir reisen als Europameister natürlich mit Ambitionen nach Kroatien. Wenn wir uns die nächsten Träume erfüllen und wieder etwas gewinnen wollen, müssen wir ab sofort alle Energie investieren."

    Die Gruppen werden am Freitag um 19 Uhr in Zagreb ausgelost. Mögliche Spielorte für das deutsche Team, das in der am Wochenende abgeschlossenen Qualifikation die Maximalausbeute von 8:0-Punkten erreichte, sind die kroatische Hauptstadt, Porec und Varazdin.

  88. Torhüter Johannes Bitter (34) bleibt dem Bundesligisten TVB Stuttgart treu. Der Weltmeister von 2007 verlängerte seinen Vertrag bei den Schwaben um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2018.

    "Ich fühle mich dem TVB schon jetzt sehr verbunden und musste nach dem Klassenerhalt nicht lange überlegen, ob ich in Stuttgart bleibe. Ich freue mich auf die nächste Saison mit den Wild Boys", sagte Bitter: "Ich möchte Spaß am Handball haben, meine Leistung bringen und dann für die nächste Saison entscheiden. Deshalb habe ich meinen Vertrag vorerst nur um ein Jahr verlängert."

  89. Nationaltorwart Andreas Wolff rechnet trotz des Rummels der vergangenen Wochen um seine Person fest mit dem Verbleib beim Rekordmeister THW Kiel.

    "Ich habe nie gesagt, dass ich nächste Saison woanders spielen werde als beim THW", sagte Wolff nach dem 29:22-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz am Sonntag in Bremen: "Das ist einhundert Prozent klar."

    Wolff hatte zuletzt ein Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung in Kiel abgelehnt und mit Aussagen in mehreren Interviews wegen seiner vermeintlich zu geringen Einsatzzeiten Gerüchte über einen Vereinswechsel befeuert. Dafür hatte er sich unter anderem von SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar Kritik eingehandelt

    Europameister Wolff war erst vor der abgelaufenen Saison aus Wetzlar nach Kiel gewechselt und hat dort einen Vertrag bis 2019.

    Der 26-Jährige, der mit seinen starken Paraden bei der EM in Polen zum Starspieler avancierte, freut sich nun auf die handballfreie Zeit.

    "Die Pause ist heiß ersehnt, das ist die erste richtig lange Pause seit zwei Jahren", sagte Wolff: "Ich freu mich darauf, mal vier Wochen lang die Seele baumeln zu lassen und dann wieder voll anzugreifen."

  90. Europameister Deutschland hat auf dem Weg zur erhofften Titelverteidigung ein Ausrufezeichen gesetzt: Auch ohne bereits urlaubende Stars wie Kapitän Uwe Gensheimer oder Patrick Wienczek vollendete das Team von Trainer Christian Prokop gegen Gruppenschlusslicht Schweiz mit einem begeisternden 29:22 (12:13)-Sieg seine perfekte Qualifikationsrunde. 

    Den Gruppensieg und das Ticket für das Turnier in Kroatien im Januar hatte sich Deutschland bereits zuvor gesichert. Sechs Siege aus sechs Spielen - eine derart dominante Rolle hatte eine DHB-Auswahl zuletzt vor der EM 2010 mit sogar acht schadlosen Partien eingenommen.

    Schiller freut sich über gelungenen Einstand

    Debütant Marcel Schiller (7) und Jannik Kohlbacher (5) waren die besten Werfer für Deutschand, das für die Turnier-Auslosung am 23. Juni eine optimale Ausgangsposition besitzt. Bundesliga-Star Andy Schmid traf zehnmal für die Gäste.

    "Ich bin froh, dass wir die Partie gedreht haben. In der ersten Halbzeit haben wir keine gute Leistung gezeigt", sagte Christian Prokop, "wir machen im Angriff noch zu viele kleine Fehler." "Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und mit meiner Leistung", sagte Marcel Schiller nach seinem gelungenen Einstand, "ich hoffe, dass ich in der Mannschaft bleiben kann."

    Erfolg für zusammengewürfeltes Team

    DHB-Vizepräsident Bob Hanning hatte schon vor der Partie ein äußerst positives Saisonfazit gezogen, der Übergang vom langjährigen Erfolgstrainer Dagur Sigurdsson zu Prokop konnte spätestens nach dem vorzeitigen Gruppensieg am vergangenen Mittwoch durch einen 29:26-Sieg in Portugal als gelungen bezeichnet werden.

