Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Mit Rene Toft Hansen geht Rekordmeister THW Kiel am Samstag (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) in das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Barcelona.

    Der Däne hatte beim 28:26-Hinspielsieg zuerst die Rote Karte und dann die Blaue Karte gesehen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Handballföderation (EHF) verzichtete auf eine Sperre für den Kreisläufer.

  2. Bundesligist SC Magdeburg besitzt beste Chancen auf den Einzug ins Final Four des EHF-Cups.

    Der deutsche Meister von 2001 gewann im Viertelfinal-Hinspiel am Sonntag beim spanischen Vertreter Helvetia Anaitasuna mit 34:27 (15:13). Im Rückspiel am kommenden Samstag in Magdeburg kann der SCM nun das Halbfinale perfekt machen. Zuletzt hatte das ehemalige Team von Handball-Idol Stefan Kretzschmar 2007 den zweithöchsten Vereinswettbewerb Europas gewonnen. 

    Auch Füchs auf gutem Weg

    Neben Magdeburg haben auch die Füchse Berlin gute Aussichten auf die nächste Runde. Der Titelträger von 2015 gewann schon am Samstag das Viertelfinal-Hinspiel beim ungarischen Vertreter Tatabánya KC nicht zuletzt dank der neun Tore von Rechtsaußen Hans Lindberg mit 30:25 (17:11). Deutlich schwieriger wird es im Rückspiel für die MT Melsungen. Die Hessen unterlagen bei Saint-Raphaël Var Handball aus Frankreich 26:30 (14:15).

    In dieser Saison stehen die Chancen vor dem Viertelfinale so gut wie nie, dass das Endrundenturnier eine rein deutsche Angelegenheit wird. Drei deutsche Teams stehen im Viertelfinale, Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen ist zudem als Gastgeber für das Final Four am 20./21. Mai gesetzt.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Helvetia Anaitasuna/Spanien - SC Magdeburg 27:34 (13:15)
    Tore: Ceretta Jung (5), Dos Santos Maestro (4), Ugarte Cortes (4), Chocarro Gorraiz (3), Etxeberria Uriz (3), Bazan Legasa (2), Nadoveza (2), Aguirrezabalaga Garcia (1), Balenciaga Azcue (1), Goni Arraras (1), Mota (1) für Anaitasuna - Musche (6), O'Sullivan (6), Pettersson (5), Bezjak (4), Zelenovic (4), Weber (3), Damgaard Nielsen (2), Bagersted (1), Christiansen (1), Green Krejberg (1), Musa (1) für Magdeburg
    Zuschauer: 3000

  3. Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat die Tür zum Final Four in der Champions League aufgestoßen.

    Angetrieben von einer lautstarken "weißen Wand" in der heimischen Arena besiegten die Norddeutschen im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse den spanischen Topklub FC Barcelona mit 28:26 (16:15) und erspielten sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER).  

    "Alle haben ihren Beitrag geleistet, nur so kann man hier bestehen", sagte THW-Coach Alfred Gislason nach dem Spiel bei Sky und zeigte sich "sehr zufrieden" mit seiner Mannschaft: "Ich bin sehr stolz, dass wir zwei Tore mitnehmen. Es wird aber unglaublich schwierig, in Barcelona zu spielen. Wir müssen in einer Riesenatmosphäre bestehen."

    Herausragender Werfer der Gastgeber war vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena der Serbe Marko Vujin mit zehn Treffern.

    Traum vom Weiterkommen

    Der Glaube an ein Weiterkommen sei genauso groß wie im Vorjahr, als Kiel die Spanier im Viertelfinale ausschaltete, hatte THW-Kapitän Niklas Landin vor dem Spiel gesagt.

    Und dieser Glaube war von Beginn an spürbar: Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, die sich Mitte der ersten Hälfte einen Fünf-Tore-Vorsprung herausspielte, überzeugte neben großer Effizienz im Abschluss vor allem mit aggressiver Abwehrarbeit.

    Brand lobt überschwänglich

    Mit fortlaufender Spieldauer kam der neunmalige Titelträger Barcelona zwar besser ins Spiel, der THW gab die Führung jedoch zu keiner Zeit aus der Hand und führte zeitweise mit einem beruhigendem Vorsprung von vier Toren.

    Auch der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand lobt die Teamleistung der Kieler. "Die Einstellung des THW muss man definitiv haben um gegen Barcelona zu bestehen. Ein unglaublicher Kampf und unglaubliche Bereitschaft. In der Mannschaft hat alles gestimmt und der Sieg ist hochverdient aus meiner Sicht."

    Rote Karte sorgt für Spannung

    Erst als der starke Mittelblocker Rene Toft Hansen nach hartem Einsteigen gegen Wael Jallouz acht Minuten vor Spielende mit roter Karte vom Feld musste, kam der spanische Meister in einer hitzigen Schlussphase wieder näher heran.

    Im Rückspiel am Samstag in Katalonien kann sich der dreimalige Champions-League-Sieger damit auch eine knappe Niederlage leisten, um die Endrunde in Köln (3.4/. Juni) zu erreichen.

    Das Spiel im Stenogramm:

    THW Kiel - FC Barcelona 28:26 (16:15)
    Tore: Vujin (10), Ekberg (6), Wiencek (4), Weinhold (3), Bilyk (2), Dahmke (2), Nilsson (1) für Kiel - Entrerrios Rodriguez (4), Jallouz (3), Jicha (3), Rivera Folch (3), Syprzak (3), Lazarov (2), Sorhaindo (2), Tomas Gonzalez (2), Mem (1), Morros de Argila (1), N'Guessan (1), Saubich Mir (1) für Barcelona
    Zuschauer: 10205

  4. Der VfL Gummersbach hat in eigener Halle einen klaren Sieg gefeiert und sich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. 

    Nach drei Niederlagen in Folge setzte sich der einstige deutsche Meister im Duell mit TSV Hannover-Burgdorf mit 30:26 (14:10) durch. Bester Werfer des VfL war in Abwesenheit des verletzten Top-Torjägers Julius Kühn Simon Ernst mit acht Treffern. 

    In der Tabelle kletterte Gummersbach auf den 13. Platz (SERVICE: Die Tabelle).

    Im zweiten Spiel des Tages besiegte der HC Erlangen EHF-Cup-Sieger Frisch auf Göppingen ebenfalls mit 30:26 (15:11). Für Göppingen, das Platz zwölf belegt, war es die dritte Pleite in Serie. Erlangen ist Neunter.

    Die Spiele im Stenogramm:

    VfL Gummersbach - TSV Hannover-Burgdorf 30:26 (14:10)
    Tore: Ernst (8), Schröder (6), Pevnov (4), Schindler (4), von Gruchalla (3/3), Nyokas (3), Kevin Schmidt (1), Becker (1) für Gummersbach - Häfner (5), Patrail (4), Olsen (3), Karason (2), Hykkerud (2), Johannsen (2), Kastening (2), Mortensen (2/2), Böhm (2), Christophersen (1), Erik Schmidt (1) für Hannover
    Zuschauer: 4132

    HC Erlangen - FA Göppingen 30:26 (15:11)
    Tore: Stranovsky (8/6), Nikolai Link (5), Guardiola Villaplana (5), Theilinger (4), Herbst (3), Horak (3), Thümmler (1), Jonas Link (1) für Erlangen - Pfahl (8), Fontaine (6), Schiller (5/3), Halén (4), Barud (1), Kneule (1), Sesum (1) für Göppingen
    Zuschauer: 3647

  5. Dass Siebenmeter im Handball eine entscheidene Rolle spielen können, ist allseits bekannt.

    Dass ein solcher Strafwurf aber derart in den Fokus gerät, wie im Duell zwischen der HBW Balingen-Weilstetten und dem TBV Lemgo, ist auch für bekennende Handballfans unüblich.

    Die abstiegsbedrohten Handballer aus Balingen erzielten 15 Sekunden vor Schluss den Führungstreffer im hitzigen Bundesliga-Duell mit dem Tabellen-13. Lemgo.

    Die Hausherren liebäugelten bereits mit dem Sieg, die Zuschauer feierten. Doch im letzten Angriff entschied der Schiedsrichter aufgrund einer harten Attacke durch Martin Strobel auf Rote Karte und Siebenmeter für die Gäste aus Ostwestfalen.

    Doppelte Chance

    Lemgos Tim Hornke nahm die Verantwortung auf sich, trat zum entscheidenden Strafwurf an und vergab gegen Balingens starken Torhüter Tomas Mrkva. Der Jubel in der Halle war groß. Anders als erwartet war die Partie an dieser Stelle allerdings nicht beendet.

    Der Grund: Beim Pfiff zum Siebenmeter waren noch drei Sekunden auf der Uhr, die die Schiedsrichter vor der Ausführung normalerweise ablaufen lassen. Weil der 26-jährige Hornke vor Ablauf der Zeit warf, ließen die Referees den Wurf wiederholen.

    Und das Geschenk nahm Hornke an. Er versenkte den zweiten Wurf sicher im Netz. Lemgo vollendete in aller letzter Sekunde zum entscheidenden 27:27-Ausgleich.

    Balingen legt Einspruch ein

    "Alle Beteiligten wissen, dass die Schiedsrichter die Regel so ausgelegt haben, dass die drei Sekunden runtergelaufen wären. Tim Hornke hat geworfen, obwohl er nicht durfte und deswegen wurde der Siebenmeter wiederholt. Deshalb gibt es daran auch gar nix zu rütteln," erklärte Lemgos Trainer Florian Kehrmann nach der Partie.

    Ganz so klar scheint die Auslegung für den vermeintlich um einen Sieg betrogenen Gegner Balingen allerdings nicht zu sein.

    Auf der Website erklärt der Verein, fristgerecht Einspruch gegen die Schiedsrichterentscheidung und die Wertung des Spiels eingelegt zu haben. "Man hat uns einen Punkt geklaut," so HBW-Trainer Runar Sigtryggsson wütend.

  6. Bundesligist Füchse Berlin hat sich eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins Final Four des EHF-Cups geschaffen.

    Der Titelträger von 2015 gewann das Viertelfinal-Hinspiel beim ungarischen Vertreter Tatabánya KC nicht zuletzt dank der neun Tore von Rechtsaußen Hans Lindberg mit 30:25 (17:11).

    Eine deutlich härtere Nuss im Rückspiel erwartet die MT Melsungen. Die Hessen unterlagen bei Saint-Raphaël Var Handball aus Frankreich 26:30 (14:15).

    In dieser Saison stehen die Chancen vor dem Viertelfinale so gut wie nie, dass das Endrundenturnier eine rein deutsche Angelegenheit wird: Am Sonntag ist noch der SC Magdeburg im Hinspiel beim spanischen Klub Helvetia Anaitasuna gefordert, Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen ist als Gastgeber für das Final Four am 20./21. Mai gesetzt.

    Die Viertelfinal-Rückspiele finden am kommenden Wochenende statt.

  7. Meister Rhein-Neckar Löwen hat im Fernduell um den Titel in der Bundesliga die Tabellenführung von der SG Flensburg-Handewitt zurückerobert.

    Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen bezwang am 27. Spieltag das klare Tabellenschlusslicht HSC 2000 Coburg auch in der Höhe erwartungsgemäß mit 33:20 (17:11).

    Mit 47:5 Punkten nach 26 absolvierten Partien weisen die Löwen, bei denen Kim Ekdahl du Rietz mit acht Toren in der Offensive herausragte, wieder einen Zähler mehr auf als die am Samstag in der Champions League tätigen Norddeutschen.

    Im Kampf um den Klassenerhalt hielt Altmeister TBV Lemgo im direkten Duell den Rivalen HBW Balingen-Weilstetten durch ein 27:27 (14:12) auf Abstand.

    Der TBV steht mit 16:38 Punkten auf Rang 13, allerdings liegt Balingen auf Abstiegslatz 16 nur einen Zähler zurück.

    Die HSG Wetzlar besiegte den SC DHfK Leipzig in eigener Halle mit 24:23 (13:13) und übernahm von den Sachsen den sechsten Tabellenplatz.

  8. Für die SG Flensburg-Handewitt hängt der Traum vom Final Four in der Champions League nach dem Viertelfinal-Hinspiel am seidenen Faden. Der Handball-Königsklassengewinner von 2014 verlor in eigener Halle gegen HC Vardar Skopje nach einer ganz schwachen Leistung in der ersten Halbzeit mit 24:26 (9:15). Die SG benötigt damit im Rückspiel am Donnerstag in Mazedonien einen Sieg mit mindestens zwei Toren, um die lukrative Endrunde in Köln (3.4/. Juni) zu erreichen.

    Flensburger tappten in die Fallen

    "Das wird schwierig, das wussten wir aber schon vorher. Skopje hat uns viele Fallen gestellt, und damit hatten sie gerade am Anfang viel Erfolg", sagte Flensburgs dänischer Rückraumstar Rasmus Lauge bei Sky: "Wenn wir unsere Leistung der zweiten Halbzeit wiederholen, ist aber noch etwas möglich."

    Der Schwede Johan Mikael Jakobsson war mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer der Hausherren, die sich gegen aggressivere und im Abschluss hocheffiziente Gäste besonders in der ersten Hälfte zahlreiche Fehlwürfe und viele unnötige Ballverluste leisteten. 

    Torhüter Sterbik brachte SG zur Verzweiflung

    Kurz nach dem Seitenwechsel wuchs der Rückstand der Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes gar auf sieben Tore an (10:17). In der Folge entwickelte Flensburg zwar noch einmal deutlich mehr Zug zum Tor, doch Skopjes spanischer Weltklassekeeper Arpad Sterbik brachte die Norddeutschen immer wieder zur Verzweiflung und rettete dem mazedonischen Renommierklub den verdienten Auswärtssieg.

    Flensburgs Nordrivale THW Kiel kämpft am Sonntag im Prestigeduell mit dem FC Barcelona (17.30 Uhr/Sky) ebenfalls um eine gute Ausgangsposition. Im Falle eines Scheitern beider deutschen Teams würde das Final Four erstmals ohne deutsche Beteiligung stattfinden, bei den bisherigen sieben Endrunden in Köln hatte sich bislang immer mindestens ein Team für das Halbfinale qualifiziert.

  9. Die MT Melsungen hat den angekündigten Einspruch gegen die Wertung des Liga-Heimspiels gegen die Füchse Berlin vom vergangenen Mittwoch (28:28) nicht erhoben. Wie der Verein am Samstag mitteilte, habe er bewusst die dreitägige Frist verstreichen lassen.

    Weil Berlins Nationalspieler Fabian Wiede Sekunden vor dem Ende die Ausführung eines Einwurfs behindert haben soll, war der vermeintliche Siegtreffer der Melsunger wenige Augenblicke nach der Schlusssirene gefallen.

    "Wir akzeptieren das Unentschieden", sagte MT-Vorstand Axel Gerken: "Die Unverhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen war für uns ausschlaggebend. Da muss man dann einfach auch mal realistisch bleiben." Mitentscheidend waren dabei Probleme bei der Terminfindung und "die Wahrscheinlichkeit, bei Neuansetzung ein besseres Ergebnis zu erzielen."

  10. Lösbare Aufgaben für die DHB-Frauen: Die deutschen Handballerinnen haben bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2018 in Frankreich machbare Gegner erwischt.

    Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft in Gruppe 6 auf Litauen, die Türkei und Spanien.

    Die ersten beiden Teams der sieben Gruppen sowie der beste Dritte qualifizieren sich für die Endrunde, die im Dezember 2018 in Frankreich stattfindet. Bei der EM 2016 belegte Deutschland mit Bundestrainer Michael Biegler den sechsten Platz.

  11. Die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL) hat sämtlichen Klubs der 1. und 2. Liga die Lizenz für die kommende Saison 2017/18 erteilt.

    Alle 18 Erstligisten bekamen die Spielerlaubnis vorbehaltlich der sportlichen Qualifikation ohne Auflagen, von den 20 Zweitligisten erhielt einzig Tabellen-Schlusslicht HC Empor Rostock die Lizenz unter einer aufschiebenden Bedingung.

    Nur Rostock muss Nachsitzen

    Dies bedeutet, dass der sportlich abgeschlagene Klub nur dann die Lizenz für die Saison 2017/18 erhält, wenn binnen einer Frist zum 4. Mai 2017 die Bedingung zum Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfüllt wird. Im Falle der Nichterfüllung könnte Rostock in der dritten Liga antreten.

    Die Lizenzentscheide für Aufsteiger aus der 2. Liga in die oberste Spielklasse, für Aufsteiger aus den 3. Ligen in die 2. Liga sowie für die Absteiger aus der 1. Liga in die 2. Liga, werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Zudem teilte die HBL mit, dass die Anzahl der Vereine mit einem positiven bilanziellen Eigenkapital deutlich zugenommen hat.

  12. Die Füchse Berlin lassen Punkte gegen Melsungen liegen und haben sich nach einer dramatischen Schlussphase heftige Diskussionen mit Gegner und Unparteiischen geliefert.

    Aufgrund des 28:28-Unentschiedens verpassen es die Füchse, mit dem THW Kiel auf Platz drei gleich zu ziehen. Der frisch gebackene DHB-Pokalsieger hatte zuvor in letzter Sekunde gerade noch ein 23:23 gegen GWD Minden gerettet.

    Beide Teams vergaben in den letzten Minuten einer hitzigen Partie reihenweise Chancen auf den Sieg. Für die Füchse scheiterte Nationalspieler Paul Drux mit dem letzten Wurf.

    Danach traf tatsächlich noch Melsungens Johannes Sellin zum vermeintlichen Außenseiter-Sieg, doch zuvor war bereits die Uhr abgelaufen.

    Im Anschluss kam es am Zeitnehmertisch zu tumultartigen Szenen mit Füchse-Keeper Silvio Heinevetter im Zentrum, der sich unter anderem mit MT-Linksaußen Jeffrey Boomhouwer anlegte. Erst mit vereinten Kräften konnten die Streithähne getrennt werden.

    Melsungen erwägt Protest

    Nicht wegen der Tumulte, sondern wegen einer Szene kurz vor Sellins letztem Wurf erwägt die MT Melsungen Protest gegen die Wertung des Spiels einzulegen. Berlins Nationalspieler Fabian Wiede soll Boomhouwer bei der Ausführung eines Einwurfs behindert haben, weil er den Ball auf der Bank fing und hinter sich fallen ließ. MT hinterlegte daraufhin einen entsprechenden Vermerk im Spielbericht und hat nun bis Samstag Zeit, einen schriftlichen Einspruch an die HBL zu richten.

    "Wir werten die Szenen zurzeit aus und haben uns noch nicht entschieden. Wir werden das in Ruhe überlegen", sagte MT-Geschäftsführer Axel Geerken dem SID am Donnerstag und kündigte eine Entscheidung für Samstag an.

    Unabhängig davon sei es dem Klub wichtig zu zeigen, "dass da etwas nicht in Ordnung ist". Ein erfolgreicher Einspruch hätte ein Wiederholungsspiel zur Folge. Abgesehen von der schwierigen Terminfindung bestehe dann allerdings, so Geerken, "die Gefahr, dass man es verliert".

    Wiede war sich im SPORT1-Interview keiner Schuld bewusst. "Ich habe den Ball ganz normal hinter mich auf den Boden gelegt. Ich weiß nicht, was das Problem ist", erklärte der Linkshänder seine Sicht der Dinge.

    Die Füchse bleiben damit in der Tabelle einen Punkt hinter dem frisch gebackenen DHB-Pokalsieger zurück auf Rang vier. Dahinter folgt der SC Magdeburg, der zuvor einen 27:26-Arbeitssieg gegen den TVB Stuttgart gefeiert hatte.

    Sowohl Berlins Hans Lindberg als auch Melsungens Michael Müller trafen jeweils sieben Mal. Der Däne Lindberg leistete sich dabei keinen einzigen Fehlwurf.

  13. Die deutschen Handballer müssen in ihren richtungweisenden EM-Qualifikationsspielen gegen den WM-Dritten Slowenien auf Torjäger Julius Kühn verzichten. Der Europameister vom VfL Gummersbach fällt wegen eines Innenbandanrisses aus und steht nicht im 18-köpfigen Aufgebot von Bundestrainer Christian Prokop.

    Kühn hatte sich die Knieverletzung am Ostermontag beim Bundesligaspiel in Leipzig (25:27) zugezogen und muss voraussichtlich sechs bis acht Wochen pausieren. Ansonsten kann das deutsche Team für die beiden Partien Anfang Mai personell aus dem Vollen schöpfen.

    Prokop mit Respekt

    "Für uns wird es eine große Herausforderung, unsere Stärken gegen Slowenien in Ljubljana durchzubringen und in der lautstarken Atmosphäre der Arena Stozice kühlen Kopf zu behalten", sagte Prokop mit Blick auf die Partie am 3. Mai (20.00 Uhr) in Ljubljana.

    Das Rückspiel findet am 6. Mai (16.10 Uhr) in Halle/Westfalen statt. Slowenien habe sich unter Trainer Veselin Vujovic "kontinuierlich entwickelt", sei "spielerisch stark und kämpft über 60 Minuten", sagte Prokop, der in den beiden Spielen seine Pflichtspiel-Premiere feiert.

    DHB-Team führt Gruppe an

    Titelverteidiger Deutschland liegt mit der Optimalausbeute von 4:0-Punkten zurzeit auf dem ersten Platz der Gruppe 5 vor Slowenien (3:1-Punkte), Portugal (1:3) und der Schweiz (0:4) und könnte sich mit zwei Siegen gegen Slowenien bereits vorzeitig für die Europameisterschaft 2018 in Kroatien qualifizieren.

    Die ersten beiden Teams jeder der insgesamt sieben Quali-Gruppen sowie der beste Gruppendritte nehmen an der Endrunde teil.

    Für die Slowenien-Spiele muss der Deutsche Handballbund (DHB) am kommenden Montag noch einen erweiterten 28er-Kader melden. Aus diesem setzen sich die maximal 16 Spieler umfassenden Aufgebote für die beiden Spiele zusammen. Diese müssen jeweils am Morgen des Spieltages bei der technischen Besprechung verbindlich gemeldet werden.

    Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:

    Tor: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Andreas Wolff (THW Kiel)

    Feld: Uwe Gensheimer (Paris St. Germain/Frankreich), Finn Lemke (SC Magdeburg), Patrick Wiencek (THW Kiel), Tobias Reichmann (KS Vive Kielce/Polen), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Steffen Weinhold (THW Kiel), Steffen Fäth (Füchse Berlin), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Philipp Weber (HSG Wetzlar), Rune Dahmke (THW Kiel), Simon Ernst (VfL Gummersbach), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig), Paul Drux (Füchse Berlin)

  14. Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt hat den Vertrag des schwedischen Handball-Nationalspielers Jim Gottfridsson (24) vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2020 verlängert.

