Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Handball-Profi Mikael Appelgren von den Rhein-Neckar-Löwen hat am Sonntag auf Instagram Entwarnung über seinen gesundheitlichen Zustand gegeben.

    Der schwedische Nationaltorhüter war ebenso mit dem Coronavirus infiziert wie auch andere Löwen-Spieler, unter anderem Nationalspieler Jannik Kohlbacher. Kohlbacher versicherte bereits vor einigen Tagen, dass es ihm wieder gut gehe.

    Appelgren erklärte nun per Video: "Ich bin wieder fit, ich habe das Coronavirus gut bekämpft. Für mich ist es jetzt, wie davor" 

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    Seit drei Tagen drei Tagen trainiert der Schwede auch schon wieder: "Mein Balkon ist jetzt mein Fitnessstudio, sagt er.

    Appelgren rief dazu auf, in "einer schwierigen Zeit für uns alle durchzuhalten und das Bestmögliche aus der eingeschränkten Zeit zu machen."

    Mit hoffnungsvollen Worten beendet er seine Ansprache: "Wir sehen uns irgendwann wieder. Ich hoffe, dass wir bald wieder auf dem Platz stehen und Handball spielen können."

  2. Ausschweifende Party? Tagelanger Rausch? Von wegen. Den ersten Meistertitel seiner Karriere hatte sich Andreas Wolff anders vorgestellt. "Ich bin morgens aufgewacht und habe auf mein Handy geschaut", erzählt der Handball-Nationaltorhüter im SID-Interview und klingt dabei so nüchtern, wie es war: "Da stand dann eine Nachricht: 'Wir sind Meister.'"

    Natürlich sei die polnische Meisterschaft mit Kielce nach drei erfolglosen Anläufen mit dem THW Kiel "etwas ganz Besonderes" gewesen. Doch "ein bisschen Wehmut" war nach der Verbandsentscheidung am grünen Tisch schon dabei, dass "wir nicht mit unseren fantastischen Fans feiern konnten."

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    Seit dem vorzeitigen Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie hängt Wolff in der Luft. Die Tage verbringt der Europameister von 2016 isoliert in seiner Wohnung im Südosten Polens, stählt seine Muckis auf der Hantelbank und zockt abwechselnd auf dem Computer oder an der Playstation Videospiele. "Natürlich darf ich auch raus in den Park zum Laufen. Aber ich vermisse den Handball sehr. Eine Woche ist das mal ganz schön in Isolation, aber inzwischen nervt das", sagt Wolff.

    HBL-Abbruch alternativlos

    Der Torwartriese hat in diesen Tagen viel Zeit zum Nachdenken. Nachdenken über Corona, über seinen vorerst geplatzten olympischen Traum und die schwere Krise, in der sich sein Sport vor allem hierzulande befindet. Die momentane Situation empfindet er als "Katastrophe. Aber es ist jetzt ganz wichtig, dass wir uns an die Regeln halten", sagt Wolff - und sieht einen Abbruch der deutschen Bundesliga-Saison nach polnischem Vorbild auch deshalb aktuell als "alternativlos" an.

    "Selbst wenn die Bundesliga ihre Meisterschaft fortsetzen sollte, wären die Mannschaften ja komplett aus ihrem Rhythmus", erläutert Wolff: "Sie haben nicht trainiert und nicht gespielt. Das ist nicht im Sinne des Wettbewerbs - und ganz ehrlich: Das wollen die Zuschauer auch nicht sehen."

    Jetzt kämen in Meisterschaft und Europacup die wichtigen Spiele, betont Wolff und führt aus: "Wenn die Mannschaften jetzt unvorbereitet in den Endspurt gehen, macht das unseren Sport kaputt." Vor allem die Bundesliga lebe von ihren Zuschauern und der tollen Stimmung. "Angesichts des Infektionsrisikos wären aber wenn überhaupt nur Geisterspiele möglich", sagt Wolff: "Deshalb denke ich, auch wenn es für viele Vereine bitter ist, dass man nach dem Vorbild der polnischen Liga vorgehen sollte." Momentan ist die Bundesliga-Saison bis zum 23. April ausgesetzt.

    Verständnis für Olympiaverschiebung

    Für die Verschiebung der Sommerspiele hat der 29-Jährige unter den aktuellen Voraussetzungen vollstes Verständnis. "Was wären Olympische Spiele denn wert, wenn die Sportler nicht ihr Optimum präsentieren können und schlimmstenfalls keine Zuschauer zugelassen wären oder nur sehr wenige", sagt Wolff und spricht von einer "sehr guten Lösung. Ich habe lieber sehr, sehr schöne Spiele in Tokio 2021 als getrübte 2020."

    Zu seinen Nationalmannschaftskollegen und Bundestrainer Alfred Gislason hat Wolff aktuell nur über das Internet Kontakt. "Alfred versucht die ganze Zeit, irgendwie Trainingspläne auf die Beine zu stellen", sagt Wolff. Und auch er selbst versuche, sich "so gut es geht vorzubereiten für die hoffentlich bald anstehenden Aufgaben wie die Olympia-Quali".

  3. Bob Hanning sieht in der Verschiebung der Olympischen Spiele und der momentan ausgesetzten Qualifikationsturniere keinen Nachteil für die Nationalmannschaft.

    "Rein inhaltlich ist es sogar ein Vorteil", sagte der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) in einem Interview des NDR-Hörfunks. Derzeit seien viele Stammspieler der Auswahl von Neu-Bundestrainer Alfred Gislason verletzt. Sie könnten nun die Zeit zur Genesung nutzen.

    Mit Paul Drux und Fabian Wiede gehören auch zwei Spieler der Füchse Berlin, bei denen der 52-jährige Hanning als Geschäftsführer tätig ist, zu den Wackelkandidaten.

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    Der DHB-Vize geht davon aus, dass das ursprünglich für den April in Berlin vorgesehene Qualifikationsturnier zu einem späteren Zeitpunkt mit einer unveränderten Besetzung gespielt wird. Deutschland würde mit Schweden, Slowenien und Algerien um zwei Startplätze für die Spiele in Tokio kämpfen.

    Die Verschiebung der Olympischen Spiele wegen der Corona-Pandemie stand für Hanning außer Frage: "Alles andere wäre nach außen nicht darstellbar gewesen." Anders als für Einzelsportler, die sich genau auf einen zeitlichen Punkt vorbereiten würden, sei eine Verschiebung für Mannschaftssportler allerdings "nicht so dramatisch".

  4. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise hat Bundesligist TBV Lemgo Kurzarbeit angemeldet.

    Wie der Ex-Meister am Donnerstag mitteilte, haben die Spieler und Trainer Florian Kehrmann zugestimmt. Die Handball-Saison ist wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 23. April ausgesetzt. 

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    "Keiner kann aktuell sagen, ob es Ende April weitergehen kann oder ob die bestehenden und zweifellos sinnvollen Maßnahmen verlängert werden müssen. Angesichts der bereits entstandenen sowie der bei Spielabsagen drohenden Einnahmeverluste hatte und hat die Anpassung der Kostenseite für uns oberste Priorität. Daran haben wir in den letzten Tagen intensiv gearbeitet und viele Gespräche geführt", werden die beiden Geschäftsführer Jörg Zereike und Ulrich Kaltenborn in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

  5. DHB-Vorstandschef Mark Schober hält angesichts der Corona-Pandemie Geisterspiele auch im Handball für sinnvoll.

    "Das bringt uns bei den Medienrechten und den verbundenen Sponsoring-Rechten schon weiter", sagte Schober dem Magazin Sponsors. Die Bundesliga hat ihre Saison momentan vorerst bis zum 23. April ausgesetzt. Ob und wie es danach weitergeht, ist noch unklar.

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    Der Deutsche Handballbund (DHB) befürchtet jedenfalls große Auswirkungen der aktuellen Krise auf den Sport.

    "Wir machen uns schon große Sorgen um den Handballsport in Gänze", sagte Schober. Besonders seien die Bundesliga-Klubs betroffen, denen massive Einnahmen vor allem im Ticketing, dem mit rund 50 Prozent größtem Umsatzposten, verloren gehen.

    "Wenn der Spielbetrieb weiter ausgesetzt bleibt, fehlt es an allen Ecken und Enden", sagte Schober. 

  6. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise haben auch die Spieler der Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf und MT Melsungen geschlossen einem Gehaltsverzicht zugestimmt. Dies teilten die Klubs am Mittwoch mit. Zuvor hatten bereits etliche andere Bundesligisten ähnliche Vereinbarungen mit ihren Spielern getroffen.

    Für Hannovers Kapitän Fabian Böhm war klar, "dass wir als Mannschaft in ungewissen und unsicheren Zeiten vorangehen wollen. Es kann nur funktionieren, wenn jeder seinen Beitrag leistet." Die Handball-Saison ist wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 23. April ausgesetzt.

    In Hannover willigten auch alle anderen Mitarbeiter des Vereins in die "unvermeidliche" Kurzarbeit ein. "Wir wollen den unausweichlichen Folgen der Corona-Krise gemeinschaftlich entgegentreten und sie so ausgewogen wie möglich auf alle Schultern verteilen", sagte TSV-Geschäftsführer Eike Korsen: "Die Entwicklung ist für niemanden absehbar. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen ersten Schritt gegangen sind, der deutliche Signalwirkung hat."

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    Die Handballer aus Melsungen verzichten vorerst auf 25 Prozent ihres Gehalts, wie der hessische Klub mitteilte. "Für uns Spieler ist es selbstverständlich, dass auch wir in dieser Krisensituation einen Beitrag leisten müssen. Da gab es in der gesamten Mannschaft keine Diskussionen, den Verzicht haben wir einstimmig beschlossen", sagte Routinier Michael Allendorf.

  7. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise haben auch die Spieler des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf geschlossen einem Gehaltsverzicht zugestimmt. Dies teilte der Klub am Mittwoch mit. Zuvor hatten bereits etliche andere Bundesligisten ähnliche Vereinbarungen mit ihren Spielern getroffen.

    Für Hannovers Kapitän Fabian Böhm war klar, "dass wir als Mannschaft in ungewissen und unsicheren Zeiten vorangehen wollen. Es kann nur funktionieren, wenn jeder seinen Beitrag leistet."

    HBL-Pause bis Ende April - TSV tritt Corona-Krise entgegen

    Die Handball-Saison ist wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 23. April ausgesetzt.

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    In Hannover willigten auch alle anderen Mitarbeiter des Vereins in die "unvermeidliche" Kurzarbeit ein. "Wir wollen den unausweichlichen Folgen der Corona-Krise gemeinschaftlich entgegentreten und sie so ausgewogen wie möglich auf alle Schultern verteilen", sagte TSV-Geschäftsführer Eike Korsen

    Korsen ergänzte: "Die Entwicklung ist für niemanden absehbar. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen ersten Schritt gegangen sind, der deutliche Signalwirkung hat."

  8. Geschäftsführer Bob Hanning vom Bundesligisten Füchse Berlin befürchtet in der Coronakrise massive Auswirkungen auf den deutschen Handball - inklusive dem Wegbrechen einiger Klubs.

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     "Ich sage es mal ganz brutal: Erst wenn der Staub sich gelegt hat, sieht man, wer noch steht", sagte Hanning im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID). Der genaue Grad der Auswirkungen sei zwar noch nicht absehbar, "aber dass es so bleibt, wie es ist, das kann ich heute schon ausschließen."

    HBL-Start am 23. April "illusorisch" 

    Dass die Handball-Bundesliga HBL ab dem 23. April wie zunächst gehofft wieder den Spielbetrieb aufnehmen kann, ist selbst für Hanning illusorisch. "Ich glaube da natürlich nicht dran, wie jeder normaldenkender Mensch an so etwas im Moment nicht glauben kann", sagte der 52-Jährige. 

    Hanning warnte trotzdem vor Panikmache. "Wir tun im Moment alle gut daran, dass wir, bevor wir irgendwelche Schreckgespenster durch die Gegend jagen, ein bisschen Ruhe, Geduld und die notwendige Gelassenheit walten lassen", sagte der Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB): "Ich selbst habe mir abgewöhnt, jede Stunde die neuesten Nachrichten durchzulesen. Ansonsten hat man das Gefühl, diese Krise läuft schon acht oder neun Wochen, und man wird keine Entscheidungen treffen, die klug sind."