    "Man merkt dem Team eine Stabilität und den Glauben an sich selbst an", sagte Hanning.

    Die Siegermentalität und den Tempo-Handball wollte Prokop auch von seinem neu zusammengewürfelten Team vor 8513 Zuschauern in der ÖVB-Arena sehen. Mit Nikolai Link erzielte auch gleich ein interessanter Spieler aus der zweiten Reihe den ersten Treffer der Partie (3.).

    Deutschland verteidigte solide und auch Kapitän Silvio Heinevetter, der Gensheimer vertrat, packte gleich zweimal zu. Die Schweiz blieb aber dran und ging in der 20. Minute sogar erstmals in Führung - dank Starspieler Schmid von den Rhein-Neckar Löwen. 

    Zwei Debütanten im Test

    Prokop schickte nun Keeper Andreas Wolff auf das Parkett und testete unter anderem mit dem Debütanten Marian Michalczik und Tim Suton zwei Junioren-Nationalspieler. Die Rotation im DHB-Team sorgte auch für einige Abstimmungsprobleme, Wolff verhinderte kurz vor der Pause eine höhere Führung der Eidgenossen (30.).

    Nach dem Wechsel brachte Schiller in seinem ersten Länderspiel jede Menge Schwung in die Offensive. Der Göppinger sorgte mit viel Abschlussqualität von Linksaußen für eine Führung mit drei Toren (39.). Großen Anteil am immer stärkeren Auftritt hatte auch Keeper Wolff, der viel Sicherheit ausstrahlte und nach seinen Paraden immer wieder die Offensive antrieb. Das 24:17 erzielte er dann hächstpersönlich.

    Deutschland, das 2014 die EM noch verpasst hatte und 2015 an der WM nur dank einer Wildcard teilnehmen konnte, ließ sein großes Potenzial auch mit dem "zweiten Anzug" nun immer öfter aufblitzen. 

    Deutschland - Schweiz 29:22 (12:13)
    Tore: Schiller (7), Kohlbacher (5), Kühn (4), Hornke (3), P. Weber (3), Wiede (2), Häfner (1), Sellin (1), Link (1), Schmidt (1), Wolff (1) für Deutschland - Schmid (10), Maros (5), Meister (2), Lier (2), Sidorowicz (2), Küttel (1) für Schweiz
    Zuschauer: 8513

  91. Der wechselwillige Nationaltorhüter Andreas Wolff vom deutschen Rekordmeister THW Kiel ist beim ungarischen Champion KC Veszprem derzeit "kein Thema".

    Das bestätigte Veszprems neuer Trainer Ljubomir Vranjes im Gespräch mit der dänisch-deutschen Tageszeitung Flensborg Avis: "Vor einigen Monaten gab es Interesse, aber wir haben nie mit Andreas Wolff konkret über Verträge gesprochen."

    Vranjes, der den Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt nach acht Jahren verlässt, bewertet Wolffs Absichten grundsätzlich eher kritisch. "Seine Vorstellungen und die Vorstellungen von anderen Vereinen in Europa sind nicht auf einem Niveau", sagte der Schwede.

    Wolff hatte zuletzt ein Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung in Kiel abgelehnt und in mehreren Interviews wegen seiner vermeintlich zu geringen Einsatzzeiten mit einem Vereinswechsel kokettiert.

    Das brachte ihm auch die Kritik von Stefan Kretzschmar ein.

    "Andreas Wolff ist schlecht beraten, solche Interviews zu geben. Er spielt beim großen THW Kiel und bekommt durchaus seine Spielanteile", sagte der SPORT1-Experte.

    Europameister Wolff war erst vor der abgelaufenen Saison aus Wetzlar nach Kiel gewechselt und hat dort einen Vertrag bis 2019.

  92. Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf hat sich von Trainer Jens Bürkle getrennt.

    Wie die Niedersachsen am Freitag bekanntgaben, ist die Entscheidung die Konsequenz der sportlichen Analyse aus der abgelaufenen Saison. Nach einer starken Hinrunde hatten die Recken den fünften Tabellenplatz belegt, am Ende der Spielzeit stand jedoch nur der elfte Rang zu Buche.