    Dies teilte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke am Mittwoch am Rande des 32:25 (16:16)-Ligaerfolgs gegen den Bergischen HC mit. Rückraumspieler Gottfridsson spielt seit 2013 für die Flensburger und gewann mit dem Team unter anderem 2014 die Champions League.

  15. Rekordmeister THW Kiel droht die Teilnahme an der Champions League zu verspielen, die SG Flensburg-Handewitt kletterte wieder an die Spitze der Bundesliga (SERVICE: Die Tabelle).

    Während die Zebras beim 23:23 (9:11) gegen GWD Minden ihre zweite Heimpleite der Saison nur knapp verhinderten, gelang dem Nordrivalen Flensburg am 27. Spieltag ein 32:25 (16:16)-Sieg beim abstiegsbedrohten Bergischen HC.

    Kiel, das am vergangenen Samstag beim TBV Lemgo verloren hatte, konnte von Glück reden, dass auch Verfolger Füchse Berlin nicht über ein Unentschieden hinauskam. Drei Tage nach dem Erfolg über Flensburg reichte es für die Hauptstädter bei der MT Melsungen nur zu einem 28:28 (16:13).

    Kiel ist weiter Dritter mit einem Punkt Vorsprung auf Berlin. Die ersten beiden Teams der Bundesliga sind direkt für die Königsklasse qualifiziert, der Dritte muss auf die Entscheidung des Exekutiv-Komitees des Europäischen Handball-Verbandes EHF hoffen.

    Flensburg übernimmt Tabellenspitze

    Flensburg bleibt mindestens drei Tage Tabellenführer, allerdings können die Rhein-Neckar Löwen am Samstag mit einem Sieg über Schlusslicht HSC 2000 Coburg zurückschlagen. Der SC Magdeburg festigte derweil Platz fünf und darf weiter auf die Qualifikation für den Europapokal hoffen. Der dreimalige EHF-Cup-Sieger setzte sich gegen Aufsteiger TVB Stuttgart mit 27:26 (14:14) durch und ist nun seit zwölf Spielen ungeschlagen.

    In Kiel erzielte Marko Vujin drei Sekunden vor Schluss den Ausgleich für die Gastgeber, die beinahe die gesamte zweite Halbzeit zurückgelegen hatten.

    SG Flensburg-Handewitt - Bergischer HC 32:25 (16:16)
    Tore: Eggert (9/2), Glandorf (5), Mogensen (5), Lauge Schmidt (4/1), Svan (3), Heinl (3), Mahe (2/2), Gottfridsson (1) für Flensburg - Thor Gunnarsson (7/4), Artmann (6), Herman (4), Vilovski (3), Criciotoui (3), Babak (1), Gutbrod (1) für den Bergischen HC
    Zuschauer: 6229

    THW Kiel - TSV GWD Minden 23:23 (9:11)
    Tore: Dahmke (5), Vujin (5/1), Ekberg (4), Weinhold (4), Wiencek (3), Bylik (1), Nilsson (1) für Kiel - Rambo (6), Svitlica (6/1), Gullerud (4), Michalczik (3), Südmeier (2), Sjöstrand (1), Freitag (1) für Minden
    Zuschauer: 10.285

    SC Madgeburg - TVB Stuttgart 27:26 (14:14)
    Tore: Damgaard (12), Zelenovic (4), Weber (4),  Grafenhorst (3), Christiansen (2), Bezjak (1), Musa (1) für Magdeburg - Orlowski (8), Kraus (7), Schagen (6), Kretschmer (2), Celebi (2), Fotache (1) für Stuttgart
    Zuschauer: 6034

    MT Melsungen - Füchse Berlin 28:28 (13:16)
    Tore: M. Müller (7), Sellin (5/2), Golla (5), Rnic (4), Schneider (3), Boomhouwer (2), Danner (1), P. Müller (1) für Melsungen - Lindberg (8/5), Wiede (5), Elisson (5), Tönnesen (2), Plaza Jimenez (2), D. Nenadic (2), Kozina (2), P. Nenadic (1), Drux (1) für Berlin
    Zuschauer: 4300

  16. Bundestrainer Christian Prokop hat sich in der Diskussion um eine Überlastung der Topspieler erneut für eine Reduzierung der Bundesliga ausgesprochen.

    "Ich kenne die unterschiedlichen Interessen, und wenn man eine Bundesliga mit 16 anstatt 18 Teams hätte, wäre das Ergebnis pro Team vier Spieltage weniger", sagte Prokop im Interview mit Funke Sport. Dies würde "die Belastung ein Stück weit reduzieren".

    Der DHB-Coach, der in Doppelfunktion noch bis Sommer den Bundesligisten SC DHfK Leipzig trainiert, zeigt aber auch Verständnis für die Gegenseite. "Andererseits müssen die Vereine dann die Einnahmen aus diesen beiden Heimspielen dann finanziell kompensieren. Es wird immer ein Spagat zwischen sportlicher Ausrichtung und wirtschaftlichen Interessen bleiben", sagte Prokop. Durch die Spiele in der Bundesliga, der Champions League und in der Nationalmannschaft ist der Saison-Kalender der Handballer stets prall gefüllt.

  17. Die Füchse Berlin sind mittendrin im Rennen um einen Champions-League-Platz: Nur noch ein Punkt trennt das Team von Trainer Velimir Petkovic vom THW Kiel und Platz drei. Der Überraschungscoup gegen den Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat die Berliner zusätzlich beflügelt, diesen Schwung wollen sie jetzt auch gegen die MT Melsungen (ab 20 Uhr im LIVETICKER) ausnutzen.

    SPORT1 zeigt das Topspiel der DKB HBL am Mittwoch ab 20 Uhr LIVE im TV und im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de

    Heinevetter erklärt Erfolgsrezept

    Nach dem 34:32-Erfolg über Flensburg schilderte Keeper Silvio Heinevetter im SPORT1-Interview das Erfolgsrezept für den Kraftakt: „Wir wollten unbedingt gegen eine große Mannschaft gewinnen, wir haben als Team super zusammen gespielt.“ Den Füchsen gelang so die Aufholjagd nach dem 16:17-Rückstand zur Pause.

    Auf der Zielgeraden der DKB HBL soll der Lauf in Nordhessen fortgesetzt werden. Doch bei der MT Melsungen erwartet die Berliner eine schwere Aufgabe, die MT ist inzwischen auf Platz acht der Tabelle geklettert und wirkte zuletzt gefestigt (SERVICE: Die Tabelle).

    In der Hinrunde siegte Berlin mit 33:31.  

  18. Rücktritt vom Rücktritt: Anders Eggert kehrt in die dänische Handball-Nationalmannschaft zurück. Der Linksaußen vom Bundesliga-Spitzenklub SG Flensburg-Handewitt steht im ersten Aufgebot des neuen Trainers Nikolaj Jacobsen, der auch den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen coacht.

    Dänemark muss im Rahmen der EM-Qualifikation am 4. und 7. Mai in den Topspielen gegen Ungarn antreten. Eggert, Europameister von 2012, hatte im vergangenen Oktober seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.  

  19. Schlechte Nachrichten für den deutschen Rekordmeister THW Kiel: Kapitän Domagoj Duvnjak (28) fällt für den Rest der Saison aus.

    Der 28 Jahre alte Rückraumspieler wurde am Dienstag an der chronisch entzündeten Patellasehne im linken Knie operiert und wird seinem Klub mindestens sechs Monate fehlen. Dies teilte der THW mit.

    Damit wird Duvnjak dem Team von Trainer Alfred Gislason sowohl im Liga-Endspurt als auch im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona nicht zur Verfügung stehen. Großes Ziel des Kroaten ist die Europameisterschaft im eigenen Land im Januar 2018.

    "Die Operation ist gut verlaufen", sagte Kiels Mannschaftsarzt Dr. Frank Pries nach dem 30-minütigen Eingriff, bei dem das chronisch entzündete Gewebe entfernt wurde.

    Obwohl Duvnjak seit Saisonbeginn aufgrund starker Schmerzen kaum am Trainingsbetrieb teilnehmen konnte, hatte er den THW zuletzt mit einer überragenden Leistung zum zehnten DHB-Pokalsieg und in die Runde der letzten Acht der Königsklasse geführt.

  20. Bundestrainer folgt auf Bundestrainer: Michael Biegler wird ab 2018 Cheftrainer beim Bundesligisten SC DHfK Leipzig.

    Der aktuelle Coach der DHB-Frauen unterschrieb bei den Sachsen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 und tritt damit die Nachfolge des scheidenden Christian Prokop an, der sich nach der Saison voll auf seine Aufgabe als Bundestrainer der Männer-Nationalmannschaft konzentriert. 

    Bis zu Bieglers Amtsantritt am 1. Januar 2018 werden die Leipziger ab Sommer von Co-Trainer Andre Haber betreut. Dies teilte DHfK am Dienstag mit. "Ich freue mich, wieder ein Teil dieses leidenschaftlichen und emotionalen Projektes zu werden", sagte Biegler. Der 56-Jährige hatte Leipzig bereits in der Endphase der Saison 2012/13 kurzzeitig betreut und damals vor dem Abstieg aus der 2. Liga bewahrt. 

    Biegler, der die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zurzeit auf die Heim-WM im Dezember vorbereitet, galt als Wunschkandidat von DHfK-Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar. "Michael Biegler ist ein herausragender Trainer", sagte Kretzschmar: "Er ist unglaublich innovativ in der Trainingsmethodik und hat dabei eine beeindruckende Rhetorik."

    Biegler sei "die perfekte Trainerwahl" für Leipzig. Ein Engagement schon ab Sommer scheiterte am Veto des Deutschen Handballbundes (DHB), der Biegler für eine Doppelfunktion nicht freigab.

    Beim Verband beginnt derweil die Suche nach einem Nachfolger, Bieglers Erbe ist noch nicht geregelt. "Eine Personalentscheidung werden wir mit Ruhe und Bedacht vorbereiten", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann via Pressemitteilung am Dienstag. Man sei aber "darauf vorbereitet, denn das Engagement von Michael Biegler war von Anfang an projektbezogen".

  21. Traditionsklub VfL Gummersbach gerät in der Bundesliga in immer ärgere Abstiegsnot. Der zwölfmalige deutsche Meister verlor am Montag auch bei DHfK Leipzig mit 25:27 (12:17) und kassierte damit die sechste Niederlage in Serie.

    Gummersbach liegt als Tabellen-14. nur einen Punkt vor den Abstiegsplätzen.

    Das Leipziger Team von Bundestrainer Christian Prokop setzt seine starke Saison fort und liegt auf dem sechsten Rang. Bester Torschütze der Gastgeber war vor 4327 Zuschauern Marvin Sommer mit neun Treffern.

    Für Gummersbach waren Simon Ernst und Alix Kevynn Nyokas mit jeweils fünf Toren am erfolgreichsten.

  22. Michael Biegler wird übereinstimmenden Medienberichten zu Folge neuer Trainer des SC DHfK Leipzig. Der Bundestrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft soll am Dienstag vorgestellt werden.

    Der Handball-Bundesligist bestätigte auf SPORT1-Nachfrage am Sonntag, dass am Dienstag ein Pressegespräch stattfinden soll, bei dem der neue Coach vorgestellt wird. Dass es sich dabei um Biegler handelt, wollte der Verein nicht bestätigen.

    Biegler wird in Leipzig laut den Berichten Nachfolger von Christian Prokop, der seit Kurzem die Bad Boys trainiert.

    Biegler war absoluter Wunschkandidat von DHfK-Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar und sollte eigentlich schon früher kommen. Aber weil im Dezember die Weltmeisterschaft in Deutschland stattfindet und dort eine Medaille das Ziel ist, gab der Deutsche Handballbund (DHB) den 56-Jährigen für eine Doppelfunktion als National- und Vereinscoach nicht frei.

    Bis zu Bieglers Amtsantritt werden die Leipziger ab Sommer von Co-Trainer Andre Haber betreut.

  23.  Die SG Flensburg-Handewitt hat die Tabellenführung der DKB Handball-Bundesliga verloren. 

    Die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes musste sich im schweren Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin mit 32:34 (17:16) geschlagen geben. 

    Die Rhein-Neckar Löwen waren bereits am Samstag mit einem Sieg gegen Frisch Auf Göppingen an Flensburg vorbei gezogen, der THW Kiel hatte sich mit einer Pleite beim TBV Lemgo endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet (Die Tabelle der DKB HBL). 

    Die Hälfte aller Berliner Tore gegen Flensburg-Handewitt gingen auf das Konto von Petar Nenadic (9/1) und Hans Lindberg (8/5). 

    Füchse mit starker Schlussphase

    Für die Gäste trafen Lasse Svan (8) und Holger Glandorf (5) am häufigsten. Flensburg hatte gut vier Minuten vor dem Ende noch 30:29 geführt. Doch die Füchse drehten den Spieß mit drei Treffern in Folge um.

    Zwei weitere Tore von Nenadic und Nationalspieler Fabian Wiede machten alles klar für die Gastgeber.

    Nach dem Spiel analysierte Füchse-Torwart Silvio Heinevetter bei SPORT1 die Gründe für den Sieg. "Wir haben als Mannschaft, auch wenn nicht immer alles rund lief, wirklich super zusammen gespielt und am Ende mit ein bisschen Glück gewonnen."

    Auch Rückraumspieler Petar Nenadic schlug selbstkritische Töne an. Die erste Halbzeit sei sehr schwierig gewesen und in den ersten 20 Minuten habe das Angriffsspiel überhaupt nicht gestimmt. Aber "wir haben das ganze Spiel über gekämpft und einen großen Schritt gemacht", sagte Nenadic im SPORT1-Interview.

    Magdeburg feiert nächsten Sieg

    Erster Verfolger der viertplatzierten Füchse bleibt der SC Magdeburg. Im Auswärtsspiel beim TSV Hannover-Burgdorf feierte die aktuelle Nummer fünf der Bundesliga einen 28:23 (14:9)-Sieg.

    Michael Damgaard (8/1) und Nemanja Zelenovic (6) waren die Erfolgsgaranten der Magdeburger. Kai Häfner erzielte als bester TSV-Werfer sieben Treffer.

  24. Alfred Gislason war mächtig angefressen. "Ich bin sehr enttäuscht von unserem Spiel", sagte der Trainer des THW Kiel nach der völlig überraschenden 30:34-Pleite beim TBV Lemgo und verschaffte seinem aufgestauten Ärger Luft: "Wir waren in der Abwehr zu langsam, hatten dadurch auch kaum eine Torhüter-Leistung. Und vorne haben wir zu viele technische Fehler gemacht."

    Rums. Gislasons Analyse des Kieler Spiels beim ostwestfälischen Abstiegskandidaten kam einer sportlichen Bankrotterklärung gleich. Dabei war es beim Isländer wohl weniger der Zorn über die fünfte Saison-Niederlage als der Frust über den erneuten Titel-K.o., der sich nach Schlusspfiff ein Ventil suchte.

    Kiel verabschiedet sich aus Meisterschaftsrennen

    "Das ist richtig schade für uns", sagte Gislason. Nur eine Woche nach dem so umjubelten Pokal-Coup von Hamburghaben sich die Kieler mit ihrem reichlich uninspirierten Auftritt im Lipperland wohl endgültig aus dem Rennen um die Ligakrone verabschiedet.

    Zwei Spielzeiten nacheinander ohne Meisterschaft - das hat es in Kiel seit 13 Jahren nicht gegeben. Und unter Gislason noch nie.

    Doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Angesichts von zehn Minuspunkten ist aus dem Dreikampf an der Liga-Spitze am Osterwochenende ein Zweikampf zwischen Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen, der bei Frisch Auf Göppingen (28:24) siegte, und der SG Flensburg-Handewitt geworden.

    Und so geht der Blick der Kieler ab sofort eher in die andere Richtung. Als Tabellen-Dritter droht den THW-Stars um Nationaltorwart Andreas Wolff sogar Ungemach von unten, die Qualifikation für die Champions League ist plötzlich in Gefahr.

    Champions-League-Teilnahme ist in Gefahr

    Die Füchse Berlin sind den Zebras als Vierter dicht auf den Fersen. Königsklasse ohne Dauergast Kiel? Das hat es zuletzt in der Saison 2003/04 gegeben.

    In Lemgo präsentierte sich der THW ohne Kapitän Domagoj Duvnjak (Patellasehne) jedenfalls wenig königlich. Von der berauschenden Spielweise des Pokalfinales gegen Flensburg (29:23) waren Nationalspieler Steffen Weinhold und Co. meilenweit entfernt, von einem Motivationsschub oder gar Rückenwind des ersten Titels nach fast zwei Jahren nichts zu spüren.

    Hinten brachten es die Torleute Wolff und Niklas Landin zusammen auf gerade einmal fünf Paraden, vorne fehlte es an Ideen und Durchschlagskraft.

    "Sie waren schneller, explosiver, haben gekämpft bis zum Umfallen – in der Bundesliga ist das dann so, vor allem auswärts. Dann verlierst du", sagte Blazenko Lackovic den Kieler Nachrichten.

    Viel Zeit zur Verarbeitung bleibt den THW-Stars nicht. Am Mittwoch kommt der starke Aufsteiger GWD Minden in die heimische Sparkassen-Arena, und am kommenden Sonntag steht das nächste Highlight auf dem Programm: Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League wollen die Kieler den großen Titelfavoriten FC Barcelona ärgern - und die Handball-Welt überraschen. Diesmal positiv.

  25. Eine Woche nach der herben Pokal-Enttäuschung in Hamburg startet die SG Flensburg-Handewitt in der DKB Handball-Bundesliga den Schlussspurt der Mission Meisterschaft. Das Motto lautet: "Bloß nicht wieder Zweiter."

    Die Füchse Berlin sind aber ein gefährlicher Gegner.

    "Was am Sonntag passiert ist, muss aus den Köpfen", appellierte Kreisläufer Jacob Heinl und hob vor dem schweren Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin am Sonntag (ab 14.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) das Positive hervor: "Wir haben noch sehr gute Chancen, in dieser Saison etwas zu gewinnen."

    Dämpfer fürs Selbstvertrauen

    Gerade in der Meisterschaft stehen die Nordlichter blendend da, haben bei einem Spiel weniger nur einen Punkt Rückstand auf Meister Rhein-Neckar Löwen und stehen klar vor dem großen Rivalen THW Kiel, der der SG im Pokalfinale am Sonntag eine Lehrstunde verpasst hatte.

    Die Niederlage war ein empfindlicher Dämpfer fürs Selbstvertrauen der Flensburger, die sowieso gegen das Image des "ewigen Zeiten ankämpfen". Elf Mal landete die SG in der DKB Handball-Bundesliga seit 1996 auf Rang zwei, allein drei Mal in den letzten fünf Jahren - zum Titelgewinn reichte es bislang nur 2004.

    Die Füchse Berlin sind unter dem neuen Trainer Velimir Petkovic dagegen so etwas wie das Team der Stunde in der Liga. Die Berliner sind seit Ende Februar ungeschlagen, rangen in dieser Zeit den Rhein-Neckar Löwen einen Punkt ab und festigten ihren vierten Platz in der Tabelle.

    Schon das Hinspiel war ein Herzschlagfinale, das die SG in letzter Sekunde mit 27:26 (13:12) für sich entschied. Im Berliner "Fuchsbau" dürfte die Flensburger also eine der höchsten Hürden auf ihrem Weg zum möglichen zweiten Meistertitel erwarten.

    SCM will Serie in Hannover ausbauen

    Außerdem empfängt die TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag (ab 14.55 Uhr im LIVESTREAM) den SC Magdeburg. Die Magdeburger sind durch einen unglaublichen Lauf von zehn ungeschlagenen Spielen in Folge inzwischen auf den fünften Tabellenplatz gesprungen.

    Hannover steckt dagegen im grauen Mittelfeld fest. Im Hinspiel waren die Vorzeichen noch umgekehrt. Der SCM steckte in der Krise und kassierte beim 22:37 in eigener Halle eine historisch hohe Niederlage. Gerade deshalb dürfte das Team von Cheftrainer Bennet Wiegert wohl erst recht auf Wiedergutmachung brennen und die Siegesserie auch in Hannover ausbauen wollen.

  26. Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hat sich endgültig aus dem Titelrennen in der DKB Handball-Bundesliga verabschiedet.

    Nach der überraschenden 30:34 (11:16)-Niederlage beim TBV Lemgo haben die Kieler auf Platz drei der Tabelle mit zehn Minuspunkten bereits einen deutlichen Rückstand auf Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt und Meister Rhein-Neckar Löwen. 

    Die Löwen verdrängten die nun zweitplatzierten Flensburger, die am Sonntag zum schweren Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin (ab 14.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) antreten müssen, mit dem 28:24 (19:9)-Sieg bei Frisch Auf Göppingen von der Tabellenspitze. Beste Werfer des deutschen Meisters waren Regisseur Andy Schmid mit acht und Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson mit sieben Treffern. 

    Duvnjaks Ausfall deutlich spürbar

    Die Überraschung des Tages fand allerdings in Lemgo statt. Vor 5000 Zuschauer wirkte Lemgo deutlich motivierter und spritziger als die behäbigen Kieler, die sich ungewohnt viele technische Fehler leisteten.

    Ohne Spielmacher Domagoj Duvnjak, der in der kommenden Woche an der Patellasehne operiert wird, fiel den THW-Akteuren vor einer gut aufgestellten Lemgoer Deckung nicht viel ein, und hinter einer nicht konsequenten Kieler Abwehr bekamen die beiden Torhüter Niklas Landin und Andreas Wolff nicht viel zu fassen. 

    Auch acht Tore von Rechtsaußen Niclas Ekberg und sechs Treffer des schwedischen Rückraumspielers Lukas Nilsson konnten DHB-Pokalsieger Kiel nicht retten. Bester Werfer der Gastgeber war Rechtsaußen Dominik Ebner mit acht Treffern. 

    Coburg fast schon weg

    Ebenso wie der TBV Lemgo verschaffte sich auch der Bergische HC mit einem 28:26 (13:15) gegen den HC Erlangen ein wenig Luft im Abstiegskampf.

    Kaum noch Hoffnung auf den Verbleib in der ersten Liga hat dagegen der HSC Coburg, der sein Heimspiel gegen die MT Melsungen mit 25:28 (13:17) verlor und mit fünf Punkten Rückstand Tabellenletzter bleibt. Einen Platz davor liegt die HBW Balingen-Weilstetten, die bei GWD Minden mit 22:25 verlor.

