TBK  Damen 2Heitersheim „wiegt“ fast nur halb so viel

Den dritten Platz haben wir im letzten Spiel verloren, doch diesen galt es sich mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten aus Heitersheim wenigstens für eine Nacht wieder zurück zu holen. Dies gelang mit einem 30:12 Sieg zumindest vom Ergebnis her auch sehr deutlich.

Smitty konnte auf eine volle Bank zurückgreifen, der Gegner indes hatte nur eine Wechselmöglichkeit. Man sollte vor dem Spiel also meinen können, Heitersheim wird überrannt. Dem war allerdings überhaupt nicht so. Die Angriffe wurden gemächlichen Tempos beiderseits vorgetragen und Tore fielen auch kaum. Was entweder an den bis dahin guten Torleuten oder am Unvermögen der Werfenden lag. Einziger Höhepunkt bis dahin war eine sehr schöne Kombination von Caro auf halb links mit Meli auf links außen, welche Meli sehr gekonnt zum Torerfolg verwerten konnte. So zeigte die Anzeige nach einer Viertelstunde ein mageres 6:4 für Kenzingen. Trainer C. Schmidt musste sich nun wohl oder übel aus seiner bequemen Sitzhaltung (zum Glück gibt es nen Eiskoffer), erheben und eine Auszeit einberufen. Sieben Damen standen auf und die sieben welche gerade noch spielen durften, konnte sich setzen. Mit diesem taktischen Kniff brachte er nicht nur die Zuschauer sondern auch den Gegner etwas aus dem Konzept. Die Angriffe der Kenzinger Damen wurden schneller, die technischen Fehler der Heitersheimer größer und die dadurch entstehenden Konter sicher verwandelt. So konnte man mit einem sicheren Halbzeitstand von 17:5 in die Kabinen.

Mit welcher Überlegung schickte Smitty seine Damen in die zweite Halbzeit? Diese Frage war berechtigt.

Er baute auf eine stabile Abwehr und schnelle Angriffe. Dies bezahlte sich auch aus. Die Führung wuchs Tor um Tor. Heitersheim hatte sich in der Halbzeit wohl auch etwas vorgenommen und dies im Ansatz auch richtig gut umgesetzt. Ball an die Kreisläuferin spielen und die soll die Abwehr zwingen ein Foul zu begehen um einen Siebenmeter zu bekommen. Leider dauerte das immer sehr lang und die Würfe aus sieben Meter wurden auch nicht verwandelt. Fouls und Freiwürfe gab es dennoch für Heitersheim, denn die wiegen ja auch nur die Hälfte. Kenzingen konnte nun befreit aufspielen was das ein oder andere Mal auch darin endete das der Ball eben nicht im Tor landete. Konter wurden weiterhin konsequent genutzt und ab der 45. Spielmimute merkte man dem Gegner an, dass Sie nur einmal wechseln konnten. Auf Kenzinger Seite hieß es nun wer will noch mal wer hat noch nicht, sein Tor zum Erfolg beigetragen. Der Schiedsrichter erlebte ein ruhiges Spiel und musste kaum Zeitstrafen verhängen. Nur kurz vor Tore Schluss sah er sich mehr als genötigt. Eine Kenzinger Feldspielerin wollte es mal mit dem Fuß versuchen. Hat nicht geklappt, der Schiedsrichter hat es gemerkt.

Mit dem 30:12 Sieg für Kenzingen können wir leben und sind wenigstens vorübergehend wieder Dritter.

In diesem Sinne: SCHMIDTEINANDER - OLE!