Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Ex-Weltmeister Johannes Bitter (35) läuft eine weitere Saison für den Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart auf.

    Der langjährige Nationaltorhüter verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bei den Schwaben um ein Jahr bis zum 30. Juni 2019. Bitter spielt seit zweieinhalb Jahren für den TVB.

    "Ich bin sehr glücklich, dass ich auch in Zukunft zusammen mit der Mannschaft und dem Umfeld in Stuttgart meine Leistung zeigen kann. Gemeinsam wollen wir jetzt den nächsten Schritt in Richtung Etablierung in der Liga angehen", sagte 2007-Weltmeister Bitter, der zusammen mit Jonas Maier das Stuttgarter Torhütergespann bildet.

    "Jogi hat Persönlichkeit und Klasse"

    "Wir sehen alle seit nun zweieinhalb Jahren, was für eine Persönlichkeit und Klasse Jogi sowohl auf dem Feld als auch außerhalb des Feldes hat", sagte TVB-Trainer und -Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.

    Zudem präsentierten die Stuttgarter am Montag Sven Franzen als neues Mitglied der Geschäftsführung. Der 31-Jährige verantwortet künftig die Sparten Finanzen, Vertrieb und Event.

    "Wir sind sehr glücklich, dass wir Sven für uns gewinnen konnten. Durch seine Erfahrung mit internationalen Top-Marken bringt er ein Know-How mit, welches wir so beim TVB bisher nicht hatten", sagte Schweikardt, der sich weiterhin um die Bereiche Sport, Kommunikation und Organisation kümmert.

  2. Im Terminstreit zwischen der Europäischen Handball-Föderation (EHF) und der Handball-Bundesliga (HBL) stehen die Zeichen auf Entspannung. In einem Interview mit dem Mannheimer Morgen kündigte EHF-Generalsekretär Martin Hausleitner an, dass der Verband ab der Saison 2019/2020 die Champions League an festen Wochentagen austragen wolle.

    "Unser Ziel sind feste Spieltage in der Champions League. Damit einher geht aber auch die Verpflichtung der Vereine, dass sie an den vorgegebenen Tagen auch eine freie Halle haben. Dieser Punkt wird bei der künftigen Prüfung der Zulassungskriterien zur Champions League von immer größerer Bedeutung sein", sagte Hausleitner.

    Löwen bestreiten zwei Spiel an einem Tag 

    In der vergangenen Saison hatte eine Terminüberschneidung beim deutschen Spitzenklub Rhein-Neckar Löwen für viel Wirbel gesorgt. Der Klub hatte zum Achtelfinal-Hinspiel beim polnischen Vertreter Kielce nur die zweite Mannschaft geschickt. Die erste Mannschaft trat parallel zum Bundesligaspiel beim THW Kiel an. Lösungsversuche waren im Vorfeld gescheitert.

    "Feste Spieltage sind der nächste Schritt in der Professionalisierung des Wettbewerbs. Damit werden wir 2019/20 beginnen und es danach vorantreiben. Das bedeutet aber auch: Ich kann als Verein nicht feste Termine fordern und dann um Ausnahmen bitten, wenn es nicht geht", sagte Hausleitner weiter.

    Es habe, so Hausleitner, zuletzt Meinungsverschiedenheiten gegeben. "Aber es geht jetzt nicht mehr um Schuldzuweisungen oder Probleme der Vergangenheit, sondern um Lösungen für die Zukunft, die im Sinne der HBL und der Champions League sind", betonte er.

  3. Die Ära von Christian Zeitz beim THW Kiel ist endgültig beendet. Der Rekordmeister hat sich mit dem ehemaligen Nationalspieler vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt. "Die juristische Lösung beendet ein trauriges Kapitel. Es ist gut, dass jetzt ein Schlussstrich gezogen worden ist", sagte THW-Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Ziegenbein.

    Mit dem Vergleich endet die Zeit des Linkshänders in Kiel rückwirkend zum 30. Juni, die Entschädigung von 75000 Euro entspricht drei aufgerundeten Brutto-Monatsgehältern.

    Zeitz einigt sich mit Kiel auf Vergleich

    Zeitz hatte seinen Verein verklagt, weil er die Wirksamkeit des vereinbarten Vertragsendes am 30. Juni dieses Jahres bezweifelte. Stattdessen bestand er auf einer unbefristeten Weiterbeschäftigung. Daraufhin hatte der THW Zeitz im Februar dieses Jahres suspendiert. Wie die Kieler Nachrichten berichten, war der THW seinem Spieler mehrfach entgegengekommen, wollte ihm sogar bei einem Start in die berufliche Zukunft unterstützen.

    Das Angebot hatte Zeitz aber abgelehnt. Bei seinem Coach Alfred Gislason war der Rückraumspieler damit komplett unten durch. "Zeitz ist die größte menschliche Enttäuschung meiner Karriere", erklärte der Isländer.

    Der frühere Nationalspieler hat in 623 Spielen für den THW 1808 Tore erzielt. Zeitz spielte von 2003 bis 2014 und von 2016 bis 2018 für die Kieler. Er war am Gewinn von neun deutschen Meisterschaften und drei Titeln in der Champions League beteiligt. 

  4. Der für den Saisonendspurt reaktivierte Handball-Star Kim Ekdahl du Rietz (28) spendet sein Drei-Monats-Gehalt von den Rhein-Neckar Löwen wie angekündigt für einen guten Zweck. Die rund 30.000 Euro werden unter den drei Hilfsorganisationen Aufwind Mannheim, Play Handball und Right to Play aufgeteilt. Das gab der DHB-Pokalsieger am Donnerstag bekannt, die Spendenziele wurden bei einer Facebook-Umfrage ermittelt.

    Im Sommer 2017 hatte Ekdahl du Rietz im Alter von nur 27 Jahren vorerst seine Karriere für beendet erklärt und war danach um die Welt gereist. Dem Rückraumspieler war zwischenzeitlich die Lust am Profisport vergangen, die Löwen holten ihn jedoch Anfang März zurück. Mitte April war dann bekannt geworden, dass der Schwede ab der kommenden Saison für den französischen Spitzenklub Paris St. Germain an der Seite des deutschen Nationalspieler Uwe Gensheimer spielt.

  5. Der deutsche Meister SG Flensburg Handewitt hat einen dankbaren Gegner zum Start in die neue Bundesliga-Saison erwischt: Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla (41) reist am 1. Spieltag am 25. August zum TSV GWD Minden. Das gab die Liga am Montag bekannt.

    Drei Tage zuvor kämpft Flensburg gegen Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen in Düsseldorf um den Supercup.

    Rekordmeister THW Kiel eröffnet die Saison mit einem Heimspiel gegen den HC Erlangen, die Löwen empfangen den TBV Lemgo. Am 4. Spieltag (8. September) kommt es in Flensburg zum Nordschlager gegen Kiel.

  6. Deutschlands erster Handball-Europapokalgewinner Frisch Auf Göppingen hat einen neuen Trainer. Drei Wochen nach der Trennung von Rolf Brack präsentierte der neunmalige deutsche Meister am Freitag Hartmut Mayerhoffer als dessen Nachfolger.

    Der 48 Jahre alte Mayerhoffer wurde jüngst zum Trainer der Saison in der 2. Bundesliga gewählt, nachdem er die SG BBM Bietigheim als Tabellenzweiter zurück in die höchste Spielklasse geführt hatte. "Wichtig wird es sein, dass wir alle im Verein, in der Mannschaft, bei den Zuschauern und bei den Sponsoren an einem Strang ziehen, um Frisch Auf wieder in die Richtung voran zu bringen, wo der Verein hingehört", sagte der Augsburger Mayerhoffer.

    Christian Schöne, Sportlicher Leiter der Schwaben, sagte über den Neuen: "Wir haben von Anfang an auf der gleichen Wellenlänge gefunkt. Besonders angetan sind wir von seinem Handball-Konzept, der Art Handball spielen zu lassen."

  7. Anspruchsvolle Aufgaben für die deutschen Handball-Klubs in der Champions League: Meister SG Flensburg-Handewitt trifft in Gruppe B unter anderem auf das Star-Ensemble von Paris Saint-Germain um Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer. Dies ergab die Auslosung am Freitag in Wien.

    In Staffel A hat Vizemeister Rhein-Neckar Löwen unter anderem in Titelverteidiger Montpellier HB und Rekordsieger FC Barcelona starke Widersacher.

    Jeweils fünf Mannschaften aus den beiden Top-Gruppen schaffen es ins Achtelfinale, die Gruppensieger direkt ins Viertelfinale. Aufgefüllt wird das Achtelfinale von den jeweils besten Teams der nominell schwächer besetzten Gruppen C und D. Erstmals seit Einführung des Finalturniers in Köln in der Saison 2009/10 hat Deutschland keinen dritten Startplatz per Wildcard erhalten.

    Die genaue Terminierung der Champions-League-Spiele in Abstimmung mit den unterschiedlichen Liga-Spielplänen und TV-Vorgaben wird in den kommenden Tagen umgesetzt.

    Die Champions-League-Gruppen im Überblick:

    Gruppe A: Rhein-Neckar Löwen, Vardar Skopje/Mazedonien, PGE Vive Kielce/Polen, FC Barcelona/Spanien, HC Meschkow Brest/Weißrussland, Telekom Veszprem/Ungarn, Montpellier HB/Frankreich, IFK Kristianstad/Norwegen
    Gruppe B: SG Flensburg-Handewitt, Paris Saint-Germain/Frankreich, MOL-Pick Szeged/Ungarn, Skjern Handbold/Dänemark, HC PPD Zagreb/Kroatien, HK Motor Saporischschja/Ukraine, RK Celje Pivovarna Laskom/Slowenien, HBC Nantes/Frankreich
    Gruppe C: HC Metalurg Skopje/Mazedonien, Bjerringbro-Silkeborg/Dänemark, Sporting Lissabon/Portugal, Besiktas Istanbul/Türkei, Medwedi Tschechow, Tatran Presov/Slowakei
    Gruppe D: Orlen Wisla Plock/Polen, Abanca Ademar Leon/Spanien, Elverum Handball/Norwegen, Wacker Thun/Schweiz, Dinamo Bukarest/Rumänien, Riihimäen Cocks/Finnland