  27. Mit einem Paukenschlag haben sich die Rhein-Neckar Löwen zuletzt den Pokalfrust von der Seele geworfen. Nach der blamablen Vorstellung im REWE Final Four fegte der Meister den VfL Gummersbach unter der Woche mit 34:20 aus der Halle.

    Im Baden-Württemberg-Derby am Samstag gegen FRISCH AUF! Göppingen (ab 20.10 Uhr im LIVESTREAM auf SPORT1.de) kann der Tabellenzweite aus Mannheim mit einem Sieg nun sogar vorübergehend an Spitzenreiter Flensburg vorbeiziehen.

    "Haben Meisterschaft noch in eigenen Händen"

    "Wir haben in der Meisterschaft noch alles in den eigenen Händen", sagte Löwen-Regisseur Andy Schmid nach dem Sieg gegen Gummersbach zu SPORT1. "Wir wissen auch, wie wir mit Niederlagen umgehen müssen."

    Schon im Hinspiel ließen die Löwen den Göppingern beim 35:26 (16:16) keine Chance, gerade die zweite Hälfte kam damals einer Machtdemonstration gleich.

    Die Schwaben haben nach der Qualifikation für das Final Four im EHF-Pokal zwar gehörig Rückenwind, in der Liga setzte es zuletzt aber eine überraschende Pleite beim Vorletzten Bergischer HC. Zudem verkündete Rückraum-Shooter Jens Schöngarth sein Saison-Aus wegen einer Fingerverletzung.

    Die Rollen scheinen vor dem Derby also recht klar verteilt. In der "Hölle Süd" in Göppingen darf aber kein Favorit mit einem Selbstläufer rechnen.

  28. Der TVB Stuttgart hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen.

    Die Mannschaft von Trainer Markus Baur unterlag am 26. Spieltag der HSG Wetzlar in eigener Halle mit 18:28 (10:12) und bleibt als Tabellen-14. in Abstiegsgefahr. Wetzlar setzte sich durch den Sieg als Sechster indes im oberen Mittelfeld fest (SERVICE: Die Tabelle).

    Philipp Weber war mit sieben Treffern bester Werfer für Wetzlar, der frühere Weltmeister Michael Kraus war mit sechs Toren erfolgreichster Stuttgarter.

    Das Spiel im Stenogramm:

    TVB Stuttgart - HSG Wetzlar 18:28 (10:12)
    Tore: Kraus (6), Fotache (3), Celebi (3), Orlowski (2), Schagen (2/2), Schweikardt (1/1), Weiss (1) für Stuttgart - Weber (8), Kohlbacher (5), Cavor (4),  Lindskog (3), Kvist (2/1), Pöter (2/1), Bjornsen (1), Mirkulovski (1), Hahn (1), Buric (1) für Wetzlar
    Zuschauer: 2251

  29. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat seine letzte Titelchance der Saison gewahrt.

    Die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen bezwang Altmeister VfL Gummersbach nach Startschwierigkeiten verdient mit 34:20 (16:13). Mit 43:5 Punkten bleibt der Tabellen-Zweite dem Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt (44:4 Punkte) auf den Fersen.

    Die Löwen begannen vier Tage nach der Halbfinal-Niederlage im DHB-Pokal gegen Flensburg sowie zwei Wochen nach dem Aus in der Champions League gegen Kiel gehemmt, zogen nach der Pause aber davon.

    Bester Werfer der Gastgeber war vor 7468 Zuschauern der Isländer Gudjon Valur Sigurdsson mit elf Toren, Andy Schmid kam auf neun Treffer. Für den nach nur drei Punkten aus dem letzten zwölf Spielen vom Abstieg bedrohten Traditionsklub aus Gummersbach erzielte Europameister Julius Kühn fünf Treffer.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach 34:20 (16:13)
    Tore: Sigurdsson (11/1), Schmid (9/1), Ekdahl du Rietz (4), Baena Gonzales (2), Pekeler (2/1), Larsen (1), Groetzki (1), Reinkind (1), Taleski (1), Guardiola (1), Petersson (1) für Rhein-Neckar - Kühn (5/3), Ernst (4), Becker (3), Pevnov (2), Schmidt (1), von Gruchalla (1), Schroter (1), Baumgärtner (1) Nyokas (1), Schröder (1) für Gummersbach
    Zuschauer: 7468

  30. Rekordmeister THW Kiel verpflichtet zur kommenden Saison den slowenischen Nationalspieler Miha Zarabec.

    Der 25-jährige Spielmacher, der im Januar in Frankreich WM-Bronze gewonnen hatte, kommt vom Champions-League-Teilnehmer RK Celje und unterschrieb an der Förde einen Ein-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2018 mit einer Option für ein weiteres Jahr.

    "Miha macht den Ball schnell und ist ein torgefährlicher, klassischer Spielmacher. Er bringt alle Fähigkeiten mit, die uns helfen können", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

    Kiels Geschäftsführer Thorsten Storm meinte: "Wir wissen, dass Domagoj Duvnjak an der Patellasehne operiert werden muss, was eine mehrmonatige Pause nach sich ziehen wird. Es wäre fahrlässig, nur mit einem Mittelmann in die Saison zu gehen." 

  31. Nach der bitteren Pokal-Pleite gegen die SG Flensburg Handewitt wollen sich die Rhein-Neckar Löwen jetzt voll auf den Kampf um die Meisterschaft konzentrieren. Am Mittwoch empfängt der Deutsche Meister den VfL Gummersbach (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

    Das vergangene Wochenende haben sich die Rhein-Neckar Löwen ganz anders vorgestellt. Für den Deutschen Meister setzte sich vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena eine schwarze Serie fort: Auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel.

    Zum vierten Mal hintereinander verloren die Mannheimer im Halbfinale gegen die SG Flensburg-Handewitt. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren sie am viermaligen Cupsieger gescheitert.

    Mit einem Sieg in dem Nachholspiel könnten die Mannheimer nun aber in der Bundesliga bis auf einen Punkt an den Tabellenführer heranrücken.

    VfL Gummersbach steckt mitten im Abstiegskampf

    "Wir müssen und werden die Niederlage in Hamburg aufarbeiten. Allerdings haben wir nicht viel Zeit, denn am Mittwoch gilt es in der Bundesliga wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Da sind wir nun alle gefordert", sagt Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen vor dem Ligaspiel.

    In der Partie gegen den VfL Gummersbach gilt es für die Löwen also nun ihre Wunden zu lecken. Mit dem Altmeister kommt ein Gegner in die SAP Arena, der sich mitten im Abstiegskampf befindet.

    Seit knapp zwei Wochen ist Sead Hasanefendic zum dritten Mal Cheftrainer bei Gummersbach. Unter ihm will der zwölfmalige deutsche Handball-Meister die Trendwende schaffen und den Traditionsverein vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit bewahren. "Sie haben eine Topmannschaft und durch den verpassten Finaleinzug einen Tag mehr Pause. Darüber hinaus können sie sich jetzt ganz auf die Bundesliga konzentrieren und werden hochmotiviert sein", sagte der VfL-Trainer über den kommenden Gegner.

    Das Hinspiel entschieden die Löwen klar mit 27:20 für sich.

  32. Der frühere Weltmeister Michael Kraus bleibt bis 2019 beim Bundesliga-Klub TVB Stuttgart. Der 33 Jahre alte Rückraumspieler unterschrieb ein neues Arbeitspapier, das ausschließlich für die erste Liga gilt.

    "Der TVB ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen", sagte Kraus, der seit 2016 für die Schwaben spielt. Vom Klassenerhalt sei er zu "einhundert Prozent" überzeugt.

    Kraus will seinen Teil zur weiteren Etablierung der Stuttgarter in der Bundesliga beitragen. In seiner erfolgreichen Karriere feierte er nach dem WM-Titel 2007 in Deutschland auch die Deutsche Meisterschaft 2011 und den Sieg in der Champions League 2013 mit dem HSV Hamburg.

  33. Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt will sich vom verlorenen Pokalfinale gegen den THW Kiel (23:29) nicht aus der Bahn werfen lassen. "Ich befürchte keinen Knacks", sagte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke: "Wir müssen aus der Niederlage lernen und nach vorne schauen."

    Ziel sei der Gewinn der deutschen Meisterschaft und das Erreichen des Final Fours in der Champions League.

    Für die SG war die Partie am Sonntag eine weitere Episode einer bitteren Finalbilanz: Bei der siebten Endspiel-Teilnahme nacheinander hatten die Nordlichter bis auf 2015 immer das Nachsehen. Im sechsten Pokalfinale gegen den THW blieb Flensburg zum fünften Mal nur zweiter Sieger.

    "Mich ärgert das schon", sagte Schmäschke: "Aber ich hoffe, die Mannschaft nimmt aus diesem Spiel für die nächsten Wochen einiges mit."

    In der Liga liegt Flensburg zehn Spiele vor dem Saisonende einen Minuspunkt vor den Rhein-Neckar Löwen und vier Minuszähler vor Kiel. In der Königsklasse trifft das Team von Trainer Ljubomir Vranjes im Viertelfinale auf HC Vardar Skopje.

    "Wenn man Finals gewinnen will, muss man auf den Punkt in allen Bereichen konzentriert sein. Da muss man sich aufopfern, und das haben wir gegen Kiel nicht getan", sagte Schmäschke.

  34. Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer hat mit den Handballern von Paris St. Germain den französischen Ligapokal gewonnen.

    Das Starensemble aus der Hauptstadt bezwang HBC Nantes mit Weltmeister Dominik Klein 31:27 (16:16). Gensheimer erzielte zwei Tore, Klein steuerte einen Treffer bei.

    Jüngst hatte Gensheimer bereits das deutsche Duell in der Champions League gegen Klein für sich entschieden und zog mit seinem Klub Paris St. Germain ins Viertelfinale eingezogen. Die favorisierten Pariser setzten sich im Rückspiel in eigener Halle gegen HBC Nantes mit 35:27 durch. Das Hinspiel an der Loire-Mündung war 26:26 ausgegangen.

  35. Den Erzrivalen niedergerungen, den Thron zurückerobert: Der THW Kiel hat nach drei Jahren Abstinenz und einer komplett titellosen Saison wieder den DHB-Pokal gewonnen.

    Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason besiegte die SG Flensburg-Handewitt in einem hochemotionalen Finale in Hamburg 29:23 (13:12) und sicherte sich zum zehnten Mal den Titel.

    Bester Werfer des Rekord-Pokalsiegers, der das REWE Final Four zuletzt drei Mal verpasst hatte, war Kapitän Domagoj Duvnjak mit sieben Treffern. Den Grundstein für den verdienten Erfolg legten die Kieler aber mit einer bärenstarken Defensive und einem überragenden Niklas Landin im Tor.

    In der zweiten Halbzeit berauschten sich die THW-Spieler phasenweise selbst und zogen nach ausgeglichener erster Hälfte unnachahmlich davon.

    Hingebungsvoll, hitzig, hochklassig

    Für die SG, bei der Rasmus Lauge, Kentin Mahe und Holger Glandorf mit jeweils vier Toren am häufigsten trafen, war die Partie am Sonntag eine weitere Episode einer bitteren Finalbilanz: Bei der siebten Endspiel-Teilnahme nacheinander hatten die Nordlichter bis auf 2015 immer das Nachsehen. Im sechsten Pokalfinale gegen den THW blieb Flensburg zum fünften Mal nur zweiter Sieger.

    "Es war ein überragendes Spiel mit einem tollen Publikum. Jetzt fällt viel Druck ab, in der Liga liegen wir ja vier Punkte hinter der Spitze", sagte Niklas Landin SPORT1, der ein großes Lob für Duvnjak hatte: "Vor der Leistung von Dule hat die gesamte Mannschaft Respekt, Wahnsinn, was er abgeliefert hat."

    Die 13.200 Zuschauer in der ausverkauften Barclaycard Arena bekamen von Beginn an beste Handball-Unterhaltung geboten. Die Strapazen der Halbfinalspiele vom Vortag waren den Spielern nicht im geringsten anzumerken. Kiel, das 24 Stunden zuvor den SC DHfK Leipzig 35:32 bezwungen hatte, setzte im Angriff vor allem mit Duvnjak und Kreisläufer Patrick Wiencek Akzente.

    Gislason greift in die Trickkiste

    Liga-Spitzenreiter Flensburg, der am Vortag den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen 33:23 demontiert hatte, schöpfte zunächst Kraft aus der Breite seines exquisiten Kaders. Nach der Pause hatte das Team von Coach Ljubomir Vranjes allerdings nichts mehr zuzusetzen.

    Während seine Spieler um Ex-Weltmeister Holger Glandorf kaum mehr zum Abschluss kamen, warfen sich die Kieler vorübergehend in einen wahren Rausch, feierten jede gelungene Aktion schon wie den Pokalsieg. Beim Stand von 21:15 (44.) war die Partie praktisch entschieden.

    "Wir standen eigentlich gut, aber Kiel ist immer wieder durchgekommen. Wir haben viele unnötige Tore gekriegt", sagte Flensburgs Anders Eggert SPORT1.

    Das Finale begann mit einer dicken Überraschung. Kiels Coach Gislason griff tief in die Trickkiste und ließ Linksaußen Rune Dahmke zunächst als Spielmacher auflaufen - mit Erfolg. Der THW zeigte sich im Angriff variabel und narrte die Flensburger Deckung ein ums andere Mal, sodass der Rekordmeister innerhalb weniger Minuten von 1:3 (4.) auf 6:3 vorlegte.

    Schwarze Serie der Löwen geht weiter

    In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem vor allem die beiden Keeper Glanzlichter setzten. Während Kiels Landin, der den Vorzug vor Europameister Andreas Wolff erhielt, von Beginn an reihenweise Flensburger Großchancen vereitelte, steigerte sich auch Flensburgs Mattias Andersson bis zur Pause.

    Dies änderte sich im zweiten Abschnitt. Angetrieben von seinen lautstarken Fans, setzte sich der Rekordmeister schnell ab. Und wenn die Flensburger doch einmal durchkamen, parierte Landin glänzend.

    Für die Rhein-Neckar Löwen setzte sich in Hamburg unterdessen eine schwarze Serie fort, auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel. Zum vierten Mal nacheinander verlor der deutsche Meister im Halbfinale gegen Flensburg. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren die Löwen an dem viermaligen Cupsieger gescheitert.

  36. Im Finale des DHB-Pokals kommt es zu einem echten Kracher: Der THW Kiel fordert die SG Flensburg-Handewitt. 

    Es ist das Duell des Rekord-Pokalsiegers mit dem Spitzenreiter der Bundesliga - und mit SPORT1 verpassen Sie keine Minute (ab 14.30 Uhr LIVE im TV). 

    Kiel hatte sich im Halbfinale des REWE Final Four einen offenen Schlagabtausch mit dem SC DHfK Leipzig (32:35) geliefert und greift nach seinem zehnten Titel. In den letzten drei Jahren hatte der THW das Endrunden-Turnier jeweils verpasst. 

    Flensburg demontierte im zweiten Halbfinale die Rhein-Neckar Löwen mit 33:23. 

    Im Endspiel kommt es nun zur "Mutter aller Derbys". Das prestigeträchtige Duell der beiden Erzfeinde ist seit vielen Jahren stets ein echtes Handball-Highlight. 

    "Vor dem Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt spüre ich die Bedeutung, das schwarz-weiße Trikot zu tragen noch stärker als sonst", sagte Kiels Kapitän Domagoj Duvnjak einst. 

    Mit dem Pokal-Finale hat die nächste Ausgabe des traditionsbehafteten Kräftemessens der Nordklubs einen würdigen Rahmen. SPORT1 überträgt die Partie um 14.30 LIVE im TV und berichtet auf SPORT1.de und in der SPORT1 App

  37. Die SG Flensburg-Handewitt ist dem THW Kiel ins Endspiel um den DHB-Pokal gefolgt.

    Der Bundesliga-Tabellenführer besiegte die Rhein Neckar-Löwen im zweiten Halbfinale des Final Fours in Hamburg mit 33:23 (18:16) und steht zum siebten Mal hintereinander im Finale.

    Dort trifft die Mannschaft von Ljubomir Vranjes am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) auf ihren Kieler Erzrivalen. Der Rekord-Pokalsieger, Zweiter in der Liga, hatte zuvor den SC DHfK Leipzig 35:32 (19:19) besiegt.

    Überragender Flensburger war der etatmäßige Ersatzkeeper Kevin Moeller, der mit zahlreichen Paraden glänzte. Zum besten Werfer der SG, die den Pokal zuletzt 2015 gewonnen hat, avancierte Rasmus Lauge mit sieben Treffern. Bei den Löwen trafen Alexander Petersson und Kim Ekdahl du Rietz am häufigsten (je 5 Tore).

    "Mit zehn Toren gegen die Löwen zu gewinen, sagt alles über unsere Leistung", sagte Rasmus Lauge bei SPORT1.

    Für den deutschen Meister setzte sich vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena eine schwarze Serie fort: Auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel. Zum vierten Mal hintereinander verloren die Mannheimer im Halbfinale gegen die SG. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren sie am viermaligen Cupsieger gescheitert.

  38. Traumfinale perfekt, Nordderby um den Titel: Die SG Flensburg-Handewitt trifft im Endspiel um den DHB-Pokal auf den THW Kiel.

    Der Bundesliga-Tabellenführer besiegte die Rhein Neckar-Löwen im zweiten Halbfinale des Final Four in Hamburg überraschend deutlich mit 33:23 (18:16) und steht zum siebten Mal hintereinander im Finale.

    Dort trifft die Mannschaft von Ljubomir Vranjes am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) auf ihren Kieler Erzrivalen. Der Rekord-Pokalsieger, Zweiter in der Liga, hatte zuvor den SC DHfK Leipzig 35:32 (19:19) besiegt. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, die sich in den letzten drei Jahren nicht für das Endrunden-Turnier qualifiziert hatte, könnte den Titel am Sonntag zum zehnten Mal gewinnen.

    Lauge zufrieden mit Leistung 

    Überragender Flensburger gegen die Löwen war der etatmäßige Ersatzkeeper Kevin Moeller, der von den Zuschauern wegen seiner zahlreichen Paraden mit Sprechchören gefeiert wurde.

    Zum besten Werfer der SG, die den Pokal zuletzt 2015 holte, avancierte Rasmus Lauge mit sieben Treffern. Bei den Löwen trafen Alexander Petersson und Kim Ekdahl du Rietz am häufigsten (je 5 Tore).

    "Mit zehn Toren gegen die Löwen zu gewinnen, sagt alles über unsere Leistung", sagte Rasmus Lauge bei SPORT1.

    Für den deutschen Meister setzte sich vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena eine schwarze Serie fort: Auch bei der zehnten Endrunden-Teilnahme klappte es nicht mit dem ersten Titel.

    Zum vierten Mal hintereinander verloren die Mannheimer im Halbfinale gegen die SG. Bereits in der Vorschlussrunde 2011 und im Viertelfinale 2013 waren sie am viermaligen Cupsieger gescheitert.

     "Unser Job ist noch nicht erledigt"

    Während das zweite Halbfinale bereits Mitte der zweiten Halbzeit entschieden war, lieferten sich Kiel und Leipzig einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Einzelkönner des THW am Ende den Ausschlag gaben.

    Bester Torschütze in einem hochklassigen Spiel war Rechtsaußen Niclas Ekberg mit zwölf Treffern. Zudem überzeugten die Nationalspieler Steffen Weinhold und Rune Dahmke (beide 6 Tore).

    "Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir sind froh, dass wir im Finale sind", sagte Ekberg bei SPORT1: "Am Ende haben wir sehr diszipliniert und ruhig gespielt." Und Dahmke meinte mit Blick auf das Finale: "Unser Job ist noch nicht erledigt." 

    Beim leidenschaftlich kämpfenden Endrunden-Neuling aus Leipzig, der die Partie bis kurz vor dem Ende offen gestaltete, trafen Linksaußen Lukas Binder und Niclas Pieczkowski (beide 7) am häufigsten. Und so überwog bei Leipzigs Trainer Christian Prokop "bei aller Enttäuschung der Stolz. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das ist bei der Ausgangslage nicht normal. Meine Mannschaft hat von Beginn an gezeigt, was Leipzig ausmacht."

    Kiel im zweiten Abschnitt bestimmend

    Kiel erwischte gegen das Überraschungsteam aus Sachsen vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard Arena einen schlechten Start - und lief fast die gesamte erste Halbzeit einem Rückstand hinterher.

    Prokop, in Personalunion auch Bundestrainer, stellte den Rekordmeister vor immer neue Aufgaben, so dass die Kieler ihrer Favoritenrolle erst nach der Pause gerecht wurden.

    Doch Leipzig steckte in der hitzigen Atmosphäre der ausverkauften Halle nie auf und kam beim 29:30 vier Minuten vor dem Ende sogar noch einmal auf ein Tor heran.

  39. Domagoj Duvnjak beißt auf die Zähne.

    Trotz anhaltender Knieschmerzen spielt der Rückraumspieler des THW Kiel im REWE Final Four (JETZT LIVE im TV) gegen Halbfinalgegner DHfK Leipzig.

    Nach dem Champions-League-Achtelfinale gegen Meister Rhein-Neckar Löwen war Duvnjaks Einsatz gegen Leipzig lange Zeit ungewiss. THW-Geschäftsführer Thorsten Storm bestätigte aber vor der Partie gegen Leipzig bei SPORT1: "Duvnjak ist heute noch mit dabei. Nächste Woche wird er operiert. Dann wird er wohl sehr lange ausfallen."

    Die Probleme im Knie plagen den Kroaten nun schon seit einem Jahr. Zuletzt wurden die Schmerzen immer schlimmer. 

    "Ich habe schon ungefähr ein Jahr Probleme, aber lange Zeit ging es noch. Zuletzt war es so schlimm, dass ich meine normale Leistung nicht bringen konnte. Das größte Problem war, dass ich zwei Jahre keine Pause hatte", sagte Duvnjak bei SPORT1.

    Zu den physischen Schmerzen kam letztlich auch die mentale Belastung. Das ewige Hin und Her und die Ungewissheit machten dem Kroaten zu schaffen. Nach dem Final Four und der folgenden Operation ist damit nun Schluss. Duvnjak selbst rechnet mit einer Pause von rund sechs Monaten.

    Damit wäre auch seine Teilnahme an der Heim-WM im Januar 2018 gefährdet. Er selbst bleibt deswegen aber gelassen: "Bis dahin sind es Stand Jetzt noch acht Monate, das ist viel Zeit."

