Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Titel verteidigt, Rekord geknackt: Außenseiter Frisch Auf Göppingen hat zum vierten Mal den EHF-Cup gewonnen. Die Schwaben besiegten die favorisierten Füchse Berlin im deutschen Finale mit 30:22 (15:13) und verteidigten ihren Titel erfolgreich. Es war der 13. deutsche Erfolg im EHF-Cup in 14 Jahren.

    Göppingen kürte sich mit dem Triumph in eigener Halle zum Rekord-Titelträger, denn schon in den Jahren 2011 und 2012 hatten sie den "kleinen Europacup" geholt. Zudem rettete das Team von Trainer Magnus Andersson ein Stück weit die Ehre der Bundesliga, die beim Final Four in der Champions League erstmals nur Zuschauer sein wird.

    Kaufmann trifft nach Belieben 

    Überragender Spieler beim abstiegsgefährdeten Liga-Zwölften war Lars Kaufmann. Der Weltmeister von 2007 traf zeitweise nach Belieben und avancierte mit acht Treffern zum besten Torschützen. Aufseiten der Berliner, die ihren zweiten EHF-Titel nach 2015 verpassten, traf Petar Nenadic am häufigsten (7 Tore).

    Den dritten Platz sicherte sich der SC Magdeburg durch ein 32:31 (27:27/13:12) nach Siebenmeterwerfen gegen den französischen Klub St. Raphael Handball. Bester Schütze war Linksaußen Yves Grafenhorst mit zwölf Treffern. Die Entscheidung fiel beim fünften und letzten Siebenmeter der Franzosen, den SCM-Keeper Jannick Green entschärfte.

    Göppingen, das sich im Halbfinale am Samstag mit 33:29 gegen Magdeburg durchgesetzt und dem SCM damit wettbewerbsübergreifend die erste Niederlage nach 22 Spielen beigebracht hatte, profitierte im Endspiel von den vielen technischen Fehlern der Füchse. Zudem entschärfte Keeper Primoz Prost vor allem im zweiten Abschnitt wichtige Bälle.

    Berlin, das im Halbfinale noch mit 35:24 gegen St. Raphael gewonnen hatte, erwischte zwar den besseren Start in die Partie und führte schnell mit 5:2. Doch Göppingen kämpfte sich angepeitscht von seinen lautstarken Fans regelrecht in die Partie und übernahm nach 20 Minuten das Zepter. Selbst Füchse-Keeper Silvio Heinevetter konnte sein Team mit einigen sehenswerten Paraden nicht im Spiel halten.

    Im zweiten Abschnitt verloren die Füchse immer mehr den Faden. Der Bundesliga-Vierte agierte fahrig und kam gegen die aggressive Göppinger Deckung kaum noch zum Abschluss. Spätestens beim 28:20 fünf Minuten vor dem Ende knallten die ersten Sektkorken bei den Frisch-Auf-Fans.

    Das Finale im Stenogramm:

    FA Göppingen - Füchse Berlin 30:22 (15:13)
    Tore: Kaufmann (8), Schiller (6), Fontaine (4), Pfahl (3), Schöne (3), Kneule (2), Sesum (2), Spaäth (2) für Göppingen - Lindberg (7), Nenadic (7), Fäth (3), Elisson (2), Gojun (1), Kozina (1), Wiede (1) für Berlin
    Zuschauer: 4500

  2. Die SG Flensburg-Handewitt hat ihre Tabellenführung in der Handball-Bundesliga zurück erobert.

    Die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes gewann beim HC Erlangen mit 26:18 (12:10) und feierte den fünften Sieg in Folge. Bester Torschütze der Nordlichter war Rückraumspieler Rasmus Lauge mit sieben Treffern. Für die Franken traf Martin Stranovsky fünf Mal.

    Am kommenden Sonntag (15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) kommt es in Flensburg zum womöglich vorentscheidenden Duell um die Meisterschaft gegen die zweitplatzierten Rhein-Neckar Löwen. Der Titelverteidiger hatte am Samstag gegen Balingen (33:23) vorgelegt. Die Löwen liegen einen Punkt hinter Flensburg, haben aber noch ein Spiel in der Hinterhand (SERVICE: Die Tabelle).

    Das Spiel im Stenogramm:

    HC Erlangen - SG Flensburg-Handewitt 18:26 (10:12)
    Tore: Stranovsky (5/1), Horak (4), Theilinger (4), Herbst (2), Jonas Link (1), Nikolai Link (1), Thümmler (1) für Erlangen - Lauge Schmidt (7/3), Mogensen (4), Svan (4), Jakobsson (3), Toft Hansen (3), Eggert (2/2), Mahé (2), Gottfridsson (1) für Flensburg
    Zuschauer: 7235

  3. Der TVB Stuttgart muss im Endspurt des Abstiegskampfes auf seinen Spielmacher Michael Kraus verzichten. Der Weltmeister von 2007 zog sich beim 24:24 in Lemgo einen Trümmerbruch der rechten Mittelhand zu und fällt für die verbleibenden vier Saisonspiele aus. 

    "Das ist ein schwerer Schlag für uns", sagte TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt: "Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft auch in den verbleibenden Spielen mit ihrem Teamgeist versuchen wird, den Ausfall zu kompensieren, um die noch fehlenden Punkte für den Klassenerhalt zu sichern."

    Wie der Klub mitteilte, muss sich Kraus voraussichtlich einer Operation unterziehen.

  4. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat fünf Spieltage vor dem Saisonende die Tabellenspitze in der Handball-Bundesliga übernommen.

    Der Titelverteidiger gewann gegen den Abstiegskandidaten HBW Balingen-Weilstetten 33:23 (13:12) und verdrängte mit 53:5 Punkten die SG Flensburg-Handewitt (52:6) vom ersten Platz. Die beiden letzten verbliebenen Titelkandidaten haben nun die gleiche Anzahl an Spielen auf dem Konto.

    Damit läuft alles auf ein direktes Duell um die Meisterschaft hinaus, vor dem Showdown beider Teams in Flensburg am 28. Mai spielen die Löwen am Mittwoch noch beim TVB Stuttgart. Flensburg muss am Sonntag noch beim HC Erlangen antreten. 

    Lemgo patzt im Abstiegskampf

    Die übrigen Samstagspiele standen ganz im Zeichen des Abstiegskampfes. Einen Big Point verpasste Ex-Meister TBV Lemgo, der sich in eigener Halle gegen den direkten Konkurrenten aus Stuttgart mit einem 24:24 (13:12) zufrieden geben musste.

    Ebenfalls einen wichtigen Sieg verfehlte der Bergische HC beim 18:18 (10:9) gegen die HSG Wetzlar. Tomas Babak bewahrte beim Stand von 16:18 mit den beiden letzten Treffern des Spiels den BHC immerhin vor einer Niederlage.

    Damit ist der Abstiegskampf an Spannung kaum noch zu überbieten. Der VfL Gummersbach (19:41 Punkte) muss auf Platz 13 noch ebenso zittern wie Stuttgart (18:40), der BHC (18:42) und Lemgo (17:43). 

    Löwen zeigen souveräne Vorstellung

    Auf den Abstiegsrängen stehen derzeit die Balinger (17:43) und der HSC Coburg (11:49), der durch einen 31:30 (15:14)-Sieg gegen Altmeister Gummersbach die Minimalchance auf den Ligaverbleib wahrte.

    Die Löwen machten in Mannheim von Beginn klar, dass eine überraschende Niederlage für sie nicht infrage kommt.

    Aus einer sicheren Deckung heraus bauten sie die Führung kontinuierlich aus, am Ende waren Gudjon Valur Sigurdsson (7) und Harald Reinkind (5) die besten Torschützen.

    Die Spiele im Stenogramm

    Rhein-Neckar Löwen - HBW Balingen-Weilstetten 33:23 (18:11)
    Tore: Sigurdsson (7/4), Reinkind (5), Baena Gonzales (3), Taleski (3), Ekdahl du Rietz (3), Steinhauser (2), Petersson (2), Guardiola Villaplana (2), Groetzki (2), Larsen (2), Pekeler (1), Schmid (1) für die Rhein-Neckar Löwen
    Ilitsch (4), Krieg (4), Hausmann (3), Flohr (3), Wagner (2), Foth (2), Predragovic (2/1), König (2), Hens (1) für Balingen
    Zuschauer: 7521

    HSC 2000 Coburg - VfL Gummersbach 31:30 (15:14)
    Tore: Cossbau (11/3), Büdel (6/3), Lex (5), Wetzel (3), Hagelin (2), Billek (2), Weber (1), Harmandic (1) für Coburg
    Schindler (8), Schröder (5), Becker (4), Pevnov (3), Schroter (3), Ernst (3), Nyokas (2), Schmidt (2) für Gummersbach
    Zuschauer: 2565

    TBV Lemgo - TVB Stuttgart 24:24 (13:12)
    Tore: Kogut (6), Stenbäcken (4), Zieker (4), Hornke (4/2), Theuerkauf (3), Mansson (1), Klimek (1), Suton (1) für Lemgo
    Schagen (6), Orlowski (4), Schweikardt (3), Kraus (2), Lobedank (2), Schimmelbauer (2), Weiß (2), Celebi (2), Fotache (1) für Stuttgart
    Zuschauer: 4608

    Bergischer HC - HSG Wetzlar 18:18 (9:10)
    Tore: Gutbrod (4), Thor Gunnarsson (3), Criciotoiu (2), Babak (2), Nippes (2), Hoße (1), Hermann (1) für den Bergischen HC
    Hahn (4), Weber (4), Lindskog (3), Kvist (3), Mirkulovski (2), Berggren (1), Cavor (1) für Wetzlar
    Zuschauer: 2815

  5. Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen und Vorgänger Füchse Berlin haben das deutsche Endspiel um den EHF-Cup perfekt gemacht.

    Für den SC Madgeburg ist der Traum vom siebten Europapokal-Triumph hingegen geplatzt. Göppingen siegte zum Auftakt des Final-Four-Turniers in heimischer Halle mit 33:29 (16:14) gegen die Magdeburger, die erstmals überhaupt im Jahr 2017 ein Spiel verloren. Berlin hatte danach beim 35:23 (17:10) gegen St. Raphael/Frankreich keine Mühe.

    Am Sonntag um 17 Uhr kommt es damit zum sechsten Mal im EHF-Cup zu einem Endspiel zwischen zwei bundesdeutschen Teams. Zuletzt hatten sich die Füchse 2015 gegen den HSV Hamburg durchgesetzt. Fest steht schon jetzt, dass es zum 13. deutschen Erfolg im kleinen Europacup in 14 Jahren kommen wird.  

    Göppingen für großen Kampf belohnt

    "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, mir fehlen etwas die Worte", sagte Göppingens Magnus Andersson, dessen Team nach dem vierten Erfolg im EHF-Cup greift - schon 2011 und 2012 hatte FA zweimal in Folge triumphiert: "Wir haben phantastisch gespielt und gefightet von Anfang bis Ende. Die Disziplin im Angriff war der Schlüssel zum Sieg."

    Göppingens bester Werfer war Zarko Sesum mit neun Toren, Marcel Schiller traf achtmal. Für den höher eingeschätzten Bundesliga-Fünften aus Magdeburg, der am Sonntag (14.30 Uhr) gegen St. Raphael um Platz drei spielt, war Michael Damgaard Nielsen ebenfalls achtmal erfolgreich.

    "Wir sind nicht in unsere gewohnte Abwehr gekommen, haben auch zu viele Fehler gemacht", sagte SCM-Kapitän Fabian van Olphen im MDR: "Göppingen hat verdient gewonnen. Dass wir hier wettbewerbsübergreifend unsere erste Niederlage seit Dezember kassieren, ist sehr bitter."

    Auch Füchse hochkonzentriert

    Göppingen hatte das Spiel über die gesamte Distanz im Griff, Magdeburg lief fast immer einem Rückstand hinterher. Für Göppingen ist es der fünfte Final-Einzug im EHF-Cup, der vierte seit 2011. Nur das Endspiel-Debüt 2006 gegen den TBV Lemgo verlor FA.  

    Die Füchse Berlin zeigten am Samstag gegen die französischen Gäste eine hochkonzentrierte Vorstellung, der Sieg geriet nie in Gefahr. Dabei waren die Berliner durchaus gewarnt: St. Raphael hatte im Viertelfinale MT Melsungen ausgeschaltet und damit ein rein deutsches Final Four verhindert.

    Angeführt vom starken Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, der die Franzosen in loser Folge verzweifeln ließ, zogen die Berliner früh davon. Berlins Trainer Velimir Petkovic, der mit Göppingen 2011 und 2012 den EHF-Cup gewonnen hatte, gönnte seinen Leistungsträger in der Schlussphase dann verstärkt Ruhepausen.

    Die Spiele im Stenogramm

    St. Raphael Handball/Frankreich - Füchse Berlin 24:35 (10:17)
    Tore: Simicu (8), Sarmiento (3), Dipanda (2), Jurka (2), Krantz (2), Stehlik (2), Abily (1), Caucheteux (1), Lynggaard (1), Mapu (1), Vigneron (1) für St. Raphael - Lindberg (11), Drux (4), Fäth (4), Kozina (4), Wiede (4), Nenadic (3), Struck (2), Tönnesen (2), Plaza Jimenez (1) für Berlin
    Zuschauer: 4500

    SC Magdeburg - Frisch Auf Göppingen 29:33 (14:16)
    Tore: Damgaard Nielsen (8), O'Sullivan (4), Weber (4), Bezjak (3), Pettersson (3), Christiansen (2), Grafenhorst (2), Zelenovic (2), Musa(1) für Magdeburg - Sesum (9), Schiller (8), Kneule (4), Späth (4), Pfahl (3), Fontaine (2), Barud (1), Heymann (1), Schöne (1) für Göppingen
    Zuschauer: 4000

  6. Neuer Sportdirektor beim Deutschen Handballbund (DHB) wird ab dem 1. Dezember der ehemalige Bundesligaspieler Axel Kromer. Dies gab der DHB am Donnerstag bekannt.

    Der 40-Jährige, zuletzt Verbandscoach für den Nachwuchs und Co-Trainer der A-Nationalmannschaft, tritt die Nachfolge von Wolfgang Sommerfeld an. Der 67-Jährige wird aber weiter in beratender Funktion für den DHB tätig sein.

    "Mit Axel Kromer haben wir die Stelle des Sportdirektors wieder ideal besetzt, denn diese Führungskraft haben wir selbst entwickelt. Er kennt die Strukturen des Leistungssports in allen Facetten und hat diese auf allen Ebenen bereits aktiv mitgestaltet", sagte Bob Hanning, DHB-Vizepräsident Leistungssport.

    Kromer ist bereit, sich seiner neuen Aufgabe zu stellen: "Ich freue mich, dass ich in meiner beruflichen Laufbahn den nächsten Schritt gehen darf. Ich bin dankbar für alles, was ich auf den verschiedenen Etappen erlebt habe. Diese Erfahrungen werde ich auch in neuer Rolle nutzen und einbringen."

  7. Der THW Kiel hat nur drei Tage nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen die Füchse Berlin wieder einen herben Dämpfer im Kampf um den dritten Tabellenplatz kassiert.

    Beim SC DHfK Leipzig lag der Rekordmeister nicht ein einziges Mal in Führung, am Ende unterlagen die Kieler klar und deutlich mit 25:34 (11:15).

    Im Halbfinale des DHB-Pokals Anfang April hatte der THW die aufstrebenden Sachsen, aktuell Tabellenachter der DKB Handball-Bundesliga, noch mit 35:32 nieder gerungen.

    "Das war heute nahe am Optimum", bilanzierte Leipzigs Chef-Trainer Christian Prokop, der seit Anfang des Jahres auch das DHB-Team betreut, nach dem Coup bei SPORT1. "Wir haben heute unglaublich viele Meter gemacht. Es geht nur über grenzenlosen Einsatz."

    Andreas Rojewski mit acht Treffern und Torwart Milos Putera mit 13 Paraden ragten bei den Leipzigern heraus.

    Dank der krachenden Niederlage schmolz der Kieler Vorsprung im Duell um den dritten Platz, der voraussichtlich für die Champions League berechtigt, wieder auf drei Punkte gegenüber den Füchsen Berlin.

    Das Spiel im Stenogramm

    DHfK Leipzig - THW Kiel 34:25 (15:11)
    Tore: Rojewski (8), Semper (4), Milosevic (4), Krzikalla (4), Binder (4), Pieczkowski (4), Jurdzs (3), Janke (2), Sommer (1) für Leipzig - Ekberg (6), Bylik (6), Dahmke (3), Vujin (3), Weinhold (2), Dissinger (2), Nilsson (2), Brozovic (1) für Kiel
    Zuschauer: 4891

  8. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt geben sich im Titelkampf der Handball-Bundesliga weiterhin keine Blöße. Die Löwen gewannen gegen den Bergischen HC 31:28 (18:15), während die Flensburger gegen den TVB Stuttgart mit 36:27 (20:12) locker die Oberhand behielten. 

    Damit verteidigte Flensburg den Vorsprung von einem Punkt vor den Löwen, die allerdings ein Spiel weniger ausgetragen haben. Am 28. Mai treffen beide Teams zum womöglich entscheidenden Duell um den Titel an der Förde aufeinander (SERVICE: Die Tabelle).

    Der Meister aus Mannheim spielt bis dahin noch gegen HBW-Balingen-Weilstätten (Samstag) und gegen Stuttgart (Mittwoch). Flensburg muss vor dem Spitzenspiel nur noch am Sonntag beim HC Erlangen antreten.

    Beste Werfer in Mannheim waren Alexander Petersson mit sechs Toren für die Löwen sowie Tomas Babak für den BHC (5). In Flensburg gerieten die ersatzgeschwächten und vom Abstieg bedrohten Stuttgarter trotz acht Treffern von Marian Orlowski unter die Räder. Erfolgreichste SG-Werfer waren Kentin Mahé, Rasmus Lauge und Jim Gottfridsson mit je sechs Treffern.

    Die Spiele im Stenogramm:

    Rhein-Neckar Löwen - Bergischer HC 31:28 (18:15)
    Tore: Petersson (7), Sigurdsson (5), Schmid (5), Ekdahl du Rietz (4), Pekeler (3), Groetzki (2), Guardiola Villaplana (2), Larsen (2), Baena Gonzales (1) für Rhein-Neckar - Babak (5), Hoße (4), Preuss (4), Herman (4), Norouzinezhad Ghareh (3), Artmann (3), Vilovski (2), Criciotoiu (2), Nippes (1) für den Bergischen HC
    Zuschauer: 5273

    SG Flensburg-Handewitt - TBV Stuttgart 36:27 (20:12)
    Tore: Gottfridsson (6), Lauge Schmidt (6), Mahé (6), Wanne (5), Svan Hansen (4), Toft Hansen (3), Jakobsson (2), Heinl (2), Mogensen (1), Radivojevic (1) für Flensburg - Orlowski (8), Schagen (4), Schweikhardt (4), Celebi (3), Coric (3), Baumgarten (2), Lobedank (2), Schimmelbauer (1) für Stuttgart
    Zuschauer: 6300

  9. MT Melsungen hat einen wichtigen Transfer vollzogen und zur kommenden Saison Nationalspieler Julius Kühn (24) vom Ligakonkurrenten VfL Gummersbach verpflichtet. Das teilten beide Klubs am Mittwoch mit. Der linke Rückraumspieler erhält einen Dreijahresvertrag. In Gummersbach besaß Kühn noch einen bis 2018 gültigen Kontrakt.

    "Diesen Transfer kann man getrost als Coup bezeichnen", sagte MT-Vorstand Axel Geerken: "Es freut uns sehr, dass wir Julius Kühn schon ein Jahr früher als ursprünglich geplant bei uns begrüßen dürfen. Das ist nicht zuletzt dem Spieler selbst zu verdanken, der sich finanziell an den Ablösemodalitäten beteiligt."

    Kühn, der momentan noch aufgrund eines Innenbandanrisses im Knie ausfällt, war 2014 nach Gummersbach gewechselt. 2016 wurde er als Nachrücker im laufenden Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft Europameister und holte im August des Jahres in Rio Olympiabronze.

    Gummersbach reagierte auf den Abgang mit der Verpflichtung des ukrainischen Nationalspielers Stanislaw Schukow (25), der von HK Motor Saporischschja kommt.

  10. Hallo Handball-Fans,

    wir steuern in der DKB Handball-Bundesliga auf ein echtes Drama-Finale zu!

    Es kann gut sein, dass sich das Meisterrennen erst im direkten Duell zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Rhein-Neckar Löwen entscheidet, auch wenn es das Restprogramm für beide in sich hat.

    Die Flensburger haben heute den TVB 1898 Stuttgart zu Gast (ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESTREAM), parallel müssen die Löwen gegen den Bergischen HC ran - und beide Gegner darf man nicht unterschätzen! Da herrscht Stolpergefahr.

    Denn die Mannschaften da unten kämpfen ums nackte Überleben. Der Abstiegskampf ist beinahe die neue Meisterschaft, es ist wahnsinnig spannend. Stuttgart und der BHC haben sich eine Rüstung angelegt, wollen unbedingt den Ligaverbleib sichern und haben in den letzten Wochen auch gute Ergebnisse erzielt.

    Hut ab, was im Abstiegskampf geleistet wird. Deshalb halte ich es auch durchaus für möglich, dass der BHC oder Stuttgart noch zu Stolpersteinen im Meisterrennen werden können.

    Bei den Stuttgartern hängt viel von Torwart Johannes Bitter ab. Wenn er, wie in der Vergangenheit häufiger, einen Sahnetag hat, dann haben die Stuttgarter auch gegen Flensburg absolut eine Chance.

    Für Flensburg wiegt der Ausfall von Holger Glandorf sehr schwer. Das muss man erstmal kompensieren. Anderseits sind sie auch gefestigt genug.

    Im direkten Aufeinandertreffen mit den Löwen am 28. Mai hat die SG außerdem den Heimvorteil. Die "Hölle Nord" wird dann brennen. Aber die Löwen haben in der Vergangenheit in Flensburg immer gut ausgesehen, konnten dort auch schon gewinnen. Ich traue ihnen das wieder zu.

