60 Minuten sind einfach zu lange!

Da wir unsere Gegner schon aus früheren Saisons kannten, wussten wir von vornherein, dass wir uns auf eine starke, laufbereite Manschaft einstellen mussten. Und auch wenn wir wieder einmal nicht vollzählig zum Spiel antreten konnten und daher nur mit einer Torhüterin und 9 Feldspielerinnen - von denen eine eigentlich unsere 2. Torfrau war - antraten, so schaffte Fetti es doch uns mit ein paar wenigen Worten unsere Nervosität zu nehmen und mit einem Lächeln und großem Kampfgeist ins Spiel zu schicken.

Die ersten 20 Minuten zeigte sich, dass wir spielerisch den Todtnauerinnen in nichts nachstanden. Unsere Angriffe funktionierten, unsere Pässe waren sicher, die Abschlüsse wurden meist erfolgreich verwandelt und an unserer Abwehr bissen sich die Mädels vom TV ein ums andere Mal die Zähne aus. Da aber auch unsere Gegnerinnen 100 % gaben, hielt sich das Spiel in der Waage. Wenn die einen ein Tor erzielten, glichen die anderen es sofort aus. So ging es bis zu einem Punktestand von 7:7. Doch dann kam der Einbruch! Ob es nun an mangelnder Kondition, fehlender Konzentration oder aber auch ganz einfachem Pech lag, es gelang einfach nichts mehr. Vorne verfehlte man wieder mal glanzvoll das Tor, hinten war man einfach hier und da diesen einen entscheidenden Schritt zu langsam und durch einige unnötige Fehlpässe gab man den Gegnerinnen zuviele Chancen, die sie auch gekonnt verwandelten und so mit einem 7:11 in die Halbzeitpause gingen.

Nach einigen aufbauenden und auch tadelnden Sätzen seitens der Trainer ging man mit neuer Motivation in die zweite Hälfte. Und auch diesmal war der Anfang nicht schlecht und wir schafften es den Torvorsprung gleich mal zu halbieren. Aber wieder konnten wir dieses Tempo nicht halten. Durch die gegnerische 4-2 Abwehr hieß es für uns: laufen, laufen Aufgrund einer zahlenmäßig schwach besetzten Auswechselbank und mangelnder Kondition passierten uns immer mehr Fehler. Spielte man den Ball nicht schon vorne im Angriff den Gegnern in die Hände und gab ihm so wunderschöne Konterchancen, weswegen unsere Torhüterin ein ums andere Mal völlig allein auf weiter Flur stand, so war man auch oft nicht schnell genug mit dem Schieben in der Abwehr, was die Gegnerinnen entweder konsequent in Tore verwandelten oder zumindest 7 m zogen. Die schnellen Gegenstöße nach vorne unsererseits scheiterten oft an ungenauen Pässen und schlechten Torabschlüssen. Und so zogen die Todnauerinnen immer weiter davon. Nur unsere Torfrau hatte dem allen noch etwas entgegen zu setzen, hielt sie nicht nur so manche 100%-igen im Spiel, sondern auch noch 5 von 6 7m. Respekt! Aber alleine gewinnt man nun mal leider kein Spiel und so endete es für uns mit einem 22:14.

Alles in allem betrachten wir das Spiel mit sehr gemischten Gefühlen. Einerseits tut es weh zu wissen, dass man verloren hat, obwohl man spielerisch gesehen auf Augenhöhe war, nur leider das Tempo nicht 60 Minuten lang halten konnte.

Aber andererseits hat man doch, wenn man die Spiele im letztem Jahr betrachtet, enorme Fortschritte gemacht und kann stolz darauf sein. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir nun seit 5 Wochen nicht mehr in einer richtigen Handballhalle trainiert hatten, sondern uns mit der in Nordweil arrangieren mussten, wo man Tempospiel, weite Pässe und auch Abwehr und Angriffsverhalten leider nicht trainieren kann.

Trotzdem werden wir weiterhin alles geben und mit neuem Mut am Samstag nach Brombach fahren. Wir würden uns wie immer über jeden mitreisenden Fan freuen.

Eure Damen II