    Der 36-Jährige hatte Hannover-Burgdorf zur Saison 2015/16 übernommen. Einen Nachfolger für Bürkle will der Verein zeitnah präsentieren. 

  93. Torhüter Silvio Heinevetter (32) wird die deutschen Handballer beim abschließenden EM-Qualifikationspiel gegen die Schweiz als Kapitän auf das Parkett führen.

    Dies verkündete Bundestrainer Christian Prokop zwei Tage vor dem Duell am Sonntag in Bremen (15.00 Uhr).

    Heinevetter vertritt Uwe Gensheimer, den Prokop wie auch andere Stars nach dem 29:26-Sieg in Portugal am Mittwoch und dem damit erreichten Gruppensieg in den Urlaub geschickt hatte. Auch ohne etliche Leistungsträger wollen die deutschen Handballer die Gruppe 5 verlustpunktfrei abschließen.

    "Wir müssen uns gegen die Schweiz, trotz ihrer guten Spieler, nicht verstecken und wollen mit Tempohandball das Spiel gewinnen", sagte Prokop: "Am Sonntag möchten wir die Kommunikation in der Abwehr gegenüber dem Portugal-Spiel verbessern."

    Spieler wie die Junioren-Nationalspieler Tim Suton und Marian Michalczik sowie Marcel Schiller, Tim Hornke und Erik Schmidt erhalten eine Chance, mit Blick auf die EM in Kroation (12. bis 28. Januar) auf sich aufmerksam zu machen.

  94. Der sechsmalige deutsche Frauenhandball-Meister HC Leipzig hat gegen die Nichterteilung einer Lizenz für die kommende Bundesligasaison frist- und formgerecht Schiedsklage erhoben.

    Darüber informierte die Handball Bundesliga Frauen (HBF) am Freitag. Zuvor war die Beschwerde des Klubs vom Vorstand zurückgewiesen geworden. Der bittere Gang in die 3. Liga soll jedoch unbedingt verhindert werden.

    Das Verfahren wird nun auf Basis des von beiden Parteien unterzeichneten Schiedsvertrages durchgeführt. Vorsitzende des Schiedsgerichts ist die ebenfalls von beiden Parteien einvernehmlich benannte Rechtsanwältin Sylvia Schenk. Darüber hinaus haben beide Parteien die Gelegenheit, jeweils einen Beisitzer zu benennen.

    Seitens des HBF besteht ein großes Interesse, schnellstmöglich zu einem Ergebnis zu kommen, da davon auch die konkrete Ausgestaltung des Spielplans der kommenden Saison sowohl für die 1. Bundesliga als auch die 2. Bundesliga abhängig ist. Der weitere Fortgang des Verfahrens liegt jedoch ausschließlich in der Hand des Schiedsgerichts.

    Der Traditionsklub hatte die Lizenz am 19. Mai lediglich unter einer aufschiebenden Bedingung erhalten, diese bis zum 31. Mai aber nicht erfüllt. Der Einspruch gegen den Lizenzentzug wurde nun abgewiesen.

    Hintergrund für den Fall des HCL sind finanzielle Probleme, die den Klub seit Monaten belasten. Insgesamt sind Schulden in Höhe von 1,3 Millionen Euro aufgelaufen. Das Sanierungskonzept sah vor, dass der Verein rund eine Million Euro selbst aufbringen sollte. 200.000 Euro hätte die Stadt Leipzig im Erfolgsfall zuschießen wollen.

  95. Das Teilnehmerfeld für die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen vom 1. bis 17. Dezember in Deutschland ist fast komplett.

    Als letzte europäische der insgesamt 24 Mannschaften qualifizierten sich am Donnerstag Montenegro, Slowenien, Tschechien und Russland für das Turnier. Die vier Vorrundengruppen werden am 27. Juni im Finalspielort Hamburg ausgelost.

    Deutschland trägt seine Vorrundenspiele in der Gruppe D in der Arena Leipzig aus. Die drei anderen Gruppenköpfe sind Frankreich (Gruppe A in Trier), Titelverteidiger Norwegen (Gruppe B in Bietigheim) und Dänemark (Gruppe C in Oldenburg). Die besten vier Teams jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale, das ebenso wie das Viertelfinale in Leipzig und Magdeburg ausgespielt wird. Das Finalwochenende steigt in Hamburg.