    Denn das verlorenen Pokal-Halbfinale in Hamburg ist endgültig raus aus den Köpfen der Löwen. Das hat mit der Liga nichts zu tun.

    Die Löwen haben in den letzten Spielen sehr souverän und auf hohem Niveau agiert und mittlerweile genug internationale Klasse, um mit brenzligen Situationen umgehen zu können. Da muss man sich keine Sorgen ums Nervenkostüm der Löwen machen.

    Das war in früheren Zeiten vielleicht mal eine Schwäche, aber das haben sie mit der Meisterschaft abgelegt.

    Deswegen wage ich in der Meisterfrage keine Prognose - außer, dass Kiel wohl keine große Rolle mehr spielen wird, selbst bei einem Sieg heute in Leipzig (ab 20.40 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM). Das ist für den THW sicherlich enttäuschend. Aber solche Jahre gibt es eben. Flensburg und die Löwen haben einfach eine konstantere Saison gespielt.

    Und immerhin hat Kiel mit dem DHB-Pokal einen Titel gewonnen und wird sich voraussichtlich wieder für die Champions League qualifizieren. Deswegen ist die Saison auch keine Enttäuschung. Es ist sicherlich keine perfekte Saison, keine super Saison, aber enttäuschend jetzt auch nicht unbedingt.

    Euer Kretzsche

    Stefan Kretzschmar, 43, ist seit 2009 als Experte und Co-Kommentator das Handball-Gesicht von SPORT1. Der neben Heiner Brand wohl bekannteste deutsche Handballer hat in 218 Länderspielen 817 Tore für den DHB erzielt, gewann unter anderem Olympia-Silber in Athen 2004. In der Bundesliga war der ehemalige Weltklasse-Linksaußen für den SC Dynamo Berlin, Blau-Weiß Spandau, den VfL Gummersbach und zuletzt den SC Magdeburg aktiv, mit dem er 2002 die Champions League gewann. Bei SPORT1.de analysiert "Kretzsche" wöchentlich in seiner Kolumne das Handball-Geschehen.

  11. Die DKB Handball-Bundesliga auf der Zielgeraden: Kann sich die SG Flensburg-Handewitt vor dem Gipfeltreffen mit den Rhein-Neckar Löwen am Monatsende in die bestmögliche Position bringen?

    SPORT1 zeigt am Mittwoch dreieinhalb Stunden Spitzenhandball LIVE. Los geht es mit der Partie des Tabellenführers aus Flensburg gegen den TVB 1898 Stuttgart: SPORT1 überträgt ab 18.55 Uhr LIVE im Free-TV und im kostenlosen LIVESTREAM auf SPORT1.de.

    Es folgt direkt im Anschluss das Kräftemessen zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem THW Kiel, aktuell auf Rang drei. SPORT1 berichtet LIVE ab 20.40 Uhr im Free-TV und im kostenlosen LIVESTREAM auf SPORT1.de.

    Flensburg gegen Stuttgart gefordert

    Die SG Flensburg-Handewitt ist in der Tabelle auf Platz eins zurückgekehrt, doch die Rhein-Neckar Löwen liegen nur einem Punkt dahinter und haben ein Spiel weniger bestritten. Der große Showdown erwartet die Teams am Sonntag, 28. Mai, LIVE ab 14.55 Uhr im TV auf SPORT1, wenn sich die SG und die Löwen im direkten Duell gegenüberstehen.

    Bis dahin wollen die Norddeutschen verlustpunktfrei ihre Aufgabe erledigen, gegen Stuttgart ist am Mittwoch der erste Schritt geplant. Im Hinspiel fegte die SG mit 46:28 über die Schwaben hinweg, die in der Defensive wieder viel Arbeit erwartet.

    Leipzig will Wiedergutmachung

    Gutes Defensivverhalten wird auch vom SC DHfK Leipzig am Mittwochabend gefordert sein, wenn das Team den THW empfängt. Die Leipziger leisteten sich am Wochenende einen Aussetzer und unterlagen dem Tabellenvorletzten HBW Balingen-Weilstetten. Vor eigenem Publikum ist jetzt Wiedergutmachung angesagt, der akribische Trainer Christian Prokop rechnet sich mit seinem Team auch gegen den Rekordmeister THW Kiel etwas aus.

    "Der SC DHfK wird nach den jüngsten Niederlagen extrem motiviert sein. Wir müssen in der Abwehr und im Angriff wieder richtig gut spielen, um unser Ziel auch dort zu erreichen. Wir wollen natürlich in Leipzig gewinnen", erklärt Kiels Nikola Bilyk auf der Klub-Homepage.

    Sein Gegenüber Niclas Pieczkowski hat zudem eine besondere Motivation: "Ich habe noch nie gegen Kiel gewonnen", sagt der Europameister. Und das solle sich, so der Wunsch des Leipziger Haupttorschützen (91 Treffer), am Mittwoch ändern, wobei Pieczkowski auf die Heimstärke seiner Mannschaft baut: "Die könnte ein wichtiger Faktor werden."

    Löwen gegen Bergischer HC im LIVETICKER

    Zeitgleich mit Tabellenführer Flensburg bestreitet auch Verfolger Rhein-Neckar Löwen seine Nachholpartie. Der Tabellenzweite empfängt den stark abstiegsbedrohten Bergischen HC (ab 19 Uhr im LIVETICKER). Die Partie gegen die bergischen Löwen ist für die Badener gleichzeitig der Auftakt in einen Heimspiel-Dreierpack. Am kommenden Samstag kommt der HBW Balingen-Weilstetten in die SAP Arena, gefolgt vom TVB 1898 Stuttgart.

    Geht es nach Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen, müssen drei Siege aus den kommenden drei Heimspielen her, "weil wir auf jeden Fall als Tabellenführer zum Spitzenspiel nach Flensburg fahren wollen."

  12. Europameister Jannik Kohlbacher wird dem Bundesligisten HSG Wetzlar mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. Eine ärztliche Untersuchung am Montag ergab, dass sich der Kreisläufer beim 29:19-Sieg der Hessen gegen Frisch Auf Göppingen einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat.

  13. Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hat im direkten Duell um Platz drei in der DKB HBL gegen die Füchse Berlin einen wichtigen Sieg eingefahren.

    Der THW gewann am 29. Spieltag in eigener Halle 32:28 (18:15) und hat nun drei Punkte Vorsprung auf den Verfolger aus Berlin und darf damit auf ein Ticket für die Champions League hoffen. Gleichzeitig gelang der SG Flensburg-Handewitt im Kampf um die Meisterschaft ein Pflichtsieg gegen Abstiegskandidat TBV Lemgo. (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan)

    Dank eines 30:27 (18:13) sprang Flensburg vorbei an den Rhein-Neckar Löwen an die Tabellenspitze. Die SG dominierte vor 6300 Zuschauern von Beginn weg die Partie, sicherte sich einen schnellen Fünf-Tore-Vorsprung und gab die Führung nicht mehr aus der Hand (DATENCENTER: Tabelle).

    Bester Werfer der Gastgeber war der Schwede Johan Jakobsson mit elf Treffern. Bei Lemgo überzeugten Anders Zachariassen und Anton Mansson mit jeweils sechs Treffern.

    Magdeburg macht Druck auf Füchse

    In Kiel waren die Füchse in der Anfangsphase zunächst die bessere Mannschaft. Doch der THW drehte vor 10.285 Zuschauern die Partie und hielt in der zweiten Hälfte stets den Vorsprung. Auf Seiten Kiels war der Österreicher Nikola Bylik mit sieben Treffern am erfolgreichsten.

    Topscorer bei den Füchsen waren Hans Lindberg und Rückraumspieler Petar Nenadic (jeweils acht Tore). Am Sonntagabend sammelte der SC Magdeburg beim souveränen 30:23 (16:9)-Erfolg gegen den Tabellenletzten HSC 2000 Coburg eine Woche vor dem Final Four des EHF-Pokals Selbstvertrauen.

    Der SCM liegt nun nur noch einen Punkt hinter den Füchsen auf Platz fünf. Die MT Melsungen schlug den Aufsteiger HC Erlangen dank einer sehr starken zweiten Hälfte mit 34:31 (15:16) und ist damit seit sieben Spielen ungeschlagen.

  14. Der VfL Gummersbach hat im Abstiegskampf der Bundesliga einen wichtigen Heimsieg gefeiert.

    Der zwölfmalige deutsche Meister setzte sich am 29. Spieltag gegen GWD Minden mit 28:26 (13:14) durch und hat als Tabellen-13. nun zwei Punkte Abstand auf die gefährliche Zone.

    Die HBW Balingen-Weilstetten schöpfte durch einen überraschenden 28:23 (12:9)-Erfolg gegen DHfK Leipzig Hoffnung, liegt als 16. aber noch auf dem ersten Abstiegsplatz.

    Der TVB Stuttgart holte durch das 24:24 (9:12) bei der TSV Hannover-Burgdorf zumindest einen Punkt und steht damit als 14. weiter knapp über dem Strich. Die HSG Wetzlar festigte mit einem lockeren 29:19 (12:12) gegen Frisch Auf Göppingen den Platz im oberen Tabellenmittelfeld.

    Vor 4132 Zuschauern in Gummersbach geriet der Altmeister kurz vor der Pause ins Hintertreffen und lief dem Rückstand nach dem Wiederbeginn eine Weile hinterher.

    Erst in der Schlussviertelstunde drehte der VfL das Spiel wieder, Rechtsaußen Florian von Gruchalla war mit sechs Treffern bester Werfer der Gastgeber. Auf der Gegenseite traf der Norweger Christoffer Rambo sieben Mal für Minden.

  15. Der Handball-Weltverband IHF verändert zur WM 2019 in Deutschland und Dänemark den Turniermodus.

    An die Vorrunde mit vier Sechsergruppen schließt sich künftig eine Hauptrunde an. Darin spielen dann die drei besten Teams jeder Vorrundengruppe in zwei weiteren Sechserstaffeln, aus denen es die ersten beiden Mannschaften ins Halbfinale schaffen.

    DHB begrüßt neuen Modus

    Achtelfinals und Viertelfinals gehören damit bei Weltmeisterschaften der Vergangenheit an. Deutschland war bei der WM im Januar in Frankreich in der Runde der letzten 16 in einem K.o.-Duell an Katar gescheitert.

    "Der Deutsche Handballbund begrüßt das Hauptrundensystem, da dieses eine größere Planungssicherheit garantiert und auch sportlich gerechter ist", sagte DHB-Generalsekretär Mark Schober.

    WM in Deutschland und Dänemark

    "Die Information zum neuen Modus haben wir im laufenden Auswahlverfahren der Spielorte erhalten. Wir haben den Prozess nun angepasst und befinden uns mit den Bewerbern im engen Austausch."

    An der WM 2019 werden 24 Mannschaften teilnehmen, die Top-Teams werden zehn Spiele bestreiten. In Deutschland werden zwei Vor- und eine Hauptrundengruppe, ein Teil des President's Cup sowie beide Halbfinals stattfinden. Schauplatz der übrigen Partien inklusive der Platzierungsspiele 5 bis 8 sowie der Spiele um Bronze und das Finale wird Dänemark sein.

    Im November hat der DHB 13 Arenen mit einer Kapazität von mindestens 9000 Zuschauern angeschrieben. Die Entscheidung über die deutschen WM-Standorte wird voraussichtlich im Frühsommer fallen.

  16. Die MT Melsungen hat ihren Siegeszug in der Handball-Bundesliga fortgesetzt.

    Die Nordhessen gewannen eine vorgezogene Begegnung des 30. Spieltags bei Frisch Auf Göppingen mit 30:29 (15:13), Michael Allendorf erzielte drei Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. Melsungen hat seit Mitte März in sechs Spielen 11:1 Punkte geholt und bleibt Tabellen-Achter (SERVICE: Die Tabelle).

    Göppingen verpatzte dagegen die Generalprobe für das Final Four im EHF Cup am 20./21. Mai an gleicher Stelle. Der Tabellen-Zwölfte hat noch fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

    Das Spiel im Stenogramm:

    FA Göppingen - MT Melsungen 29:30 (13:15)
    Tore: Schiller (7/2), Halen (4), Heymann (4), Pfahl (4), Sesum (2), Kaufmann (2), Späth (2), Fontaine (2), Kneule (1), Prost (1) für Göppingen - Sellin (9/3), Danner (6), Schneider (5), Fahlgren (3), Allendorf (2), Michael Müller (2), Maric (1), Philipp Müller (1), Jaanimaa (1) für Melsungen
    Zuschauer: 4300

  17. Der Deutsche Handballbund hat positive Resonanz für seine Bewerbungen um die Europameisterschaften 2022 und 2024 erhalten.

    "Wir begrüßen die Bewerbung des DHB ausdrücklich und bewerten sie als sehr positiv", sagte Michael Wiederer, Präsident der europäischen Handballföderation EHF, der Handballwoche.

    Deutschland bewirbt sich zusammen mit Dänemark sowie der Schweiz für die EM 2022 und ist alternativ an einer alleinigen Ausrichtung 2024 interessiert.

    "Grandiose Hallen-Situation"

    "Deutschland verfügt über eine grandiose Hallen-Situation und hat eine starke Infrastruktur. Deutschland ist herzlich willkommen, eine EM auszurichten - auch 2024 allein", sagte Wiederer weiter.

    Der DHB hatte sich mit einem "Letter of Intent" bei der EHF beworben, die detaillierten Unterlagen müssen bis zum 1. November eingereicht werden.

    Sollte der DHB den Zuschlag erhalten, wäre es die erste Ausrichtung einer Männer-EM in Deutschland.

    In diesem Jahr findet hierzulande die Frauen-WM (1. bis 17. Dezember) statt, in zwei Jahren wird Deutschland gemeinsam mit Dänemark die Männer-WM ausrichten. 2018 findet die EM in Kroatien statt, zwei Jahre später erstmals in drei Ländern (Norwegen, Schweden, Österreich).

  18. Bundesligist HSG Wetzlar muss im Saisonendspurt verletzungsbedingt auf Rechtsaußen Kristian Björnsen verzichten.

    Der norwegische Nationalspieler erlitt im EM-Qualifikationsspiel gegen Weltmeister Frankreich einen Muskelfaserriss in der rechten Wade und fällt bis zu vier Wochen aus. Das ergab eine MRT-Untersuchung von Wetzlars Mannschaftsarzt am Montag.

    Geschäftsführer Björn Seipp äußerte Kritik am norwegischen Verband: "Dass Kristian hier, wie schon bei der WM im Januar, bis zu seiner Verletzung annähernd komplett durchspielen musste, ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison, sagen wir es mal vorsichtig, schwer nachzuvollziehen", sagte er: "Mit dem Ergebnis müssen wir jetzt leben."

    Björnsen war in den vergangenen 28 Bundesliga-Partien ein wichtiger Leistungsträger für Wetzlar. Seit seinem Wechsel zu den Hessen 2016 erzielte er 112 Tore. "Wir hoffen jetzt, dass er zumindest zum Saisonende nochmal mitwirken und helfen kann, unsere Ziele zu erreichen", so Seipp. Die HSG liegt vier Spieltage vor Schluss auf dem sechsten Tabellenplatz und kämpft um die Teilnahme am EHF-Cup (SERVICE: Die Tabelle).

  19. Europameister Deutschland kann seinen Titel bei der EM 2018 in Kroatien verteidigen.

    Das Team von Bundestrainer Christian Prokop gewann am Samstag in Halle/Westfalen auch das zweite Qualifikationsspiel gegen Slowenien mit 25:20 (14:10) und ist damit sicher für das Turnier im Januar 2018 qualifiziert.

    Den ersten Vergleich mit Slowenien hatte Deutschland am Mittwoch in Ljubljana mit 32:23 für sich entschieden und führt nun die Quali-Gruppe fünf mit acht Punkten uneinholbar an.

    "Erfolg für's Mantra"

    "Das war ein Erfolg für's Mantra", sagte Abwehrchef Finn Lemke - ließ aber offen, was genau er damit meinte. Der erneut großartig haltende Torhüter Andreas Wolff fand "dieses EM-Ticket total verdient".

    "Es ging uns nicht ganz so locker von der Hand wie in Ljubljana, trotzdem haben wir auch knappe Phasen gemeistert. Ich bin überglücklich, dass wir das EM-Ticket heute gelöst haben", sagte Prokop in der ARD.

    Später lobte er seine Mannschaft, die "in der ganzen Woche einen super Job gemacht und eine angenehme, lockere, sympathische, aber dennoch immer konzentrierte Stimmung erzeugt hat". Er habe diese positive Atmosphäre "von Anfang an gespürt, aber zu viel Lob im Vorfeld zahlt sich meistens nicht aus".

    Kompromisslose Abwehr als Erfolgsgarant

    Bester Werfer in Halle waren Patrick Wiencek, Fabian Wiede und Philipp Weber mit jeweils vier Treffern.

    Die deutsche Mannschaft spielte über weite Strecken nicht ganz so dominant wie im ersten Spiel gegen die Slowenen, die sich deutlich besser auf den Gegner eingestellt hatten. Letztlich war die erneut kompromisslose Abwehr der Garant für den Erfolg.

    Die beiden letzten Quali-Spiele sind am 14. Juni in Portugal und am 18. Juni in Bremen gegen die Schweiz.

  20. Europameister Steffen Weinhold wird den deutschen Handballern im EM-Qualifikationsspiel am Samstag (16.10 Uhr im LIVETICKER) im westfälischen Halle gegen Slowenien wieder zur Verfügung stehen.

    Wie der DHB mitteilte, kehrte der Kieler nach überstandener fiebriger Erkältung am Freitag zum Team zurück. Der Olympiadritte Deutschland kann nach dem 32:23-Erfolg in Slowenien mit einem weiteren Sieg gegen den WM-Dritten das Ticket für die Europameisterschaft 2018 lösen.

    Verzichten muss Bundestrainer Christian Prokop auch in seinem zweiten Pflichtspiel auf Leistungsträger Kai Häfner. Der Shooter von der TSV Hannover-Burgdorf laboriert weiter an einer fiebrigen Erkältung. Der Einsatz von Kapitän Uwe Gensheimer (Paris), der in Ljubljana mit elf Treffern überragt hatte, stand trotz einer leichten Handverletzung nicht infrage.

  21. Die Rückreise der deutschen Handball-Nationalmannschaft vom EM-Qualifikationsspiel in Slowenien ist zur Geduldsprobe geworden.

    Nach dem Sieg über den WM-Dritten flog das Team von Bundestrainer Christian Prokop zurück nach Frankfurt - und saß dort nach der Landung 90 Minuten lang in der Maschine fest.

    Aufgrund eines heftigen Unwetters ging nichts mehr auf dem Rollfeld. Die Arbeiten des Bodenpersonals mussten vorübergehend komplett stillgelegt werden, um die Mitarbeiter nicht durch Blitzschläge zu gefährden. Für fast zwei Stunden wurde die Abfertigung am Frankfurter Flughafen eingestellt.

    Am Samstag bestreitet das DHB-Team in Halle/Westfalen das Rückspiel gegen Slowenien und kann mit einem Sieg vorzeitig die EM-Teilnahme klar machen.

  22. Der Deutsche Handballbund (DHB) will sich zusammen mit der Schweiz und Dänemark um die Ausrichtung der Männer-EM 2022 bewerben.

    Dies teilte der DHB am Donnerstag mit. Die entsprechenden Unterlagen müssen bis zum 1. November bei der Europäischen Handball-Föderation (EHF) vorliegen. Die Entscheidung fällt im Juni 2018.

    "Eine Männer-EM ist für unsere gewachsenen Strukturen eine großartige Herausforderung. Solch ein Highlight passt zur Gesamtentwicklung unseres Verbandes und der Sportart", sagte DHB-Generalsekretär Mark Schober, Nach Informationen von Handball inside erwägen auch Spanien, Frankreich und Belgien sowie Ungarn, Tschechien und die Slowakei jeweils gemeinschaftliche Kandidaturen.

    2018 findet die EM in Kroatien, 2020 in Österreich, Norwegen und Schweden statt. Deutschland war 1994 Austragungsort der Frauen-EM. Sollte die Bewerbung für 2022 scheitern, erwägt der DHB eine alleinige Kandidatur für 2024.

    Im Dezember ist der DHB Gastgeber der Frauen-WM. 2019 findet die Männer-WM in Deutschland und Dänemark statt.

  23. Pflichtspiel-Premiere gelungen, Tabellenführung eindrucksvoll ausgebaut: Die deutschen Handballer haben unter dem neuen Bundestrainer Christian Prokop das Tor zur EM 2018 mit einer Gala-Vorstellung ganz weit aufgestoßen.

    Der Titelverteidiger gewann das schwere Qualifikationsspiel beim WM-Dritten Slowenien überraschend deutlich mit 32:23 (19:12) und führt die Gruppe 5 nach dem dritten Sieg im dritten Spiel souverän an.

    "Wir haben viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Es war ein ganz starker Auftritt", sagte Prokop.

    Bob Hanning sprach sogar von einem der "besten Spiele der letzten Jahre". Es sei in allen Belangen eine Demonstration von Stärke gewesen, so der DHB-Vizepräsident: "Das Team hat beim EM-Bronzemedaillengewinner gezeigt, wozu es mit Christian Prokop in der Lage ist. Jetzt wollen wir uns am Samstag das EM-Ticket holen." 

    Wolff mit herausragender Leistung

    Mit einem weiteren Erfolg gegen die Slowenen am Samstag (ab 16.10 Uhr im LIVETICKER) im westfälischen Halle hätte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) das Ticket für die EM in Kroatien vorzeitig gelöst. Bester deutscher Werfer in Ljubljana war der bärenstarke Kapitän Uwe Gensheimer mit elf Treffern, eine herausragende Leistung bot auch Torhüter Andreas Wolff.

    "Wir haben viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Es war ein ganz starker Auftritt", sagte Prokop. Bob Hanning sprach sogar von einem der "besten Spiele der letzten Jahre". Es sei in allen Belangen eine Demonstration von Stärke gewesen, so der DHB-Vizepräsident: "Das Team hat beim EM-Bronzemedaillengewinner gezeigt, wozu es mit Christian Prokop in der Lage ist. Jetzt wollen wir uns am Samstag das EM-Ticket holen."