  40. Domagoj Duvnjak steht mit dem THW Kiel vor entscheidenden Spielen in der heißen Phase der Handball-Saison.

    Schon heute mischt Kiel beim REWE Final Four im Kampf um den ersten großen Titel der Saison mit (1. Halbfinale gegen Leipzig ab 14.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

    Zudem rechnet sich der THW auch im Titelrennen in der DKB HBL noch Chancen aus und steht in der Champions League vor dem Viertelfinal-Kracher gegen Barcelona. Doch ob Duvnjaks Knie bei alldem mitspielt, ist bislang fraglich. (EXKLUSIV: Kretzsches Favoritencheck zum Final Four)

    Einsatz beim Final Four fraglich

    Im Champions-League-Achtelfinale gegen Meister Rhein-Neckar Löwen war Duvnjak noch dabei, sein Einsatz am Samstag gegen Leipzig ist aber weiter ungewiss.

    "Ich habe zuletzt nicht so viel gespielt, dadurch ist das Knie deutlich besser geworden. Ich hoffe, das bleibt am Wochenende so. Wir müssen abwarten und von Tag zu Tag schauen", sagt Duvnjak im Gespräch mit SPORT1.

    Eine Entscheidung über sein Mitwirken wird wohl erst kurzfristig fallen, je nachdem, inwiefern das Knie belastbar ist. Auch wenn er grundsätzlich immer spielen möchte, müsse er jetzt auf seinen Körper hören. Leipzig sei ein gefährlicher Gegner.

    "Es ist ein sehr wichtiges Wochenende. Wir wollen den Titel. Das wird nicht einfach, aber ich freue mich sehr auf mein erstes Final Four mit dem THW. Wir werden alles versuchen. Leipzig hat eine Super-Mannschaft. Sie spielen eine sehr aggressive Abwehr und sind 60 Minuten in Bewegung", erklärt Kiels Kapitän.

    Schmerzen schon seit einem Jahr

    Die Probleme mit besagtem Knie plagen den Rückraumspieler nun schon seit einem Jahr. Zuletzt wurden die Schmerzen immer schlimmer. 

    "Ich habe schon ungefähr ein Jahr Probleme, aber lange Zeit ging es noch. Zuletzt war es so schlimm, dass ich meine normale Leistung nicht bringen konnte. Das größte Problem war, dass ich zwei Jahre keine Pause hatte", sagt Duvnjak.

    WM 2018 bei OP in Gefahr

    Zu den physischen Schmerzen kam letztlich auch die mentale Belastung. Das ewige Hin und Her und die Ungewissheit machten dem Kroaten zu schaffen. Nach dem Final Four soll jetzt entschieden werden, ob eine Operation folgen wird oder nicht.

    "Das Final Four ist sehr wichtig, danach werden wir schauen, was wir machen. Eine Operation ist wahrscheinlich, aber es ist noch nicht klar. Das wären dann wohl sechs Monate Pause", sagt der 28-Jährige.

    Damit wäre auch seine Teilnahme an der Heim-WM im Januar 2018 gefährdet. Er selbst bleibt deswegen aber gelassen: "Bis dahin sind es Stand Jetzt noch acht Monate, das ist viel Zeit." Wenn er sich einer OP unterzieht, sollte er sich mit Blick auf die Weltmeisterschaft aber zumindest nicht mehr allzu lange Zeit lassen.

  41. Das Traumziel ist zwei Siege entfernt: der DHB-Pokal. Es ist der erste große Titel, der in der Saison 2016/2017 vergeben wird.

    Die Großmächte des deutschen Handballs, die Rhein-Neckar Löwen, der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt, sowie der Außenseiter SC DHfK Leipzig wetteifern in Hamburg um den prestigeträchtigen Cup beim REWE Final Four.

    SPORT1 ist am Samstag und Sonntag mit mehr als sechs Stunden LIVE-Berichterstattung dabei im Free-TV, im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de sowie via Facebook-Live.

    Anfang machen Leipzig und Kiel 

    Startschuss ist das erste Halbfinale zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem THW Kiel, SPORT1 überträgt am Samstag LIVE ab 14.15 Uhr.

    Die Leipziger stehen erstmals im REWE Final Four und wollen Trainer Christian Prokop – ab Sommer Bundestrainer – einen grandiosen Abschied bereiten. "Im Pokal-Teich schwimmen drei Hechtmannschaften und ein Karpfen, doch wir wollen mit unserer Euphorie, Kampfgeist und taktischer Disziplin über die Rolle des Karpfens hinaus", sagte Leipzigs Coach.

    In der DKB HBL zeigten die Leipziger zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen, dass sie auch mit den Top-Teams mithalten können, am Ende stand eine knappe 23:24-Niederlage.  THW-Coach Alfred Gislason erwartet "ein richtig enges, packendes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die unbedingt das Finale erreichen wollen".

    Für die Kieler geht es auch ums Prestige: Nach drei Jahren schmerzhafter Final-Four-Abstinenz soll in Hamburg der zehnte Pokalsieg her.

    Erneut Löwen gegen Flensburg

    Wie schon in den drei Jahren zuvor kommt es zum packenden Duell zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der SG Flensburg-Handewitt. Bisher warf die SG in den Halbfinals immer die Mannheimer aus dem Rennen – oft nach dramatischem Spielverlauf. Knacken die Löwen jetzt als amtierender Meister diese Serie oder wahrt Flensburg seine Chance auf das Titel-Triple?

    SPORT1zeigt auch diese Partie am Samstag ab 17.15 Uhr LIVE im Free-TV und im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de

    Kretzschmar traut jedem Team den Titel zu

    "Über eine ganze Saison ist Flensburg wahrscheinlich die stabilste Mannschaft, aber an einem Wochenende, an zwei aufeinander folgenden Tagen, traue ich jeder der vier Mannschaften den großen Wurf zu", sagt SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar: "Bei den Löwen kommt es speziell darauf an, wie sie mental drauf sind, angesichts des bitteren Aus in der Champions League gegen Kiel und ihrer dramatischen Pokalgeschichte."

  42. Der Bergische HC hat im Abstiegskampf zwei wichtige Punkte eingefahren.

    Der DHB-Pokal-Halbfinalist von 2016 besiegte Altmeister Frisch Auf Göppingen mit 32:25 (14:15) und hat damit zum Tabellen-16. TBV Lemgo aufgeschlossen (beide 13:37). Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nur noch einen Zähler (SERVICE: Die Tabelle).

    Beim Stand von 20:21 gelang dem BHC ein Vier-Tore-Lauf innerhalb von drei Minuten, den die Göppinger in den Schlussminuten nicht mehr aufholen konnten. Bester Werfer der Gastgeber war Arnor Thor Gunnarsson, der mit neun seiner elf Versuche erfolgreich war. Für den ersten deutschen Europapokalsieger aus Göppingen traf Daniel Fontaine siebenmal.

    Das Spiel im Stenogramm:

    Bergischer HC - FA Göppingen 32:25 (14:15)
    Tore: Gutbrod (7), Thor Gunnarsson (9), Nippes (4), Hermann (3), Artmann (3), Preuss (3), Vilovski (2), Babak (1) für den Bergischen HC - Fontaine (7), Schiller (5), Schöngarth (4), Halén (4), Kneule (2), Sesum (1), Späth (1), Barud (1) für Göppingen
    Zuschauer: 2433

  43. Wie jedes Jahr: Den Pokal kann jeder gewinnen. Das ist jetzt nicht nur eine Floskel, sondern jede Mannschaft, die in Hamburg ist, ist in der Lage, den Cup mit nach Hause zu nehmen. Einen Favoriten gibt es nicht. (Das REWE Final Four Sa., ab 14.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

    Wenn man die Ausgangssituation ganz neutral betrachtet, ist es so, dass die drei besten deutschen Mannschaften vor Ort sind – und dazu kommt die Überraschungsmannschaft Leipzig. Deswegen gilt der SC DHfK natürlich als Außenseiter, aber der Unterschied wird nicht allzu groß sein.

    Über eine ganze Saison ist Flensburg wahrscheinlich die stabilste Mannschaft, aber an einem Wochenende, an zwei aufeinander folgenden Tagen, traue ich jeder der vier Mannschaften den großen Wurf zu – und auf der anderen Seite ist auch jedes Team schlagbar. Es ist einfach alles sehr von der Tagesform und Kleinigkeiten wie Verletzungen abhängig.

    Bei den Löwen kommt es speziell darauf an, wie sie mental drauf sind, angesichts des bitteren Aus in der Champions League gegen Kiel und ihrer dramatischen Pokalgeschichte. Können sie ihren Fluch besiegen oder stolpern sie zum zehnten Mal im Final Four? Es wird darauf ankommen, mit welcher Einstellung sie nach Hamburg fahren.

    Wenn die Löwen nur hoffen, nicht wieder eines auf die Mütze zu bekommen, sehe ich schwarz. Wenn sie aber mit der Erwartung anreisen, alles gewinnen zu wollen, haben sie eine große Chance Flensburg zu schlagen und den Pokal zum ersten Mal zu holen.

    Bei Leipzig stellt sich die Frage, wie sie damit umgehen können, zum ersten Mal bei so einem Finalwochenende zu dabei zu sein. Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Leipzig die Großen Drei empfindlich ärgert. Zuletzt haben sie die Rhein-Neckar Löwen in arge Bedrängnis gebracht und in Mannheim nur knapp verloren. Dementsprechend können sie im Halbfinale auch den THW vor große Herausforderungen stellen.

    Zumal die Kieler damit zu kämpfen haben, dass ihre Schlüsselspieler wie Domagoj Duvnjak oder Steffen Weinhold angeschlagen sind. Aber wer den THW Kiel und seinen Trainer Alfred Gislason kennt, der weiß, dass alle, die halbwegs einsatzfähig sind, am Samstag und Sonntag auch spielen werden.

    Und selbst wenn ein Star, wie jetzt vermutlich Christian Zeitz, ausfallen sollte, können sie ihn mit einem anderen Weltklasse-Spieler ersetzen. Der THW ist die individuell beste Mannschaft und hat das stärkste Torhüter-Gespann. Zudem kann sich dieses Team immer steigern, wenn es drauf ankommt.

    Ich hoffe einfach, dass wir zwei spannende Halbfinals und ein großartiges Finale sehen. In dieser Hinsicht sind wir in den vergangenen Jahren wahrlich nicht enttäuscht worden.

  44. Der frühere Nationalspieler Frank Dammann ist tot. Der viermalige Deutsche Meister und langjährige Rechtsaußen des VfL Gummersbach starb bereits in der Nacht zu Dienstag gut einen Monat vor seinem 60. Geburtstag. Das berichtet die Kölnische Rundschau.

    Linkshänder Dammann, der nach SID-Informationen einem Herzinfarkt erlag, schloss sich 1978 dem VfL Gummersbach an und blieb dem Verein 13 Jahre lang treu. Unter anderem gewann er mit Gummersbach 1979 den Europapokal der Pokalsieger, 1983 den Europapokal der Landesmeister, fünf Meistertitel und dreimal den nationalen Pokal.

    In der Nationalmannschaft debütierte Dammann im Januar 1979, insgesamt kam er auf 83 Länderspiele, in denen er 89 Tore erzielte.

  45. Bundestrainer Christian Prokop hat sich in der Diskussion um eine Überlastung der Topspieler für eine Reduzierung der Bundesliga ausgesprochen.

    "Vor der EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten Slowenien im Mai haben wir nur zwei Trainingseinheiten. Es wäre gut, wenn man hier mehr Freiräume schaffen könnte", sagte Prokop der Sport Bild: "Deshalb wäre ich dafür, die Bundesliga von 18 auf 16 Vereine zu verkleinern."

    Prokop, der bis Saisonende auch noch den Bundesligisten DHfK Leipzig coacht, weiß um die hohen Erwartungen an seine Person als neuer Coach des Europameisters. "Meine Aufgabe wird es sein, uns in der Weltspitze zu etablieren. Ich habe eine längerfristige Vertragszeit, in der ich das Team weiterentwickeln möchte", sagte der 38-Jährige.

    Prokop fand auch lobende Worte für seinen erfolgreichen Vorgänger Dagur Sigurdsson: "Wir hatten im vergangenen Jahr des Öfteren Kontakt. Seine Art hat mir immer gefallen, er ist ein hervorragender Trainer mit klaren Vorstellungen, der seine Linie konsequent durchzieht." Er selbst wolle den von Sigurdsson eingeschlagenen erfolgreichen Weg mit der deutschen Mannschaft nun fortsetzen.

  46. Der ehemalige Nationaltorhüter Andreas Thiel hat den Deutschen Handballbund (DHB) für das Tauziehen um den neuen Bundestrainer Christian Prokop kritisiert. Konkret stößt Thiel das Herauskaufen Prokops aus dem in Leipzig noch laufenden Vertrag auf.

    "Dass im Fußball rechtskräftige Verträge keine Bedeutung mehr besitzen und einfach nur noch ein Witz sind, weiß ich längst", sagte Thiel dem Magazin Handball inside. Auch im Handball hätten die Arbeitspapiere mittlerweile "offenbar keine ernsthafte Bedeutung mehr". 

    Der DHB hatte im Februar eine Einigung mit dem 38-jährigen Prokop erzielt, der erst im Herbst bis 2021 bei seinem Klub SC DHfK Leipzig verlängert hatte. 

    "Prokop muss liefern"

    Besonders "dramatisch" ist für Thiel bei der Verpflichtung Prokops durch den DHB, "dass auch für den Dachverband Verträge offenbar keine bindende Wirkung mehr haben. Das in dieser kernkapitalistischen Form zu erfahren, tut mir als Traditionalist weh."

    Prokop erhalte durch die investierte Transfersumme einerseits einen "großen bis sehr großen Vertrauensvorschuss" von DHB-Vizepräsident Bob Hanning, ergänzte Thiel. Andererseits laste damit aber auch ein großer Druck auf dem neuen Bundestrainer. "Er muss liefern", sagte Thiel: "Ein Aus im Achtelfinale oder einen dritten oder vierten Hauptrundenplatz ohne Halbfinale sollte er sich besser erst dann leisten, wenn er vorher mit seinem Team schon zwei Medaillen gewonnen hat."

  47. Der VfL Gummersbach hat den chilenischen Nationalspieler Erwin Feuchtmann verpflichtet. Der 26 Jahre alte Rückraumspieler kommt vom österreichischen Erstligisten Handball West Wien zum zwölfmaligen deutschen Meister und soll die Gummersbacher ab der nächsten Saison in der Handball-Bundesliga unterstützen.

    Bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Frankreich erzielte er 37 Tore für Chile. Der 26-Jährige hat auch Erfahrung in der Handball-Bundesliga. Der Spielmacher mit deutschen Wurzeln spielte in der Saison 2015/2016 für den TBV Lemgo.

    "Durch sein gutes Spielverständnis und seine Beweglichkeit kann er uns weiterhelfen", sagte VfL Geschäftsführer Frank Flatten. Feuchtmann ist der vierte Neuzugang für die nächste Spielzeit.

  48. Handball-Rekordmeister THW Kiel muss voraussichtlich vier bis fünf Wochen auf Linkshänder Christian Zeitz (36) verzichten. Der Weltmeister von 2007 zog sich beim 25:24-Erfolg der Kieler gegen den TVB 1898 Stuttgart einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu und fällt damit auch für das Final Four am kommenden Wochenende in Hamburg aus. Dies teilte der THW nach einer Untersuchung von Zeitz am Montag mit.

    Zudem wird Zeitz dem Bundesliga-Zweiten wohl auch bei den nächsten drei Liga-Spielen gegen den TBV Lemgo, Frisch Auf Göppingen und GWD Minden sowie in den Viertelfinal-Partien der Champions League gegen den spanischen Top-Favoriten FC Barcelona fehlen.

  49. Der Handball-Bundesligist HC Erlangen hat sich auf der Torhüter-Position international verstärkt.

    Der Tabellenachte verpflichtete den slowenischen Nationalspieler Gorazd Skof von Paris St. Germain, Verein des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Uwe Gensheimer. Skof kommt im Sommer nach Erlangen und bildet dort in der kommenden Saison ein Gespann mit Nikolas Katsigiannis.

    Der 39-jährige Gorazd Skof, 2004 EM-Zweiter mit den Slowenen, absolvierte in der laufenden Saison 42 Pflichtspiele für Paris und hat mit einer starken 33,46 Prozent-Quote an gehaltenen Bällen einen sehr großen Anteil am Erfolg des Topklubs. Der Meister führt auch aktuell die Tabelle in Frankreich an und erreichte am Samstag das Viertelfinale der Champions League.

    "Dass ein Spieler solchen Formates sich für den HC Erlangen entscheidet, zeigt, welch guten Ruf der HC nicht nur in Deutschland, sondern inzwischen auch europaweit genießt", sagte René Selke, Geschäftsführer des HC. Skof meinte: "Es war schon immer ein Traum von mir, in der Bundesliga zu spielen."

  50. Die SG Flensburg-Handewitt ist dem deutschen Rekordmeister THW Kiel ins Viertelfinale der Champions League gefolgt. Der Bundesliga-Tabellenführer gewann das Achtelfinal-Rückspiel gegen den HC Meschkow Brest mit 28:26 (13:13), nachdem man bereits das Hinspiel in Weißrussland mit 26:25 für sich entschieden hatte.

    Viertelfinalgegner der Flensburger ist am 19. und 26. April der mazedonische Vertreter Vardar Skopje, Kiel trifft auf Seriensieger FC Barcelona. Die beiden norddeutschen Vereine haben zuerst Heimrecht. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen war im Achtelfinale am THW Kiel gescheitert.

    Flensburg kam gegen Brest besser in die Partie und legte mit schnellem Gegenstoßspiel ein hohes Tempo vor. 3:1 und 4:2 hieß es, als Gästecoach Sergej Bebeschko bereits in der sechsten Minute Rade Mijatovic anstelle von Ivan Pesic ins Tor schickte. 

    Torwart-Wechsel irritiert Flensburg

    Dieser Schachzug machte sich sofort bemerkbar. Die Flensburger ließen sich nun viel schneller den Schneid abkaufen und scheiterten immer wieder an dem Keeper der Gäste.

    Zudem bekam die SG den bärenstarken Kreisläufer Rastko Stojkovic kaum in den Griff. Bis zur Halbzeitpause hatte der 35-Jährige bereits sieben Treffer erzielt und mehrere Zwei-Minuten-Strafen für die Gastgeber erzwungen. Auch mit dem Rückraum der Gäste hatte Flensburg Probleme, hinter einer nicht immer sattelfesten Abwehr musste Keeper Mattias Andersson den Ball zu oft aus dem Tor holen.

    In der zweiten Halbzeit war dann Andersson einer der Matchwinner. Er entnervte die weißrussischen Angreifer in der Schlussphase mit spektakulären Paraden und schickte mit einem langen Pass über das ganze Feld in der 59. Minute Hampus Wanne auf die Reise, die der Linksaußen mit dem vorentscheidenden Treffer zum 27:26 beendete. 

    Vranjes von Leistung begeistert

    Das 28:26 durch den Siebenmeter von Anders Eggert war dann der Schlusspunkt. "Wir haben gegen einen unangenehmen Gegner viel Druck gemacht mit der zweiten Welle und der schnellen Mitte", sagte Andersson anschließend bei Sky. SG-Trainer Ljubomir Vranjes war voll des Lobes über sein Team: "Wir haben dort gewonnen, wir haben zu Hause gewonnen, das war eine richtig gute Leistung."

    Bester Werfer der Gastgeber war Rückraumspieler Rasmus Lauge mit sieben Treffern. Stojkovic gelang in der zweiten Halbzeit nur noch ein Tor, insgesamt kam er damit auf acht.

  51. Champions-League-Viertelfinalist THW Kiel hat in der DKB HBL einen Zittersieg eingefahren.

    Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason gewann gegen den TVB Stuttgart mit 25:24 (12:15) und bleibt in der Tabelle Zweiter hinter Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt und vor den Löwen.

    Den spielentscheidenden Treffer erzielte Rückraumspieler Marko Vujin in der 58. Minute zum 25:23. Stuttgart kam zwar durch Felix Lobedank noch einmal heran, es reichte aber nicht mehr zum Ausgleich.

    Vujin war mit sechs Treffern bester Werfer der Kieler, für Stuttgart traf Regisseur Michael Kraus fünfmal.

    Alle Spiele im Stenogramm

    THW Kiel - TVB Stuttgart 25:24 (12:15)
    Tore: Vujin (6), Bylik (4), Nilsson (3), Brozovic (3), Dahmke (3), Wiencek (3), Sprenger (2), Toft Hansen (1) für Kiel - Kraus (5), Weiss (3), Schagen (3), Schweikardt (3), Baumgarten (3), Lobedank (2), Orlowski (2), Celebi (2), Schimmelbauer (1) für Stuttgart
    Zuschauer: 10.285

    Rhein-Neckar Löwen - DHfK Leizig 24:23 (10:12)
    Tore: Steinhauser (8), Ekdahl du Rietz (3),  Pekeler (3), Schmid (2/1), Sigurdsson (2), Petersson (2), Larsen (2), Reinkind (1), Guardiola (1)  für die Rhein-Neckar Löwen - Rojewski (6), Steinert (4/3), Janke (4), Pieczkowski (3), Sommer (2), Krzikalla (2), Meschke (1), Jurdzs (1) für Leipzig
    Zuschauer: 10.164

    SG Flensburg-Handewitt - HSC 2000 Coburg 37:29 (22:13)
    Tore: Radivojevic (6), Svan Hansen (5), Glandorf (5), Mahé (5), Bult (4), Eggert (4/2), Zachariassen (3), Toft Hansen (2), Djordjic (2), Mogensen (1) für Flensburg - Büdel (7/1), Kirveliavicius (6), Cossbau (5/1), Harmandic (4), Wucherpfennig (4), Weber (2), Riehn (1) für Coburg
    Zuschauer: 6024

    MT Melsungen - TSV Hannover-Burgdorf 33:30 (16:16)
    Tore: Allendorf (10/1), Schneider (6), Golla (5), M. Müller (4), Haenen (3), Rnic (3/2), Jaanimaa (2) für Melsungen - Karason (5), Böhm (5), Patrail (4), Olsen (4), Lehnhoff (4), Schmidt (2), Johannsen (2), Häfner (2), Kastening (1), Christophersen (1) für Hannover
    Zuschauer: 3406

    HBW Balingen - Weilstetten - Füchse Berlin 30:35 (15:19)
    Tore: Friedrich (13/7), Flohr (6), Strobel (4), Foth (2), Nothdurft (2), Stegefelt (2), Hausmann (1) für Balingen - Fäth (7), Wiede (5), LIndberg (5), Kozina (4), Elisson (3), P. Nenadic (3), Tönnesen (2), Gojun (2), D. Nenadic (1), Plaza Jimenez (1) für Berlin
    Zuschauer: 2220

    SC Magdeburg - VfL Gummersbach 32:26 (15:12)
    Tore: Musche (8), Weber (6/2), Damgaard (6), Bagersted (5), Zelenovic (3), Bezjak (2), Lemke (1), Christiansen (1) für Magdeburg - Kühn (12/4), Nyokas (4), Becker (3), Ernst (3), Schröder (2), Schroter (1), von Gruchalla (1) für Gummersbach
    Zuschauer: 5692

  52. Der deutsche Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen hat zwei Tage nach dem Aus in der Champions League nur mit Mühe einen Rückschlag auch in der Bundesliga verhindert. Das Team aus Mannheim bezwang den SC DHfK Leipzig in eigener Halle nach langem Rückstand mit 24:23 (10:12).