    Am Sonntag beginnt in Buenos Aires die Pan-Amerika-Meisterschaft als letztes Qualifikationsturnier.

    Folgende Mannschaften stehen bereits als WM-Teilnehmer fest: 

    Europa: Deutschland, Norwegen, Niederlande, Frankreich, Dänemark, Schweden, Rumänien, Serbien, Ungarn, Spanien, Montenegro, Tschechien, Russland, Slowenien
    Asien: Südkorea, Japan, China
    Afrika: Angola, Tunesien, Kamerun

  96. DHB-Vizepräsident Bob Hanning (49) hat nach der souveränen EM-Qualifikation und dem vorzeitigen Gruppensieg der deutschen Handballer den EM-Titel als Ziel ausgeben.

    "Natürlich ist es die Titelverteidigung", sagte Hanning nach dem 29:26-Erfolg in Portugal: "Das ist doch ganz klar, dass man davon träumt, nochmal so erfolgreich zu sein." Bei der EM-Endrunde im Januar 2018 in Kroatien würden "Nuancen entscheiden".

    Es gebe mit dem kroatischen Gastgeber, den französischen Weltmeistern und den dänischen Olympiasiegern zwar "viele überragende Mannschaften", aber "keine Top-Favoriten mehr. Wir gehören mit dazu, und von daher brauchen wir uns auch vor keinem Gegner verstecken", sagte Hanning.

    Durch den hart erkämpften Erfolg im portugiesischen Gondomar, dem fünften Sieg im fünften Quali-Spiel, verschaffte sich das bereits zuvor für die EM qualifizierte deutsche Team von Bundestrainer Christian Prokop eine optimale Ausgangsposition für die Auslosung am 23. Juni.

     Qualifikation mehr als gut gelaufen

    Ungeachtet des noch ausstehenden Qualifikations-Abschlusses am Sonntag (15.00 Uhr) in Bremen gegen die Schweiz zog Hanning ein positives Fazit der Länderspielsaison. "Grundsätzlich muss die Bilanz der Saison überragend ausfallen", sagte der 49-Jährige.

    Mit Olympia-Bronze in Rio sei ein "sehr guter Start" gelungen: "Und die EM-Qualifikation mit dem Gruppensieg ist mehr als gut gelaufen." Vor allem bei den kniffligen Auswärtsspielen in Slowenien (32:23) und jetzt in Portugal habe die Mannschaft "dem Druck standgehalten".

    Als einzigen "negativen Fleck" bezeichnete Hanning das Achtelfinal-Aus bei der WM zu Jahresbeginn in Frankreich gegen Katar (20:21).

    "Aber ich sage: Das war unser wichtigstes Spiel für die Entwicklung, weil wir gesehen haben, dass wenn wir nicht alle mehr investieren als wir uns rausnehmen, wir keinen Erfolg haben werden", sagte Hanning. Dies sei für den Lernprozess "elementar wichtig".

  97. Die deutschen Handballer haben sich in der EM-Qualifikation vorzeitig den Gruppensieg gesichert.

    Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop gewann beim Verfolger Portugal mit 29:26 (15:16) und kann nach dem fünften Sieg im fünften Quali-Spiel nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden. Am letzten Spieltag trifft der Europameister am Sonntag (ab 15 Uhr im LIVETICKER) in Bremen auf die Schweiz.

    "Ich bin zu 100 Prozent glücklich und erleichtert", sagte Prokop: "Es war das erwartet schwere Spiel, wir haben verdient gewonnen. Wir lagen nach gutem Start zwischenzeitlich zurück. Dieses Spiel gedreht zu haben, nötigt mir Respekt ab."

    Durch den Sieg im portugiesischen Gondomar verschaffte sich das bereits zuvor für die EM qualifizierte deutsche Team eine optimale Ausgangsposition für die Auslosung am 23. Juni. Die Endrunde findet im Januar 2018 in Kroatien statt. Beste deutsche Torschützen in einer bis zum Schluss hart umkämpften Partie gegen Portugal waren Kapitän Uwe Gensheimer und Rückraumspieler Julius Kühn mit je sechs Treffern.