    Für Prokop war es als Nachfolger von Dagur Sigurdsson im dritten Spiel als Cheftrainer der erste Erfolg. Zuvor gab es bei zwei Testspielen gegen Schweden eine Niederlage und ein Unentschieden. Zum Abschluss der EM-Qualifikation trifft Deutschland im Juni auf Portugal und die Schweiz.

    Im Angriff variabel, in der Abwehr aggressiv

    "Wir müssen es in der aufgeladenen Atmosphäre schaffen, eine variable und geduldige Spielanlage zu zeigen und in kritischen Situationen kühlen Kopf zu bewahren", hatte Prokop vor der Partie in der Arena Stozice erklärt - seine Mannschaft setzte seine Vorgaben perfekt um.

    Ohne die erkrankten Leistungsträger Kai Häfner und Steffen Weinhold sowie den verletzten Julius Kühn (Innenbandriss im Knie) kamen die Gäste 101 Tage nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus bei der WM gegen Katar glänzend ins Spiel. Die Bad Boys präsentierten sich vor 10.500 Zuschauern im Angriff variabel und spielfreudig, die deutsche 6:0-Abwehr war aggressiv und beweglich. Dahinter entnervte Wolff die Slowenen. Der Kieler zeigte bereits in den ersten 20 Minuten acht Paraden.

    Prokop verfolgte sein erstes Pflichtspiel als Bundestrainer stehend an der Seitenlinie. Er redete ständig mit seinen Spielern. Bei gelungenen Aktionen ballte der Leipziger die Fäuste, bei Toren brüllte er seine Freude heraus - dazu hatte er viele Gelegenheiten.

    Erst drei Trainingseinheiten unter Prokop

    Der Olympia-Dritte ging durch den dritten von Gensheimer verwandelten Siebenmeter schnell mit 5:2 in Führung (8.). Auch in der Folge fand die DHB-Auswahl gegen die offensive Deckung der Gastgeber immer wieder Lösungen, obwohl es unter Prokop erst drei Trainingseinheiten gegeben hatte.

    Abwehrchef Finn Lemke traf per Tempogegenstoß zum 11:6 (17.), in der Halle kühlte die anfangs hitzige Atmosphäre merklich ab. Als Kreisläufer Patrick Wiencek das 15:8 (24.) erzielte, zeichnete sich eine Demontage für die Slowenen ab.

    Der Ex-Weltmeister hielt sich auch nach dem Wechsel an das taktische Konzept, Gensheimer erzielte per Siebenmeter zum 24:16 (38.) bereits seinen zehnten Treffer. Angesichts der deutlichen Führung wechselte Prokop durch, um Kräfte für das zweite Spiel gegen die Slowenen am Samstag zu sparen. Am souveränen Erfolg änderte das nichts mehr.

    Die Partie im Stenogramm:

    Slowenien - Deutschland 23:32 (12:19)
    Tore: Dolenec (5/3), Bezjak (4), Marguc (3/3), Blagotinsek (2), Janc (2), Zarabec (2), Grebenc (2), Kodrin (1), Mackovsek (1), Poteko (1) für Slowenien - Gensheimer (11/7), Groetzki (4), Weber (4), Wiencek (3), Fäth (2), Pekeler (2), Reichmann (2), Dahmke (2), Drux (1), Lemke (1) für Deutschland
    Zuschauer: 10.500

  24. Die Wachablösung im deutschen Frauenhandball ist vollzogen: Die SG BBM Bietigheim steht nach dem 28:24 (16:15) im Bundesliga-Gastspiel bei Bayer Leverkusen zwei Spieltage vor Saisonende erstmals als deutscher Meister fest.

    Damit endet die Vorherrschaft des Thüringer HC, der seit 2011 sechsmal in Folge den Titel gewonnen hatte.

    Die mit nationalen und internationalen Stars gespickte Mannschaft aus Bietigheim hat nun auch noch die Chance, ihre überragende Saison mit einem europäischen Titel zu krönen. In den beiden Finalspielen um den EHF-Pokal ist am 7. Mai in Bietigheim und am 13. Mai in Rostow der russische Vertreter Rostow/Don der Gegner.

    Zudem ist Bietigheim im Final Four um den DHB-Pokal am 27./28. Mai in eigener Halle favorisiert. In der Bundesliga ist das Team mit einer bisherigen Saisonbilanz von 48:0 Punkten aus 24 Spielen konkurrenzlos.

  25. Direkt bei seinem Pflichtspiel-Debüt erwartet den neuen DHB-Bundestrainer Christian Prokop eine knifflige Aufgabe. Das EM-Qualifikationsspiel beim WM-Dritten Slowenien ist vom Papier her das schwerste Spiel der Qualifikation für das Handball-Nationalteam.

    SPORT1 überträgt die Partie am Mittwoch, 3. Mai, ab 19.55 Uhr aus Ljubljana LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER. Peter Kohl kommentiert. Für das DHB-Team geht es darum, nach dem erfolgreichen Start in die EM-Qualifikation und zwei Siegen den Lauf weiter fortzusetzen. (Die Tabelle der deutschen EM-Quali-Gruppe)

    Der neue Bundestrainer geht die schwierige Mission mit Zuversicht an: "Wir reisen mit viel Selbstvertrauen nach Slowenien und wollen eine starke Leistung zeigen. Wir wollen für unser Land erfolgreich spielen, wir wollen gewinnen."

    Gleichzeitig warnt er: "Für uns wird es eine große Herausforderung, unsere Stärken gegen Slowenien in Ljubljana durchzubringen und in der lautstarken Atmosphäre der Arena Stozice einen kühlen Kopf zu behalten."

    Beide Teams noch ungeschlagen

    Die Ausgangslage in Quali-Gruppe 5 ist klar: Titelverteidiger Deutschland liegt mit der Optimalausbeute von 4:0 Punkten zurzeit auf dem ersten Platz vor Slowenien (3:1 Punkte), Portugal (1:3) und der Schweiz (0:4) und wäre mit zwei Siegen durch.

    Die ersten beiden Teams jeder der insgesamt sieben Quali-Gruppen sowie der beste Gruppendritte nehmen an der Endrunde teil.

  26. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft muss im EM-Qualifikationsspiel beim WM-Dritten Slowenien am Mittwoch (ab 19.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) auf die Europameister Kai Häfner und Steffen Weinhold verzichten.

    Häfner (TSV Hannover-Burgdorf) und Weinhold (THW Kiel) sind erkrankt und traten daher nicht die Reise nach Ljubljana an. Damit reduziert sich das Aufgebot von Bundestrainer Christian Prokop auf 16 Spieler.

    "Wir sind taktisch so vorbereitet, dass wir das wegstecken können. Es gibt einen Plan", sagte Prokop nach dem Abschlusstraining in Slowenien am Dienstag. Das Rückspiel steht am kommenden Samstag in Halle/Westfalen an.

  27. Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer trifft mit den Handballern des französischen Spitzenklubs Paris St. Germain im Champions-League-Halbfinale auf den Vorjahresfinalisten MKB Veszprem KC aus Ungarn.

    Das ergab die Auslosung des Final-Four-Turniers (3./4. Juni) durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker in Köln. Im zweiten Semifinale spielt Final-Four-Neuling HC Vardar Skopje/Mazedonien gegen den achtmaligen Königsklassen-Sieger FC Barcelona.

    Durch die 18:23-Niederlage im Viertelfinal-Rückspiel gegen den spanischen Topklub Barcelona hatte der deutsche Rekordmeister THW Kiel am Samstag für ein Novum gesorgt: Erstmals bei dem seit 2010 ausgetragenen Endrundenturnier ist die Handball-Bundesliga nicht vertreten. Der dreimalige Champions-League-Sieger Kiel war seit 2012 Stammgast in der Domstadt.

    Deutsches Duell im EHF-Cup

    Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen trifft unterdessen im Halbfinale des EHF-Cups auf Bundesliga-Konkurrent SC Magdeburg, die Füchse Berlin bekommen es mit dem französischen Vertreter St. Raphael Handball zu tun. Das ergab die Auslosung am Dienstag für das Final Four in Göppingen (20./21. Mai).

    "Es ist unser Traum, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Aber es wird verdammt schwer", sagte Göppingens Trainer Magnus Andersson. "Göppingen hat natürlich den Heimvorteil. Wir wollen aber ins Finale", sagte SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt.

    Berlin traf bereits in der Gruppenphase auf St. Raphael Handball. In eigener Halle gab es einen Sieg, auswärts verloren die Füchse. "Es ist schön, einen internationalen Gegner zu haben, den ich jetzt den anderen deutschen Mannschaften natürlich vorenthalten will. Wir haben noch eine Rechnung aus dem Rückspiel offen", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

    St. Raphael Handball hatte sich im Viertelfinale gegen die MT Melsungen durchgesetzt und damit ein Final Four mit vier Bundesligisten verhindert.

  28. Schlechte Nachrichten für die SG Flensburg-Handewitt: Der Bundesliga-Zweite muss im Kampf um die deutsche Meisterschaft auf Ex-Weltmeister Holger Glandorf verzichten.

    Der 34-jährige Linkshänder zog sich im Liga-Spiel beim DHfK Leipzig (30:24) einen Bruch des Daumens zu und fällt für den Rest der Saison aus. Wann Glandorf zurückkehrt, steht noch nicht fest.

    "Er fällt mehrere Monate aus. Wie lange können wir noch nicht sagen. Definitiv kann er diese Saison nicht mehr spielen", sagte SG-Manager Dierk Schmäschke der dänisch-deutschen Tageszeitung Flensborg Avis.

    Flensburg hat in der Liga zurzeit einen Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen, den Gewinn der Meisterschaft aber noch in der eigenen Hand.

    Am viertletzten Spieltag (28. Mai) empfängt die SG den Titelverteidiger zum womöglich entscheidenden Duell in Flensburg.

  29. Uwe Gensheimer bleibt Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft.

    Dies teilte der neue Bundestrainer Christian Prokop bei einem Medientermin am Montag in Frankfurt mit.

    "Wir haben einen Umbruch hinter uns und sehr viele junge Spieler gerade auf den Königspositionen im Rückraum installiert. Da ist Uwe umso wichtiger. Er besitzt einen riesigen Erfahrungsschatz in Stress-Situationen und strahlt Ruhe aus", sagte Prokop.

    Für Gensheimer sind die Spiele in der EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten Slowenien am Mittwoch und Samstag die ersten unter dem neuen DHB-Coach. Bei Prokops Debüt (Remis und Niederlage gegen Schweden) hatte der Weltklasse-Linksaußen vom französischen Spitzenklub Paris St. Germain gefehlt, Abwehrchef Finn Lemke hatte ihn als Kapitän vertreten.

    Wichtige Spiele gegen Slowenien

    Prokop bezeichnete die Partien gegen Slowenien, die für ihn die Pflichtspiel-Premiere darstellen, als "sehr wichtige Spiele. Ich freue mich darauf, aber es geht nicht um meine Person, sondern darum, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind", sagte der 38-Jährige vor den wegweisenden Duellen am Mittwoch (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Ljubljana und am Samstag in Halle/Westfalen.

    Titelverteidiger Deutschland liegt mit der Optimalausbeute von 4:0 Punkten zurzeit auf dem ersten Platz der Gruppe 5 vor Slowenien (3:1 Punkte), Portugal (1:3) und der Schweiz (0:4) und könnte sich mit zwei Siegen gegen Slowenien vorzeitig das Ticket für die Europameisterschaft 2018 in Kroatien sichern.

    Die ersten beiden Teams jeder der insgesamt sieben Quali-Gruppen sowie der beste Gruppendritte nehmen an der Endrunde teil.

  30. In der Handball-Bundesliga hat die SG Flensburg-Handewitt ohne große Probleme seine Meisterchancen gewahrt. Beim SC DhfK Leipzig gewann der Tabellenzweite souverän 30:24 (17:12).

    Nach dem verlorenen Pokalfinale gegen THW Kiel sowie dem Aus in der Champions League spielen die Flensburger nur noch in der heimischen Liga um einen Titel mit. (Die Tabelle der Handball-Bundesliga)

    Das Team von Trainer Lubomir Vranjes rangiert weiter einen Punkt hinter den Rhein-Neckar Löwen, die ihre Tabellenführung mit einem 37:26-Kantersieg beim starken Aufsteiger HC Erlangen eindrucksvoll verteidigten.

    Wermutstropfen für die Norddeutschen: Weltmeister Holger Glandorf schied bereits in der ersten Halbzeit verletzt aus - nach erster Diagnose soll er sich den Daumen gebrochen haben.

    "Das war wichtig für unsere Mannschaft. Wir haben das Spiel 60 Minuten bestimmt und super gekämpft", freute sich SG-Akteur Thomas Mortensen.

    Leipzig-Trainer Christian Prokop haderte mit der Leistung seiner Schützlinge im ersten Durchgang, nach dem der SC fünf Treffer in Rückstand war: "Da haben wir das Spiel ein wenig aus der Hand gegeben. Insgesamt konnten wir heute nicht unsere Top-Leistung abliefern."

    Am viertletzten Spieltag trifft Flensburg auf die Rhein-Neckar Löwen (28. Mai), dann könnte eine Vorentscheidung im Titelkampf fallen.

    Die Spiele im Stenogramm:

    HC Erlangen - Rhein-Neckar Löwen 26:37 (13:19)
    Tore: J. Link (8), Thümmler (3), Guardiola (3), Stranovsky (3), Bissel (2), Herbst (2), Theilinger (2), N. Link (2), Horak (1) für Erlangen - Sigurdsson (10), Pekeler (7), Petersson (7), Schmid (5), Ekdahl du Rietz (3), Groetzki (2), Guardiola Villaplana (1), Larsen (1), Reinkind (1) für Rhein-Neckar
    Zuschauer: 6873

    DHfK Leipzig - SG Flensburg-Handewitt 24:30 (12:17)
    Tore: Sommer (6), Rojewski (5), Strosach (4), Semper (3), Jurdzs (2), Becvar (1), Milosevic (1), Meschke (1), Janke (1) für Leipzig - Jakobsson (8), Lauge Schmidt (6), Eggert (5), Svan Hansen (4), Toft Hansen (3), Heinl (1), Glandorf (1), Mogensen (1), Andersson (1) für die Rhein-Neckar Löwen
    Zuschauer: 5488 

  31. Der April war nicht der Monat der SG Flensburg-Handewitt. Der Handball-Klub verabschiedete sich aus zwei von drei Wettbewerben - ohne einen Titel.

    Erst musste die Mannschaft von Ljubomir Vranjes im Finale des DHB-Pokals eine bittere Niederlage gegen den Erzrivalen THW Kiel hinnehmen, vor wenigen Tagen folgte dann auch das Aus in der Champions League mit einer deutlichen Viertelfinal-Niederlage gegen Skopje.

    Voller Fokus auf die HBL

    Damit die Saison für die SG nicht komplett titellos bleibt, liegt der Fokus jetzt auf der Bundesliga. Am 28. Spieltag reist der Tabellenzweite zum SC DHfK Leipzig, wo jedoch alles andere als ein einfaches Spiel wartet.

    SPORT1 überträgt die Partie ab 14.55 Uhr LIVE im TV und im LIVESTREAM

    Verlieren verboten

    Wenn Flensburg im Titelrennen weiter vorne mit dabei bleiben möchte, ist verlieren verboten. Auch wenn die SG noch zwei Spiele weniger auf ihrem Konto hat als der Tabellendritte Kiel, sitzt der Lokalrivale mit nur einem Punkt Rückstand dicht im Nacken.

    Auf den Spitzenreiter aus Mannheim fehlt zwar ebenfalls nur ein Zähler, doch Flensburg kann sich nicht auf einen Patzer des Meisters verlassen. Damit die SG am 31. Spieltag beim direkten Duell an den Rhein-Neckar Löwen vorbeiziehen kann, darf der Abstand bis dahin auch nicht größer werden.

    SG unter Druck

    Ein Sieg in Leipzig wird aber kein leichtes Unterfangen. Im Gegensatz zu den Flensburgern, die unter Druck stehen, geht der Gastgeber wesentlich entspannter in die Partie: Das Team befindet sich im gesicherten Liga-Mittelfeld, die internationalen Ränge sind außer Reichweite, um den Abstieg muss der Klub jedoch genausowenig bangen.

  32. Der TuS N-Lübbecke hat bereits fünf Spieltage vor Saisonende den direkten Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga gefeiert.

    Die Ostwestfalen gewannen beim TV 1893 Neuhausen 22:19 (11:8) und sind bei 14 Punkten Vorsprung auf den Tabellenvierten nicht mehr von einem der drei Aufstiegsränge zu verdrängen. Im Vorjahr war Lübbecke mit nur acht Punkten als Tabellenletzter aus dem Oberhaus abgestiegen.

  33. Für die HBW Balingen-Weilstetten und Schlusslicht HSC 2000 Coburg hat sich die Situation im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga sechs Runden vor Saisonschluss  weiter verschärft.

    Die Coburger verloren am 28. Spieltag beim Tabellensechsten HSG Wetzlar 27:28 (12:16) und haben nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt, während Balingen seinem direkten Konkurrenten Bergischer HC beim 22:23 (10:10) zwei wichtige Punkte überlassen musste (SERVICE: Die Tabelle).

    Balingen bleibt hinter dem TBV Lemgo mit einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer weiter Vorletzter. Der zuvor punktgleiche Bergische HC hingegen hat nun einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Coburgs Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz beträgt sieben Punkte.

    Die Spiele im Stenogramm: 

    Bergischer HC - HBW Balingen-Weilstetten 23:22 (10:10)
    Tore: Thor Gunnarsson (8/5), Preuss (5), Herman (5), Gutbrod (2), Vilovski (1), Hoße (1), Babak (1) für den Bergischen HC - Kunkel (6), Strobel (6), Friedrich (4), König (3), Foth (2), Ilitsch (1) für Balingen
    Zuschauer: 2601

    HSC 2000 Coburg - HSG Wetzlar 27:28 (12:16)
    Tore: Cossbau (8/2), Billek (5), Lex (4), Kirveliavicius (3), Büdel (3), Weber (2), Barsties (1), Wetzel (1) für Coburg - Bjornsen (9/4), Philipp Weber (8/3), Kvist (4), Kohlbacher (3), Cavor (3), Mirkulovski (1) für Wetzlar
    Zuschauer: 2561

  34. Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hat erstmals seit 2011 die Endrunde der Champions League verpasst und damit als letzter Hoffnungsträger der Bundesliga das deutsche Debakel in der Königsklasse besiegelt.

    Die Zebras verloren ihr Viertelfinal-Rückspiel beim spanischen Topklub FC Barcelona 18:23 (9:13) und verspielten damit ihren Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel (28:26). Durch Kiels Aus ist erstmals kein Bundesliga-Klub beim der seit 2010 stattfinden Final-Four-Endrunde der Königsklasse in Köln (3./4. Juni) dabei.

    Gislason: "Keiner unserer Spieler mit Weltklasse-Leistung"

    Kiels beste Werfer im katalanischen Hexenkessel Palau Blaugrana waren der Serbe Marko Vujin und der Schwede Niclas Ekberg mit jeweils vier Treffern. Bei Barcelona ragte Valero Rivera Folch mit sieben Toren heraus. Im Vorjahr hatte der THW die Katalanen in der Runde der letzten Acht noch ausgeschaltet.

    "Die Mannschaft war sehr nervös, das war schade. Außerdem haben wir leider viel zu viel verworfen", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason bei Sky: "Es war eng, wir haben super gekämpft, aber es hat leider keiner unserer Spieler eine Weltklasse-Leistung abgerufen."

    Zwei Tage nach dem klaren Viertelfinal-Aus des Nord-Rivalen SG Flensburg-Handewitt bei HC Vardar Skopje war Kiel laut Trainer Alfred Gislason trotz einer klaren Außenseiterrolle durchaus mit Chancen angetreten. Die THW-Asse konnten zwei Wochen nach ihrem Pokalsieg den Hausherren allerdings nicht wie angestrebt die erste Heim-Niederlage in der K.o.-Phase seit mehr als 20 Jahre beibringen.

    Schwächephase vor der Halbzeit

    Ohne ihren Kapitän Kapitän Domagoj Duvnjak (Knie-Operation) lief der THW allerdings von Beginn an einem Rückstand hinterher, den die Gäste lange Zeit immerhin auf zwei bis drei Tore beschränken konnten. Kurz vor der Halbzeit brachen die Kieler allerdings etwas ein, konnten auch eine Überzahl nicht nutzen und gingen mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine.

    Auf den Tag genau zehn Jahre nach ihrem ersten Champions-League-Titel verteidigten die Zebras nach der Pause sehr offensiv und machten Barcelona das Spiel schwer. THW-Torwart Niklas Landin hielt sein Team zudem mit einigen tollen Paraden im Spiel. Allerdings vergab die THW-Offensive viele Chancen.

    Gensheimer mit PSG im Final Four

    Im ersten von zwei französisch-ungarischen Viertelfinal-Duellen setzte sich der Topklub Paris Saint-Germain durch ein 30:30 gegen Pick Szeged auch dank vier Toren seines deutschen Nationalmannschafts-Kapitäns Uwe Gensheimer durch (Hinspiel: 30:27). Im zweiten Duell dieses Nationen-Duells ermitteln Montpellier HB und MKB Veszprem KC am Sonntag (18.30 Uhr) den letzten Final-Four-Teilnehmer. 

    Das Spiel im Stenogramm: 

    FC Barcelona - THW Kiel 23:18 (13:9)
    Tore: Rivera Folch (7), Tomas Gonzalez (4), Lazarov (3), Nöddesbo (2), Syprzak (2), Enterrios (1), Sorhaindo (1), Arino Bengoechea (1), N'Guessan (1), Mem (1) für Barcelona - Ekberg (4), Vujin (4), Brozovic (2), Bilyk (2), Nilsson (2), Lackovic (1), Weinhold (1), Wiencek (1), Santos (1) für Kiel
    Zuschauer: 7083

  35. Die Hoffnungen auf ein rein deutsches Final Four im EHF-Cup der Handballer haben sich nicht erfüllt.

    Nachdem die Bundesligisten Füchse Berlin und SC Magdeburg ihre Viertelfinal-Aufgaben erfüllt hatten und Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen beim Endrundenturnier am 20./21. Mai gesetzt ist, schied die MT Melsungen gegen St. Raphael Handball/Frankreich aus.