    Acht Sekunden vor Schluss erzielte Andy Schmid den Siegtreffer. In der Tabelle kletterte das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen mit 41:5 Punkten hinter Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt (44:4) wieder auf Rang zwei.

    Kurios: Die Löwen scheiterten gleich fünf Mal vom Siebenmeterpunkt - Leipzigs Keeper Jens Vortmann brachte Schmid, Sigurdsson & Co. zur Verzweiflung.

    "Wir haben mit Glück und einem unglaublichen Publikum, das uns nach vorne trägt, gewonnen", sagte Jacobsen: "Es war wichtig, dass wir die zwei Zähler geholt haben." Und Rechtsaußen Marius Steinhauser outete sich als Fan von Handball-Krimis: "Solche Spiele sind doch toll."

    Die Löwen begannen nur 48 Stunden nach dem Königsklassen-Aus gegen den THW Kiel stark, kamen dann aber aus dem Tritt und lagen in der 44. Minute 15:18 zurück. In der letzten Viertelstunde ging es hin und her, am Ende holten die Löwen auch ohne ihren verletzten Stammtorhüter Andreas Palicka mit Glück den Sieg.

    Bester Löwen-Werfer war Marius Steinhauser mit acht Treffern, für die Gäste war Andreas Rojewski sechsmal erfolgreich.

  53. Das Quartett aus der Handball-Bundesliga hat geschlossen das Viertelfinale des EHF-Pokals erreicht.

    Als vierter Klub sicherte sich die MT Melsungen am letzten Gruppenspieltag das Weiterkommen durch ein souveränes 33:19 (15:8) gegen Cocks Riihimäki aus Finnland.

    Die früheren Titelträger SC Magdeburg, Füchse Berlin und Vorjahressieger Frisch Auf Göppingen hatten bereits zuvor ihr Ticket für die K.o.-Runde gelöst. Der SCM machte aber am Samstag den ersten Platz in Gruppe C durch das 31:28 (17:12) im direkten Duell bei Verfolger Tatabanya KC/Ungarn klar.

    Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen gewann auch sein sechstes Spiel gegen den FC Porto 30:28 (10:13).

    Die Schwaben sind als Gastgeber für das Final-Four-Turnier (20./21. Mai) gesetzt und überspringen die erste K.o-Runde, in der die anderen drei Gruppensieger sowie die drei besten Gruppenzweiten die weiteren Teilnehmer des Final-Four ausspielen.

    Auch die Füchse Berlin standen vor ihrem abschließenden Gruppenspiel bei St. Raphael Handball aus Frankreich bereits als Gruppensieger fest, daran änderte auch die 21:27 (12:11)-Niederlage nichts mehr.

  54. Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer hat das deutsche Duell in der Champions League gegen Dominik Klein für sich entschieden und ist mit seinem Klub Paris St. Germain ins Viertelfinale eingezogen.

    Die favorisierten Pariser setzten sich im Rückspiel in eigener Halle gegen HBC Nantes mit 35:27 (15:13) durch. Das Hinspiel an der Loire-Mündung war 26:26 ausgegangen.

    Ex-Europameister Gensheimer war zur laufenden Saison von Meister Rhein-Neckar Löwen in die französische Hauptstadt gewechselt, Ex-Weltmeister und Linksaußen-Kollege Klein kam zum gleichen Zeitpunkt vom THW Kiel an den Atlantik.

    Nach einem engen Spielverlauf in Halbzeit eins setzte sich Paris nach der Pause etwas ab und brachte den Sieg sicher nach Hause.

    Gensheimer lag mit einer hundertprozentigen Wurfquote von sechs Treffern bei sechs Versuchen auch bei der Torausbeute deutlich vor Klein, der nur einen seiner fünf Würfe im Tor von Thierry Omeyer unterbrachte.

  55. Die HSG Wetzlar hat den Vertrag mit seinem schwedischen Nationalspieler Anton Lindskog vorzeitig bis 2020 verlängert.

    Dies gaben die Mittelhessen am Freitagabend am Rande des Ligaspiels gegen GWD Minden (26:22) bekannt. Kreisläufer Lindskog war erst im vergangenen Sommer vom schwedischen Champions-League-Teilnehmer IFK Kristianstad an die Lahn gewechselt.

    "Er hat sich toll bei uns eingelebt und bislang vollends überzeugt. Anton passt sportlich und charakterlich perfekt zur HSG Wetzlar", erklärte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, "auf lange Sicht soll und wird er bei uns mehr Verantwortung tragen."

    Lindskog ist nach Rückraumspieler Stefan Cavor und Linksaußen Maximilian Holst der dritte Spieler, der bei der HSG bis 2020 verlängert hat.

  56. Ex-Meister TBV Lemgo taumelt in der Bundesliga weiter dem Abstieg entgegen.

    Die Ostwestfalen unterlagen beim HC Erlangen deutlich mit 25:32 (10:16) und belegen damit weiter Abstiegsrang 16. Bester Werfer der Gastgeber war Isaias Guardiola mit sieben Toren (SERVICE: Die Tabelle).

    Auch Minden mit Niederlage

    GWD Minden muss ebenfalls noch nach unten schauen. Minden unterlag bei der HSG Wetzlar mit 22:26 (9:10) und hat weiter sechs Zähler Vorsprung auf Lemgo.

    Die Partien im Stenogramm:

    HC Erlangen - TBV Lemgo 32:25 (16:10)
    Tore: Guardiola (7), Horak (5), Theilinger (5), J. Link (4), Thümmler (3), Stranovsky (3), N. Link (2), Rahmel (1), Lux (1), Bissel (1) für Erlangen - Hornke (5), Suton (4), Bartok (4), Theuerkauf (4), Mansson (3), Ebner (3), Stenbäcken (1), Lemke (1) für Lemgo
    Zuschauer: 3765

    HSG Wetzlar - TSV GWD Minden 26:22 (10:9)
    Tore: Weber (7/2), Klesniks (4), Kvist (4), Bjornsen (4/1), Cavor (3), Kohlbacher (2), Pöter (1), Lindskog (1) für Wetzlar - Freitag (7), Gullerud (7), Rambo (4), Sjöstrand (1), Freiman (1), Wieling (1), Südmeier (1) für Minden
    Zuschauer: 4358

  57. Der deutsche Handball-Meister Rhein-Neckar Löwen muss mehrere Wochen auf Schlussmann Andreas Palicka verzichten.

    Der schwedische Nationaltorhüter zog sich am Donnerstag beim Achtelfinal-Aus in der Champions League gegen den THW Kiel (24:26) einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Das ergab eine Untersuchung am Freitag.

    "Wir rechnen mit einer Ausfallzeit von vier bis fünf Wochen", sagte Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter der Löwen. Damit fehlt Palicka auch beim Final Four um den DHB-Pokal am 8. und 9. April in Hamburg.

  58. Andy Schmid wollte nach dem Champions-League-Krimi eigentlich kein schlechter Verlierer sein. Und trotzdem ließ der Weltklasse-Spielmacher der Rhein-Neckar Löwen seiner Wut über die vermeintliche Fake-News-Taktik des THW Kiel freien Lauf.

    "So etwas hätten sie vor ein paar Jahren noch nicht nötig gehabt", schimpfte Schmid nach dem 24:26 (12:12) der Badener im Achtelfinal-Rückspiel gegen den Handball-Rekordmeister von der Förde.

    Was den ansonsten so gelassenen Schweizer nach dem verpassten Viertelfinale auf die Palme brachte, war das im Vorfeld verbreitete falsche Bulletin der Kieler. Gewitzter Bluff oder Naivität der Löwen? Die Meinungen über die kolportierten Verletzungen der drei THW-Leistungsträger Domagoj Duvnjak, Steffen Weinhold und Rene Toft Hansen gingen weit auseinander.

    Vorwürfe in den Katakomben

    Fakt war allerdings, dass der zuletzt strauchelnde THW die Niederlage (24:25) aus dem Hinspiel auch dank seines bärenstarken Keepers Niklas Landin wettmachen konnte. Nach hochspannenden Minuten entschied vor 10.712 Zuschauern letztlich nur ein Treffer das Prestigeduell auf Augenhöhe. 

    Die "Nachspielzeit" in den Katakomben der Mannheimer Arena war dann auch nicht weniger brisant. Und Kiels Nationalspieler Patrick Wiencek gab den Täuschungsversuch der Gäste sogar zu: "Das sind doch Tricks, die jeder macht. Und wir dürfen das auch mal", betonte der bullige Kreisläufer schulterzuckend.

    Was Wiencek mit "Tricks" meinte: Wider Erwarten hatten Duvnjak (entzündete Patellasehne), Weinhold (Entzündung in der Nackenmuskulatur) und Toft Hansen (Adduktorenprobleme) in der Startformation der Gäste gestanden. Dabei hatte der THW in den Tagen vorher in einer Pressemitteilung verkündet, dass Linkshänder Weinhold definitiv im Rückspiel gegen die Löwen fehlen werde.

    Kiels Trainer Alfred Gislason und Manager Thorsten Storm hatten zudem im Vorfeld bestätigt, dass auch Regisseur Duvnjak wegen einer OP an der Patellasehne nicht auflaufen könne. "Dass Storm nicht immer die Wahrheit sagt, wissen wir alle", ätzte Löwen-Anführer Schmid.

    Storm kontert Schmids Kritik

    Die Worte kamen einem Donnerhall gleich und werden umso pikanter, wenn man bedenkt, dass Storm vor seiner Zeit in Kiel sieben Jahre lang die Geschicke in Mannheim geleitet und Schmid sogar zu den Rhein-Neckar Löwen geholt hatte.

    Storm konterte derweil die Schmid-Kritik als "unangemessen" und widersprach sogar seinem Kreisläufer Wiencek. "Das war kein Trick. Duvnjak, Weinhold und Toft Hansen wollten unbedingt spielen. Das war ein riesen Risiko", meinte der 52-Jährige und fügte an: "Ich glaube auch nicht, dass sie in diesem Spiel den Ausschlag gegeben haben." 

    Abwehrchef Toft Hansen schon einmal sicher nicht. Der Däne kassierte bereits in der 6. Minute nach einem rüden Foul an Alexander Petersson die Rote Karte. Einen "echten" Verletzten beklagten einen Tag nach dem Spiel dagegen die Löwen. Der schwedische Nationaltorhüter Andreas Palicka fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel wohl vier bis fünf Wochen aus.

    Weinhold konnte die Aufregung ebenfalls nicht verstehen: "Ich habe eben die Zähne zusammengebissen - wie meine Teamkollegen auch", sagte der Europameister, dem wie Duvnjak drei Treffer gelangen.

    Weinhold konnte die Aufregung über "Flunker Gate" nicht verstehen: "Ich habe eben die Zähne zusammengebissen - wie meine Teamkollegen auch", sagte der Europameister, dem wie Duvnjak drei Treffer gelangen.

    Gislason: "Habe keinen angelogen"

    Auch Gislason wehrte sich. "Ich habe keinen angelogen", behauptete der Isländer. Wie es mit Duvnjak, der mit Schmerzmitteln spielt und nicht trainieren kann, weitergeht, steht noch nicht fest. Gut möglich aber, dass der Kroate auch in den Viertelfinalspielen gegen den neunmaligen Titelträger FC Barcelona (zwischen dem 19. und 30. April) zum Einsatz kommt.

    Die Katalanen sinnen in der Königsklasse auf Revanche. Die Kieler hatten Barca in der vergangenen Saison in der Runde der letzten Acht ausgeschaltet, zuletzt in der Gruppenphase gewann Barca sein Heimspiel, in Kiel gab es ein Remis.

  59. Ein einziges Tor gab nach 120 spannenden Minuten den Ausschlag: Der THW Kiel hat dank einer Energieleistung das deutsche Duell im Achtelfinale der Champions League gegen die Rhein-Neckar Löwen für sich entschieden.

    Der zuletzt strauchelnde Rekordmeister gewann das Rückspiel in Mannheim mit 26:24 (12:12) und machte damit die 24:25-Niederlage aus dem Heimspiel vor gut einer Woche wett. Im Viertelfinale wartet nun zwischen dem 19. und 30. April der neunmalige Titelträger FC Barcelona.

    "Wir haben an unsere Chance geglaubt. Es war sehr knapp, aber am Ende hält Landin die entscheidenden Bälle", freute sich Kiels Trainer Alfred Gislason am Sky-Mikrofon. Auf der anderen Seite herrschte dagegen Frust: "Ich denke manchmal, wir sind ein Haufen Loser", sagte Löwen-Spieler Kim Ekdahl du Rietz, der seine Karriere zum Saisonende beendet.

    Torhüter Landin rettet Kiel den Sieg

    Vor rund 10.500 Zuschauern rettete der in der Schlussphase überragende Torhüter Niklas Landin gegen sein Ex-Team den Erfolg der Kieler, die zuletzt 2012 den internationalen Landesmeister-Wettbewerb gewonnen hatten.

    Beste THW-Werfer waren Nikola Bilyk und Marko Vujin mit jeweils fünf Treffern. Für die Gastgeber waren Kim Ekdahl du Rietz (6) sowie Gudjon Valur Sigurdsson und Alexander Petersson (je 5) die erfolgreichsten Torschützen.

    Während für die Löwen der Traum vom ersten Champions-League-Coup platzte, haben die Zebras nach einem titellosen Jahr 2016 weiterhin drei Optionen auf einen Siegerpokal. Allerdings beträgt der Rückstand des 20-maligen deutschen Meisters auf Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt bereits vier Punkte.

    Im DHB-Pokal hat der THW bereits das diesjährige Final-Four-Turnier erreicht. Ebenso wie die Löwen übrigens.

    Kiel mit überraschender Startformation

    Die Gäste überraschten ihren Kontrahenten zunächst, da wider Erwarten die angeschlagenen Domagoj Duvnjak (entzündete Patellasehne), Steffen Weinhold (Entzündung in der Nackenmuskulatur) und Rene Toft Hansen (Adduktorenprobleme) in der Kieler Startformation standen. Duvnjak sagte nach der Partie: "Ich bin sehr stolz, wir haben großen Charakter gezeigt und richtig gut gekämpft. Wegen meines Knies schauen wir von Tag zu Tag."

    Und ausgerechnet dieses Trio sorgte in den Anfangsminuten für Aufsehen: Während Nationalspieler Weinhold und Regisseur Duvnjak maßgeblich an der zwischenzeitlichen 4:1-Führung (7.) des THW beteiligt waren, sorgte Toft Hansen für Ernüchterung.

    Nach einem rüden und völlig unnötigen Foul an Alexander Petersson bekam der Däne bereits in der 6. Spielminute die Rote Karte - was nicht zuletzt die Abwehr des Rekordmeisters schwächte, der im Hinspiel teilweise mit sechs Treffern zurückgelegen hatte.

    Defensivreihen dominieren

    Gestützt auf ihren starken Keeper Andreas Palicka holten die Löwen in der Folge auf und gingen beim 8:7 (20.) erstmals in Führung. In der von beiden Seiten intensiv geführten Partie dominierten die Defensivreihen aber weiterhin das Geschehen. Dabei stand der ehemalige Löwen-Torhüter Landin im Kieler Gehäuse seinem schwedischen Gegenüber Palicka fast in nichts nach.

    Kein Wunder, dass sich keine der beiden Mannschaften im ersten Abschnitt entscheidend absetzen konnte. Rotsünder Hansen verfolgte das Geschehen nervös hinter der Bank. Bei den Gastgebern wirkte Spielmacher Andy Schmid nach seiner am Wochenende erlittenen Hüftprellung zunächst nicht so effektiv wie gewohnt.

    Spannende Schlussphase

    Auch nach dem Wechsel blieb das spannende Spiel lange offen. Doch zusehends schwanden besonders bei Duvnjak die Kräfte. Die Löwen legten erneut vor (14:12/34.), doch den Zebras gelang Mitte der zweiten Hälfte wieder die Führung (19:18) durch den eingewechselten Linksaußen Raul Santos.

    Immer wieder glichen die Badener aus, aber Kiel ließ nicht locker. Besonders Rückraumspieler Bilyk und Vujin trafen immer wieder für die Norddeutschen. In der hektischen Schlussphase rettete dann der überragende Landin den Kielern den zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen Platz im Viertelfinale. 

    "Solche Kleinigkeiten können ein Spiel entscheiden. Ich habe mit meiner Mannschaft alles versucht und bis zum Schluss gekämpft. Aber am Ende konnten wir nicht die entscheidenden Würfe reinmachen", sagte Löwen-Trainer Nicolaj Jacobsen.

  60. Heiner Brand hat die Ablösezahlung für den neuen Handball-Bundestrainer Christian Prokop kritisiert.

    Der ehemalige Weltmeisterspieler und -trainer stellt die Qualitäten des 38-Jährigen grundsätzlich zwar nicht infrage, sagte jedoch bei sport.de: "Ob das alles aber eine Ablösezahlung von 500.000 Euro rechtfertigt, bezweifle ich doch sehr."

    Prokop hat beim Deutschen Handballbund (DHB) für fünf Jahre unterschrieben und die Mannschaft des Olympiadritten am 15. März übernommen, dreieinhalb Monate vor Vertragsbeginn. Bis zum 30. Juni wird er gleichzeitig weiter den Bundesliga-Aufsteiger SC DHfK Leipzig trainieren, bei dem er ursprünglich noch einen Vertrag bis 2021 besaß.

    Hohe Meinung von Prokop

    "Christian Prokop hat in den letzten Jahren sicherlich sehr gute Arbeit in Leipzig geleistet. Bei Leipzig ist schon zu sehen, dass die Mannschaft eine klare Struktur hat und das spielte, was der Trainer gesagt hat. Das macht einen guten Eindruck!", sagte Brand, wies aber gleichzeitig auf mögliche Probleme hin.

    "Es ist natürlich international noch einmal was anderes. Da sind die Anforderungen noch einmal ganz andere. Bei den großen Turnieren hat man fast jeden Tag wichtige Spiele, sodass die Vorbereitungszeit sehr knapp ist", so Brand.

    Außerdem arbeite der neue Bundestrainer nun auch mit Spielern zusammen, die international schon einiges erreicht hätten. "Auch das muss man können. Wie er das meistern wird, wird man sehen", sagte Brand.

    Es komme auch nicht immer nur auf das Training und die Vorbereitung an, "sondern auch darauf, ob der Trainer das Spiel lesen und Schwachpunkte bei sich selbst oder beim Gegner feststellen kann.

    Das wird sich alles noch zeigen", führte der Gummersbacher aus. Tatsache sei, "dass Christian Prokop eine Mannschaft zur Verfügung hat, die sehr gute Perspektiven hat. Das beziehe ich auf die Altersstruktur im Team und das Talent der einzelnen Leute. Von daher hat er eigentlich einen ganz guten Einstieg."

  61. Ex-Weltmeister Torsten Jansen hat das Traineramt beim Handball-Drittligisten HSV Hamburg übernommen. Der 40-Jährige löst den neun Jahre älteren Jens Häußler ab, der nach zwei Auswärtsniederlagen nacheinander und dem damit verpassten Aufstieg von den Hanseaten beurlaubt wurde.

    Bislang war Jansen, der als Linksaußen mit der deutschen Nationalmannschaft 2007 WM-Gold gewonnen hatte, Coach der A-Jugend der Norddeutschen. Für den HSV spielte Jansen von 2003 bis 2015, gewann mit dem Klub 2011 die Meisterschaft und 2013 die Champions League. 2004 holte er bei Olympia in Athen mit der deutschen Mannschaft Silber.

  62. Christian Dissinger genießt die Auszeit in der Handball-Nationalmannschaft und lässt seine Zukunft offen. "Ich bin glücklich darüber, dass ich diese Entscheidung so getroffen habe", sagte der Rückraumspieler vom deutschen Rekordmeister THW Kiel dem Mannheimer Morgen: "Sie war wichtig und richtig für mich – und für meinen Körper."

    Dissinger (25) hatte sich im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro schwer verletzt und daraufhin eine Pause in der Nationalmannschaft bis zum Sommer angekündigt, um sich voll auf den THW zu konzentrieren. "Ich stehe nach wie vor zu 100 Prozent hinter diesem Entschluss. Was nach dem Sommer ist, werden wir sehen", so Dissinger.

    Grundsätzlich ist der Europameister einer Rückkehr nicht abgeneigt. "Zuerst muss ich überhaupt erst mal eine Leistung bringen, welche meinen Einsatz im Nationalteam rechtfertigen würde. Wenn man gut genug und dazu noch fit ist, dann ist es immer eine Ehre, für Deutschland zu spielen", meinte der gebürtige Ludwigshafener: "Momentan bin ich glücklich mit der aktuellen Situation, weil ich meine Pausen bekomme."

    Dissinger kritisierte erneut den engen Terminkalender: "Nicht viele Körper sind dafür geschaffen, alle drei Tage Höchstleistung in einem sehr intensiven Sport zu bringen. Das geht eigentlich gar nicht", so Dissinger. Viele würden glauben, "wenn man zwischen den Spielen drei Tage Pause hat, sei das Regeneration. Aber das sind meist Reisepausen – und das ist bestimmt keine Regeneration."

  63. Die SG Flensburg-Handewitt hat ihre Pflichtaufgabe in der Handball-Bundesliga gelöst und damit die Tabellenführung gefestigt.

    Die Mannschaft von Ljubomir Vranjes gewann am Mittwochabend gegen Aufsteiger und Schlusslicht HSC Coburg 37:29 (22:13) und liegt mit nun 44:4 Punkten recht deutlich vor Rekordmeister THW Kiel (40:8).

