Am Sonntag, den 18.12., ging es für uns bei winterlichem Temperaturen nach Freiburg Kappel. Nach den letzten Spielen wollten wir dort endlich mal wieder zeigen, dass wir auch Handball spielen können. Was uns auch sehr gut gelungen ist, nur leider fehlte uns mal wieder das letzte bisschen Glück um auch noch die zwei Punkte mit nach Hause zu bringen.
Freute man sich beim Warm-machen noch riesig über den gerade einsetzenden Schneefall, so nahm diese Euphorie in den ersten Minuten ziemlich schnell ab. Denn nach dem Anpfiff brauchten wir wieder ein wenig Zeit um ins Spiel zu finden, wenn auch weit weniger als in den letzten Partien, daher stand es schnell 4:0 für Kappel. Doch nach anfänglichen Fehlwürfen, etwas rangieren in der Abwehr und konsequent durchgeführten Abschlüssen, kamen auch wir zum Zuge und man konnte durch ein Spiel mit 2 Kreisläufern das Ergebnis bis zu einem 7:7 drehen. Doch die Kappler bewiesen die stärkeren Nerven und wir gingen so mit einem 9:8 in die Halbzeitpause.
Nach kurzen Ansprachen von Trainer und Spielern, dass wir einfach nur so weiter machen mussten, wie wir aufgehört hatten, gingen wir hoch motiviert in die zweite Hälfte. Über ein 10:10 gelang uns tatsächlich auch mal ein 3 Tore Vorsprung mit 10:13. Doch leider versäumten wir es hier den Sack endgültig zuzumachen und mit 2 verworfenen 7-Metern, 3 100%-gen Fehlwürfen und mit manchen konzentrations- und kräftebedingten Abwehrfehlern, gelang es den Kapplern erst auf ein 13:13 gleichzuziehen und dann sogar das Spiel auf ein 15:13 zu kippen.
Mit viel Mühe und kämpferischer Leistung erreichten wir zwar noch einmal ein Unentschieden von 16:16, doch ab da ging leider gar nichts mehr. Vorne schafften wir es einfach nicht noch einmal den Ball im Tor zu versenken und hinten gelang es den Freiburgerinnen noch 2 Mal fast ungedeckt zum Schuss zu kommen, so dass selbst unsere extrem stark haltende Nathalie an diesem Tag keine Chance mehr hatte. So verloren wir leider mit 18:16, fanden durch dieses Spiel aber zumindest unser Selbstbewusstsein wieder und sehen den nächsten Gegnern mit Vorfreude und Sicherheit entgegen.
Mit unserer Leistung im Spiel waren wir alle, einschließlich der Fans, sehr zufrieden. Wir wollen uns natürlich auch nochmal bei den mitgereisten Zuschauern bedanken, dass sie uns auch in unserer kleinen Schwächephase treu zur Seite gestanden haben und jetzt mit uns wieder voll durchstarten.

Vor allem Georg wollten wir noch einmal unseren Respekt mitteilen, der an dem Tag das gemacht hat, was wir alle hin und wieder gern selbst tun würden: dem Schiedsrichter die Meinung sagen! Danke Schorschi!
Aufgrund dessen musste unser Chef-Schiri-Anschreier in der zweiten Hälfte, sehr zu unserem Missfallen, die Halle verlassen, der Schiedsrichter hat ihn sogar höchstpersönlich zur Tür hinausgeführt. Leider hat er wohl vergessen, dass man währenddessen das Spiel hätte unterbrechen können, so spielte Kappel halt den Angriff ohne den Mann in Schwarz. Er hat sich ja aber auch rechtzeitig wieder umgedreht, damit er sehen konnte, dass der Ball im Netz lag, und er ein Tor geben konnte. Wie der Ball dahin gelangt ist, ist ja eigentlich auch nicht weiter wichtig!!! Aber wir Handballerinnen waren ja sehr anpassungsfähig und schon daran gewohnt, dass er als nicht das ganze Spielfeld im Blick hatte. So ließ er das Spiel ja auch eine ganze Weile weiter laufen, wenn jemand verletzt am Boden lag. Na ja, es müssen ja auch nicht immer alle 15 Leute gleichzeitig konzentriert im Spiel sein!
Aber Schwamm drüber, wie wir selbst viel zu gut wissen, kann jeder mal einen schlechten Tag haben.
Nun gehen wir erst mal in die verdiente, wenn auch recht kurze Winterpause, unser nächstes Spiel ist dann wieder zuhause am 14.01. gegen HSG 3.
Wir wünschen allen einen guten Rutsch!
Damen II
Tore: Anna Wissert 5, Bianca Habrich 4, Celine Rolke 2, Sophia Welz 1, Stephanie Jost 3/3, Sölvi Ruder 1/1