    Die Hessen, die bereits das Hinspiel auswärts 26:30 verloren hatten, kassierten in eigener Halle eine klare 23:31 (15:15)-Niederlage. Der dreimalige Cup-Gewinner Magdeburg setzte sich gegen Helvetia Anaitasuna aus Spanien 35:32 (15:18) durch. Berlin, Titelträger von 2015, gewann gegen den ungarischen Vertreter Tatabánya KC 28:22 (14:13).

    Bester Werfer der Berliner vor 4828 Zuschauern war Nationalspieler Steffen Fäth mit sechs Treffern. "Wir sind da, wo wir wollten, das Ziel ist erreicht", sagte Trainer Velimir Petkovic: "Jetzt habe ich ein neues Ziel verkündet. Jeder weiß, wie dieses heißt: Wir wollen den Europapokal gewinnen." Schon das Hinspiel in Ungarn hatten die Füchse mit 30:25 für sich entschieden. 

    Magdeburg benötigte gegen die Spanier eine deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Im ersten Aufeinandertreffen hatte der SCM bei den Iberern 34:27 gesiegt.

    Die Spiele im Stenogramm:

    SC Magdeburg - Helvetia Anaitasuna/Spanien 35:32 (15:18)
    Tore: O'Sullivan (6), Christiansen (5), Damgaard Nielsen (5), Musa (4), Musche (3), Pettersson (3), Weber (3), Zelenovic (3), Lemke (2), Bagersted (1) für Magdeburg - Aguirezzabalaga Garcia (6), Mota (5), Etxeberria Uriz (4), Nadoveza (4), Chocarro Gorraiz (3), Dos Santos (3), Bazan Legasa (2), Ugarte Cortes (2), Balenciaga Azcue (1), Garza Hernandez (1), Goni Arraras (1) für Anaitasuna
    Zuschauer: 4015

    Füchse Berlin - Tatabanya KC/Ungarn 28:22 (14:13)
    Tore: Fäth (6), Lindberg (5), Elisson (4), Wiede (4), Nenadic (2), Tönnesen (2), Zachrisson (2), Drux (1), Gojun (1), Kozina (1) für Berlin - Juhasz (5), Grigoras (4), Vujovic (3), Denes (2), Leimeter (2), Szöllösi (2), Vranjes (2), Ilyes (1), Pasztor (1) für Tatabanya
    Zuschauer: 4828

    MT Melsungen - St. Raphael Handball/Frankreich 23:31 (15:15)
    Tore: Müller (5), Fahlgren (4), Sellin (3), Danner (2), Jaanimaa (2), Rnic(2), Allendorf (1), Haenen (1), Maric (1), Müller (1), Schneider (1) für Melsungen - Caucheteux (10), Dipanda (5), Sarmiento Melian (4), Simicu (4), Jurka (2), Karalek (2), Abily (1), Krakowski (1), Lynggaard (1), Stehlik (1) für St. Raphael
    Zuschauer: 3814

  36. Der TVB 1898 Stuttgart hat in der Handball-Bundesliga einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert.

    Die Stuttgarter um die Ex-Weltmeister Johannes Bitter und Michael Kraus gewannen am 28. Spieltag mit 23:21 (12:11) gegen den VfL Gummersbach und schoben sich mit 16:36 Punkten auf Nichtabstiegsplatz 14 vor (SERVICE: Die Tabelle).

    Kraus war mit sieben Treffern bester Werfer der Stuttgarter. Bei Altmeister Gummersbach (13.), der mit 17:39 Punkten und zwei mehr bestrittenen Spielen als der TVB wieder stark zittern muss, kam Christoph Schindler auf fünf Tore.

    Das Spiel im Stenogramm: 

    TBV Stuttgart - VfL Gummersbach 23:21 (12:11)
    Tore: Kraus (7), Celebi (5), Schimmelbauer (4), Baumgarten (3), Schagen (2), Fotache (1), Weiss (1) für Stuttgart - Schindler (5), Schröder (4), Ernst (4), von Gruchalla (2/2), Schmidt (2), Becker (1), Schroter (1), Baumgärtner (1), Nyokas (1) für Gummersbach
    Zuschauer: 2251

  37. Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat den Einzug ins Final Four der Champions League klar verpasst.

    Im 250. Europacup-Spiel der Klubgeschichte verlor der Königsklassengewinner von 2014 das Viertelfinal-Rückspiel bei HC Vardar Skopje mit 35:27 (10:15). Zum Weiterkommen hätte die SG nach der Hinspielniederlage (24:26) einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied benötigt. 

    "Ich musste meine Spieler schon ein bisschen trösten", sagte Trainer Ljubomir Vranjes bei Sky: "Aber Skopje hat zwei Spiele fast ohne Fehler gespielt. Und wir haben viele richtig gute Chancen verworfen."

    Im "Hexenkessel" von Skopje offenbarte die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes wie bereits vor fünf Tagen Schwächen im Angriff und leistete sich gerade in der ersten Halbzeit gegen hocheffiziente Gegner eine schwache Wurfausbeute. 

    Skopjes Offensive dominiert

    Der Däne Anders Eggert war mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer der Gäste, die mit einem Rückstand von fünf Toren in die Pause gingen. Nach dem Seitenwechsel fand der Bundesliga-Zweite kaum ein Mittel gegen die Offensive des mazedonischen Renommierklubs und musste den Gegner davonziehen lassen. 

    Für Trainer Vranjes war es der letzte Auftritt mit der SG in der Champions League. Der 43 Jahre alte Schwede verlässt Flensburg im Sommer und arbeitet künftig in Ungarn in Personalunion als Nationaltrainer und Coach des Klubs Telekom Veszprem.

    Kiel muss deutsche Ehre retten

    Am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) hat der THW Kiel noch die Möglichkeit, eine traurige Premiere zu verhindern. Der Rekordmeister reist mit einem hauchdünnen 28:26-Vorsprung im Gepäck zum FC Barcelona. Im Falle eines Scheiterns würde das Final Four (3./4. Juni) erstmals ohne deutsche Beteiligung stattfinden. Bei den bisherigen sieben Endrunden in Köln hatte sich bislang immer mindestens ein deutsches Team für das Halbfinale qualifiziert.

    Das Spiel im Stenogramm:

    HC Vardar Skopje/Mazedonien - SG Flensburg-Handewitt 35:27 (15:10)
    Tore: Cindric (7), Shishkarev (5), Dujshebaev Dovichebaeva (5), Borozan (4), Karacic (3), Cañellas Reixach (3), Marsenic (3), Cupic (2), Stoilov (1), Ferreira Moraes (1), Dibirov (1) für Skopje - Eggert Magnussen (8), Toft Hansen (4), Mahe (4), Wanne (3), Mogensen (3), Schmidt (2), Jakobsson (1), Svan (1), Zachariassen (1) für Flensburg
    Zuschauer: 7500

  38. Rekordmeister THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga mit Mühe den nächsten Rückschlag verhindert und seine Chancen auf die erneute Teilnahme an der Champions League verbessert.

    Die Zebras siegten dank einer starken Schlussphase 31:27 (14:16) bei Frisch Auf Göppingen und festigten damit den dritten Tabellenplatz. Zwischenzeitlich war der THW bereits mit 16:21 (39.) im Hintertreffen gelegen.

    "Wir haben heute unglaubliche Moral bewiesen und haben die Göppinger mit unserer offensiven Abwehr vor Aufgaben gestellt, die sie nicht immer bewältigen konnten", analysierte Kiels Linksaußen Rune Dahmke gegenüber SPORT1 den Sieg.

    In der entscheidenden Phase konnte sich der Rekordmeister allerdings auf seinen Nationaltorwart Andreas Wolff verlassen, der insgesamt zwölf Göppinger Würfe parierte. FRISCH AUF!-Kapitän Manuel Späth lobte seinen DHB-Kollegen im SPORT1-Interview: "Andi Wolff hat uns das Genick gebrochen."

    Für Pokalsieger Kiel, der am vergangenen Wochenende im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse den spanischen Topklub FC Barcelona bezwungen hatte (28:26), war es der erste Erfolg in der Liga nach zuletzt zwei sieglosen Spielen. Die Kieler liegen mit 45:11 Punkten weiter dicht vor den Füchsen Berlin (44:12), die am 28. Spieltag 34:27 (13:9) gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewannen.

    Nur die ersten beiden Teams der Bundesliga sind direkt für die Champions League qualifiziert, der Dritte muss auf den Zuschlag des Exekutiv-Komitees des Europäischen Handball-Verbandes EHF hoffen.

    Derweil festigte der SC Magdeburg in der Bundesliga seinen fünften Tabellenplatz durch ein 34:25 (19:14) beim TBV Lemgo. MT Melsungen gewann 28:21 (15:10) bei GWD Minden. Bester Werfer der Kieler war Marko Vujin mit acht Toren. Bei den Füchsen traf der Däne Hans Lindberg sechsmal.

    Das Spiel im Stenogramm:

    FA Göppingen - THW Kiel 27:31 (16:14)
    Tore: Schiller (5), Pfahl (5), Fontaine (4), Halén (4), Kneule (4), Späth (3), Barud (1), Sesum (1) für Göppingen - Vujin (8), Ekberg (7), Dahmke (4), Weinhold (3), Bylik (3), Lackovic (2), Dissinger (1), Brozovic (1), Wiencek (1), Wolff (1) für Kiel
    Zuschauer: 4900

  39. Die Füchse Berlin haben sich in der DKB Handball-Bundesliga zumindest für 75 Minuten Tabellendritter nennen dürfen.

    Die Hauptstädter gewannen am 28. Spieltag 34:27 (13:9) gegen die TSV Hannover-Burgdorf und zogen vorübergehend mit 44:12 Punkten am THW Kiel vorbei. Der Pokalsieger stellte den alten Abstand weniger später mit einem 31:27-Sieg bei Frisch Auf Göppingen jedoch wieder her.

    Bester Werfer der Füchse war der Däne Hans Lindberg mit sechs Toren.

    Der SC Magdeburg festigte seinen fünften Tabellenplatz durch ein 34:25 (19:14) beim TBV Lemgo und kann weiter auf die Teilnahme am EHF-Cup hoffen.

    Die MT Melsungen gewann 28:21 (15:10) bei GWD Minden.

  40. Es ist das Pflichtspiel-Debüt für den neuen DHB-Bundestrainer Christian Prokop – im EM-Qualifikationsspiel wartet mit Slowenien, dem WM-Dritten, gleich eine enorm schwere Aufgabe auf das Handball-Nationalteam.

    SPORT1 überträgt die Partie am Mittwoch, 3. Mai, ab 19.55 Uhr aus Lubiljana LIVE im TV auf SPORT1. Peter Kohl kommentiert. Für das DHB-Team geht es darum, nach dem erfolgreichen Start in die EM-Qualifikation und zwei Siegen den Lauf weiter fortzusetzen.

    Prokop fordert kühlen Kopf

    "Für uns wird es eine große Herausforderung, unsere Stärken gegen Slowenien in Ljubljana durchzubringen und in der lautstarken Atmosphäre der Arena Stozice einen kühlen Kopf zu behalten", erklärte Prokop vorab.

    Da Slowenien als Gruppenzweiter Deutschland auf den Fersen ist, bekommt das Spiel eine zusätzliche Bedeutung. Die ersten beiden Teams der Vierergruppe qualifizieren sich direkt für die EM Anfang 2018 in Kroatien.

    Prokop kann für die Spiele gegen Slowenien personell aus dem Vollen schöpfen: Lediglich Europameister Julius Kühn fehlt verletzt.

  41. Vor der Kür wartet auf den THW Kiel die Pflicht. Zwischen den beiden Viertelfinalkrachern in der Champions League gegen den FC Barcelona muss der frischgebackene DHB-Pokalsieger in der Handball-Bundesliga gegen FA Göppingen ran (ab 20.10 Uhr LIVE bei SPORT1 im TV und im LIVESTREAM)

    Die Aufgabe gegen den Tabellenzwölften wird alles andere als leicht, denn der ebenso triumphale wie kraftraubende 28:26-Hinspielerfolg gegen die Katalanen liegt nur drei Tage zurück. Zudem hat der Rekordmeister bereits das Rückspiel am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) im Blick.

    Kampf um Platz drei tobt

    Zurücklehnen können sich die Kieler nicht, denn der Kampf um den dritten Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, ist in der DKB HBL noch immer brandheiß. Die Füchse Berlin und der SC Magdeburg lauern auf den Rängen vier und fünf auf einen erneuten Patzer des THW, der jüngst in der Liga alles andere als frisch auftrat.

    Dem überraschenden Heimremis gegen GWD Minden ging eine Niederlage beim TBV Lemgo voraus. THW-Kapitän Niklas Landin stellt klar: "Wir wollen auch nächstes Jahr in der Königsklasse spielen. Wir haben uns einige ärgerliche Ausrutscher erlaubt. Deshalb müssen wir ab sofort in jedem Spiel noch mehr an unsere Grenzen gehen und gewinnen."

  42. Mit Rene Toft Hansen geht Rekordmeister THW Kiel am Samstag (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) in das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Barcelona.

    Der Däne hatte beim 28:26-Hinspielsieg zuerst die Rote Karte und dann die Blaue Karte gesehen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Handballföderation (EHF) verzichtete auf eine Sperre für den Kreisläufer.

  43. Bundesligist SC Magdeburg besitzt beste Chancen auf den Einzug ins Final Four des EHF-Cups.

    Der deutsche Meister von 2001 gewann im Viertelfinal-Hinspiel am Sonntag beim spanischen Vertreter Helvetia Anaitasuna mit 34:27 (15:13). Im Rückspiel am kommenden Samstag in Magdeburg kann der SCM nun das Halbfinale perfekt machen. Zuletzt hatte das ehemalige Team von Handball-Idol Stefan Kretzschmar 2007 den zweithöchsten Vereinswettbewerb Europas gewonnen. 

    Auch Füchs auf gutem Weg

    Neben Magdeburg haben auch die Füchse Berlin gute Aussichten auf die nächste Runde. Der Titelträger von 2015 gewann schon am Samstag das Viertelfinal-Hinspiel beim ungarischen Vertreter Tatabánya KC nicht zuletzt dank der neun Tore von Rechtsaußen Hans Lindberg mit 30:25 (17:11). Deutlich schwieriger wird es im Rückspiel für die MT Melsungen. Die Hessen unterlagen bei Saint-Raphaël Var Handball aus Frankreich 26:30 (14:15).

    In dieser Saison stehen die Chancen vor dem Viertelfinale so gut wie nie, dass das Endrundenturnier eine rein deutsche Angelegenheit wird. Drei deutsche Teams stehen im Viertelfinale, Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen ist zudem als Gastgeber für das Final Four am 20./21. Mai gesetzt.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Helvetia Anaitasuna/Spanien - SC Magdeburg 27:34 (13:15)
    Tore: Ceretta Jung (5), Dos Santos Maestro (4), Ugarte Cortes (4), Chocarro Gorraiz (3), Etxeberria Uriz (3), Bazan Legasa (2), Nadoveza (2), Aguirrezabalaga Garcia (1), Balenciaga Azcue (1), Goni Arraras (1), Mota (1) für Anaitasuna - Musche (6), O'Sullivan (6), Pettersson (5), Bezjak (4), Zelenovic (4), Weber (3), Damgaard Nielsen (2), Bagersted (1), Christiansen (1), Green Krejberg (1), Musa (1) für Magdeburg
    Zuschauer: 3000

  44. Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat die Tür zum Final Four in der Champions League aufgestoßen.

    Angetrieben von einer lautstarken "weißen Wand" in der heimischen Arena besiegten die Norddeutschen im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse den spanischen Topklub FC Barcelona mit 28:26 (16:15) und erspielten sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER).  

    "Alle haben ihren Beitrag geleistet, nur so kann man hier bestehen", sagte THW-Coach Alfred Gislason nach dem Spiel bei Sky und zeigte sich "sehr zufrieden" mit seiner Mannschaft: "Ich bin sehr stolz, dass wir zwei Tore mitnehmen. Es wird aber unglaublich schwierig, in Barcelona zu spielen. Wir müssen in einer Riesenatmosphäre bestehen."

    Herausragender Werfer der Gastgeber war vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena der Serbe Marko Vujin mit zehn Treffern.

    Traum vom Weiterkommen

    Der Glaube an ein Weiterkommen sei genauso groß wie im Vorjahr, als Kiel die Spanier im Viertelfinale ausschaltete, hatte THW-Kapitän Niklas Landin vor dem Spiel gesagt.

    Und dieser Glaube war von Beginn an spürbar: Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, die sich Mitte der ersten Hälfte einen Fünf-Tore-Vorsprung herausspielte, überzeugte neben großer Effizienz im Abschluss vor allem mit aggressiver Abwehrarbeit.

    Brand lobt überschwänglich

    Mit fortlaufender Spieldauer kam der neunmalige Titelträger Barcelona zwar besser ins Spiel, der THW gab die Führung jedoch zu keiner Zeit aus der Hand und führte zeitweise mit einem beruhigendem Vorsprung von vier Toren.

    Auch der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand lobt die Teamleistung der Kieler. "Die Einstellung des THW muss man definitiv haben um gegen Barcelona zu bestehen. Ein unglaublicher Kampf und unglaubliche Bereitschaft. In der Mannschaft hat alles gestimmt und der Sieg ist hochverdient aus meiner Sicht."

    Rote Karte sorgt für Spannung

    Erst als der starke Mittelblocker Rene Toft Hansen nach hartem Einsteigen gegen Wael Jallouz acht Minuten vor Spielende mit roter Karte vom Feld musste, kam der spanische Meister in einer hitzigen Schlussphase wieder näher heran.

    Im Rückspiel am Samstag in Katalonien kann sich der dreimalige Champions-League-Sieger damit auch eine knappe Niederlage leisten, um die Endrunde in Köln (3.4/. Juni) zu erreichen.

    Das Spiel im Stenogramm:

    THW Kiel - FC Barcelona 28:26 (16:15)
    Tore: Vujin (10), Ekberg (6), Wiencek (4), Weinhold (3), Bilyk (2), Dahmke (2), Nilsson (1) für Kiel - Entrerrios Rodriguez (4), Jallouz (3), Jicha (3), Rivera Folch (3), Syprzak (3), Lazarov (2), Sorhaindo (2), Tomas Gonzalez (2), Mem (1), Morros de Argila (1), N'Guessan (1), Saubich Mir (1) für Barcelona
    Zuschauer: 10205

  45. Der VfL Gummersbach hat in eigener Halle einen klaren Sieg gefeiert und sich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. 

    Nach drei Niederlagen in Folge setzte sich der einstige deutsche Meister im Duell mit TSV Hannover-Burgdorf mit 30:26 (14:10) durch. Bester Werfer des VfL war in Abwesenheit des verletzten Top-Torjägers Julius Kühn Simon Ernst mit acht Treffern. 

    In der Tabelle kletterte Gummersbach auf den 13. Platz (SERVICE: Die Tabelle).

    Im zweiten Spiel des Tages besiegte der HC Erlangen EHF-Cup-Sieger Frisch auf Göppingen ebenfalls mit 30:26 (15:11). Für Göppingen, das Platz zwölf belegt, war es die dritte Pleite in Serie. Erlangen ist Neunter.

    Die Spiele im Stenogramm:

    VfL Gummersbach - TSV Hannover-Burgdorf 30:26 (14:10)
    Tore: Ernst (8), Schröder (6), Pevnov (4), Schindler (4), von Gruchalla (3/3), Nyokas (3), Kevin Schmidt (1), Becker (1) für Gummersbach - Häfner (5), Patrail (4), Olsen (3), Karason (2), Hykkerud (2), Johannsen (2), Kastening (2), Mortensen (2/2), Böhm (2), Christophersen (1), Erik Schmidt (1) für Hannover
    Zuschauer: 4132

    HC Erlangen - FA Göppingen 30:26 (15:11)
    Tore: Stranovsky (8/6), Nikolai Link (5), Guardiola Villaplana (5), Theilinger (4), Herbst (3), Horak (3), Thümmler (1), Jonas Link (1) für Erlangen - Pfahl (8), Fontaine (6), Schiller (5/3), Halén (4), Barud (1), Kneule (1), Sesum (1) für Göppingen
    Zuschauer: 3647

  46. Dass Siebenmeter im Handball eine entscheidene Rolle spielen können, ist allseits bekannt.

    Dass ein solcher Strafwurf aber derart in den Fokus gerät, wie im Duell zwischen der HBW Balingen-Weilstetten und dem TBV Lemgo, ist auch für bekennende Handballfans unüblich.

    Die abstiegsbedrohten Handballer aus Balingen erzielten 15 Sekunden vor Schluss den Führungstreffer im hitzigen Bundesliga-Duell mit dem Tabellen-13. Lemgo.

    Die Hausherren liebäugelten bereits mit dem Sieg, die Zuschauer feierten. Doch im letzten Angriff entschied der Schiedsrichter aufgrund einer harten Attacke durch Martin Strobel auf Rote Karte und Siebenmeter für die Gäste aus Ostwestfalen.

    Doppelte Chance

    Lemgos Tim Hornke nahm die Verantwortung auf sich, trat zum entscheidenden Strafwurf an und vergab gegen Balingens starken Torhüter Tomas Mrkva. Der Jubel in der Halle war groß. Anders als erwartet war die Partie an dieser Stelle allerdings nicht beendet.

    Der Grund: Beim Pfiff zum Siebenmeter waren noch drei Sekunden auf der Uhr, die die Schiedsrichter vor der Ausführung normalerweise ablaufen lassen. Weil der 26-jährige Hornke vor Ablauf der Zeit warf, ließen die Referees den Wurf wiederholen.

    Und das Geschenk nahm Hornke an. Er versenkte den zweiten Wurf sicher im Netz. Lemgo vollendete in aller letzter Sekunde zum entscheidenden 27:27-Ausgleich.

    Balingen legt Einspruch ein

    "Alle Beteiligten wissen, dass die Schiedsrichter die Regel so ausgelegt haben, dass die drei Sekunden runtergelaufen wären. Tim Hornke hat geworfen, obwohl er nicht durfte und deswegen wurde der Siebenmeter wiederholt. Deshalb gibt es daran auch gar nix zu rütteln," erklärte Lemgos Trainer Florian Kehrmann nach der Partie.

    Ganz so klar scheint die Auslegung für den vermeintlich um einen Sieg betrogenen Gegner Balingen allerdings nicht zu sein.

    Auf der Website erklärt der Verein, fristgerecht Einspruch gegen die Schiedsrichterentscheidung und die Wertung des Spiels eingelegt zu haben. "Man hat uns einen Punkt geklaut," so HBW-Trainer Runar Sigtryggsson wütend.

  47. Bundesligist Füchse Berlin hat sich eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins Final Four des EHF-Cups geschaffen.

    Der Titelträger von 2015 gewann das Viertelfinal-Hinspiel beim ungarischen Vertreter Tatabánya KC nicht zuletzt dank der neun Tore von Rechtsaußen Hans Lindberg mit 30:25 (17:11).

    Eine deutlich härtere Nuss im Rückspiel erwartet die MT Melsungen. Die Hessen unterlagen bei Saint-Raphaël Var Handball aus Frankreich 26:30 (14:15).

    In dieser Saison stehen die Chancen vor dem Viertelfinale so gut wie nie, dass das Endrundenturnier eine rein deutsche Angelegenheit wird: Am Sonntag ist noch der SC Magdeburg im Hinspiel beim spanischen Klub Helvetia Anaitasuna gefordert, Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen ist als Gastgeber für das Final Four am 20./21. Mai gesetzt.

    Die Viertelfinal-Rückspiele finden am kommenden Wochenende statt.

  48. Meister Rhein-Neckar Löwen hat im Fernduell um den Titel in der Bundesliga die Tabellenführung von der SG Flensburg-Handewitt zurückerobert.

    Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen bezwang am 27. Spieltag das klare Tabellenschlusslicht HSC 2000 Coburg auch in der Höhe erwartungsgemäß mit 33:20 (17:11).

    Mit 47:5 Punkten nach 26 absolvierten Partien weisen die Löwen, bei denen Kim Ekdahl du Rietz mit acht Toren in der Offensive herausragte, wieder einen Zähler mehr auf als die am Samstag in der Champions League tätigen Norddeutschen.

    Im Kampf um den Klassenerhalt hielt Altmeister TBV Lemgo im direkten Duell den Rivalen HBW Balingen-Weilstetten durch ein 27:27 (14:12) auf Abstand.

    Der TBV steht mit 16:38 Punkten auf Rang 13, allerdings liegt Balingen auf Abstiegslatz 16 nur einen Zähler zurück.

    Die HSG Wetzlar besiegte den SC DHfK Leipzig in eigener Halle mit 24:23 (13:13) und übernahm von den Sachsen den sechsten Tabellenplatz.

  49. Für die SG Flensburg-Handewitt hängt der Traum vom Final Four in der Champions League nach dem Viertelfinal-Hinspiel am seidenen Faden. Der Handball-Königsklassengewinner von 2014 verlor in eigener Halle gegen HC Vardar Skopje nach einer ganz schwachen Leistung in der ersten Halbzeit mit 24:26 (9:15). Die SG benötigt damit im Rückspiel am Donnerstag in Mazedonien einen Sieg mit mindestens zwei Toren, um die lukrative Endrunde in Köln (3.4/. Juni) zu erreichen.

    Flensburger tappten in die Fallen

    "Das wird schwierig, das wussten wir aber schon vorher. Skopje hat uns viele Fallen gestellt, und damit hatten sie gerade am Anfang viel Erfolg", sagte Flensburgs dänischer Rückraumstar Rasmus Lauge bei Sky: "Wenn wir unsere Leistung der zweiten Halbzeit wiederholen, ist aber noch etwas möglich."

    Der Schwede Johan Mikael Jakobsson war mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer der Hausherren, die sich gegen aggressivere und im Abschluss hocheffiziente Gäste besonders in der ersten Hälfte zahlreiche Fehlwürfe und viele unnötige Ballverluste leisteten. 

    Torhüter Sterbik brachte SG zur Verzweiflung

    Kurz nach dem Seitenwechsel wuchs der Rückstand der Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes gar auf sieben Tore an (10:17). In der Folge entwickelte Flensburg zwar noch einmal deutlich mehr Zug zum Tor, doch Skopjes spanischer Weltklassekeeper Arpad Sterbik brachte die Norddeutschen immer wieder zur Verzweiflung und rettete dem mazedonischen Renommierklub den verdienten Auswärtssieg.

    Flensburgs Nordrivale THW Kiel kämpft am Sonntag im Prestigeduell mit dem FC Barcelona (17.30 Uhr/Sky) ebenfalls um eine gute Ausgangsposition. Im Falle eines Scheitern beider deutschen Teams würde das Final Four erstmals ohne deutsche Beteiligung stattfinden, bei den bisherigen sieben Endrunden in Köln hatte sich bislang immer mindestens ein Team für das Halbfinale qualifiziert.

  50. Die MT Melsungen hat den angekündigten Einspruch gegen die Wertung des Liga-Heimspiels gegen die Füchse Berlin vom vergangenen Mittwoch (28:28) nicht erhoben. Wie der Verein am Samstag mitteilte, habe er bewusst die dreitägige Frist verstreichen lassen.

    Weil Berlins Nationalspieler Fabian Wiede Sekunden vor dem Ende die Ausführung eines Einwurfs behindert haben soll, war der vermeintliche Siegtreffer der Melsunger wenige Augenblicke nach der Schlusssirene gefallen.

    "Wir akzeptieren das Unentschieden", sagte MT-Vorstand Axel Gerken: "Die Unverhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen war für uns ausschlaggebend. Da muss man dann einfach auch mal realistisch bleiben." Mitentscheidend waren dabei Probleme bei der Terminfindung und "die Wahrscheinlichkeit, bei Neuansetzung ein besseres Ergebnis zu erzielen."

  51. Lösbare Aufgaben für die DHB-Frauen: Die deutschen Handballerinnen haben bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2018 in Frankreich machbare Gegner erwischt.

    Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft in Gruppe 6 auf Litauen, die Türkei und Spanien.

    Die ersten beiden Teams der sieben Gruppen sowie der beste Dritte qualifizieren sich für die Endrunde, die im Dezember 2018 in Frankreich stattfindet. Bei der EM 2016 belegte Deutschland mit Bundestrainer Michael Biegler den sechsten Platz.

  52. Die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL) hat sämtlichen Klubs der 1. und 2. Liga die Lizenz für die kommende Saison 2017/18 erteilt.

    Alle 18 Erstligisten bekamen die Spielerlaubnis vorbehaltlich der sportlichen Qualifikation ohne Auflagen, von den 20 Zweitligisten erhielt einzig Tabellen-Schlusslicht HC Empor Rostock die Lizenz unter einer aufschiebenden Bedingung.

    Nur Rostock muss Nachsitzen

    Dies bedeutet, dass der sportlich abgeschlagene Klub nur dann die Lizenz für die Saison 2017/18 erhält, wenn binnen einer Frist zum 4. Mai 2017 die Bedingung zum Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfüllt wird. Im Falle der Nichterfüllung könnte Rostock in der dritten Liga antreten.

    Die Lizenzentscheide für Aufsteiger aus der 2. Liga in die oberste Spielklasse, für Aufsteiger aus den 3. Ligen in die 2. Liga sowie für die Absteiger aus der 1. Liga in die 2. Liga, werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Zudem teilte die HBL mit, dass die Anzahl der Vereine mit einem positiven bilanziellen Eigenkapital deutlich zugenommen hat.

  53. Die Füchse Berlin lassen Punkte gegen Melsungen liegen und haben sich nach einer dramatischen Schlussphase heftige Diskussionen mit Gegner und Unparteiischen geliefert.

    Aufgrund des 28:28-Unentschiedens verpassen es die Füchse, mit dem THW Kiel auf Platz drei gleich zu ziehen. Der frisch gebackene DHB-Pokalsieger hatte zuvor in letzter Sekunde gerade noch ein 23:23 gegen GWD Minden gerettet.

    Beide Teams vergaben in den letzten Minuten einer hitzigen Partie reihenweise Chancen auf den Sieg. Für die Füchse scheiterte Nationalspieler Paul Drux mit dem letzten Wurf.

    Danach traf tatsächlich noch Melsungens Johannes Sellin zum vermeintlichen Außenseiter-Sieg, doch zuvor war bereits die Uhr abgelaufen.

    Im Anschluss kam es am Zeitnehmertisch zu tumultartigen Szenen mit Füchse-Keeper Silvio Heinevetter im Zentrum, der sich unter anderem mit MT-Linksaußen Jeffrey Boomhouwer anlegte. Erst mit vereinten Kräften konnten die Streithähne getrennt werden.

    Melsungen erwägt Protest

    Nicht wegen der Tumulte, sondern wegen einer Szene kurz vor Sellins letztem Wurf erwägt die MT Melsungen Protest gegen die Wertung des Spiels einzulegen. Berlins Nationalspieler Fabian Wiede soll Boomhouwer bei der Ausführung eines Einwurfs behindert haben, weil er den Ball auf der Bank fing und hinter sich fallen ließ. MT hinterlegte daraufhin einen entsprechenden Vermerk im Spielbericht und hat nun bis Samstag Zeit, einen schriftlichen Einspruch an die HBL zu richten.

    "Wir werten die Szenen zurzeit aus und haben uns noch nicht entschieden. Wir werden das in Ruhe überlegen", sagte MT-Geschäftsführer Axel Geerken dem SID am Donnerstag und kündigte eine Entscheidung für Samstag an.

    Unabhängig davon sei es dem Klub wichtig zu zeigen, "dass da etwas nicht in Ordnung ist". Ein erfolgreicher Einspruch hätte ein Wiederholungsspiel zur Folge. Abgesehen von der schwierigen Terminfindung bestehe dann allerdings, so Geerken, "die Gefahr, dass man es verliert".

    Wiede war sich im SPORT1-Interview keiner Schuld bewusst. "Ich habe den Ball ganz normal hinter mich auf den Boden gelegt. Ich weiß nicht, was das Problem ist", erklärte der Linkshänder seine Sicht der Dinge.

    Die Füchse bleiben damit in der Tabelle einen Punkt hinter dem frisch gebackenen DHB-Pokalsieger zurück auf Rang vier. Dahinter folgt der SC Magdeburg, der zuvor einen 27:26-Arbeitssieg gegen den TVB Stuttgart gefeiert hatte.

    Sowohl Berlins Hans Lindberg als auch Melsungens Michael Müller trafen jeweils sieben Mal. Der Däne Lindberg leistete sich dabei keinen einzigen Fehlwurf.

  54. Die deutschen Handballer müssen in ihren richtungweisenden EM-Qualifikationsspielen gegen den WM-Dritten Slowenien auf Torjäger Julius Kühn verzichten. Der Europameister vom VfL Gummersbach fällt wegen eines Innenbandanrisses aus und steht nicht im 18-köpfigen Aufgebot von Bundestrainer Christian Prokop.

    Kühn hatte sich die Knieverletzung am Ostermontag beim Bundesligaspiel in Leipzig (25:27) zugezogen und muss voraussichtlich sechs bis acht Wochen pausieren. Ansonsten kann das deutsche Team für die beiden Partien Anfang Mai personell aus dem Vollen schöpfen.

    Prokop mit Respekt

    "Für uns wird es eine große Herausforderung, unsere Stärken gegen Slowenien in Ljubljana durchzubringen und in der lautstarken Atmosphäre der Arena Stozice kühlen Kopf zu behalten", sagte Prokop mit Blick auf die Partie am 3. Mai (20.00 Uhr) in Ljubljana.

    Das Rückspiel findet am 6. Mai (16.10 Uhr) in Halle/Westfalen statt. Slowenien habe sich unter Trainer Veselin Vujovic "kontinuierlich entwickelt", sei "spielerisch stark und kämpft über 60 Minuten", sagte Prokop, der in den beiden Spielen seine Pflichtspiel-Premiere feiert.

    DHB-Team führt Gruppe an

    Titelverteidiger Deutschland liegt mit der Optimalausbeute von 4:0-Punkten zurzeit auf dem ersten Platz der Gruppe 5 vor Slowenien (3:1-Punkte), Portugal (1:3) und der Schweiz (0:4) und könnte sich mit zwei Siegen gegen Slowenien bereits vorzeitig für die Europameisterschaft 2018 in Kroatien qualifizieren.

    Die ersten beiden Teams jeder der insgesamt sieben Quali-Gruppen sowie der beste Gruppendritte nehmen an der Endrunde teil.

    Für die Slowenien-Spiele muss der Deutsche Handballbund (DHB) am kommenden Montag noch einen erweiterten 28er-Kader melden. Aus diesem setzen sich die maximal 16 Spieler umfassenden Aufgebote für die beiden Spiele zusammen. Diese müssen jeweils am Morgen des Spieltages bei der technischen Besprechung verbindlich gemeldet werden.

    Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:

    Tor: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Andreas Wolff (THW Kiel)

    Feld: Uwe Gensheimer (Paris St. Germain/Frankreich), Finn Lemke (SC Magdeburg), Patrick Wiencek (THW Kiel), Tobias Reichmann (KS Vive Kielce/Polen), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Steffen Weinhold (THW Kiel), Steffen Fäth (Füchse Berlin), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Philipp Weber (HSG Wetzlar), Rune Dahmke (THW Kiel), Simon Ernst (VfL Gummersbach), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig), Paul Drux (Füchse Berlin)

  55. Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt hat den Vertrag des schwedischen Handball-Nationalspielers Jim Gottfridsson (24) vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2020 verlängert.

    Dies teilte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke am Mittwoch am Rande des 32:25 (16:16)-Ligaerfolgs gegen den Bergischen HC mit. Rückraumspieler Gottfridsson spielt seit 2013 für die Flensburger und gewann mit dem Team unter anderem 2014 die Champions League.

  56. Rekordmeister THW Kiel droht die Teilnahme an der Champions League zu verspielen, die SG Flensburg-Handewitt kletterte wieder an die Spitze der Bundesliga (SERVICE: Die Tabelle).

    Während die Zebras beim 23:23 (9:11) gegen GWD Minden ihre zweite Heimpleite der Saison nur knapp verhinderten, gelang dem Nordrivalen Flensburg am 27. Spieltag ein 32:25 (16:16)-Sieg beim abstiegsbedrohten Bergischen HC.

    Kiel, das am vergangenen Samstag beim TBV Lemgo verloren hatte, konnte von Glück reden, dass auch Verfolger Füchse Berlin nicht über ein Unentschieden hinauskam. Drei Tage nach dem Erfolg über Flensburg reichte es für die Hauptstädter bei der MT Melsungen nur zu einem 28:28 (16:13).

    Kiel ist weiter Dritter mit einem Punkt Vorsprung auf Berlin. Die ersten beiden Teams der Bundesliga sind direkt für die Königsklasse qualifiziert, der Dritte muss auf die Entscheidung des Exekutiv-Komitees des Europäischen Handball-Verbandes EHF hoffen.

    Flensburg übernimmt Tabellenspitze

    Flensburg bleibt mindestens drei Tage Tabellenführer, allerdings können die Rhein-Neckar Löwen am Samstag mit einem Sieg über Schlusslicht HSC 2000 Coburg zurückschlagen. Der SC Magdeburg festigte derweil Platz fünf und darf weiter auf die Qualifikation für den Europapokal hoffen. Der dreimalige EHF-Cup-Sieger setzte sich gegen Aufsteiger TVB Stuttgart mit 27:26 (14:14) durch und ist nun seit zwölf Spielen ungeschlagen.

    In Kiel erzielte Marko Vujin drei Sekunden vor Schluss den Ausgleich für die Gastgeber, die beinahe die gesamte zweite Halbzeit zurückgelegen hatten.

    SG Flensburg-Handewitt - Bergischer HC 32:25 (16:16)
    Tore: Eggert (9/2), Glandorf (5), Mogensen (5), Lauge Schmidt (4/1), Svan (3), Heinl (3), Mahe (2/2), Gottfridsson (1) für Flensburg - Thor Gunnarsson (7/4), Artmann (6), Herman (4), Vilovski (3), Criciotoui (3), Babak (1), Gutbrod (1) für den Bergischen HC
    Zuschauer: 6229

    THW Kiel - TSV GWD Minden 23:23 (9:11)
    Tore: Dahmke (5), Vujin (5/1), Ekberg (4), Weinhold (4), Wiencek (3), Bylik (1), Nilsson (1) für Kiel - Rambo (6), Svitlica (6/1), Gullerud (4), Michalczik (3), Südmeier (2), Sjöstrand (1), Freitag (1) für Minden
    Zuschauer: 10.285

    SC Madgeburg - TVB Stuttgart 27:26 (14:14)
    Tore: Damgaard (12), Zelenovic (4), Weber (4),  Grafenhorst (3), Christiansen (2), Bezjak (1), Musa (1) für Magdeburg - Orlowski (8), Kraus (7), Schagen (6), Kretschmer (2), Celebi (2), Fotache (1) für Stuttgart
    Zuschauer: 6034

    MT Melsungen - Füchse Berlin 28:28 (13:16)
    Tore: M. Müller (7), Sellin (5/2), Golla (5), Rnic (4), Schneider (3), Boomhouwer (2), Danner (1), P. Müller (1) für Melsungen - Lindberg (8/5), Wiede (5), Elisson (5), Tönnesen (2), Plaza Jimenez (2), D. Nenadic (2), Kozina (2), P. Nenadic (1), Drux (1) für Berlin
    Zuschauer: 4300

  57. Bundestrainer Christian Prokop hat sich in der Diskussion um eine Überlastung der Topspieler erneut für eine Reduzierung der Bundesliga ausgesprochen.

    "Ich kenne die unterschiedlichen Interessen, und wenn man eine Bundesliga mit 16 anstatt 18 Teams hätte, wäre das Ergebnis pro Team vier Spieltage weniger", sagte Prokop im Interview mit Funke Sport. Dies würde "die Belastung ein Stück weit reduzieren".

    Der DHB-Coach, der in Doppelfunktion noch bis Sommer den Bundesligisten SC DHfK Leipzig trainiert, zeigt aber auch Verständnis für die Gegenseite. "Andererseits müssen die Vereine dann die Einnahmen aus diesen beiden Heimspielen dann finanziell kompensieren. Es wird immer ein Spagat zwischen sportlicher Ausrichtung und wirtschaftlichen Interessen bleiben", sagte Prokop. Durch die Spiele in der Bundesliga, der Champions League und in der Nationalmannschaft ist der Saison-Kalender der Handballer stets prall gefüllt.

  58. Die Füchse Berlin sind mittendrin im Rennen um einen Champions-League-Platz: Nur noch ein Punkt trennt das Team von Trainer Velimir Petkovic vom THW Kiel und Platz drei. Der Überraschungscoup gegen den Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat die Berliner zusätzlich beflügelt, diesen Schwung wollen sie jetzt auch gegen die MT Melsungen (ab 20 Uhr im LIVETICKER) ausnutzen.

    SPORT1 zeigt das Topspiel der DKB HBL am Mittwoch ab 20 Uhr LIVE im TV und im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de

    Heinevetter erklärt Erfolgsrezept

    Nach dem 34:32-Erfolg über Flensburg schilderte Keeper Silvio Heinevetter im SPORT1-Interview das Erfolgsrezept für den Kraftakt: „Wir wollten unbedingt gegen eine große Mannschaft gewinnen, wir haben als Team super zusammen gespielt.“ Den Füchsen gelang so die Aufholjagd nach dem 16:17-Rückstand zur Pause.

    Auf der Zielgeraden der DKB HBL soll der Lauf in Nordhessen fortgesetzt werden. Doch bei der MT Melsungen erwartet die Berliner eine schwere Aufgabe, die MT ist inzwischen auf Platz acht der Tabelle geklettert und wirkte zuletzt gefestigt (SERVICE: Die Tabelle).

    In der Hinrunde siegte Berlin mit 33:31.  

  59. Rücktritt vom Rücktritt: Anders Eggert kehrt in die dänische Handball-Nationalmannschaft zurück. Der Linksaußen vom Bundesliga-Spitzenklub SG Flensburg-Handewitt steht im ersten Aufgebot des neuen Trainers Nikolaj Jacobsen, der auch den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen coacht.

    Dänemark muss im Rahmen der EM-Qualifikation am 4. und 7. Mai in den Topspielen gegen Ungarn antreten. Eggert, Europameister von 2012, hatte im vergangenen Oktober seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.  

  60. Schlechte Nachrichten für den deutschen Rekordmeister THW Kiel: Kapitän Domagoj Duvnjak (28) fällt für den Rest der Saison aus.

    Der 28 Jahre alte Rückraumspieler wurde am Dienstag an der chronisch entzündeten Patellasehne im linken Knie operiert und wird seinem Klub mindestens sechs Monate fehlen. Dies teilte der THW mit.

    Damit wird Duvnjak dem Team von Trainer Alfred Gislason sowohl im Liga-Endspurt als auch im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona nicht zur Verfügung stehen. Großes Ziel des Kroaten ist die Europameisterschaft im eigenen Land im Januar 2018.

    "Die Operation ist gut verlaufen", sagte Kiels Mannschaftsarzt Dr. Frank Pries nach dem 30-minütigen Eingriff, bei dem das chronisch entzündete Gewebe entfernt wurde.

    Obwohl Duvnjak seit Saisonbeginn aufgrund starker Schmerzen kaum am Trainingsbetrieb teilnehmen konnte, hatte er den THW zuletzt mit einer überragenden Leistung zum zehnten DHB-Pokalsieg und in die Runde der letzten Acht der Königsklasse geführt.

  61. Bundestrainer folgt auf Bundestrainer: Michael Biegler wird ab 2018 Cheftrainer beim Bundesligisten SC DHfK Leipzig.

    Der aktuelle Coach der DHB-Frauen unterschrieb bei den Sachsen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 und tritt damit die Nachfolge des scheidenden Christian Prokop an, der sich nach der Saison voll auf seine Aufgabe als Bundestrainer der Männer-Nationalmannschaft konzentriert. 

    Bis zu Bieglers Amtsantritt am 1. Januar 2018 werden die Leipziger ab Sommer von Co-Trainer Andre Haber betreut. Dies teilte DHfK am Dienstag mit. "Ich freue mich, wieder ein Teil dieses leidenschaftlichen und emotionalen Projektes zu werden", sagte Biegler. Der 56-Jährige hatte Leipzig bereits in der Endphase der Saison 2012/13 kurzzeitig betreut und damals vor dem Abstieg aus der 2. Liga bewahrt. 

    Biegler, der die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zurzeit auf die Heim-WM im Dezember vorbereitet, galt als Wunschkandidat von DHfK-Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar. "Michael Biegler ist ein herausragender Trainer", sagte Kretzschmar: "Er ist unglaublich innovativ in der Trainingsmethodik und hat dabei eine beeindruckende Rhetorik."

    Biegler sei "die perfekte Trainerwahl" für Leipzig. Ein Engagement schon ab Sommer scheiterte am Veto des Deutschen Handballbundes (DHB), der Biegler für eine Doppelfunktion nicht freigab.

    Beim Verband beginnt derweil die Suche nach einem Nachfolger, Bieglers Erbe ist noch nicht geregelt. "Eine Personalentscheidung werden wir mit Ruhe und Bedacht vorbereiten", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann via Pressemitteilung am Dienstag. Man sei aber "darauf vorbereitet, denn das Engagement von Michael Biegler war von Anfang an projektbezogen".

  62. Traditionsklub VfL Gummersbach gerät in der Bundesliga in immer ärgere Abstiegsnot. Der zwölfmalige deutsche Meister verlor am Montag auch bei DHfK Leipzig mit 25:27 (12:17) und kassierte damit die sechste Niederlage in Serie.

    Gummersbach liegt als Tabellen-14. nur einen Punkt vor den Abstiegsplätzen.

    Das Leipziger Team von Bundestrainer Christian Prokop setzt seine starke Saison fort und liegt auf dem sechsten Rang. Bester Torschütze der Gastgeber war vor 4327 Zuschauern Marvin Sommer mit neun Treffern.

    Für Gummersbach waren Simon Ernst und Alix Kevynn Nyokas mit jeweils fünf Toren am erfolgreichsten.

  63. Michael Biegler wird übereinstimmenden Medienberichten zu Folge neuer Trainer des SC DHfK Leipzig. Der Bundestrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft soll am Dienstag vorgestellt werden.

    Der Handball-Bundesligist bestätigte auf SPORT1-Nachfrage am Sonntag, dass am Dienstag ein Pressegespräch stattfinden soll, bei dem der neue Coach vorgestellt wird. Dass es sich dabei um Biegler handelt, wollte der Verein nicht bestätigen.

    Biegler wird in Leipzig laut den Berichten Nachfolger von Christian Prokop, der seit Kurzem die Bad Boys trainiert.

    Biegler war absoluter Wunschkandidat von DHfK-Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar und sollte eigentlich schon früher kommen. Aber weil im Dezember die Weltmeisterschaft in Deutschland stattfindet und dort eine Medaille das Ziel ist, gab der Deutsche Handballbund (DHB) den 56-Jährigen für eine Doppelfunktion als National- und Vereinscoach nicht frei.

    Bis zu Bieglers Amtsantritt werden die Leipziger ab Sommer von Co-Trainer Andre Haber betreut.

  64.  Die SG Flensburg-Handewitt hat die Tabellenführung der DKB Handball-Bundesliga verloren. 

    Die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes musste sich im schweren Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin mit 32:34 (17:16) geschlagen geben. 

    Die Rhein-Neckar Löwen waren bereits am Samstag mit einem Sieg gegen Frisch Auf Göppingen an Flensburg vorbei gezogen, der THW Kiel hatte sich mit einer Pleite beim TBV Lemgo endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet (Die Tabelle der DKB HBL). 

    Die Hälfte aller Berliner Tore gegen Flensburg-Handewitt gingen auf das Konto von Petar Nenadic (9/1) und Hans Lindberg (8/5). 

    Füchse mit starker Schlussphase

    Für die Gäste trafen Lasse Svan (8) und Holger Glandorf (5) am häufigsten. Flensburg hatte gut vier Minuten vor dem Ende noch 30:29 geführt. Doch die Füchse drehten den Spieß mit drei Treffern in Folge um.

    Zwei weitere Tore von Nenadic und Nationalspieler Fabian Wiede machten alles klar für die Gastgeber.

    Nach dem Spiel analysierte Füchse-Torwart Silvio Heinevetter bei SPORT1 die Gründe für den Sieg. "Wir haben als Mannschaft, auch wenn nicht immer alles rund lief, wirklich super zusammen gespielt und am Ende mit ein bisschen Glück gewonnen."

    Auch Rückraumspieler Petar Nenadic schlug selbstkritische Töne an. Die erste Halbzeit sei sehr schwierig gewesen und in den ersten 20 Minuten habe das Angriffsspiel überhaupt nicht gestimmt. Aber "wir haben das ganze Spiel über gekämpft und einen großen Schritt gemacht", sagte Nenadic im SPORT1-Interview.

    Magdeburg feiert nächsten Sieg

    Erster Verfolger der viertplatzierten Füchse bleibt der SC Magdeburg. Im Auswärtsspiel beim TSV Hannover-Burgdorf feierte die aktuelle Nummer fünf der Bundesliga einen 28:23 (14:9)-Sieg.

    Michael Damgaard (8/1) und Nemanja Zelenovic (6) waren die Erfolgsgaranten der Magdeburger. Kai Häfner erzielte als bester TSV-Werfer sieben Treffer.

  65. Alfred Gislason war mächtig angefressen. "Ich bin sehr enttäuscht von unserem Spiel", sagte der Trainer des THW Kiel nach der völlig überraschenden 30:34-Pleite beim TBV Lemgo und verschaffte seinem aufgestauten Ärger Luft: "Wir waren in der Abwehr zu langsam, hatten dadurch auch kaum eine Torhüter-Leistung. Und vorne haben wir zu viele technische Fehler gemacht."

    Rums. Gislasons Analyse des Kieler Spiels beim ostwestfälischen Abstiegskandidaten kam einer sportlichen Bankrotterklärung gleich. Dabei war es beim Isländer wohl weniger der Zorn über die fünfte Saison-Niederlage als der Frust über den erneuten Titel-K.o., der sich nach Schlusspfiff ein Ventil suchte.

    Kiel verabschiedet sich aus Meisterschaftsrennen

    "Das ist richtig schade für uns", sagte Gislason. Nur eine Woche nach dem so umjubelten Pokal-Coup von Hamburghaben sich die Kieler mit ihrem reichlich uninspirierten Auftritt im Lipperland wohl endgültig aus dem Rennen um die Ligakrone verabschiedet.

    Zwei Spielzeiten nacheinander ohne Meisterschaft - das hat es in Kiel seit 13 Jahren nicht gegeben. Und unter Gislason noch nie.

    Doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Angesichts von zehn Minuspunkten ist aus dem Dreikampf an der Liga-Spitze am Osterwochenende ein Zweikampf zwischen Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen, der bei Frisch Auf Göppingen (28:24) siegte, und der SG Flensburg-Handewitt geworden.

    Und so geht der Blick der Kieler ab sofort eher in die andere Richtung. Als Tabellen-Dritter droht den THW-Stars um Nationaltorwart Andreas Wolff sogar Ungemach von unten, die Qualifikation für die Champions League ist plötzlich in Gefahr.

    Champions-League-Teilnahme ist in Gefahr

    Die Füchse Berlin sind den Zebras als Vierter dicht auf den Fersen. Königsklasse ohne Dauergast Kiel? Das hat es zuletzt in der Saison 2003/04 gegeben.

    In Lemgo präsentierte sich der THW ohne Kapitän Domagoj Duvnjak (Patellasehne) jedenfalls wenig königlich. Von der berauschenden Spielweise des Pokalfinales gegen Flensburg (29:23) waren Nationalspieler Steffen Weinhold und Co. meilenweit entfernt, von einem Motivationsschub oder gar Rückenwind des ersten Titels nach fast zwei Jahren nichts zu spüren.

    Hinten brachten es die Torleute Wolff und Niklas Landin zusammen auf gerade einmal fünf Paraden, vorne fehlte es an Ideen und Durchschlagskraft.

    "Sie waren schneller, explosiver, haben gekämpft bis zum Umfallen – in der Bundesliga ist das dann so, vor allem auswärts. Dann verlierst du", sagte Blazenko Lackovic den Kieler Nachrichten.

    Viel Zeit zur Verarbeitung bleibt den THW-Stars nicht. Am Mittwoch kommt der starke Aufsteiger GWD Minden in die heimische Sparkassen-Arena, und am kommenden Sonntag steht das nächste Highlight auf dem Programm: Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League wollen die Kieler den großen Titelfavoriten FC Barcelona ärgern - und die Handball-Welt überraschen. Diesmal positiv.

  66. Eine Woche nach der herben Pokal-Enttäuschung in Hamburg startet die SG Flensburg-Handewitt in der DKB Handball-Bundesliga den Schlussspurt der Mission Meisterschaft. Das Motto lautet: "Bloß nicht wieder Zweiter."

    Die Füchse Berlin sind aber ein gefährlicher Gegner.

    "Was am Sonntag passiert ist, muss aus den Köpfen", appellierte Kreisläufer Jacob Heinl und hob vor dem schweren Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin am Sonntag (ab 14.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) das Positive hervor: "Wir haben noch sehr gute Chancen, in dieser Saison etwas zu gewinnen."

    Dämpfer fürs Selbstvertrauen

    Gerade in der Meisterschaft stehen die Nordlichter blendend da, haben bei einem Spiel weniger nur einen Punkt Rückstand auf Meister Rhein-Neckar Löwen und stehen klar vor dem großen Rivalen THW Kiel, der der SG im Pokalfinale am Sonntag eine Lehrstunde verpasst hatte.

    Die Niederlage war ein empfindlicher Dämpfer fürs Selbstvertrauen der Flensburger, die sowieso gegen das Image des "ewigen Zeiten ankämpfen". Elf Mal landete die SG in der DKB Handball-Bundesliga seit 1996 auf Rang zwei, allein drei Mal in den letzten fünf Jahren - zum Titelgewinn reichte es bislang nur 2004.

    Die Füchse Berlin sind unter dem neuen Trainer Velimir Petkovic dagegen so etwas wie das Team der Stunde in der Liga. Die Berliner sind seit Ende Februar ungeschlagen, rangen in dieser Zeit den Rhein-Neckar Löwen einen Punkt ab und festigten ihren vierten Platz in der Tabelle.

    Schon das Hinspiel war ein Herzschlagfinale, das die SG in letzter Sekunde mit 27:26 (13:12) für sich entschied. Im Berliner "Fuchsbau" dürfte die Flensburger also eine der höchsten Hürden auf ihrem Weg zum möglichen zweiten Meistertitel erwarten.

    SCM will Serie in Hannover ausbauen

    Außerdem empfängt die TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag (ab 14.55 Uhr im LIVESTREAM) den SC Magdeburg. Die Magdeburger sind durch einen unglaublichen Lauf von zehn ungeschlagenen Spielen in Folge inzwischen auf den fünften Tabellenplatz gesprungen.

    Hannover steckt dagegen im grauen Mittelfeld fest. Im Hinspiel waren die Vorzeichen noch umgekehrt. Der SCM steckte in der Krise und kassierte beim 22:37 in eigener Halle eine historisch hohe Niederlage. Gerade deshalb dürfte das Team von Cheftrainer Bennet Wiegert wohl erst recht auf Wiedergutmachung brennen und die Siegesserie auch in Hannover ausbauen wollen.

  67. Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hat sich endgültig aus dem Titelrennen in der DKB Handball-Bundesliga verabschiedet.

    Nach der überraschenden 30:34 (11:16)-Niederlage beim TBV Lemgo haben die Kieler auf Platz drei der Tabelle mit zehn Minuspunkten bereits einen deutlichen Rückstand auf Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt und Meister Rhein-Neckar Löwen. 

    Die Löwen verdrängten die nun zweitplatzierten Flensburger, die am Sonntag zum schweren Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin (ab 14.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) antreten müssen, mit dem 28:24 (19:9)-Sieg bei Frisch Auf Göppingen von der Tabellenspitze. Beste Werfer des deutschen Meisters waren Regisseur Andy Schmid mit acht und Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson mit sieben Treffern. 

    Duvnjaks Ausfall deutlich spürbar

    Die Überraschung des Tages fand allerdings in Lemgo statt. Vor 5000 Zuschauer wirkte Lemgo deutlich motivierter und spritziger als die behäbigen Kieler, die sich ungewohnt viele technische Fehler leisteten.

    Ohne Spielmacher Domagoj Duvnjak, der in der kommenden Woche an der Patellasehne operiert wird, fiel den THW-Akteuren vor einer gut aufgestellten Lemgoer Deckung nicht viel ein, und hinter einer nicht konsequenten Kieler Abwehr bekamen die beiden Torhüter Niklas Landin und Andreas Wolff nicht viel zu fassen. 

    Auch acht Tore von Rechtsaußen Niclas Ekberg und sechs Treffer des schwedischen Rückraumspielers Lukas Nilsson konnten DHB-Pokalsieger Kiel nicht retten. Bester Werfer der Gastgeber war Rechtsaußen Dominik Ebner mit acht Treffern. 

    Coburg fast schon weg

    Ebenso wie der TBV Lemgo verschaffte sich auch der Bergische HC mit einem 28:26 (13:15) gegen den HC Erlangen ein wenig Luft im Abstiegskampf.

    Kaum noch Hoffnung auf den Verbleib in der ersten Liga hat dagegen der HSC Coburg, der sein Heimspiel gegen die MT Melsungen mit 25:28 (13:17) verlor und mit fünf Punkten Rückstand Tabellenletzter bleibt. Einen Platz davor liegt die HBW Balingen-Weilstetten, die bei GWD Minden mit 22:25 verlor.

  68. Mit einem Paukenschlag haben sich die Rhein-Neckar Löwen zuletzt den Pokalfrust von der Seele geworfen. Nach der blamablen Vorstellung im REWE Final Four fegte der Meister den VfL Gummersbach unter der Woche mit 34:20 aus der Halle.

    Im Baden-Württemberg-Derby am Samstag gegen FRISCH AUF! Göppingen (ab 20.10 Uhr im LIVESTREAM auf SPORT1.de) kann der Tabellenzweite aus Mannheim mit einem Sieg nun sogar vorübergehend an Spitzenreiter Flensburg vorbeiziehen.

    "Haben Meisterschaft noch in eigenen Händen"

    "Wir haben in der Meisterschaft noch alles in den eigenen Händen", sagte Löwen-Regisseur Andy Schmid nach dem Sieg gegen Gummersbach zu SPORT1. "Wir wissen auch, wie wir mit Niederlagen umgehen müssen."

    Schon im Hinspiel ließen die Löwen den Göppingern beim 35:26 (16:16) keine Chance, gerade die zweite Hälfte kam damals einer Machtdemonstration gleich.

    Die Schwaben haben nach der Qualifikation für das Final Four im EHF-Pokal zwar gehörig Rückenwind, in der Liga setzte es zuletzt aber eine überraschende Pleite beim Vorletzten Bergischer HC. Zudem verkündete Rückraum-Shooter Jens Schöngarth sein Saison-Aus wegen einer Fingerverletzung.

    Die Rollen scheinen vor dem Derby also recht klar verteilt. In der "Hölle Süd" in Göppingen darf aber kein Favorit mit einem Selbstläufer rechnen.

  69. Der TVB Stuttgart hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen.

    Die Mannschaft von Trainer Markus Baur unterlag am 26. Spieltag der HSG Wetzlar in eigener Halle mit 18:28 (10:12) und bleibt als Tabellen-14. in Abstiegsgefahr. Wetzlar setzte sich durch den Sieg als Sechster indes im oberen Mittelfeld fest (SERVICE: Die Tabelle).

    Philipp Weber war mit sieben Treffern bester Werfer für Wetzlar, der frühere Weltmeister Michael Kraus war mit sechs Toren erfolgreichster Stuttgarter.

    Das Spiel im Stenogramm:

    TVB Stuttgart - HSG Wetzlar 18:28 (10:12)
    Tore: Kraus (6), Fotache (3), Celebi (3), Orlowski (2), Schagen (2/2), Schweikardt (1/1), Weiss (1) für Stuttgart - Weber (8), Kohlbacher (5), Cavor (4),  Lindskog (3), Kvist (2/1), Pöter (2/1), Bjornsen (1), Mirkulovski (1), Hahn (1), Buric (1) für Wetzlar
    Zuschauer: 2251

  70. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat seine letzte Titelchance der Saison gewahrt.

    Die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen bezwang Altmeister VfL Gummersbach nach Startschwierigkeiten verdient mit 34:20 (16:13). Mit 43:5 Punkten bleibt der Tabellen-Zweite dem Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt (44:4 Punkte) auf den Fersen.

    Die Löwen begannen vier Tage nach der Halbfinal-Niederlage im DHB-Pokal gegen Flensburg sowie zwei Wochen nach dem Aus in der Champions League gegen Kiel gehemmt, zogen nach der Pause aber davon.

    Bester Werfer der Gastgeber war vor 7468 Zuschauern der Isländer Gudjon Valur Sigurdsson mit elf Toren, Andy Schmid kam auf neun Treffer. Für den nach nur drei Punkten aus dem letzten zwölf Spielen vom Abstieg bedrohten Traditionsklub aus Gummersbach erzielte Europameister Julius Kühn fünf Treffer.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach 34:20 (16:13)
    Tore: Sigurdsson (11/1), Schmid (9/1), Ekdahl du Rietz (4), Baena Gonzales (2), Pekeler (2/1), Larsen (1), Groetzki (1), Reinkind (1), Taleski (1), Guardiola (1), Petersson (1) für Rhein-Neckar - Kühn (5/3), Ernst (4), Becker (3), Pevnov (2), Schmidt (1), von Gruchalla (1), Schroter (1), Baumgärtner (1) Nyokas (1), Schröder (1) für Gummersbach
    Zuschauer: 7468

  71. Rekordmeister THW Kiel verpflichtet zur kommenden Saison den slowenischen Nationalspieler Miha Zarabec.

    Der 25-jährige Spielmacher, der im Januar in Frankreich WM-Bronze gewonnen hatte, kommt vom Champions-League-Teilnehmer RK Celje und unterschrieb an der Förde einen Ein-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2018 mit einer Option für ein weiteres Jahr.

    "Miha macht den Ball schnell und ist ein torgefährlicher, klassischer Spielmacher. Er bringt alle Fähigkeiten mit, die uns helfen können", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

    Kiels Geschäftsführer Thorsten Storm meinte: "Wir wissen, dass Domagoj Duvnjak an der Patellasehne operiert werden muss, was eine mehrmonatige Pause nach sich ziehen wird. Es wäre fahrlässig, nur mit einem Mittelmann in die Saison zu gehen." 

  72. Nach der bitteren Pokal-Pleite gegen die SG Flensburg Handewitt wollen sich die Rhein-Neckar Löwen jetzt voll auf den Kampf um die Meisterschaft konzentrieren. Am Mittwoch empfängt der Deutsche Meister den VfL Gummersbach (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

    Das vergangene Wochenende haben sich die Rhein-Neckar Löwen ganz anders vorgestellt. Für den Deutschen Meister setzte sich vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena eine schwarze Serie fort: Auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel.

    Zum vierten Mal hintereinander verloren die Mannheimer im Halbfinale gegen die SG Flensburg-Handewitt. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren sie am viermaligen Cupsieger gescheitert.

    Mit einem Sieg in dem Nachholspiel könnten die Mannheimer nun aber in der Bundesliga bis auf einen Punkt an den Tabellenführer heranrücken.

    VfL Gummersbach steckt mitten im Abstiegskampf

    "Wir müssen und werden die Niederlage in Hamburg aufarbeiten. Allerdings haben wir nicht viel Zeit, denn am Mittwoch gilt es in der Bundesliga wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Da sind wir nun alle gefordert", sagt Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen vor dem Ligaspiel.

    In der Partie gegen den VfL Gummersbach gilt es für die Löwen also nun ihre Wunden zu lecken. Mit dem Altmeister kommt ein Gegner in die SAP Arena, der sich mitten im Abstiegskampf befindet.

    Seit knapp zwei Wochen ist Sead Hasanefendic zum dritten Mal Cheftrainer bei Gummersbach. Unter ihm will der zwölfmalige deutsche Handball-Meister die Trendwende schaffen und den Traditionsverein vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit bewahren. "Sie haben eine Topmannschaft und durch den verpassten Finaleinzug einen Tag mehr Pause. Darüber hinaus können sie sich jetzt ganz auf die Bundesliga konzentrieren und werden hochmotiviert sein", sagte der VfL-Trainer über den kommenden Gegner.

    Das Hinspiel entschieden die Löwen klar mit 27:20 für sich.

  73. Der frühere Weltmeister Michael Kraus bleibt bis 2019 beim Bundesliga-Klub TVB Stuttgart. Der 33 Jahre alte Rückraumspieler unterschrieb ein neues Arbeitspapier, das ausschließlich für die erste Liga gilt.

    "Der TVB ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen", sagte Kraus, der seit 2016 für die Schwaben spielt. Vom Klassenerhalt sei er zu "einhundert Prozent" überzeugt.

    Kraus will seinen Teil zur weiteren Etablierung der Stuttgarter in der Bundesliga beitragen. In seiner erfolgreichen Karriere feierte er nach dem WM-Titel 2007 in Deutschland auch die Deutsche Meisterschaft 2011 und den Sieg in der Champions League 2013 mit dem HSV Hamburg.

  74. Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt will sich vom verlorenen Pokalfinale gegen den THW Kiel (23:29) nicht aus der Bahn werfen lassen. "Ich befürchte keinen Knacks", sagte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke: "Wir müssen aus der Niederlage lernen und nach vorne schauen."

    Ziel sei der Gewinn der deutschen Meisterschaft und das Erreichen des Final Fours in der Champions League.

    Für die SG war die Partie am Sonntag eine weitere Episode einer bitteren Finalbilanz: Bei der siebten Endspiel-Teilnahme nacheinander hatten die Nordlichter bis auf 2015 immer das Nachsehen. Im sechsten Pokalfinale gegen den THW blieb Flensburg zum fünften Mal nur zweiter Sieger.

    "Mich ärgert das schon", sagte Schmäschke: "Aber ich hoffe, die Mannschaft nimmt aus diesem Spiel für die nächsten Wochen einiges mit."

    In der Liga liegt Flensburg zehn Spiele vor dem Saisonende einen Minuspunkt vor den Rhein-Neckar Löwen und vier Minuszähler vor Kiel. In der Königsklasse trifft das Team von Trainer Ljubomir Vranjes im Viertelfinale auf HC Vardar Skopje.

    "Wenn man Finals gewinnen will, muss man auf den Punkt in allen Bereichen konzentriert sein. Da muss man sich aufopfern, und das haben wir gegen Kiel nicht getan", sagte Schmäschke.

  75. Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer hat mit den Handballern von Paris St. Germain den französischen Ligapokal gewonnen.

    Das Starensemble aus der Hauptstadt bezwang HBC Nantes mit Weltmeister Dominik Klein 31:27 (16:16). Gensheimer erzielte zwei Tore, Klein steuerte einen Treffer bei.

    Jüngst hatte Gensheimer bereits das deutsche Duell in der Champions League gegen Klein für sich entschieden und zog mit seinem Klub Paris St. Germain ins Viertelfinale eingezogen. Die favorisierten Pariser setzten sich im Rückspiel in eigener Halle gegen HBC Nantes mit 35:27 durch. Das Hinspiel an der Loire-Mündung war 26:26 ausgegangen.

  76. Den Erzrivalen niedergerungen, den Thron zurückerobert: Der THW Kiel hat nach drei Jahren Abstinenz und einer komplett titellosen Saison wieder den DHB-Pokal gewonnen.

    Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason besiegte die SG Flensburg-Handewitt in einem hochemotionalen Finale in Hamburg 29:23 (13:12) und sicherte sich zum zehnten Mal den Titel.

    Bester Werfer des Rekord-Pokalsiegers, der das REWE Final Four zuletzt drei Mal verpasst hatte, war Kapitän Domagoj Duvnjak mit sieben Treffern. Den Grundstein für den verdienten Erfolg legten die Kieler aber mit einer bärenstarken Defensive und einem überragenden Niklas Landin im Tor.

    In der zweiten Halbzeit berauschten sich die THW-Spieler phasenweise selbst und zogen nach ausgeglichener erster Hälfte unnachahmlich davon.

    Hingebungsvoll, hitzig, hochklassig

    Für die SG, bei der Rasmus Lauge, Kentin Mahe und Holger Glandorf mit jeweils vier Toren am häufigsten trafen, war die Partie am Sonntag eine weitere Episode einer bitteren Finalbilanz: Bei der siebten Endspiel-Teilnahme nacheinander hatten die Nordlichter bis auf 2015 immer das Nachsehen. Im sechsten Pokalfinale gegen den THW blieb Flensburg zum fünften Mal nur zweiter Sieger.

    "Es war ein überragendes Spiel mit einem tollen Publikum. Jetzt fällt viel Druck ab, in der Liga liegen wir ja vier Punkte hinter der Spitze", sagte Niklas Landin SPORT1, der ein großes Lob für Duvnjak hatte: "Vor der Leistung von Dule hat die gesamte Mannschaft Respekt, Wahnsinn, was er abgeliefert hat."

    Die 13.200 Zuschauer in der ausverkauften Barclaycard Arena bekamen von Beginn an beste Handball-Unterhaltung geboten. Die Strapazen der Halbfinalspiele vom Vortag waren den Spielern nicht im geringsten anzumerken. Kiel, das 24 Stunden zuvor den SC DHfK Leipzig 35:32 bezwungen hatte, setzte im Angriff vor allem mit Duvnjak und Kreisläufer Patrick Wiencek Akzente.

    Gislason greift in die Trickkiste

    Liga-Spitzenreiter Flensburg, der am Vortag den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen 33:23 demontiert hatte, schöpfte zunächst Kraft aus der Breite seines exquisiten Kaders. Nach der Pause hatte das Team von Coach Ljubomir Vranjes allerdings nichts mehr zuzusetzen.

    Während seine Spieler um Ex-Weltmeister Holger Glandorf kaum mehr zum Abschluss kamen, warfen sich die Kieler vorübergehend in einen wahren Rausch, feierten jede gelungene Aktion schon wie den Pokalsieg. Beim Stand von 21:15 (44.) war die Partie praktisch entschieden.

    "Wir standen eigentlich gut, aber Kiel ist immer wieder durchgekommen. Wir haben viele unnötige Tore gekriegt", sagte Flensburgs Anders Eggert SPORT1.

    Das Finale begann mit einer dicken Überraschung. Kiels Coach Gislason griff tief in die Trickkiste und ließ Linksaußen Rune Dahmke zunächst als Spielmacher auflaufen - mit Erfolg. Der THW zeigte sich im Angriff variabel und narrte die Flensburger Deckung ein ums andere Mal, sodass der Rekordmeister innerhalb weniger Minuten von 1:3 (4.) auf 6:3 vorlegte.

    Schwarze Serie der Löwen geht weiter

    In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem vor allem die beiden Keeper Glanzlichter setzten. Während Kiels Landin, der den Vorzug vor Europameister Andreas Wolff erhielt, von Beginn an reihenweise Flensburger Großchancen vereitelte, steigerte sich auch Flensburgs Mattias Andersson bis zur Pause.

    Dies änderte sich im zweiten Abschnitt. Angetrieben von seinen lautstarken Fans, setzte sich der Rekordmeister schnell ab. Und wenn die Flensburger doch einmal durchkamen, parierte Landin glänzend.

    Für die Rhein-Neckar Löwen setzte sich in Hamburg unterdessen eine schwarze Serie fort, auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel. Zum vierten Mal nacheinander verlor der deutsche Meister im Halbfinale gegen Flensburg. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren die Löwen an dem viermaligen Cupsieger gescheitert.

  77. Im Finale des DHB-Pokals kommt es zu einem echten Kracher: Der THW Kiel fordert die SG Flensburg-Handewitt. 

    Es ist das Duell des Rekord-Pokalsiegers mit dem Spitzenreiter der Bundesliga - und mit SPORT1 verpassen Sie keine Minute (ab 14.30 Uhr LIVE im TV). 

    Kiel hatte sich im Halbfinale des REWE Final Four einen offenen Schlagabtausch mit dem SC DHfK Leipzig (32:35) geliefert und greift nach seinem zehnten Titel. In den letzten drei Jahren hatte der THW das Endrunden-Turnier jeweils verpasst. 

    Flensburg demontierte im zweiten Halbfinale die Rhein-Neckar Löwen mit 33:23. 

    Im Endspiel kommt es nun zur "Mutter aller Derbys". Das prestigeträchtige Duell der beiden Erzfeinde ist seit vielen Jahren stets ein echtes Handball-Highlight. 

    "Vor dem Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt spüre ich die Bedeutung, das schwarz-weiße Trikot zu tragen noch stärker als sonst", sagte Kiels Kapitän Domagoj Duvnjak einst. 

    Mit dem Pokal-Finale hat die nächste Ausgabe des traditionsbehafteten Kräftemessens der Nordklubs einen würdigen Rahmen. SPORT1 überträgt die Partie um 14.30 LIVE im TV und berichtet auf SPORT1.de und in der SPORT1 App

  78. Die SG Flensburg-Handewitt ist dem THW Kiel ins Endspiel um den DHB-Pokal gefolgt.

    Der Bundesliga-Tabellenführer besiegte die Rhein Neckar-Löwen im zweiten Halbfinale des Final Fours in Hamburg mit 33:23 (18:16) und steht zum siebten Mal hintereinander im Finale.

    Dort trifft die Mannschaft von Ljubomir Vranjes am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) auf ihren Kieler Erzrivalen. Der Rekord-Pokalsieger, Zweiter in der Liga, hatte zuvor den SC DHfK Leipzig 35:32 (19:19) besiegt.

    Überragender Flensburger war der etatmäßige Ersatzkeeper Kevin Moeller, der mit zahlreichen Paraden glänzte. Zum besten Werfer der SG, die den Pokal zuletzt 2015 gewonnen hat, avancierte Rasmus Lauge mit sieben Treffern. Bei den Löwen trafen Alexander Petersson und Kim Ekdahl du Rietz am häufigsten (je 5 Tore).

    "Mit zehn Toren gegen die Löwen zu gewinen, sagt alles über unsere Leistung", sagte Rasmus Lauge bei SPORT1.

    Für den deutschen Meister setzte sich vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena eine schwarze Serie fort: Auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel. Zum vierten Mal hintereinander verloren die Mannheimer im Halbfinale gegen die SG. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren sie am viermaligen Cupsieger gescheitert.

  79. Traumfinale perfekt, Nordderby um den Titel: Die SG Flensburg-Handewitt trifft im Endspiel um den DHB-Pokal auf den THW Kiel.

    Der Bundesliga-Tabellenführer besiegte die Rhein Neckar-Löwen im zweiten Halbfinale des Final Four in Hamburg überraschend deutlich mit 33:23 (18:16) und steht zum siebten Mal hintereinander im Finale.

    Dort trifft die Mannschaft von Ljubomir Vranjes am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) auf ihren Kieler Erzrivalen. Der Rekord-Pokalsieger, Zweiter in der Liga, hatte zuvor den SC DHfK Leipzig 35:32 (19:19) besiegt. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, die sich in den letzten drei Jahren nicht für das Endrunden-Turnier qualifiziert hatte, könnte den Titel am Sonntag zum zehnten Mal gewinnen.

    Lauge zufrieden mit Leistung 

    Überragender Flensburger gegen die Löwen war der etatmäßige Ersatzkeeper Kevin Moeller, der von den Zuschauern wegen seiner zahlreichen Paraden mit Sprechchören gefeiert wurde.

    Zum besten Werfer der SG, die den Pokal zuletzt 2015 holte, avancierte Rasmus Lauge mit sieben Treffern. Bei den Löwen trafen Alexander Petersson und Kim Ekdahl du Rietz am häufigsten (je 5 Tore).

    "Mit zehn Toren gegen die Löwen zu gewinnen, sagt alles über unsere Leistung", sagte Rasmus Lauge bei SPORT1.

    Für den deutschen Meister setzte sich vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena eine schwarze Serie fort: Auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel.

    Zum vierten Mal hintereinander verloren die Mannheimer im Halbfinale gegen die SG. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren sie am viermaligen Cupsieger gescheitert.

     "Unser Job ist noch nicht erledigt"

    Während das zweite Halbfinale bereits Mitte der zweiten Halbzeit entschieden war, lieferten sich Kiel und Leipzig einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Einzelkönner des THW am Ende den Ausschlag gaben.

    Bester Torschütze in einem hochklassigen Spiel war Rechtsaußen Niclas Ekberg mit zwölf Treffern. Zudem überzeugten die Nationalspieler Steffen Weinhold und Rune Dahmke (beide 6 Tore).

    "Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir sind froh, dass wir im Finale sind", sagte Ekberg bei SPORT1: "Am Ende haben wir sehr diszipliniert und ruhig gespielt." Und Dahmke meinte mit Blick auf das Finale: "Unser Job ist noch nicht erledigt." 

    Beim leidenschaftlich kämpfenden Endrunden-Neuling aus Leipzig, der die Partie bis kurz vor dem Ende offen gestaltete, trafen Linksaußen Lukas Binder und Niclas Pieczkowski (beide 7) am häufigsten. Und so überwog bei Leipzigs Trainer Christian Prokop "bei aller Enttäuschung der Stolz. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das ist bei der Ausgangslage nicht normal. Meine Mannschaft hat von Beginn an gezeigt, was Leipzig ausmacht."

    Kiel im zweiten Abschnitt bestimmend

    Kiel erwischte gegen das Überraschungsteam aus Sachsen vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena einen schlechten Start - und lief fast die gesamte erste Halbzeit einem Rückstand hinterher.

    Prokop, in Personalunion auch Bundestrainer, stellte den Rekordmeister vor immer neue Aufgaben, so dass die Kieler ihrer Favoritenrolle erst nach der Pause gerecht wurden.

    Doch Leipzig steckte in der hitzigen Atmosphäre der ausverkauften Halle nie auf und kam beim 29:30 vier Minuten vor dem Ende sogar noch einmal auf ein Tor heran.

  80. Domagoj Duvnjak beißt auf die Zähne.

    Trotz anhaltender Knieschmerzen spielt der Rückraumspieler des THW Kiel im REWE Final Four (JETZT LIVE im TV) gegen Halbfinalgegner DHfK Leipzig.

    Nach dem Champions-League-Achtelfinale gegen Meister Rhein-Neckar Löwen war Duvnjaks Einsatz gegen Leipzig lange Zeit ungewiss. THW-Geschäftsführer Thorsten Storm bestätigte aber vor der Partie gegen Leipzig bei SPORT1: "Duvnjak ist heute noch mit dabei. Nächste Woche wird er operiert. Dann wird er wohl sehr lange ausfallen."

    Die Probleme im Knie plagen den Kroaten nun schon seit einem Jahr. Zuletzt wurden die Schmerzen immer schlimmer. 

    "Ich habe schon ungefähr ein Jahr Probleme, aber lange Zeit ging es noch. Zuletzt war es so schlimm, dass ich meine normale Leistung nicht bringen konnte. Das größte Problem war, dass ich zwei Jahre keine Pause hatte", sagte Duvnjak bei SPORT1.

    Zu den physischen Schmerzen kam letztlich auch die mentale Belastung. Das ewige Hin und Her und die Ungewissheit machten dem Kroaten zu schaffen. Nach dem Final Four und der folgenden Operation ist damit nun Schluss. Duvnjak selbst rechnet mit einer Pause von rund sechs Monaten.

    Damit wäre auch seine Teilnahme an der Heim-WM im Januar 2018 gefährdet. Er selbst bleibt deswegen aber gelassen: "Bis dahin sind es Stand Jetzt noch acht Monate, das ist viel Zeit."

  81. Domagoj Duvnjak steht mit dem THW Kiel vor entscheidenden Spielen in der heißen Phase der Handball-Saison.

    Schon heute mischt Kiel beim REWE Final Four im Kampf um den ersten großen Titel der Saison mit (1. Halbfinale gegen Leipzig ab 14.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

    Zudem rechnet sich der THW auch im Titelrennen in der DKB HBL noch Chancen aus und steht in der Champions League vor dem Viertelfinal-Kracher gegen Barcelona. Doch ob Duvnjaks Knie bei alldem mitspielt, ist bislang fraglich. (EXKLUSIV: Kretzsches Favoritencheck zum Final Four)

    Einsatz beim Final Four fraglich

    Im Champions-League-Achtelfinale gegen Meister Rhein-Neckar Löwen war Duvnjak noch dabei, sein Einsatz am Samstag gegen Leipzig ist aber weiter ungewiss.

    "Ich habe zuletzt nicht so viel gespielt, dadurch ist das Knie deutlich besser geworden. Ich hoffe, das bleibt am Wochenende so. Wir müssen abwarten und von Tag zu Tag schauen", sagt Duvnjak im Gespräch mit SPORT1.

    Eine Entscheidung über sein Mitwirken wird wohl erst kurzfristig fallen, je nachdem, inwiefern das Knie belastbar ist. Auch wenn er grundsätzlich immer spielen möchte, müsse er jetzt auf seinen Körper hören. Leipzig sei ein gefährlicher Gegner.

    "Es ist ein sehr wichtiges Wochenende. Wir wollen den Titel. Das wird nicht einfach, aber ich freue mich sehr auf mein erstes Final Four mit dem THW. Wir werden alles versuchen. Leipzig hat eine Super-Mannschaft. Sie spielen eine sehr aggressive Abwehr und sind 60 Minuten in Bewegung", erklärt Kiels Kapitän.

    Schmerzen schon seit einem Jahr

    Die Probleme mit besagtem Knie plagen den Rückraumspieler nun schon seit einem Jahr. Zuletzt wurden die Schmerzen immer schlimmer. 

    "Ich habe schon ungefähr ein Jahr Probleme, aber lange Zeit ging es noch. Zuletzt war es so schlimm, dass ich meine normale Leistung nicht bringen konnte. Das größte Problem war, dass ich zwei Jahre keine Pause hatte", sagt Duvnjak.

    WM 2018 bei OP in Gefahr

    Zu den physischen Schmerzen kam letztlich auch die mentale Belastung. Das ewige Hin und Her und die Ungewissheit machten dem Kroaten zu schaffen. Nach dem Final Four soll jetzt entschieden werden, ob eine Operation folgen wird oder nicht.

    "Das Final Four ist sehr wichtig, danach werden wir schauen, was wir machen. Eine Operation ist wahrscheinlich, aber es ist noch nicht klar. Das wären dann wohl sechs Monate Pause", sagt der 28-Jährige.

    Damit wäre auch seine Teilnahme an der Heim-WM im Januar 2018 gefährdet. Er selbst bleibt deswegen aber gelassen: "Bis dahin sind es Stand Jetzt noch acht Monate, das ist viel Zeit." Wenn er sich einer OP unterzieht, sollte er sich mit Blick auf die Weltmeisterschaft aber zumindest nicht mehr allzu lange Zeit lassen.

  82. Das Traumziel ist zwei Siege entfernt: der DHB-Pokal. Es ist der erste große Titel, der in der Saison 2016/2017 vergeben wird.

    Die Großmächte des deutschen Handballs, die Rhein-Neckar Löwen, der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt, sowie der Außenseiter SC DHfK Leipzig wetteifern in Hamburg um den prestigeträchtigen Cup beim REWE Final Four.

    SPORT1 ist am Samstag und Sonntag mit mehr als sechs Stunden LIVE-Berichterstattung dabei im Free-TV, im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de sowie via Facebook-Live.

    Anfang machen Leipzig und Kiel 

    Startschuss ist das erste Halbfinale zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem THW Kiel, SPORT1 überträgt am Samstag LIVE ab 14.15 Uhr.

    Die Leipziger stehen erstmals im REWE Final Four und wollen Trainer Christian Prokop – ab Sommer Bundestrainer – einen grandiosen Abschied bereiten. "Im Pokal-Teich schwimmen drei Hechtmannschaften und ein Karpfen, doch wir wollen mit unserer Euphorie, Kampfgeist und taktischer Disziplin über die Rolle des Karpfens hinaus", sagte Leipzigs Coach.

    In der DKB HBL zeigten die Leipziger zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen, dass sie auch mit den Top-Teams mithalten können, am Ende stand eine knappe 23:24-Niederlage.  THW-Coach Alfred Gislason erwartet "ein richtig enges, packendes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die unbedingt das Finale erreichen wollen".

    Für die Kieler geht es auch ums Prestige: Nach drei Jahren schmerzhafter Final-Four-Abstinenz soll in Hamburg der zehnte Pokalsieg her.

    Erneut Löwen gegen Flensburg

    Wie schon in den drei Jahren zuvor kommt es zum packenden Duell zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der SG Flensburg-Handewitt. Bisher warf die SG in den Halbfinals immer die Mannheimer aus dem Rennen – oft nach dramatischem Spielverlauf. Knacken die Löwen jetzt als amtierender Meister diese Serie oder wahrt Flensburg seine Chance auf das Titel-Triple?

    SPORT1zeigt auch diese Partie am Samstag ab 17.15 Uhr LIVE im Free-TV und im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de

    Kretzschmar traut jedem Team den Titel zu

    "Über eine ganze Saison ist Flensburg wahrscheinlich die stabilste Mannschaft, aber an einem Wochenende, an zwei aufeinander folgenden Tagen, traue ich jeder der vier Mannschaften den großen Wurf zu", sagt SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar: "Bei den Löwen kommt es speziell darauf an, wie sie mental drauf sind, angesichts des bitteren Aus in der Champions League gegen Kiel und ihrer dramatischen Pokalgeschichte."

  83. Der Bergische HC hat im Abstiegskampf zwei wichtige Punkte eingefahren.

    Der DHB-Pokal-Halbfinalist von 2016 besiegte Altmeister Frisch Auf Göppingen mit 32:25 (14:15) und hat damit zum Tabellen-16. TBV Lemgo aufgeschlossen (beide 13:37). Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nur noch einen Zähler (SERVICE: Die Tabelle).

    Beim Stand von 20:21 gelang dem BHC ein Vier-Tore-Lauf innerhalb von drei Minuten, den die Göppinger in den Schlussminuten nicht mehr aufholen konnten. Bester Werfer der Gastgeber war Arnor Thor Gunnarsson, der mit neun seiner elf Versuche erfolgreich war. Für den ersten deutschen Europapokalsieger aus Göppingen traf Daniel Fontaine siebenmal.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Bergischer HC - FA Göppingen 32:25 (14:15)
    Tore: Gutbrod (7), Thor Gunnarsson (9), Nippes (4), Hermann (3), Artmann (3), Preuss (3), Vilovski (2), Babak (1) für den Bergischen HC - Fontaine (7), Schiller (5), Schöngarth (4), Halén (4), Kneule (2), Sesum (1), Späth (1), Barud (1) für Göppingen
    Zuschauer: 2433

  84. Wie jedes Jahr: Den Pokal kann jeder gewinnen. Das ist jetzt nicht nur eine Floskel, sondern jede Mannschaft, die in Hamburg ist, ist in der Lage, den Cup mit nach Hause zu nehmen. Einen Favoriten gibt es nicht. (Das REWE Final Four Sa., ab 14.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

    Wenn man die Ausgangssituation ganz neutral betrachtet, ist es so, dass die drei besten deutschen Mannschaften vor Ort sind – und dazu kommt die Überraschungsmannschaft Leipzig. Deswegen gilt der SC DHfK natürlich als Außenseiter, aber der Unterschied wird nicht allzu groß sein.

    Über eine ganze Saison ist Flensburg wahrscheinlich die stabilste Mannschaft, aber an einem Wochenende, an zwei aufeinander folgenden Tagen, traue ich jeder der vier Mannschaften den großen Wurf zu – und auf der anderen Seite ist auch jedes Team schlagbar. Es ist einfach alles sehr von der Tagesform und Kleinigkeiten wie Verletzungen abhängig.

    Bei den Löwen kommt es speziell darauf an, wie sie mental drauf sind, angesichts des bitteren Aus in der Champions League gegen Kiel und ihrer dramatischen Pokalgeschichte. Können sie ihren Fluch besiegen oder stolpern sie zum zehnten Mal im Final Four? Es wird darauf ankommen, mit welcher Einstellung sie nach Hamburg fahren.

    Wenn die Löwen nur hoffen, nicht wieder eines auf die Mütze zu bekommen, sehe ich schwarz. Wenn sie aber mit der Erwartung anreisen, alles gewinnen zu wollen, haben sie eine große Chance Flensburg zu schlagen und den Pokal zum ersten Mal zu holen.

    Bei Leipzig stellt sich die Frage, wie sie damit umgehen können, zum ersten Mal bei so einem Finalwochenende zu dabei zu sein. Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Leipzig die Großen Drei empfindlich ärgert. Zuletzt haben sie die Rhein-Neckar Löwen in arge Bedrängnis gebracht und in Mannheim nur knapp verloren. Dementsprechend können sie im Halbfinale auch den THW vor große Herausforderungen stellen.

    Zumal die Kieler damit zu kämpfen haben, dass ihre Schlüsselspieler wie Domagoj Duvnjak oder Steffen Weinhold angeschlagen sind. Aber wer den THW Kiel und seinen Trainer Alfred Gislason kennt, der weiß, dass alle, die halbwegs einsatzfähig sind, am Samstag und Sonntag auch spielen werden.

    Und selbst wenn ein Star, wie jetzt vermutlich Christian Zeitz, ausfallen sollte, können sie ihn mit einem anderen Weltklasse-Spieler ersetzen. Der THW ist die individuell beste Mannschaft und hat das stärkste Torhüter-Gespann. Zudem kann sich dieses Team immer steigern, wenn es drauf ankommt.

    Ich hoffe einfach, dass wir zwei spannende Halbfinals und ein großartiges Finale sehen. In dieser Hinsicht sind wir in den vergangenen Jahren wahrlich nicht enttäuscht worden.

  85. Der frühere Nationalspieler Frank Dammann ist tot. Der viermalige Deutsche Meister und langjährige Rechtsaußen des VfL Gummersbach starb bereits in der Nacht zu Dienstag gut einen Monat vor seinem 60. Geburtstag. Das berichtet die Kölnische Rundschau.

    Linkshänder Dammann, der nach SID-Informationen einem Herzinfarkt erlag, schloss sich 1978 dem VfL Gummersbach an und blieb dem Verein 13 Jahre lang treu. Unter anderem gewann er mit Gummersbach 1979 den Europapokal der Pokalsieger, 1983 den Europapokal der Landesmeister, fünf Meistertitel und dreimal den nationalen Pokal.

    In der Nationalmannschaft debütierte Dammann im Januar 1979, insgesamt kam er auf 83 Länderspiele, in denen er 89 Tore erzielte.

  86. Bundestrainer Christian Prokop hat sich in der Diskussion um eine Überlastung der Topspieler für eine Reduzierung der Bundesliga ausgesprochen.

    "Vor der EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten Slowenien im Mai haben wir nur zwei Trainingseinheiten. Es wäre gut, wenn man hier mehr Freiräume schaffen könnte", sagte Prokop der Sport Bild: "Deshalb wäre ich dafür, die Bundesliga von 18 auf 16 Vereine zu verkleinern."

    Prokop, der bis Saisonende auch noch den Bundesligisten DHfK Leipzig coacht, weiß um die hohen Erwartungen an seine Person als neuer Coach des Europameisters. "Meine Aufgabe wird es sein, uns in der Weltspitze zu etablieren. Ich habe eine längerfristige Vertragszeit, in der ich das Team weiterentwickeln möchte", sagte der 38-Jährige.

    Prokop fand auch lobende Worte für seinen erfolgreichen Vorgänger Dagur Sigurdsson: "Wir hatten im vergangenen Jahr des Öfteren Kontakt. Seine Art hat mir immer gefallen, er ist ein hervorragender Trainer mit klaren Vorstellungen, der seine Linie konsequent durchzieht." Er selbst wolle den von Sigurdsson eingeschlagenen erfolgreichen Weg mit der deutschen Mannschaft nun fortsetzen.

  87. Der ehemalige Nationaltorhüter Andreas Thiel hat den Deutschen Handballbund (DHB) für das Tauziehen um den neuen Bundestrainer Christian Prokop kritisiert. Konkret stößt Thiel das Herauskaufen Prokops aus dem in Leipzig noch laufenden Vertrag auf.

    "Dass im Fußball rechtskräftige Verträge keine Bedeutung mehr besitzen und einfach nur noch ein Witz sind, weiß ich längst", sagte Thiel dem Magazin Handball inside. Auch im Handball hätten die Arbeitspapiere mittlerweile "offenbar keine ernsthafte Bedeutung mehr". 

    Der DHB hatte im Februar eine Einigung mit dem 38-jährigen Prokop erzielt, der erst im Herbst bis 2021 bei seinem Klub SC DHfK Leipzig verlängert hatte. 

    "Prokop muss liefern"

    Besonders "dramatisch" ist für Thiel bei der Verpflichtung Prokops durch den DHB, "dass auch für den Dachverband Verträge offenbar keine bindende Wirkung mehr haben. Das in dieser kernkapitalistischen Form zu erfahren, tut mir als Traditionalist weh."

    Prokop erhalte durch die investierte Transfersumme einerseits einen "großen bis sehr großen Vertrauensvorschuss" von DHB-Vizepräsident Bob Hanning, ergänzte Thiel. Andererseits laste damit aber auch ein großer Druck auf dem neuen Bundestrainer. "Er muss liefern", sagte Thiel: "Ein Aus im Achtelfinale oder einen dritten oder vierten Hauptrundenplatz ohne Halbfinale sollte er sich besser erst dann leisten, wenn er vorher mit seinem Team schon zwei Medaillen gewonnen hat."

  88. Der VfL Gummersbach hat den chilenischen Nationalspieler Erwin Feuchtmann verpflichtet. Der 26 Jahre alte Rückraumspieler kommt vom österreichischen Erstligisten Handball West Wien zum zwölfmaligen deutschen Meister und soll die Gummersbacher ab der nächsten Saison in der Handball-Bundesliga unterstützen.

    Bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Frankreich erzielte er 37 Tore für Chile. Der 26-Jährige hat auch Erfahrung in der Handball-Bundesliga. Der Spielmacher mit deutschen Wurzeln spielte in der Saison 2015/2016 für den TBV Lemgo.

    "Durch sein gutes Spielverständnis und seine Beweglichkeit kann er uns weiterhelfen", sagte VfL Geschäftsführer Frank Flatten. Feuchtmann ist der vierte Neuzugang für die nächste Spielzeit.

  89. Handball-Rekordmeister THW Kiel muss voraussichtlich vier bis fünf Wochen auf Linkshänder Christian Zeitz (36) verzichten. Der Weltmeister von 2007 zog sich beim 25:24-Erfolg der Kieler gegen den TVB 1898 Stuttgart einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu und fällt damit auch für das Final Four am kommenden Wochenende in Hamburg aus. Dies teilte der THW nach einer Untersuchung von Zeitz am Montag mit.

    Zudem wird Zeitz dem Bundesliga-Zweiten wohl auch bei den nächsten drei Liga-Spielen gegen den TBV Lemgo, Frisch Auf Göppingen und GWD Minden sowie in den Viertelfinal-Partien der Champions League gegen den spanischen Top-Favoriten FC Barcelona fehlen.

  90. Der Handball-Bundesligist HC Erlangen hat sich auf der Torhüter-Position international verstärkt.

    Der Tabellenachte verpflichtete den slowenischen Nationalspieler Gorazd Skof von Paris St. Germain, Verein des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Uwe Gensheimer. Skof kommt im Sommer nach Erlangen und bildet dort in der kommenden Saison ein Gespann mit Nikolas Katsigiannis.

    Der 39-jährige Gorazd Skof, 2004 EM-Zweiter mit den Slowenen, absolvierte in der laufenden Saison 42 Pflichtspiele für Paris und hat mit einer starken 33,46 Prozent-Quote an gehaltenen Bällen einen sehr großen Anteil am Erfolg des Topklubs. Der Meister führt auch aktuell die Tabelle in Frankreich an und erreichte am Samstag das Viertelfinale der Champions League.

    "Dass ein Spieler solchen Formates sich für den HC Erlangen entscheidet, zeigt, welch guten Ruf der HC nicht nur in Deutschland, sondern inzwischen auch europaweit genießt", sagte René Selke, Geschäftsführer des HC. Skof meinte: "Es war schon immer ein Traum von mir, in der Bundesliga zu spielen."

  91. Die SG Flensburg-Handewitt ist dem deutschen Rekordmeister THW Kiel ins Viertelfinale der Champions League gefolgt. Der Bundesliga-Tabellenführer gewann das Achtelfinal-Rückspiel gegen den HC Meschkow Brest mit 28:26 (13:13), nachdem man bereits das Hinspiel in Weißrussland mit 26:25 für sich entschieden hatte.

    Viertelfinalgegner der Flensburger ist am 19. und 26. April der mazedonische Vertreter Vardar Skopje, Kiel trifft auf Seriensieger FC Barcelona. Die beiden norddeutschen Vereine haben zuerst Heimrecht. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen war im Achtelfinale am THW Kiel gescheitert.

    Flensburg kam gegen Brest besser in die Partie und legte mit schnellem Gegenstoßspiel ein hohes Tempo vor. 3:1 und 4:2 hieß es, als Gästecoach Sergej Bebeschko bereits in der sechsten Minute Rade Mijatovic anstelle von Ivan Pesic ins Tor schickte. 

    Torwart-Wechsel irritiert Flensburg

    Dieser Schachzug machte sich sofort bemerkbar. Die Flensburger ließen sich nun viel schneller den Schneid abkaufen und scheiterten immer wieder an dem Keeper der Gäste.

    Zudem bekam die SG den bärenstarken Kreisläufer Rastko Stojkovic kaum in den Griff. Bis zur Halbzeitpause hatte der 35-Jährige bereits sieben Treffer erzielt und mehrere Zwei-Minuten-Strafen für die Gastgeber erzwungen. Auch mit dem Rückraum der Gäste hatte Flensburg Probleme, hinter einer nicht immer sattelfesten Abwehr musste Keeper Mattias Andersson den Ball zu oft aus dem Tor holen.

    In der zweiten Halbzeit war dann Andersson einer der Matchwinner. Er entnervte die weißrussischen Angreifer in der Schlussphase mit spektakulären Paraden und schickte mit einem langen Pass über das ganze Feld in der 59. Minute Hampus Wanne auf die Reise, die der Linksaußen mit dem vorentscheidenden Treffer zum 27:26 beendete. 

    Vranjes von Leistung begeistert

    Das 28:26 durch den Siebenmeter von Anders Eggert war dann der Schlusspunkt. "Wir haben gegen einen unangenehmen Gegner viel Druck gemacht mit der zweiten Welle und der schnellen Mitte", sagte Andersson anschließend bei Sky. SG-Trainer Ljubomir Vranjes war voll des Lobes über sein Team: "Wir haben dort gewonnen, wir haben zu Hause gewonnen, das war eine richtig gute Leistung."

    Bester Werfer der Gastgeber war Rückraumspieler Rasmus Lauge mit sieben Treffern. Stojkovic gelang in der zweiten Halbzeit nur noch ein Tor, insgesamt kam er damit auf acht.

  92. Champions-League-Viertelfinalist THW Kiel hat in der DKB HBL einen Zittersieg eingefahren.

    Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason gewann gegen den TVB Stuttgart mit 25:24 (12:15) und bleibt in der Tabelle Zweiter hinter Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt und vor den Löwen.

    Den spielentscheidenden Treffer erzielte Rückraumspieler Marko Vujin in der 58. Minute zum 25:23. Stuttgart kam zwar durch Felix Lobedank noch einmal heran, es reichte aber nicht mehr zum Ausgleich.

    Vujin war mit sechs Treffern bester Werfer der Kieler, für Stuttgart traf Regisseur Michael Kraus fünfmal.

    Alle Spiele im Stenogramm

    THW Kiel - TVB Stuttgart 25:24 (12:15)
    Tore: Vujin (6), Bylik (4), Nilsson (3), Brozovic (3), Dahmke (3), Wiencek (3), Sprenger (2), Toft Hansen (1) für Kiel - Kraus (5), Weiss (3), Schagen (3), Schweikardt (3), Baumgarten (3), Lobedank (2), Orlowski (2), Celebi (2), Schimmelbauer (1) für Stuttgart
    Zuschauer: 10.285

    Rhein-Neckar Löwen - DHfK Leizig 24:23 (10:12)
    Tore: Steinhauser (8), Ekdahl du Rietz (3),  Pekeler (3), Schmid (2/1), Sigurdsson (2), Petersson (2), Larsen (2), Reinkind (1), Guardiola (1)  für die Rhein-Neckar Löwen - Rojewski (6), Steinert (4/3), Janke (4), Pieczkowski (3), Sommer (2), Krzikalla (2), Meschke (1), Jurdzs (1) für Leipzig
    Zuschauer: 10.164

    SG Flensburg-Handewitt - HSC 2000 Coburg 37:29 (22:13)
    Tore: Radivojevic (6), Svan Hansen (5), Glandorf (5), Mahé (5), Bult (4), Eggert (4/2), Zachariassen (3), Toft Hansen (2), Djordjic (2), Mogensen (1) für Flensburg - Büdel (7/1), Kirveliavicius (6), Cossbau (5/1), Harmandic (4), Wucherpfennig (4), Weber (2), Riehn (1) für Coburg
    Zuschauer: 6024

    MT Melsungen - TSV Hannover-Burgdorf 33:30 (16:16)
    Tore: Allendorf (10/1), Schneider (6), Golla (5), M. Müller (4), Haenen (3), Rnic (3/2), Jaanimaa (2) für Melsungen - Karason (5), Böhm (5), Patrail (4), Olsen (4), Lehnhoff (4), Schmidt (2), Johannsen (2), Häfner (2), Kastening (1), Christophersen (1) für Hannover
    Zuschauer: 3406

    HBW Balingen - Weilstetten - Füchse Berlin 30:35 (15:19)
    Tore: Friedrich (13/7), Flohr (6), Strobel (4), Foth (2), Nothdurft (2), Stegefelt (2), Hausmann (1) für Balingen - Fäth (7), Wiede (5), LIndberg (5), Kozina (4), Elisson (3), P. Nenadic (3), Tönnesen (2), Gojun (2), D. Nenadic (1), Plaza Jimenez (1) für Berlin
    Zuschauer: 2220

    SC Magdeburg - VfL Gummersbach 32:26 (15:12)
    Tore: Musche (8), Weber (6/2), Damgaard (6), Bagersted (5), Zelenovic (3), Bezjak (2), Lemke (1), Christiansen (1) für Magdeburg - Kühn (12/4), Nyokas (4), Becker (3), Ernst (3), Schröder (2), Schroter (1), von Gruchalla (1) für Gummersbach
    Zuschauer: 5692

  93. Der deutsche Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen hat zwei Tage nach dem Aus in der Champions League nur mit Mühe einen Rückschlag auch in der Bundesliga verhindert. Das Team aus Mannheim bezwang den SC DHfK Leipzig in eigener Halle nach langem Rückstand mit 24:23 (10:12).

    Acht Sekunden vor Schluss erzielte Andy Schmid den Siegtreffer. In der Tabelle kletterte das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen mit 41:5 Punkten hinter Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt (44:4) wieder auf Rang zwei.

    Kurios: Die Löwen scheiterten gleich fünf Mal vom Siebenmeterpunkt - Leipzigs Keeper Jens Vortmann brachte Schmid, Sigurdsson & Co. zur Verzweiflung.

    "Wir haben mit Glück und einem unglaublichen Publikum, das uns nach vorne trägt, gewonnen", sagte Jacobsen: "Es war wichtig, dass wir die zwei Zähler geholt haben." Und Rechtsaußen Marius Steinhauser outete sich als Fan von Handball-Krimis: "Solche Spiele sind doch toll."

    Die Löwen begannen nur 48 Stunden nach dem Königsklassen-Aus gegen den THW Kiel stark, kamen dann aber aus dem Tritt und lagen in der 44. Minute 15:18 zurück. In der letzten Viertelstunde ging es hin und her, am Ende holten die Löwen auch ohne ihren verletzten Stammtorhüter Andreas Palicka mit Glück den Sieg.

    Bester Löwen-Werfer war Marius Steinhauser mit acht Treffern, für die Gäste war Andreas Rojewski sechsmal erfolgreich.

  94. Das Quartett aus der Handball-Bundesliga hat geschlossen das Viertelfinale des EHF-Pokals erreicht.

    Als vierter Klub sicherte sich die MT Melsungen am letzten Gruppenspieltag das Weiterkommen durch ein souveränes 33:19 (15:8) gegen Cocks Riihimäki aus Finnland.

    Die früheren Titelträger SC Magdeburg, Füchse Berlin und Vorjahressieger Frisch Auf Göppingen hatten bereits zuvor ihr Ticket für die K.o.-Runde gelöst. Der SCM machte aber am Samstag den ersten Platz in Gruppe C durch das 31:28 (17:12) im direkten Duell bei Verfolger Tatabanya KC/Ungarn klar.

    Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen gewann auch sein sechstes Spiel gegen den FC Porto 30:28 (10:13).

    Die Schwaben sind als Gastgeber für das Final-Four-Turnier (20./21. Mai) gesetzt und überspringen die erste K.o-Runde, in der die anderen drei Gruppensieger sowie die drei besten Gruppenzweiten die weiteren Teilnehmer des Final-Four ausspielen.

    Auch die Füchse Berlin standen vor ihrem abschließenden Gruppenspiel bei St. Raphael Handball aus Frankreich bereits als Gruppensieger fest, daran änderte auch die 21:27 (12:11)-Niederlage nichts mehr.

  95. Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer hat das deutsche Duell in der Champions League gegen Dominik Klein für sich entschieden und ist mit seinem Klub Paris St. Germain ins Viertelfinale eingezogen.

    Die favorisierten Pariser setzten sich im Rückspiel in eigener Halle gegen HBC Nantes mit 35:27 (15:13) durch. Das Hinspiel an der Loire-Mündung war 26:26 ausgegangen.

    Ex-Europameister Gensheimer war zur laufenden Saison von Meister Rhein-Neckar Löwen in die französische Hauptstadt gewechselt, Ex-Weltmeister und Linksaußen-Kollege Klein kam zum gleichen Zeitpunkt vom THW Kiel an den Atlantik.

    Nach einem engen Spielverlauf in Halbzeit eins setzte sich Paris nach der Pause etwas ab und brachte den Sieg sicher nach Hause.

    Gensheimer lag mit einer hundertprozentigen Wurfquote von sechs Treffern bei sechs Versuchen auch bei der Torausbeute deutlich vor Klein, der nur einen seiner fünf Würfe im Tor von Thierry Omeyer unterbrachte.

  96. Die HSG Wetzlar hat den Vertrag mit seinem schwedischen Nationalspieler Anton Lindskog vorzeitig bis 2020 verlängert.

    Dies gaben die Mittelhessen am Freitagabend am Rande des Ligaspiels gegen GWD Minden (26:22) bekannt. Kreisläufer Lindskog war erst im vergangenen Sommer vom schwedischen Champions-League-Teilnehmer IFK Kristianstad an die Lahn gewechselt.

    "Er hat sich toll bei uns eingelebt und bislang vollends überzeugt. Anton passt sportlich und charakterlich perfekt zur HSG Wetzlar", erklärte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, "auf lange Sicht soll und wird er bei uns mehr Verantwortung tragen."

    Lindskog ist nach Rückraumspieler Stefan Cavor und Linksaußen Maximilian Holst der dritte Spieler, der bei der HSG bis 2020 verlängert hat.

  97. Ex-Meister TBV Lemgo taumelt in der Bundesliga weiter dem Abstieg entgegen.

    Die Ostwestfalen unterlagen beim HC Erlangen deutlich mit 25:32 (10:16) und belegen damit weiter Abstiegsrang 16. Bester Werfer der Gastgeber war Isaias Guardiola mit sieben Toren (SERVICE: Die Tabelle).

    Auch Minden mit Niederlage

    GWD Minden muss ebenfalls noch nach unten schauen. Minden unterlag bei der HSG Wetzlar mit 22:26 (9:10) und hat weiter sechs Zähler Vorsprung auf Lemgo.

    Die Partien im Stenogramm:

    HC Erlangen - TBV Lemgo 32:25 (16:10)
    Tore: Guardiola (7), Horak (5), Theilinger (5), J. Link (4), Thümmler (3), Stranovsky (3), N. Link (2), Rahmel (1), Lux (1), Bissel (1) für Erlangen - Hornke (5), Suton (4), Bartok (4), Theuerkauf (4), Mansson (3), Ebner (3), Stenbäcken (1), Lemke (1) für Lemgo
    Zuschauer: 3765

    HSG Wetzlar - TSV GWD Minden 26:22 (10:9)
    Tore: Weber (7/2), Klesniks (4), Kvist (4), Bjornsen (4/1), Cavor (3), Kohlbacher (2), Pöter (1), Lindskog (1) für Wetzlar - Freitag (7), Gullerud (7), Rambo (4), Sjöstrand (1), Freiman (1), Wieling (1), Südmeier (1) für Minden
    Zuschauer: 4358