    Berlin gewinnt gegen Balingen-Weilstetten

    Hinter dem drittplatzierten Meister Rhein-Neckar Löwen (39:5) liegen die Füchse Berlin (39:11) weiter auf dem vierten Rang. Die Hauptstädter gewannen bei der HBW Balingen-Weilstetten mit 35:30 (19:15). Der SC Magdeburg schlug den Altmeister VfL Gummersbach 32:26 (15:12) und bleibt Fünfter.

    Im Mittelfeld-Duell setzte sich zudem die MT Melsungen gegen die TSV Hannover-Burgdorf mit 33:30 (16:16) durch.

    Bester Werfer der Flensburger war vor 6024 Zuschauern Bogdan Radivojevic mit sechs Treffern. Coburgs Nico Büdel konnte die Niederlage der Gäste mit sieben Toren nicht verhindern.

    Drei Tage nach dem hart erkämpften Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim weißrussischen Vertreter HC Meschkow Brest (26:25) hatte Flensburg mit Coburg mehr Mühe als erwartet. Das Rückspiel gegen Brest steigt schon am Sonntag in eigener Halle.

    Die Partien im Stenogramm:

    SG Flensburg-Handewitt - HSC 2000 Coburg 37:29 (22:13)
    Tore: Radivojevic (6), Svan Hansen (5), Glandorf (5), Mahé (5), Bult (4), Eggert (4/2), Zachariassen (3), Toft Hansen (2), Djordjic (2), Mogensen (1) für Flensburg - Büdel (7/1), Kirveliavicius (6), Cossbau (5/1), Harmandic (4), Wucherpfennig (4), Weber (2), Riehn (1) für Coburg
    Zuschauer: 6024

    HBW Balingen-Weilstetten - Füchse Berlin 30:35 (15:19)
    Tore: Friedrich (13/7), Flohr (6), Strobel (4), Foth (2), Nothdurft (2), Stegefelt (2), Hausmann (1) für Balingen - Fäth (7), Wiede (5), LIndberg (5), Kozina (4), Elisson (3), P. Nenadic (3), Tönnesen (2), Gojun (2), D. Nenadic (1), Plaza Jimenez (1) für Berlin
    Zuschauer: 2220

    SC Magdeburg - VfL Gummersbach 32:26 (15:12)
    Tore: Musche (8), Weber (6/2), Damgaard (6), Bagersted (5), Zelenovic (3), Bezjak (2), Lemke (1), Christiansen (1) für Magdeburg - Kühn (12/4), Nyokas (4), Becker (3), Ernst (3), Schröder (2), Schroter (1), von Gruchalla (1) für Gummersbach
    Zuschauer: 5692

    MT Melsungen - TSV Hannover-Burgdorf 33:30 (16:16)
    Tore: Allendorf (10/1), Schneider (6), Golla (5), M. Müller (4), Haenen (3), Rnic (3/2), Jaanimaa (2) für Melsungen - Karason (5), Böhm (5), Patrail (4), Olsen (4), Lehnhoff (4), Schmidt (2), Johannsen (2), Häfner (2), Kastening (1), Christophersen (1) für Hannover
    Zuschauer: 3406

  64. Trainer Alfred Gislason (57) vom THW Kiel lässt sich von der aufkommenden Kritik im Umfeld des Handball-Rekordmeisters nicht von seinem Weg abbringen.

    "Das geht mir dermaßen am Arsch vorbei. Ich mache meine Arbeit für den THW und bin ganz sicher, dass die Arbeit Früchte tragen wird", sagte der Isländer dem NDR Sportclub.

    Im Titelkampf der Bundesliga droht Kiel angesichts von vier Minuspunkten Rückstand auf Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt eine weitere Saison ohne Meisterschale, in der Champions League könnte schon Donnerstag nach dem Achtelfinal-Rückspiel bei den Rhein-Neckar Löwen Schluss sein.

    Trotz der Rückschläge zuletzt ist Geschäftsführer Thorsten Storm aber vom Weg des Umbruchs bei den Zebras überzeugt.

    Die Kieler werden "nicht umkehren und sagen: Jetzt machen wir es doch wieder anders und holen die Top-Stars", sagte Storm: "Wir entwickeln jetzt diese Spieler." Gislason sei den Weg der Verjüngung "bewusst" gegangen, der Isländer "wusste, dass es steinig wird. Er wusste, dass wir diese zwei Jahre vielleicht auch ohne Titel dastehen."

  65. Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat vorzeitig das  um den EHF-Cup in eigener Halle erreicht. Der Titelverteidiger sicherte sich durch ein 35:27 (14:11) beim spanischen Vertreter BM Granollers Platz eins in Gruppe B.

    Als Gruppensieger und Gastgeber darf das Team von Trainer Magnus Andersson das Viertelfinale überspringen und hat einen Platz beim Finalturnier (20./21. Mai) sicher.

    Das Ticket für das Viertelfinale lösten am Wochenende sowohl die Füchse Berlin als auch der SC Magdeburg. Die Berliner feierten am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle beim 38:30 (18:14) gegen den slowenischen Vertreter RD Ribnica wie Göppingen den fünften Sieg im fünften Spiel.

    Bereits am Samstag hatte der SC Magdeburg durch ein 36:24 (19:12) gegen KIF Kolding aus Dänemark die Runde der letzten Acht erreicht.(SERVICE: Die Tabelle).

    Füchse dürfen auf lösbare Aufgabe hoffen

    Göppingen musste in Spanien für den zum Gruppensieg noch fehlenden Punkt nur zu Beginn kämpfen. Bis zum 11:11 kurz vor der Pause hielten die Gastgeber die Begegnung offen, dann legten die Grün-Weißen mit einem Zwischenspurt zum 20:14 den Grundstein zum fünften Sieg im fünften Spiel.

    Für die Füchse Berlin, Titelträger von 2015, war der Schwede Mattias Zachrisson mit neun Toren bester Werfer, der Isländer Bjarki Mar Elisson kam auf sechs Treffer. Schon vor der abschließenden Begegnung im französischen Saint-Raphaël stehen die Füchse somit als Sieger der Gruppe A fest und dürfen in der Runde der letzten Acht auf ein lösbare Aufgabe hoffen.

    "Wir sind glücklich, haben eine Aufgabe erfüllt und ein Zwischenziel erreicht", sagte Trainer Velimir Petkovic.

  66. Die SG Flensburg-Handewitt hat mit einem Arbeitssieg das Tor zum Viertelfinale der Handball-Champions-League aufgestoßen. Der Bundesliga-Tabellenführer gewann das Achtelfinal-Hinspiel beim weißrussischen Vertreter HC Meschkow Brest mit 26:25 (15:13). Das Rückspiel steigt am 2. April in Flensburg.

    Die Norddeutschen vergaben allerdings eine deutlich bessere Ausgangsposition. Neun Minuten vor Schluss lag das Team von Trainer Ljubomir Vranjes noch mit 25:20 in Führung, musste in der Folge aber den Ausgleich hinnehmen. Weltmeister Holger Glandorf rettete Sekunden vor Schluss den Sieg.

    "Ich bin sehr stolz auf die Jungs", freute sich SG-Trainer Lubomir Vranjes bei Sky, "wir haben unser Spiel 60 Minuten lang durchgezogen, auch wenn es in den letzten zehn Minuten noch hektisch wurde. Da hat man gemerkt, dass Brest in der eigenen Halle noch mal Energie bekommen hat."

    Dass sich seine Mannschaft mit dem Fünf-Tore-Vorsprung zu sicher fühlte, glaubte Vranjes nicht. "Das geht schnell im Handball. Wir hatten ein paar mal Pech, wie bei unserem Pfostentreffer und dann ist Brest rangekommen", meinte er.

    Bester Werfer der Gäste war der Däne Lasse Svan mit fünf Toren. Freuen durfte sich auch Landsmann Rasmus Lauge Schmidt, dessen Tor zum 19:16 der 10.000. Treffer der aktuellen Champions-League-Saison war.

    Im rein deutschen Achtelfinale zwischen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen hatte der Meister aus Mannheim das Hinspiel in Kiel mit 25:24 gewonnen.

  67. Der THW Kiel hat seine kleine Chance auf den Gewinn der deutschen Meisterschaft gewahrt. Zwischen den beiden Champions-League-Achtelfinalspielen gegen die Rhein-Neckar Löwen setze sich der Rekordmeister am Sonntag in der DKB HBL mit 27:26 (13:12) bei der TSV Hannover-Burgdorf durch. 

    Durch den Sieg verbesserte sich Kiel in der Tabelle mit 40:8 Punkten auf Platz zwei hinter Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt (42:4). Die drittplatzierten Rhein-Neckar Löwen (39:5) haben jedoch zwei Spiele weniger als der THW ausgetragen (SERVICE: Die Tabelle).

    In der TUI Arena kamen die Niedersachsen vor 9000 Zuschauern gegen die durch die Ausfälle von Domogoj Duvnjak, Steffen Weinhold und Rene Toft Hansen ersatzgeschwächten "Zebras" zunächst zu vielen einfachen Treffern und konnten die Angriffe der Gäste recht erfolgreich verteidigen. Dementsprechend war die 12:8-Führung in der 24. Minuten durchaus verdient. Aufseiten der Kieler erreichte bis dahin nur Torwart Andreas Wolff Normalform. 

    Ladehemmung vor der Pause

    Der Treffer zum 12:8 durch Maik Patrail sollte aber für längere Zeit der letzte für die "Recken" sein. In den letzten sechs Minuten der ersten Halbzeit verspielte die TSV eine wunderbare Ausgangslage, lag zur Pause mit 12:13 gegen den THW Kiel hinten.

    Auch nach der Pause änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf. Ilija Brozovic schloss einen pausenübergreifenden 9:0-Lauf zum 17:12 für das Team von Trainer Alfred Gislason ab.

    "Wir haben vorne die Geduld und dann komplett unseren Rhythmus verloren" sagte TSV-Trainer Jens Bürkle nach der Partie im Gespräch mit SPORT1 zu den Gründen für den 15-minütigen Blackout der Gastgeber.

    Nach zwei Treffern von Marko Vujin zum 20:14 schien die Partie in der 42. Spielminute früh für den THW entschieden. Die Kieler ließen es durch eigene Fehler jedoch noch zu, dass Hannover-Burgdorf wieder in Schlagdistanz kam. 

    Moral wird nicht belohnt

    75 Sekunden vor dem Ende verkürzte Fabian Böhm auf 26:27 für die starke Moral zeigenden "Recken". Im nächsten Angriff wehrte TSV-Keeper Jendrik Meyer einen Wurf von THW-Kreisläufer Patrick Wienczek spektakulär ab, doch das Heimteam verpasste einen Abschluss und musste die sechste Niederlage in Folge einstecken.

    "Heute war unsere Schwächephase zu lang. Deshalb ist Hannover noch einmal herangekommen. Wir glauben noch an den Titel. Wir spielen, um zu gewinnen", sagte THW-Rechtsaußen Niclas Ekberg bei SPORT1.

  68. Handball-Bundesligist VfL Gummersbach hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Emir Kurtagic getrennt und das Amt bis zum Saisonende interimsmäßig an Sead Hasanefendic übergeben.

    Das teilte der zwölfmalige deutsche Meister am Sonntag mit.

    Der 68-jährige Kroate übernimmt damit zum dritten Mal das Kommando in Gummersbach, wo er bereits von 2002 bis 2004 sowie von 2008 bis 2011 unter Vertrag stand.

    Schon seit November war klar, dass der seit Dezember 2011 in Gummersbach tätige Kurtagic im Sommer seinen Platz für Dirk Beuchler räumen muss.

    Nachdem der VfL aber von elf Spielen nur eines gewonnen hat und in der Tabelle mittlerweile auf Platz 13 zurückgefallen ist, entschloss sich der Verein zur sofortigen Trennung.

    "Die Lösung der Interimszeit ist eindeutig und alternativlos", sagte VfL-Geschäftsführer Frank Flatten.

  69. Nach dem Remis der SG Flensburg-Handewitt beim SC Magdeburg und dem Sieg der Rhein-Neckar Löwen in Lemgo ist es an der Spitze der DKB HBL noch einmal enger geworden (DATENCENTER: Tabelle).

    Nun ist der THW Kiel gefragt, Kapital aus Flensburgs kleinem Wackler zu schlagen. Das kann der Rekordmeister mit einem Sieg beim TSV Hannover-Burgdorf (LIVE ab 14.55 Uhr im TV auf SPORT1 und im STREAM) tun.

    Die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes hat zwar noch vier Punkte Vorsprung auf die Kieler, doch mit einem Sieg würde der Rekordmeister zumindest etwas Druck ausüben.

    Dabei kommt die Partie für die "Zebras" ungelegen. Sie liegt zwischen Hin- und Rückspiel in der EHF Velux Champions League gegen die Rhein-Neckar Löwen. "Es wäre besser, wir könnten uns voll auf das Achtelfinal-Rückspiel gegen die Löwen konzentrieren. Aber das ist unser Job, wir kennen es nicht anders", sagte THW-Routinier Blazenko Lackovic den Kieler Nachrichten.

    Dazu kommt, dass sich Kiel in der Vergangenheit mit den Niedersachsen stets schwer tat. In der vergangenen Saison retteten sie erst mit zwei späten Toren ein Remis und das Hinspiel heuer entschied Domagoj Duvnjak erst 20 Sekunden vor Schluss.

    Ensprechend gewarnt ist THW-Trainer Alfred Gislason: "Eine gute Mannschaft mit viel Routine, die es zuletzt geschafft hat, das Tempo gegen uns zu verschleppen, die Angriffe lange auszuspielen – bis man die Geduld verliert."

    Erschwerend hinzu kommt, dass Hannover nach fünf Pleiten in Serie nach einem Ende des Negativlaufs giert und Verletzungssorgen. So werden sowohl Duvnjak (Patellasehne) als auch Kreisläufer Rene Toft Hansen fehlen, den Adduktorenprobleme plagen.

  70. Zwischen den Champions-League-Duellen mit dem THW Kiel haben die Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesliga den Druck auf Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt erhöht.

    Der deutsche Meister aus Mannheim feierte drei Tage nach dem Hinspielerfolg im Achtelfinale der Königsklasse in Kiel einen 33:28 (17:13)-Pflichtsieg beim TBV Lemgo und kletterte auf Platz zwei (SERVICE: Die Tabelle).

    Mit 39:5 Zählern haben die Löwen einen Minuspunkt Rückstand auf Flensburg (42:4 Punkte) und die Titelverteidigung in der eigenen Hand.

    Am 28. Mai treffen die Top-Teams in Flensburg aufeinander. Bereits am Donnerstag (ab 19 Uhr im LIVETICKER) steht das Rückspiel in der Champions League gegen Kiel auf dem Programm. Nach dem 25:24 beim Rekordmeister gehen die Löwen als Favorit auf den Einzug ins Viertelfinale in die Partie.

    Was ist mit Schmid?

    Ob sie dort auf Andy Schmid zurückgreifen können, ist noch nicht sicher. Der Torjäger verletzte sich in Lemgo nach einem Sturz an der Hüfte und wurde ab der 38. Spielminute nicht mehr eingesetzt.

    In Lemgo ragte Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson bei den Gästen aus Mannheim mit elf Toren heraus, für Lemgo traf Anton Mansson (6) am häufigsten. Der Altmeister bleibt mit 13:35 Punkten als 16. auf einem Abstiegsplatz. Allerdings liegen HBW Balingen-Weilstetten (14:34), TVB Stuttgart (14:30) und der VfL Gummersbach (15:31) in Schlagdistanz.

    Das Spiel im Stenogramm:

    TBV Lemgo - Rhein-Neckar Löwen 28:33 (13:17)
    Tore: Mansson (6), Kogut (6), Bartok (5), Theuerkauf (3), Zieker (3), Stenbäcken (3), Hornke (1), Suton (1) für Lemgo - Sigurdsson (11/2), Ekdahl du Rietz (5), Groetzki (4), Baena Gonzales (4), Larsen (4), Reinkind (2), Schmid (1), Petersson (1), Pekeler (1) für Rhein-Neckar
    Zuschauer: 4032

  71. Bundesligist MT Melsungen hat den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale des EHF-Cups verpasst.

    Das Team von Trainer Michael Roth verlor das Spitzenspiel der Gruppe D bei Benfica Lissabon 24:26 (14:12). Michael Allendorf erzielte sieben Tore. Mit einem Sieg am 1. April gegen das bislang sieglose Schlusslicht Cocks Riihimäki aus Finnland ziehen die Nordhessen in die Runde der besten acht Teams ein.

    Der Gruppensieg rückte nach einer schwachen zweiten Halbzeit allerdings in die Ferne. Damit droht Melsungen im Viertelfinale ein deutsches Duell mit den Füchsen Berlin, Frisch Auf Göppingen oder dem SC Magdeburg. Alle drei Teams führen ihre Gruppen an und sind bereits für die K.o-Runde qualifiziert.

    Magdeburg feierte am Samstag gegen KIF Kolding Kopenhagen beim 36:24 (19:12) den vierten Sieg, der das Weiterkommen perfekt machte. Michael Damgaard Nielsen traf elfmal.

    Das Final Four findet am 20. und 21. Mai in Göppingen statt.

    Die Spiele im Stenogramm:

    Benfica Lissabon - MT Melsungen 26:24 (12:14)
    Tore: Cavalcanti (6), Antunes (4), Moreno (3), Pais (3), Pereira (3), Carvalho (2), Moreira (2), Papez (2), Costa Figueira (1). - Allendorf (7), Vuckovic (5), Fahlgren (4), Haenen (4), Jaanimaa (2), Danner (1), M. Müller (1) für Melsungen
    Zuschauer: 526

    SC Magdeburg - KIF Kolding 36:24 (19:12)
    Tore: Damgaard Nielsen (11), Zelenovic (7), Grafenhorst (5), O'Sullivan (4), Bagersted (3), Weber (3), Christiansen (1), Pettersson (1), Van Olphen (1) für Magdeburg. - Björnshauge (7), Rocha Chiuffa (5), Igropulo (4), Spellerberg (4), Peschardt (2), Augustinussen (1), Kristiansen (1) für Kolding
    Zuschauer: 4351

  72. Aufsteiger DHfK Leipzig hat in der Handball-Bundesliga den sechsten Platz gefestigt. Das Team von Bundestrainer Christian Prokop gewann gegen den HC Erlangen 29:25 (17:12) und verkürzte den Rückstand auf den fünftplatzierten SC Magdeburg auf fünf Punkte, die Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt am Mittwoch ein 26:26 abgetrotzt hatten.

    Marvin Sommer war mit sieben Toren bester Leipziger Werfer.

    Im zweiten Freitag-Spiel landete der TVB Stuttgart einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Das Team von Ex-Nationalspieler Markus Baur bezwang HBW Balingen-Weilstetten 25:21 (11:6) und verdrängte mit 14:30 Punkten den TBV Lemgo (13:33) vom 15. Platz.

  73. Drama um Katars Star Rafael Capote: Der gebürtige Kubaner hat sich bei einem Unfall einen Halswirbel gebrochen und eine Bandscheibe beschädigt.

    Laut der spanischen Zeitung Marca hätte die Verletzung sogar zu einer Querschnittslähmung führen können. Allein Capotes guter Fitnesszustand und stabile Muskulatur habe "irreversible Konsequenzen" offenbar verhindert.

    "Glücklicherweise wird der Spieler genesen und wieder spielen können", werden die behandelnden Ärzte zitiert. Allerdings wird der beste linke Rückraumspieler der WM 2015 Katar mindestens sechs Monate fehlen.

    Capote war auch bei der WM 2017 Katars Top-Torschütze, als das Team vom Persischen Golf die deutsche Mannschaft überraschend schon im Achtelfinale ausgeschaltet hatte.

  74. Der HC Erlangen muss für den Rest der Saison auf seinen Kapitän Michael Haaß verzichten. Der 33 Jahre alte Weltmeister von 2007 wurde am Donnerstag wegen einer Syndesmose-Verletzung im Sprunggelenk operiert und wird erst in der kommenden Spielzeit wieder für den fränkischen Erstligisten auflaufen können.

    "Natürlich tut uns der Ausfall von Michael weh", sagte Erlangens Geschäftsführer René Selke, fügte aber an: "Die Mannschaft hat schon oft gezeigt, dass sie in solchen Phasen noch enger zusammenrückt. Wir werden die gesamte Breite unseres Kaders nutzen, um den Ausfall zu kompensieren."

  75. Rückschlag für Flensburg im Titelkampf: Der SC Magdeburg hat Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt einen Punkt abgeknöpft und damit das Titelrennen in der DKB HBL wieder etwas spannender gemacht.

    In der Spitzenpartie des 24. Spieltags kam der Tabellenführer gegen den zuletzt achtmal in Serie siegreichen SCM nicht über ein 26:26 (14:14) hinaus.

    Magdeburg seit neun Spielen ungeschlagen

    Dabei können die Flensburger von Glück reden, noch einen Punkt aus Magdeburg entführt zu haben. Der SCM, der zuvor bereits Rekordmeister THW Kiel und den amtierenden Titelträger Rhein-Neckar Löwen geschlagen hatte, kam besser in die Partie und verlangte den Flensburgern einiges ab.

    "Dass wir auch gegen Flensburg nicht verloren haben, zeigt, dass wir im Team gewachsen sind und uns auch von Rückschlägen nicht zurückwerfen lassen. Unsere Serie baut auch auf, sodass wir mit breiter Brust in die nächsten Spiele gehen können", sagte Magdeburgs Torhüter Dario Quenstedt nach der Partie bei SPORT1.

    Flensburg mit Schwierigkeiten

    Die SG tat sich in der ersten Hälfte sichtlich schwer gegen eine extrem bewegliche Magdeburger Mannschaft, die vor allem über Tempogegenstöße erfolgreich war. Dass es trotzdem mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause ging, hatten die Flensburger vor allem ihrem Torwart Mattias Andersson zu verdanken, der in der ersten Hälfte die Lebensversicherung für den Spitzenreiter war.

    Insgesamt wirkten die Magdeburger frischer und ließen auch hinten wenig zu - zwischenzeitlich führten sie sogar mit drei Toren Vorsprung.

    Doch die Flensburger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, sodass sich in der zweiten Halbzeit ein hart umkämpftes Spitzenspiel entwickelte, indem sich keiner der beiden Teams entscheidend absetzen konnte.

    Kurz vor Schluss musste Magdeburg dann sogar noch zittern, Flensburg hatte die Chance zum Siegtreffer, doch SCM-Torhüter Quenstedt packte eine unglaubliche Parade aus. So blieb es beim 26:26.