    DHB-Team mit Problemen

    Coach Prokop hatte angesichts einer kräftezehrenden Saison für seine Nationalspieler mit bis zu 75 Pflichtspielen in den zurückliegenden zehn Monaten von einer "großen Willensleistung" gesprochen, "die wir bringen müssen". Doch die Mannschaft sei "sehr ehrgeizig und will sich mit zwei Erfolgserlebnissen in den wohlverdienten Urlaub verabschieden".

    Dieser Wille war von Beginn an spürbar. Trotz des kurzfristigen Fehlens von Paul Drux (Meniskusriss) und Simon Ernst (Kreuzbandriss) begannen Gensheimer und Co. sehr konzentriert und wurden ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht. Hinten zeigte Torhüter Silvio Heinevetter einige spektakuläre Paraden, vorne versenkte Julius Kühn die Bälle nach Belieben.

    Doch nachdem Linksaußen Gensheimer nach zwölf Minuten zum 9:5 traf, ging beim DHB-Team kurzzeitig nichts mehr und Portugal zog durch fünf Tore hintereinander vorbei. Auch in der Folge lief in der Prokop-Sieben nicht viel zusammen. In der Offensive wechselten technische Fehler mit schwachen Abschlüssen und die Abwehr bekam ihre flinken Gegenspieler nicht zu fassen, so dass Portugal vier Minuten vor der Pause plötzlich mit 15:12 vorne lag.

    Enge Partie bis zum Schluss

    "Das Ergebnis geht in Ordnung. Die Mannschaft will, das merkt man. Aber bei uns fehlt es ein bisschen an der notwendigen Kraft", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning in der Halbzeit: "Jetzt ist es noch einmal eine absolute Sache des Kopfes und der Bereitschaft."

    Im zweiten Abschnitt wogte die Partie lange Zeit hin und her, die Führung wechselte ständig. Bis in die Schlussphase konnte keines der beiden Teams mit mehr als einem Tor wegziehen. Erst Kühns Treffer, acht Minuten vor dem Ende, zum 26:24 sorgte für entspanntere Gesichter auf der deutschen Bank.

    Für die Partie gegen die Schweiz wird der Kader noch einmal kräftig durcheinandergewürfelt. Für Gensheimer, Patrick Groetzki, Hendrik Pekeler, Niclas Pieczkowski und Patrick Wiencek beginnt am Donnerstag der lang ersehnte Urlaub, dafür rücken Marcel Schiller, Tim Suton, Tim Hornke, Marian Michalczik und Erik Schmidt ins Aufgebot.

  98. Unmittelbar nach Saisonende der DKB HBL steht für die deutsche Nationalmannschaft das EM-Qualifikationsspiel in Portugal (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) auf dem Programm.

    Für die Europameisterschaft 2018 in Kroatien ist das DHB-Team bereits qualifiziert und führt mit acht Punkten die Tabelle vor Portugal (fünf Punkte) an. Jetzt soll auch der Platz an der Spitze gesichert werden.

    Schon ein Remis bei den überraschend starken Iberern (5:3 Punkte) reicht Kapitän Uwe Gensheimer und Co., um sich nach der bereits gesicherten Endrunden-Teilnahme eine optimale Ausgangsposition für die EM-Auslosung am 23. Juni zu verschaffen.

    Mit zwei Siegen in den Urlaub

    Im Hinspiel, das ebenfalls auf SPORT1 zu sehen war, gelang dem Europameister ein klarer 35:24-Erfolg.

    "Es wird eine große Willensleistung, die wir bringen müssen", sagte Bundestrainer Christian Prokop vor dem Quali-Endspurt mit den Spielen beim Gruppenzweiten Portugal und vier Tage später in Bremen gegen die Schweiz: "Aber die Mannschaft ist sehr ehrgeizig und will sich mit zwei Erfolgserlebnissen in den wohlverdienten Urlaub verabschieden."

    Einen Tag vor dem Spiel musste das deutsche Team eine bittere Nachricht verarbeiten.

    Pieczkowski ersetzt verletzten Ernst

    Keine 24 Stunden nach der Verletzung von Paul Drux, der sich am Montag mit einem Meniskusriss im rechten Knie abmeldete, erfuhren die Spieler von der schweren Knieverletzung von Simon Ernst.

    Der 23 Jahre alte Rückraumspieler des VfL Gummersbach hatte beim letzten Training vor dem Abflug einen Kreuzbandriss erlitten und konnte die Reise nicht mehr antreten. Ersetzt wird Ernst von Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig).