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Am 3.10. sollte unser drittes Heimspiel gegen die "alten Hasen" des Gufi 2 stattfinden. Da diese aber leider einen Tag vor dem Spiel wegen Krankheit absagen mussten, kamen wir sowohl zu zwei weiteren Punkten als auch zu einer schönen, netten kleinen Trainingseinheit in der Halle, welche wir gut für die nächste Woche gebrauchen konnten.

Denn am 10.10. fand unser erstes Auswärtsspiel statt. Trotz großer Motivation das Match für uns zu entscheiden, kamen wir recht unterkühlt in der Waldkircher Halle an, da Petrus uns mal wieder eindrucksvoll bewies, dass man auf einem Weg von zwei Minuten bis auf die Knochen durchnässt werden kann. (Trockener Kommentar eines Fans: Beim nächsten Mal schneller laufen! - Vielen Dank, wir werden es uns merken...) Nach der Trockenlegung einzelner Spielerinnen starteten wir hochkonzentriert ins Spiel, was sich in einem 1:7 nach 15 min auch recht deutlich abzeichnete. Doch zu unserer Schande müssen wir wohl unsere mangelnde Kondition zu dieser Zeit gestehen, wodurch sich die Waldkircherinnen bis zur Halbzeit nochmals auf 7:9 heranarbeiten konnten. In der zweiten Halbzeit gab es nur wenig durchkommen durch unsere Reihen. Da wir aber leider so unsere Probleme hatten was das Thema Treffen angeht, blieb das Spiel zumindest dem Ergebnis nach recht offen. Doch nach 60 - sich hinziehenden - Minuten gewannen wir schließlich 16:14.

Als nächsten Gegner hatten wir Altdorf in unserer Halle. Motiviert das Spiel zu gewinnen, konnten wir uns in den ersten 15 min gleich mal mit 10:3 absetzen. Doch auch hier hatten wir Probleme das Tempo durchzuhalten und brachen etwas ein, so dass wir mit einem 10:8 (na gut, wir brachen ziemlich ein) in die Pause gingen. Nach gegenseitigem und trainerseitigem Einschwören gingen wir mit neuem Mut auf das Feld. Auch wenn wir uns nicht absetzen konnten und kurz vor Schluss noch ein 15:15 zu verbuchen hatten, gaben wir einfach nicht auf. Wir kratzten noch mal unseren Rest Kampfgeist und den - zugegeben, etwas kleineren - Rest Kondition zusammen und gewannen schließlich auch dieses Spiel mit 19:16.

Jetzt sollte endlich das Match gegen die "alten Hasen" an der Reihe sein. Am 24.10. galt es in Gundelfingen ein Spiel zu gewinnen. Was sich leider als nicht so leicht herausstellte, da wir alle anscheinend das Werfen und Fangen über Nacht verlernt hatten. Um sich etwas aus der Affäre zu ziehen, schob man das natürlich auf den Ball, zu dumm nur, dass wir in der zweiten Halbzeit - mit Einverständnis der Gegnerinnen - einen anderen Ball hatten, der uns scheinbar genauso wenig leiden konnte wie sein Vorgänger. (Kleine Anmerkung des Trainers: "Es ist zum Kotzen!") Zum Glück war es in diesem Fall nicht entscheidend, da wir das Game klar mit einem 17:6 gewannen. Zur Siebenmeterkönigin im Spiel haben wir unsere Meli erklärt, die es wunderbar verstanden hatte, dem Torwart den Ball geschickt durch die Beine zu werfen und somit ihr erstes Tor auf ihrem Konto verbuchen zu können.

Das nächste Spiel war ein Heimspiel und wieder gegen Gundelfingen, wenn auch gegen die "Jungspunde". Diesmal waren beiderseits Ballunsicherheiten zu sehen, also logische Schlussfolgerung: der Ball war schuld! Trotz technischen Problemen dominierten wir auf dem Feld die vollen 60 Minuten. Nach einem Halbzeitstand von 12:6 legten wir noch eins drauf - dank Fettis Training schafften wir unser schnelles Tempo inzwischen nämlich auch das ganze Spiel über - und so gewannen wir mit nur vier weiteren Gegentoren mit einem verdientem 25:10.

Dann, am 7.11., ging es nach Freiburg zur ESV. Es fing an wie die letzten Spiele auch. Wir konnten uns mit einem 1:6 in der ersten Viertelstunde absetzen. Leider zog sich auch eine andere Routine durch das Spiel. Genau, der böse Ball! Nach etlichen - vor allem - langen Fehlpässen und einigen 100-%ig Verworfenen gingen wir mit einem 4:7 in die Halbzeit. Nach klärenden Worten unseres Trainers, wie z.B: kurze Pässe sind besser als lange, die nicht ankommen; oder auch: es bringt nichts zu rennen, wenn ihr den Ball nicht fangt; etc. plus ein paar motivierenden Floskeln wie: Auf kämpft nochmal! Die schlagen wir!.... machte es bei uns Klick und wir gaben noch einmal alles. Durch gute Abwehrarbeit und souveränen Angriffe brachten wir zum Schluss ein höchstzufriedenes 21:12 zustande.

Doch unsere erste wirkliche Bewährungsprobe sollte erst noch kommen. Nämlich am 21.11. gegen die bisher noch ungeschlagenen Herbolzheimerinnen und das auch noch auf gegnerischem Boden. Auch wenn wir im Trainingsspiel kurz vor Rundenbeginn noch mit einem Tor verloren hatten, gingen wir doch recht optimistisch, wenn auch nervös in dieses Spiel. Es war klar, der Sieger wird durch die Abwehr entschieden, denn Tore machen konnten wir beide. Wir standen von der ersten Minute an wie eine Mauer und wenn eine Gegnerin doch mal den Weg zu unserem Tor fand, bissen sie sich ein ums andere mal an Karin die Zähne aus. Doch auch wir hatten Schwierigkeiten Tore zu erzielen. Nach kräftezehrenden 30 min führten wir mit 9:6.

Etwas gelöster starteten wir in die zweite Hälfte. Die Nervosität war weg, übrig blieb nur eine konzentrierte Anspannung und unendlich großer Kampfgeist. So zogen wir auch schnell mit einem 6-Tore Vorsprung weg (8:14). Doch durch ein paar Konzentrationsschwächen konnten die Herbolzheimerinnen noch einmal die Tordifferenz minimieren und haben uns so ordentlich aus dem Konzept gebracht. Durch hektisches Spielen, Fehlpässe und auch den ein oder anderen Abwehrfehler stand auf einmal ein 14:15 auf der Punktetafel. Doch anstatt weiter wie aufgeschreckte Hühner übers Feld zu rennen, schafften wir es, auch dank unserem Trainer, den Fans (nochmal danke für die laute und tatkräftige Unterstützung) und Lisa, wieder runterzukommen und unser Können überlegt zur Schau zu stellen. So haben wir unser erstes wirklich entscheidenes Spiel mit einem 21:15 gewonnen.

Auch wenn dieser Sieg natürlich gebührend gefeiert wurde, an eine Verschnaufpause war nicht zu denken. Denn schon am 28.11. gings nach Teningen, den dritten Meisterfavoriten, neben Herbolzheim und uns selbst. Auch die SGlerinnen hatten bisher noch kein Spiel verloren, was wir natürlich schleunigst ändern wollten. Mit kurzen, knappen Sätzen schwörte uns der Trainer auf das Spiel ein und schaffte es gleichzeitig uns viel unserer Nervosität zu nehmen mit den Worten: "Wir können nichts verlieren, sondern nur gewinnen!"

So liefen die ersten 10 min., wie sie immer liefen. Unsere Abwehr stand und wir schafften es durch schnelle Angriffe fast von selbst uns auf ein 2:8 abzusetzen. Doch auch in diesem Spiel wurden wir noch vor der Halbzeit wieder etwas auf den Teppich geholt und gingen mit einem 8:11 in die Halbzeit. Da der Trainer mit unserer Leistung mehr als zufrieden war - wenn man mal die Fehlpässe außer acht lässt (jaja, auch hier gab es wieder einen bösen Ball!) - gingen wir hoch motiviert in die zweite Halbzeit. Das Spiel war uns eigentlich sicher, nachdem wir uns ein 20:10 erkämpft hatten. Doch so schnell gaben die Teningerinnen nicht auf und durch etliche Siebenmeter, die sie auch gekonnt verwandelten, schafften sie es nochmals aufzuholen. Jedoch ließen wir uns den Sieg nicht mehr nehmen und so stand es nach 60 min 18:23. Damit sicherten wir uns wieder den führenden Tabellenplatz und werden ihn auch in Zukunft verteidigen. Hoffentlich witerhin mit solch tollen Fans wie bisher. Vielen Dank nochmals!

Eure Damen II

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