    "Es ist ein verdienter Punkt. Wir haben uns zurückgekämpft ins Spiel. Das Unentschieden ist vom Spielverlauf her gerecht. Deswegen können wir zufrieden sein, auch wenn wir viele Sachen nicht gut gemacht haben", sagte Flensburgs Torwart Andersson bei SPORT1.

    Auch Weltmeister Kentin Mahe zeigte sich bei SPORT1 zufrieden: "Wir können stolz auf uns sein, so gekämpft zu haben. Wir haben hier einen Punkt mehr erkämpft als unsere direkten Konkurrenten um die Meisterschaft. Wir haben alles selber in der Hand."

    Dreikampf um die Meisterschaft

    Die SG, die seit 13 Spielen ungeschlagen ist, liegt mit nunmehr 42:4 Punkten vor dem THW Kiel (38:8) und Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen (37:5). Der Titelkampf ist also noch nicht entschieden.

    Die Magdeburger bleiben mit 33:15 Punkten auf dem fünften Rang und somit in Reichweite zum vierten Platz, der die Qualifikation für den EHF-Cup bedeuten würde.

    Flensburgs beste Werfer waren Lasse Svan Hansen mit sechs sowie Holger Glandorf und Kentin Mahe mit jeweils fünf Toren. Für den SCM trafen Robert Weber (7) und Michael Damgaard (6) am besten.

    In den anderen Partien des 24. Spieltags setzten sich die Füchse Berlin zu Hause gegen die HSG Wetzlar durch und Frisch Auf Göppingen feierte einen wichtigen Sieg beim Schlusslicht HSC 2000 Coburg. Der zwölfmalige deutsche Meister VfL Gummersbach allerdings verpasste gegen die MT Melsungen einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

    Die Partie im Stenogramm:

    SC Magdeburg - SG Flensburg-Handewitt 26:26 (14:14)
    Tore: Weber (7/3), Damgaard (6), Musche (5), Musa (3), Christiansen (2), O'Sullivan (1), Zelenovic (1), Bezjak (1) für Magdeburg - Svan Hansen (6), Glandorf (5), Mahé (5), Lauge Schmidt (4), Eggert (3/1), Toft Hansen (2), Heinl (1) für Flensburg-Handewitt
    Zuschauer: 6800

  76. Die Füchse Berlin bleiben in der DKB HBL der erste Verfolger der "Großen Drei".

    Die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic setzte sich am 24. Spieltag in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen die HSG Wetzlar mit 25:22 (12:13) durch und behauptete mit 37:11 Punkten den vierten Tabellenplatz hinter der SG Flensburg-Handewitt (42:4), die gegen den SC Magdeburg nicht über ein Unentschieden herauskam, dem THW Kiel (38:8) und den Rhein-Neckar Löwen (37:5).

    Hans Lindberg (8/2) und Petar Nenadic (7) waren vor 6334 Zuschauern die besten Werfer der Füchse, für Wetzlar trafen Europameister Jannik Kohlbacher und Philipp Weber jeweils sechsmal.

    Gummersbach verpasst Befreiungsschlag

    Im Abstiegskampf verpasste der zwölfmalige deutsche Meister VfL Gummersbach einen Befreiungsschlag.

    Die Oberbergischen verloren in der Schwalbe-Arena gegen die MT Melsungen mit 23:30 (12:16) und gerieten damit weiter unter Druck. Mit 15:31 Punkten hat der VfL einen Minuspunkt mehr als der Tabellen-16. TBV Stuttgart (12:30).

    Jewgeni Petrow traf vor 3297 Zuschauern für Gummersbach sechsmal, sicherste Werfer der MT waren Michael Allendorf (7/2) und Michael Müller (6).

    Einen wichtigen 29:25 (15:13)-Sieg feierte Frisch Auf Göppingen (19:27) beim Schlusslicht HSC 2000 Coburg.

    Die Partien im Stenogramm:

    Füchse Berlin - HSG Wetzlar 27:24 (12:13)
    Tore: Lindberg (8/2), Nenadic (7), Elisson (5), Wiede (3), Tönnesen (2), Fäth (2) für Berlin
    Kohlbacher (6), Weber (6/5), Cavor (3), Berggren (2), Kvist (2), Mirkulovski (2), Bjornsen (2), Lindskog (1) für Wetzlar
    Zuschauer: 6334

    VfL Gummersbach - MT Melsungen 23:30 (12:16)
    Tore: Pevnov (6), Nyokas (5), Kühn (4/1), Schindler (2), Schröder (2), Becker (2), von Gruchalla (1/1), Baumgärtner (1) für Gummersbach
    Allendorf (7/2), M. Müller (5), Ph. Müller (4), Boomhouwer (3), Haenen (3), Fahlgren (2), Jaanimaa (2), Vuckovic (2), Golla (1), Rnic (1) für Melsungen
    Zuschauer: 3297

    HSC 2000 Coburg - FA Göppingen 25:29 (13:15)
    Tore: Büdel (7/3), Cossbau (5/3), Wucherpfennig (5), Lilienfelds (2), Weber (2), Billek (2), Kelm (1), Kirveliavicius (1) für Coburg
    Schiller (5/5), Pfahl (4), Späth (3), Heymann (3), Kaufmann (3), Halén (3), Sesum (3), Rentschler (2), Berg (2), Barud (1) für Göppingen
    Zuschauer: 2768

  77. Big Points für die Löwen, Rückschlag für den Rekordmeister: Die Rhein-Neckar Löwen haben das Achtelfinal-Hinspiel im deutschen Duell der Champions League beim THW Kiel für sich entschieden.

    Die Mannschaft von Nikolaj Jacobsen besiegte den dreimaligen Königsklassen-Champion in dessen Halle nach einem Handball-Krimi mit 25:24 (12:10) und hat vor dem Rückspiel in einer Woche gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale.

    "Wenn man in Kiel gewinnt, sollte man zufrieden sein. Der THW war zum Schluss stärker, wir hatten im Angriff Probleme", sagte Nikolaj Jacobsen nach dem Match.

    Gislason: "Bin stolz auf meine Mannschaft"

    Zufrieden war aber auch Kiels Trainer Alfred Gislason: "Wenn man sechs Tore zurückliegt, muss ich zufrieden sein. Die Löwen waren abgezockter. Wir haben unheimlich viele Chancen in der ersten Halbzeit verworfen. Ich bin dennoch sehr stolz auf meine Mannschaft."

    Bester Werfer des amtierenden deutschen Meisters war Kim Ekdahl du Rietz mit sechs Treffern. Überragender Akteur der Löwen war allerdings Keeper Andreas Palicka mit über 20 Paraden.

    Bei den Kielern, die im zweiten Abschnitt schon mit sechs Treffern zurückgelegen hatten, trafen Nikola Bilyk (7) und Rückkehrer Steffen Weinhold (5) am häufigsten. Die Entscheidung fällt am kommenden Donnerstag (ab 19 Uhr im LIVETICKER) in Mannheim.

    Kiel ohne Duvnjak und Hansen

    Die Partie hatte noch gar nicht begonnen, da musste THW-Coach Gislason bereits zwei bittere Nachrichten verkraften. Sowohl Kapitän Domagoj Duvnjak (Überlastung der Patellasehne im linken Knie) als auch Abwehrchef Rene Toft Hansen (Adduktoren-Probleme) fielen kurzfristig aus.

    "Jetzt gilt es, dass wir alle noch enger zusammenrücken und gemeinsam mit unseren Fans das Fehlen von Dule und Toft kompensieren", sagte Kiels Manager Thorsten Storm.

    Dies gelang zunächst nur bedingt. Zwar gingen die Zebras durch einen verwandelten Siebenmeter von Rechtsaußen Niclas Ekberg nach acht Minuten erstmals in Führung (4:3), doch die Löwen wirkten eingespielter und in vielen Situationen abgezockter.

    Als der Ex-Kieler Palicka im Gäste-Tor dann mit spektakulären Paraden auch noch zur Höchstform auflief, enteilten die Löwen zwischenzeitlich auf 11:7.

    Starker Weinhold glänzt bei Comeback

    Auch nach dem Wechsel stotterte der THW-Motor erst einmal gewaltig.

    Statt mit den über 10.000 Zuschauern im Rücken in den Angriffsmodus zu schalten, diktierten die Löwen weiter Rythmus und Tempo. Inspiriert von den Ideen ihres genialen Spielmachers Andy Schmid zogen die Mannheimer schnell auf 19:13 (38.) davon.

    Dann sorgten die eingewechselten Europameister Andreas Wolff und Weinhold, der nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause (Syndesmoseriss) sein Comeback feierte, für neue Impulse und brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Doch die Löwen hatten bis zum Ende immer die bessere Antwort parat.

    Kiel muss um Vormachtstellung kämpfen

    Im Duell der beiden besten deutschen Handball-Teams der vergangenen Jahre geht es um mehr als den Einzug in die Runde der letzten Acht.

    Für den THW geht es nach den jüngsten Rückschlägen um nicht weniger als sein sportliches Renommee - und damit auch ein Stück weit um die Tektonik einer ganzen Sportart.

    Kiel, über zwei Jahrzehnte das Nonplusultra des deutschen Handballs, muss angesichts der schwierigen momentanen Lage mehr denn je um seine Vormachtstellung kämpfen.

    Die Partie im Stenogramm:

    THW Kiel - Rhein-Neckar Löwen 24:25 (10:12)
    Tore: Bilyk (7), Weinhold (5), Ekberg (4), Nilsson (2), Vujin (2), Dissinger (2), Zeitz (1), Dahmke (1) für Kiel
    Ekdahl du Rietz (6), Petersson (4), Sigurdsson (4), Schmid (4), Pekeler (4), Guardiola (2), Groetzki (1) für Rhein-Neckar
    Zuschauer: 9986

  78. Herber Rückschlag für den THW Kiel vor dem Champions-League-Kracher gegen die Rhein-Neckar Löwen (Mittwoch, ab 18.30 Uhr im LIVETICKER auf SPORT1): Im deutschen Duell um den Einzug ins Viertelfinale muss der deutsche Rekordmeister auf Spielmacher Domagoj Duvnjak und Kapitän Rene Toft Hansen verzichten.

    Die Verletzung von Duvnjak bereitet dem THW indes besonders Sorgen. Der Welthandballer von 2013 leidet unter einer chronischen Überlastung der Patellasehne im linken Knie und droht auch über das Champions-League-Hinspiel gegen den deutschen Meister hinaus auszufallen.

    Duvnjak droht monatelange Pause

    "Bei Dule lassen die Schmerzen momentan einen geregelten Trainings- und Spielbetrieb nicht zu", erklärte Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker, der hinzufügte: "In den kommenden Wochen werden Einsätze von ihm nur noch sporadisch möglich sein."

    Sollte sich Duvnjak zur Linderung der Schmerzen unters Messer legen müssen, droht ihm eine monatelange Pause.

    Abwehrchef Toft Hansen plagen Adduktoren-Probleme. Der Däne könnte fürs Rückspiel in einer Woche aber wieder einsatzfähig sein.

  79. Hallo Handball-Fans,

    heute muss die SG Flensburg-Handewitt beim SC Magdeburg antreten (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM). Die Magdeburger sind dabei der größte noch verbliebene Stolperstein für die Flensburger im Titelkampf. Der SCM zeigt jetzt das Gesicht, das man von ihm erwartet hat. 

    Die Frage war, wie schnell die Spieler zu einer Mannschaft werden. Rund um die Jahreswende wurde das geschafft, jetzt spielen sie mit viel Selbstvertrauen. Die Serie der Magdeburger ist nicht überraschend, sie spielen einen tollen Handball. Daher ist es auch denkbar, dass sie Flensburg schlagen.

    Aber Flensburg ist momentan die solideste und stabilste Mannschaft im Titelkampf. Ich hatte Bedenken nach dem Ausfall von Abwehrchef Tobias Karlsson, aber auch das haben sie bravourös weggesteckt. Sollten die Flensburger auch diese Auswärtshürde nehmen, dann sind sie mit ihrem Selbstvertrauen wohl nicht zu bezwingen und kämen der Meisterschaft sehr nahe.

    In der Champions League kommt es im Achtelfinale zum deutsch-deutschen Duell zwischen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar-Löwen (Mi., ab 18.30 Uhr im LIVETICKER). In dieser Partie gibt es keinen klaren Favoriten. Das Ergebnis von Kiel in Paris (24:42, d. Red.) will ich nicht überbewerten, aber die Kieler haben in diesem Jahr deutlich mehr Probleme als die Löwen.

    Daher sind die Löwen auch leichter Favorit in diesem Achtelfinale für mich.

    Bei den Kielern hält sich die Enttäuschung über die bisherige Saison in Grenzen. Alle haben mit einem schweren Jahr gerechnet. Daher würde ein Aus im Achtelfinale der Champions League wohl keine personellen Konsequenzen nach sich ziehen. In Kiel ist man zwar erfolgsverwöhnt und spielt immer um Titel mit, doch mit den vielen jungen Spielern braucht es einfach Zeit, bis es wieder soweit ist.

    Aber der Kampfgeist von Alfred Gislason und die Ostseehalle werden es den Löwen schwer machen. Ein Abgesang auf die Kieler kommt zu früh. Sie haben ökonomisch die größten Möglichkeiten in Deutschland und können jedes Jahr eine Mannschaft zusammenstellen, die um den Titel mitspielt.

    Auch die Mitkonkurrenten werden in der nächsten Saison ihre Probleme bekommen. Flensburg muss sehen, inwieweit der Trainerwechsel von Ljubomir Vranjes zu Maik Machulla Auswirkungen hat, und auch die Löwen haben mit dem Abgang von Kim Ekdahl du Rietz einen herben Verlust zu verkraften.

    Daher muss man die Kieler in jedem Jahr auf der Rechnung haben, das dürfte sich auf Jahrzehnte hinaus nicht ändern.

    Euer Kretzsche

    Stefan Kretzschmar, 43, ist seit 2009 als Experte und Co-Kommentator das Handball-Gesicht von SPORT1. Der neben Heiner Brand wohl bekannteste deutsche Handballer hat in 218 Länderspielen 817 Tore für den DHB erzielt, gewann unter anderem Olympia-Silber in Athen 2004. In der Bundesliga war der ehemalige Weltklasse-Linksaußen für den SC Dynamo Berlin, Blau-Weiß Spandau, den VfL Gummersbach und zuletzt den SC Magdeburg aktiv, mit dem er 2002 die Champions League gewann. Bei SPORT1.de analysiert "Kretzsche" wöchentlich in seiner Kolumne das Handball-Geschehen.

  80. Die SG Flensburg-Handewitt will im Spitzenspiel gegen den SC Magedburg (ab 20.15 Uhr LIVE im TV bei SPORT1 und im STREAM) einen großen Schritt Richtung Titel machen.

    Doch die Magdeburger sind alles andere als ein Sparringspartner für den Spitzenreiter.

    "Die Magdeburger sind der größte noch verbliebene Stolperstein für die Flensburger im Titelkampf. Der SCM zeigt jetzt das Gesicht, das man von ihm erwartet hat", sagt SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar vor dem spannenden Duell.

    Magdeburg zuhause eine Macht

    Magdeburg gewann seine letzten acht Ligaspiele und ist vor allem zu Hause eine Macht. Das bewies der Bundesliga-Dauerbrenner zuletzt mit Siegen gegen Rekordmeister THW Kiel (27:26) sowie den amtierenden Meister, die Rhein-Neckar-Löwen (35:32), eindrucksvoll. (Die Tabelle der Handball-Bundesliga)

    Kretzschmar ist sich daher sicher: "Sollten die Flensburger auch diese Auswärtshürde nehmen, dann sind sie mit ihrem Selbstvertrauen wohl nicht zu bezwingen und kämen der Meisterschaft sehr nahe."

  81. Die beiden französischen Ausnahme-Handballer Thierry Omeyer und Daniel Narcisse haben ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft angekündigt.

    Nach zwei Länderspielen im Mai gegen Norwegen ist für den Torhüter und den Rückraumspieler auf internationaler Ebene Schluss. Dies kündigten die beiden ehemaligen Welthandballer auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Paris an.

    Abschied am Höhepunkt

    "Wenn es einen perfekten Moment für diesen Entschluss gibt, dann jetzt nach dem WM-Triumph im Januar im eigenen Land", sagte Omeyer: "Es ist Zeit aufzuhören, denn ich habe alle meine Ziele mit der Nationalmannschaft erreicht." Narcisse meinte: "Es war eine sehr schwere Entscheidung. Ich bin stolz, das französische Trikot für so viele Jahre getragen zu haben."

    Omeyer (356 Länderspiele) und Narcisse (309) prägten in den letzten beiden Jahrzehnten eine Ära und dominierten den Welthandball mit der französischen Mannschaft fast nach Belieben.

    Zehn Titel für Omeyer

    Keeper Omeyer, der von 2006 bis 2013 beim deutschen Rekordmeister THW Kiel unter Vertrag stand, wurde mit "Les Experts" zwei Mal Olympiasieger (2008 und 2012), gewann fünf WM-Titel (2001, 2009, 2011, 2015 und 2017) und wurde drei Mal Europameister (2006, 2010 und 2014). Bis auf den WM-Triumph 2011, den er wegen einer Knieverletzung verpasste, war Narcisse immer mit dabei. Er spielte von 2009 bis 2013 in Kiel.

    Sowohl Omeyer als auch Narcisse stehen noch bis 2018 beim französischen Meister Paris St. Germain unter Vertrag.

  82. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen hat zur kommenden Saison den serbischen Nationalspieler Bogdan Radivojevic verpflichtet.

    Der 24 Jahre alte Rechtsaußen kommt vom Ligakonkurrenten SG Flensburg-Handewitt und unterschrieb für zwei Jahre. Radivojevic soll die Lücke schließen, die sich zuvor nach dem Wechsel von Marius Steinhauser nach Flensburg aufgetan hatte.

    "Uns war es wichtig, einen Spieler zu verpflichten, der die Bundesliga kennt", sagte Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter der Löwen: "Bogdan verfügt zudem über internationale Erfahrung und ist nach seiner Zeit in Flensburg auch den Spielrhythmus eines Champions-League-Teilnehmers gewöhnt."

  83. Remis zum Heimdebüt: Christian Prokop hat auch bei seinem ersten Auftritt vor heimischen Publikum den ersten Sieg als Bundestrainer verpasst. Der stark ersatzgeschwächte Europameister kam beim Tag des Handballs in Hamburg gegen Schweden zu einem 25:25 (16:14). Damit missglückte die Revanche für die 25:27-Niederlage zum Prokop-Einstand tags zuvor in Göteborg.

    "Wir haben uns am Ende nicht belohnt", sagte Prokop nach der Partie bei Sky, "wir haben in der ersten Halbzeit eine starke Angriffsleistung gezeigt. Taktisch waren wir stärker als gestern und haben in der Abwehr weniger Fehler gemacht." Kapitän Finn Lemke meinte: "Nach der Niederlage wollten wir heute unbedingt gewinnen. Das stört mich schon."

    Bester Werfer im deutschen Team vor 10.859 Zuschauern war am Sonntag der Wetzlarer Rückraumspieler Philipp Weber mit acht Toren, am Samstag hatte Kreisläufer Manuel Späth (4 Tore) von Frisch Auf Göppingen am häufigsten getroffen. Die erste echte Bewährungsprobe hat Prokop am 3. Mai in der EM-Qualifikation in Slowenien. 

    Zahlreiche Leistungsträger fehlen

    Prokop war bei seinen Premieren-Spielen keineswegs zu beneiden: Gleich zwölf (!) WM-Fahrer musste der Nachfolger von Erfolgstrainer Dagur Sigurdsson beim doppelten Länderspiel-Klassiker gegen die Skandinavier ersetzen. Viele der in ihren Klubs stark belasteten Stars wurden geschont, unter anderem fehlten EM-Held Andreas Wolff und Kapitän Uwe Gensheimer.

    Zudem mussten Keeper Silvio Heinevetter (Magen-Darm-Infekt) und Kreisläufer Jannik Kohlbacher (Grippe) kurzfristig absagen, so dass am Sonntag zwangsläufig alle Augen auf Prokop gerichtet waren.

    Und Prokop erlebte in der Hansestadt einen herzlichen Empfang. Keine 26 Stunden nach der knappen Niederlage in Göteborg wurde der 38-Jährige von den Zuschauen in der Barclaycard-Arena mit viel Applaus empfangen. Die Anspannung war dem Senkrechtstarter der Trainerszene, der bis Sommer parallel noch den Bundesligisten SC DHfK Leipzig trainiert, aber auch beim Singen der Nationalhymne noch deutlich anzumerken. 

    Abwehr ungewohnt löchrig

    "Es kribbelt natürlich, die Aufregung ist spürbar", hatte Prokop vor seinem Heimdebüt gesagt. Und so hielt es Prokop auch im Spiel nicht lange auf der Bank. Trotz seiner permanenten Anweisungen erwischte die deutsche Mannschaft einen schlechten Start: Die Abwehr, normalerweise das Prunkstück des Olympia-Dritten, präsentierte sich löchrig, im Angriff fehlte dem neu formierten Team lange Zeit die Präzision.

    Erst ein Doppelschlag des Kreisläufer-Neulings Moritz Preuss nach 20 Minuten brachte Deutschland erstmals in Führung (12:10). Richtig laut wurde es in der Arena nach einem gehaltenen Siebenmeter von Torhüter Carsten Lichtlein wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff. 

    Ausgleich kurz vor der Sirene

    Im zweiten Abschnitt kam das deutsche Team zunächst besser zurecht und baute seine Führung nach beherztem Start auch dank eines stärker werdenden Lichtleins bis auf 19:15 (38.) aus. Doch Schweden ließ sich nicht abschütteln, war eine Viertelstunde vor dem Ende wieder dran (19:20) und ließ auch weiter nicht locker. Der 25:25-Ausgleich glückte den Skandinaviern Sekunden vor der Schlusssirene durch Füchse-Berlin-Legionär Mattias Zachrisson.

    Prokop hatte den Trainerposten nach wochenlangem Tauziehen zwischen dem Deutschen Handballbund (DHB) und seinem Klub SC DHfK Leipzig vorzeitig übernommen, sein Vertrag bis 2022 gilt eigentlich erst ab dem 1. Juli 2017. Für die beiden Länderspiele gegen die Schweden hatte Prokop kurzfristig die Freigabe der Leipziger erhalten.

    Das Spiel im Stenogramm

    Deutschland - Schweden 25:25 (16:14)
    Tore für Deutschland: Weber (8), Häfner (4), Pieczkowski (4), Preuss (3), Billek (2), Rahmel (1), Späth (1), Drux (1) und Allendorf (1)
    Bester Werfer für Schweden: Gottfridsson (7).

  84. Die Handballer des THW Kiel kennen sich aus mit (sportlichen) Krimis. Doch jetzt begeben sie sich mal an einen richtigen Tatort.

    Heute Abend wird in der ARD eine neue Folge der Krimiserie ausgestrahlt: "Borowski und das dunkle Netz" heißt das Stück. Und einige Szenen spielen in der Kieler Sparkassen Arena.

    In den Hauptrollen: Axel Milberg als Kommissar Borowski, Kollegin Sibel Kekili als Kommissarin Sarah Brandt - und die Stars des THW. 

    Die bestreiten gerade das Abschiedsspiel von Dominik Klein, als Schauspielerin Kekili mit gezückter Waffe über das Hallenparkett sprintet und den Bösewicht (Maximilian Brauer) jagt. 

    Ein Live-Dreh vor 10.000 Zuschauern - so etwas hat es in der Geschichte des "Tatorts" auch noch nicht gegeben.

    "Ich wollte schon immer einmal eine große Sportveranstaltung stören, und die entsprechende Szene aus dem Drehbuch hat mir bei den Dreharbeiten dann auch großen Spaß gemacht", wird Brauer auf der Vereinsseite des THW zitiert.

  85. Die deutschen Handballerinnen haben auch ihr zweites Test-Länderspiel gegen Schweden verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler unterlag dem EM-Achten beim Tag des Handballs in Hamburg nach einer schwachen zweiten Halbzeit mit 23:24 (15:9) und verpasste damit die Revanche für die 28:33-Niederlage tags zuvor in Göteborg. 

    "Das ist eine sehr schmerzliche und ärgerliche Niederlage", sagte Biegler: "Die Mannschaft spielt mit hoher Intensität und viel Willen. Wir sind aber nicht in der Lage, über ausreichend lange Zeit unsere Qualität abzurufen."

    Naidzinavicius beste Werferin

    Und Kapitänin Anna Loerper meinte: "Das Ergebnis tut ein Stück weit weh, aber es wirft uns nicht aus der Bahn. Wir müssen lernen, unser Spiel über eine längere Zeit durchzudrücken."

    Beste deutsche Torschützin am Sonntag war Kim Naidzinavicius mit fünf Treffern, am Samstag hatte Anne Hubinger (6 Tore) am häufigsten getroffen. Mit den Länderspielen gegen Schweden und einem Lehrgang im Ostseebad Damp hat für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) die Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft Ende des Jahres (1. bis 17. Dezember) begonnen. 

    Zwei Hälften, zwei Gesichter

    Der EM-Sechste präsentierte sich im zweiten Duell mit den Skandinavierinnen zunächst deutlich verbessert. In Hamburg, wo bei der WM auch die Halbfinalspiele und das Endspiel ausgetragen werden, überzeugte die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit mit ihrer beweglich-aggressiven 6:0-Abwehr und einer starken Clara Woltering im Tor.

    Doch im zweiten Abschnitt war das DHB-Team kaum wiederzuerkennen. Mit zunehmender Spieldauer schwanden Kraft und Konzentration, sodass die Schweden mit ihrer ersten Führung kurz vor dem Ende den Sieg klarmachten.

  86. Die deutschen Handballerinnen sind mit einer Niederlage ins WM-Jahr gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler unterlag Schweden in Göteborg mit 28:33 (11:15). Bereits am Sonntag treffen die beiden Teams beim Tag des Handballs in Hamburg (14.30 Uhr) erneut aufeinander.

    "Wir haben viele Chancen ausgelassen und in der Abwehr nicht gestanden, wie wir uns das vorgenommen haben", monierte Kapitänin Anna Loerper. Torfrau Katja Kramarczyk sah das an ihrem 33. Geburtstag ähnlich: "Wir haben nicht unser bestes Spiel gespielt. Es ist gut, dass wir gleich morgen die nächste Partie haben, um an unseren Zielen arbeiten zu können." 

    "Der nächste Schritt"

    Für den EM-Sechsten hat mit dem Lehrgang im Ostseebad Damp und den beiden Vergleichen mit den Skandinavierinnen die Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft Ende des Jahres (1. bis 17. Dezember) begonnen.

    "Die Ladies haben in Damp gut trainiert. Im Projekt WM 2017 sind die beiden Spiele gegen Schweden für uns die nächsten Schritte", sagte Biegler. Kreisläuferin Anne Müller bestritt gegen Schweden ihr 170. Länderspiel. Beste Werferin der Gäste war Anne Hubinger mit sechs Toren.

  87. Die Ära des neuen Handball-Bundestrainers Christian Prokop hat mit einer Niederlage begonnen. Die stark ersatzgeschwächten Europameister verloren das erste von zwei Länderspielen gegen Schweden innerhalb von 26 Stunden in Göteborg trotz einer beherzten Aufholjagd nach der Pause mit 25:27 (9:16).

    Ohne zahlreiche Stars - unter anderem wurden EM-Held Andreas Wolff und Kapitän Uwe Gensheimer geschont - konnten die "Bad Boys" ihrem neuen Boss kein Premieren-Geschenk machen. Zur Revanche kommt es schon am Sonntag in Hamburg.

    "Die letzten drei Tage waren mit vielen taktischen Neuerungen sehr anspruchsvoll. Im Training haben wir das hervorragend umgesetzt. Das wollten wir auch gegen Schweden zeigen, aber das ist uns nur in der zweiten Halbzeit gelungen", sagte Prokop. Nach der Pause habe sein Team "mit Emotion gespielt und mit diszipliniertem Spiel den Vorsprung abgeknabbert". Prokop sprach von einer "Steigerung in allen Bereichen".

    Schneller Rückstand

    55 Tage nach dem letzten Pflichtspiel unter Erfolgscoach Dagur Sigurdsson, dem bitteren Achtelfinal-Aus bei der WM in Frankreich gegen Katar, geriet die weitgehend unerfahrene Mannschaft schnell weit ins Hintertreffen. Der 38 Jahre alte Prokop nahm früh zwei Auszeiten (9. und 17. Minute), musste aber mit ansehen, wie der Rückstand schon nach einer guten Viertelstunde auf fünf Tore anwuchs.

    Kurzfristig war auch noch Schlussmann Silvio Heinevetter wegen eines Magen-Darm-Infekts ausgefallen, für ihn hütete Carsten Lichtlein das Tor, der mit Abstand erfahrenste im jungen deutschen Team.

    In der Startformation standen unter anderem der Gummersbacher Simon Ernst und Moritz Preuss vom Bergischen HC (beide 22). Lichtleins Gegenüber Andreas Palicka vom deutschen Meister Rhein Neckar Löwen erwies sich vor 3500 Zuschauern im Tor der Gastgeber für die deutschen Angreifer immer wieder als unüberwindbare Hürde.

    Hanning sieht nervöse Spiele

    "Viele der jungen Spieler sind nervös. Da läuft einiges noch nicht rund", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning in der Halbzeit. Nach der Pause lief es in Abwehr und Angriff deutlich besser, doch die Schweden, die im WM-Viertelfinale am späteren Champion Frankreich gescheitert waren, behielten letztlich die Oberhand. Erfolgreichster deutscher Werfer war der Göppinger Manuel Späth mit vier Toren.

    Prokop hatte den Trainerposten nach wochenlangem Tauziehen zwischen dem Deutschen Handballbund und seinem Klub SC DHfK Leipzig übernommen, sein Vertrag bis 2022 gilt eigentlich erst ab dem 1. Juli 2017. Am Mittwoch hatte der 38-Jährige, ein akribischer Handball-Analytiker, mit einem Lehrgang seine Mission begonnen, die die "Bad Boys" zu einer Medaille WM-Medaille 2019 und zu Olympiagold 2020 in Tokio führen soll. Für den Doppelpack gegen Schweden erhielt der Coach kurzfristig die Freigabe der Leipziger. Die erste echte Bewährungsprobe hat Prokop am 3. Mai in der EM-Qualifikation in Slowenien.

    "Wenn man sich die Erfolge von Dagur anguckt, kann man den Druck nicht wegdiskutieren, der auf mir lastet", hatte Prokop bei seinem Dienstantritt am Mittwoch gesagt. Nach 14 Jahren im Trainergeschäft will er bei seiner Bewertung "die Zukunft sprechen lassen".

  88. Die HSG Wetzlar muss vier Wochen ohne seinen Spielmacher Philipp Pöter auskommen. Der 30-Jährige zog sich im Training einen Außenbandriss im Fuß zu. Zudem wurde das Innenband verletzt. Pöter war nach einem mehrmonatigen Leistungssportverbot erst zu Jahresbeginn wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

    Wetzlar muss damit in der Vorbereitung auf das schwere Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin am kommenden Mittwoch (19.00 Uhr) auf insgesamt fünf Spieler verzichten. Neben Pöter fehlen dem Tabellensiebten jeweils wegen einer Grippe Europameister Jannik Kohlbacher und Fabian Kraft. Philipp Weber und Anton Lindskog sind noch bis Montag bei ihren Nationalmannschaften.

  89. Die Füchse Berlin und Kent Robin Tönnesen gehen ab der neuen Saison getrennte Wege. Der Vertrag des Norwegers wurde einvernehmlich nicht verlängert, er wechselt zu KC Veszprem nach Ungarn.

    Im Gegenzug kommt der Kroate Marko Kopljar zur Saison 2017/2018 von Veszprém an die Spree. Der 2,10 m große Kopljar hat für Kroatien bisher knapp 150 Länderspiele absolviert. Vor seiner Station bei Veszprém spielte er unter anderem für den FC Barcelona, Paris St. Germain und RK Zagreb.

  90. Neu-Bundestrainer Christian Prokop sieht seine Premieren-Länderspiele am Wochenende gegen Schweden auch als Kader-Casting.

    "Hundertprozentig", sagte Prokop vor der Abreise nach Göteborg am Freitag: "Die Spieler, die dabei sind, sollen ihre Chance nutzen. Das machen sie bis hierher sehr gut. Von daher wird man sehen, wie die Kaderzusammenstellung für die Zukunft ist."

    Mehrere Neulinge

    Weil viele Stars aus Rücksicht auf ihre Klubs geschont werden, tritt die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit mehreren Neulingen an. Die nächsten Pflichtspiele stehen Anfang Mai mit der EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten Slowenien auf dem Programm.

    Bei einem Testspiel am Samstag in Schweden gibt Prokop, der am Mittwoch die Nachfolge von Dagur Sigurdsson angetreten hatte, seinen Einstand als DHB-Coach. Beim Tag des Handballs am Sonntag in Hamburg feiert der 38-Jährige sein Heimdebüt. "Vorfreude hat sich keinesfalls gelegt. Es kribbelt natürlich, die Aufregung ist spürbar vor dem ersten gemeinsamen Spiel", sagte Prokop.

    Knapp acht Wochen nach dem Achtelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft in Frankreich freut sich auch DHB-Vizepräsident Bob Hanning auf den Start "in eine neue Zeitrechung. Ich habe das sehr gute Gefühl, dass wir eine sehr gute Entscheidung getroffen haben", sagte Hanning.

  91. Nationaltorhüter Andreas Wolff hat die Wahl zum Welthandballer 2016 gegen Nikola Karabatic verloren. Der Franzose gewann den vom Internationalen Handballverband (IHF) verliehenen Titel zum dritten Mal – das gelang noch keinem Spieler zuvor. Schon 2007 und 2014 war der 32-Jährige zum Besten der Welt ernannt worden.

    In der Abstimmung zählten die Stimmen von Fans, Journalisten und Experten der IHF. In allen drei Kategorien wurde Karabatic auf Platz eins gewählt. Wolff wurde Zweiter, dicht gefolgt vom Dänen Mikkel Hansen. Der Torhüter vom THW Kiel setzte sich dank der Fan-Stimmen knapp gegen Hansen durch.

    Auf Platz vier folgten Kroatiens Domagoj Duvnjak, der beim THW Kiel spielt, und abgeschlagen Norwegens Talent Sander Sagosen. 

    Bei den Frauen siegte die Rumänin Cristina Neagu ebenfalls zum dritten Mal.

  92. Christian Prokop (38) ist voller Vorfreude und Elan in seine neue Aufgabe als Handball-Bundestrainer gestartet. "Endlich ist es soweit, dass ich die Mannschaft kennenlernen darf", sagte Prokop bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Hamburg.

    Der Respekt vor dem wichtigsten Job im deutschen Handball sei groß, "aber die Vorfreude, die Mannschaft zu entwickeln und coachen zu dürfen, ist deutlich größer".

    Doppelfunktion bis zum Sommer

    In der Hansestadt bereitet Prokop, der bis Sommer noch parallel beim Bundesligisten SC DHfK Leipzig arbeitet, die Nationalmannschaft auf zwei Länderspiele gegen Schweden vor. Nach dem ersten Testspiel am Samstag in Göteborg wird der Nachfolger von Dagur Sigurdsson beim Tag des Handballs in der Hansestadt am Sonntag sein Heimdebüt als Bundestrainer geben.

    "Wir wollen attraktiven und emotionalen Handball spielen", sagte Prokop. Eine "aggressive Verteidigung, die Druck auf den Gegner ausübt", und "Disziplin" im Angriff. Genau diese Spielweise hätten die Bad Boys unter Sigurdsson "schon sehr gut gemacht, das wollen wir nun verfeinern".

    Fehlende Erfahrung kein Problem

    Prokop beschrieb sich bei seinem Dienstantritt als "variantenreicher" und "emotionaler" Trainer. Seine mangelnde internationale Erfahrung stellt für ihn kein Problem dar: "Ich möchte irgendwann die Zukunft sprechen lassen. Ich bin ein ehrgeiziger Trainer und möchte mich da schnell reinfuchsen und auch international erfolgreich coachen."

    Prokop, dessen Arbeitspapiere beim DHB eigentlich erst ab dem 1. Juli 2017 gültig sind, nahm dank einer Freigabe seines Klubs seine Arbeit schon am Mittwoch auf.

    Mit Blick auf seine Premiere an der Seitenlinie seien Siege zum Einstand gegen Schweden natürlich wichtig, der "Hauptfokus liegt aber auf dem Kennenlernen und der taktischen Umsetzung" seiner Vorgaben.

  93. Ex-Weltmeister Holger Glandorf (33) und sein schwedischer Teamkollege Mattias Andersson (38) von der SG Flensburg-Handewitt haben die Ansetzung für den Tag des Handballs am kommenden Sonntag kritisiert. Vor allem der Zeitpunkt der Länderspielwoche ist den langjährigen Ex-Nationalspielern ein Dorn im Auge.

    Glandorf versteht Zeitpunkt nicht

    "Ein Event wie der Tag des Handballs ist sicherlich super, die Nationalmannschaft kann sich zeigen, es wird Werbung für die Frauen-WM im Dezember gemacht, aber über den Zeitpunkt lässt sich streiten", sagte Glandorf der dänisch-deutschen Tageszeitung Flensborg-Avis.

    Wegen der eingeschobenen Länderspielwoche findet der letzte Bundesliga-Spieltag erst am 10. Juni statt, die Sommerpause für die Sportler wird entsprechend kürzer.

    Harte Kriitk von Andersson

    Weltklasse-Keeper Andersson wird in seiner Kritik deutlicher. "Wieso werden die Spiele gerade jetzt abgehalten? Weder Deutschland noch Schweden wird mit seinen besten Spielern antreten, die haben frei bekommen oder abgesagt, weil es ihnen zu viel wird", sagte er dem Blatt: "Wem bringt es also etwas, doch nur den Funktionären und Verbänden."

    Während in den anderen europäischen Top-Ligen am Wochenende normaler Ligabetrieb ist, trägt der Deutsche Handballbund (DHB) zwei Länderspiele gegen Schweden aus. Nach dem ersten Test am Samstag in Göteborg wird Bundestrainer Christian Prokop beim Tag des Handballs in Hamburg am Sonntag sein Heimdebüt geben.

    Topspieler bekommen Pause

    Der Nachfolger von Dagur Sigurdsson verzichtete bei der Nominierung auf Wunsch der Champions-League-Vereine auf die Nationalspieler der viel beanspruchten Spitzenklubs THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen. Kapitän Uwe Gensheimer (Paris St. Germain) und Tobias Reichmann (KS Kielce) sind wegen Einsätzen für ihre Teams ebenfalls nicht dabei.

  94. Europameister Jannik Kohlbacher wird die Premiere des neuen Handball-Bundestrainers Christian Prokop verpassen.

    Der 21 Jahre alte Kreisläufer laboriert an einem grippalen Infekt und wird auf Anraten des Mannschaftsarztes vom Bundesligisten HSG Wetzlar nicht zur deutschen Nationalmannschaft reisen, die am Wochenende zwei Länderspiele gegen Schweden bestreitet. Das teilte die HSG am Dienstag mit.

    Prokop, dessen Arbeitspapiere beim Deutschen Handballbund (DHB) eigentlich erst ab dem 1. Juli 2017 gültig sind, wird die deutsche Mannschaft dank einer kurzfristigen Freigabe seines Klubs SC DHfK Leipzig betreuen.

    Nach dem ersten Testspiel am Samstag in Göteborg wird Prokop beim Tag des Handballs in Hamburg am Sonntag sein Heimdebüt als Bundestrainer geben.

  95. Bundestrainer Christian Prokop nimmt am Mittwoch seine Arbeit als Nachfolger von Dagur Sigurdsson auf und soll beim DHB eine Ära prägen.

    "Mit Christian startet der deutsche Handball am Mittwoch in eine neue Zeitrechnung", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem SID: "Unsere Ziele sind groß, und wir freuen uns alle riesig auf die kommenden Tage, Monate und Jahre."

    Prokop, dessen Vertrag bis 2022 eigentlich erst ab dem 1. Juli 2017 gilt, wird die deutsche Mannschaft bereits am Wochenende bei zwei Länderspielen gegen Schweden betreuen.

    Dafür hatte der Coach kurzfristig die Freigabe seines Klubs SC DHfK Leipzig erhalten. Der DHB-Lehrgang startet am Mittwoch in Hamburg. Nach dem ersten Testspiel am Samstag in Göteborg wird Prokop beim Tag des Handballs in der Hansestadt am Sonntag sein Heimdebüt als Bundestrainer geben.

  96. Was ist bloß mit dem THW Kiel los? Im Titelkampf der Liga schon wieder abgehängt, in der Königsklasse eines Champions unwürdig.

    Die 24:42-Klatsche bei Paris Saint-Germain, die höchste Kieler Niederlage auf internationalem Terrain überhaupt, wirft viele Fragen auf. Das Renommee des Rekordmeisters steht auf dem Spiel.

    "Die Punkte sind egal, aber die Art und Weise ist ein herber Rückschlag", sagte THW-Trainer Alfred Gislason den Kieler Nachrichten und knöpfte sich seine Profis vor wie selten zuvor in seiner inzwischen fast neunjährigen Amtszeit.

    Kiel verpatzt Gruppenphase

    Die Anfangsphase nannte der völlig frustrierte Isländer "skandalös schlecht", an "eine solch schlechte Leistung meiner Mannschaft kann ich mich nicht erinnern". Selbst "das Kämpferische war einfach nie da".

    Die 60-minütige Demütigung in der französischen Hauptstadt bildete den krachenden Schlussakkord der für die Kieler schlechtesten Gruppenphase in der 24-jährigen Champions-League-Geschichte.

    Nie zuvor schloss der dreimalige Titelträger die Gruppenspiele mit mehr Niederlagen als Siegen ab, nie zuvor war das Torverhältnis wie in dieser Saison negativ. Und so steht vor dem Achtelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht weniger als der gute Ruf auf dem Spiel.

    "Wir müssen uns gegen diese starke Mannschaft alle zusammenreißen, es geht um alles", sagte Gislason mit Blick auf das Duell mit dem deutschen Meister. Das Hinspiel in Kiel wird am 22. März ausgetragen, die Entscheidung fällt acht Tage später am 30. März in Mannheim.

    Auch für die Kieler Klub-Ikone geht es inzwischen um viel. Gislason, der seit 2008 mit den Zebras zweimal die Champions League und insgesamt 14 nationale Titel holte, erlebt beim THW zurzeit seine bislang schwierigste Zeit. Zuletzt wirkte es manchmal fast so, als verstehe der Meistercoach seine Stars nicht mehr.

    Fokus aufs Achtelfinale

    Vielleicht kommt da die Verschnaufpause gerade recht. Nach zwei freien Tagen zum "Nachdenken" können sich die Kieler intensiv auf das schwere Spiel gegen die Löwen vorbereiten.

    Dann gilt es vor allem, die angeknackste Psyche wieder aufzupäppeln. "Jetzt wird es nicht leicht, diese Niederlage, dieses Scheiß-Spiel zu vergessen bis zum Achtelfinale gegen die Löwen", sagte THW-Kapitän Domagoj Duvnjak.

    Deutlich einfacher klingt das Rezept bei Andreas Wolff. "Wir schlagen einfach jeden. Und dann ist gut", sagte der Nationalkeeper bei Sky. So richtig überzeugend klang der für seine selbstbewussten wie selbstverständlichen Kampfansagen bekannte Wolff dabei jedoch nicht.

  97. Der THW Kiel hat die Gruppenphase der Champions League mit der höchsten Niederlage seiner Geschichte in der Königsklasse beendet.

    Der deutsche Rekordmeister unterlag beim französischen Topklub Paris St. Germain mit Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer mit 24:42 (10:22) und blamierte sich dabei kräftig. 

    "Wir haben skandalös schlecht angefangen, viele Bälle verschossen und auch hinten nicht zugepackt. Allein zwölf Gegenstöße in der ersten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache. Der Kampf in der Abwehr war nicht da. Ich bin sehr enttäuscht über die Abwehr und das Rückzugsverhalten, diese Abwehrleistung kann man nicht schönreden", sagte Trainer Alfred Gislason. 

    Deutsches Duell im Achtelfinale

    Gensheimer und Superstar Nikola Karabatic erzielten jeweils sieben Treffer für Paris. Kiel hatte in Marko Vujin (5 Tore) seinen besten Werfer. Seine zuvor höchste Niederlage in der Champions League hatte der THW in der vergangenen Saison in Flensburg (27:37) kassiert.

    Die Kieler standen schon vor der siebten Niederlage im 14. Spiel (fünf Siege) als Fünfter der Gruppe A fest. Im Achtelfinale treffen sie auf den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen. Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt bekommt es mit dem HC Brest aus Weißrussland zu tun.

    Flensburg hatte Rang drei in der Gruppe A am Samstag durch eine 28:34 (18:17)-Niederlage beim ungarischen Meister MKB Veszprem verpasst.